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Ko Phi Phi: Thailand gone bad

Wir setzen über nach Ko Phi Phi. Auf der vollen Fähre läuft billig-Techno aus Notlautsprechern. Gute Einstimmung für einen Ort, über den jeder nur hörte, er sei das verlorene Paradies, nachdem hier „The Beach“ gefilmt wurde. Der erste Eindruck ist gar nicht so schlimm, Keine Wolkenkratzer, und auf den Bergen gibt’s noch Bäume.

Es gibt wenig ebenen Platz auf dem größtenteils steil aus dem Meer aufragenden Ko Phi Phi. Aber der ist maximal genutzt. 2000 freiwillige Helfer für den Wiederaufbau nach dem hier recht glimpflich verlaufenen Tsunami 2004 leisteten ganze Arbeit.

Der Platz zwischen den Gebäuden in Ko Phi Phi wird effektiv von Drückern genutzt. Bei Preisen von über 30€ pro Nacht für manchen Bungalow (einem deutschen Preisniveau von ca. 1000€ entsprechend) kein Wunder.

Wir setzen zusammen mit den Bodensee-Mädels aus der Shanti-Lodge über an den Long Beach. Die günstigste Unterkunft ist das Phi Phi Hill Resort. Einfache aber saubere Holzbungalows auf dem Hügel zu 14€ das Stück – mangofressende Affen auf der Veranda nebst schönem Sonnenaufgang inklusive. Die Aussicht rüber auf „The Beach“ Ko Phi Phi Lay vom Restaurant aus ist gigantisch.

Thailand ist an manchen Stellen unglaublich teuer. Vor allem hier. Internet kostet 3,50€ die Stunde im Hotel. Ich will etwas Geld sparen, gehe 3km rüber ins Village, mal wieder eine zerbrochene Sonnenbrille ersetzen. Kopierte Billabong Shorts gibt es zum Originalpreis, der Rest knapp unter europäischem Niveau. Lustige Schilder säumen die Gassen: Tsunami Escape Route.

Am Abend erwische ich was falsches. Mir ist schon direkt nach dem Essen schlecht. Um Mitternacht aufgewacht kämpfe ich bis zum Morgengrauen mit einem bösen Magen. Tom meint beim Frühstück, ich sähe echt scheiße aus. Aber meine Buchung für drei Tauchgänge heute steht. Will immer tun, was ich sage. Gleichzeitig frage ich mich, ob ein Regulator nicht nur Luft sondern auch Feststoffe regulieren kann.

Der Dive-Master meint, Tauchen wäre gut bei Durchfall. Stimmt. Ist wohl der höhere Druck. Nach wenigen Minuten unter Wasser verschwindet der Schmerz. Ich genieße bunte Korallen und tausend Fische rund um Ko Phi Phi Lay. Elektrolyte fehlen, daher gibt’s schöne Krämpfe. Abhilfe: einfach treiben lassen.

Mittagessen gibt’s in der „The Beach“ Maya Bay. hundert Boote, 1.000 Terrouristen. Wir landen an einem kleinen Nebenstrand. Ich sehe noch, wie jemand mein Mittagessen neben mich stellt. Aufwachen tu ich zur Aufbruchs-Aufforderung.

Die nächsten zwei Tauchgänge gehen auch sehr tief, Mittel 12m, maximal 18. Einen Tauchgang beende ich mit Buddy-Breathing und 10 Bar Restdruck. Am Schluss bin ich in Druckgruppe V, jede Menge bunte Farben und Unterwassersonnenstrahlen reicher und das schlimmste Sodbrennen meines Lebens ärmer. Hat wohl auch was mit dem Druck zu tun.

Wieder auf Ko Phi Phi Don fall ich nur noch stickstoffgeschwängert ins Bett. Als ich aufwache funktioniert mein Hirn wieder. Ein kurzes Abendessen, weiterschlafen.

Am nächsten Morgen geht es weiter mit der Fähre nach Ko Lanta. Ich sage dem Bootsmann: „Attention, there’s a laptop in this backpack.“ Die Flugkurve des Rucksacks Richtung Boot beweist, dass er des Englischen unbemächtigt ist. Resultat: Display zerbrochen. 80% Blackout. Diesen wohl erst mal letzten Eintrag schreibe ich auf 300 Restpixel Breite. Reparieren lohnt sich wohl nicht. Und der nächste Computershop ist 4h entfernt. Thailand gone bad.



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3 Kommentare zu “ Ko Phi Phi: Thailand gone bad ”

Hi, Frank, tut mir leid wegen des Laptop. Hast wahrscheinlich zu viele hübsche Thailänderinnen gefilmt. Da platzt ja die Festplatte. Hoffe, Du bist bald wieder on air. Trotzdem viel Spass weiter, Peter

Kommentar von Peter am 15.4.2008

Langsam frag ich mich, was Du da eigentlich genau gebucht hast -worst of all inclusive?
Trau mich gar nicht mehr zu schreiben, dass es nur besser werden kann… denke Du solltest mal ein ernstes Wort mit dem Schicksal reden.
Bis dahin gute Besserung für alles!

Kommentar von Melly am 15.4.2008

was lese ich denn jetzt auf der Arbeit????? ;-)

Kommentar von Tommy Krebs am 18.4.2008

Du hast was zu sagen? Dann schreib!

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