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Langebaan

Südafrika ist eigenartig. Nach 150km mit 3 Kurven durch eintönigste Brasilianische Pampa kommen wir in Langebaan an. Langebaan sah auf der Karte aus wie eine Großstadt, doch 90% der Häuser sind nur Ferienhäuser, und sie stehen selbst mitten in der Hochsaison alle leer – hinter dicken fiesen Zäunen auf viel zu viel leerem Platz.

So eigenartig die Umgebung ist, so wunderbar sind die Menschen. Der erste ist Däne Per. Sein Vater Poul war mit 88 der älteste Kiter der Welt. Er starb glücklich in seinem Wetsuit an einem Herzinfarkt. 150 Kiter versammelten sich in einem Kreis im spiegelglatten Dänischen Meer, wie König Arthurs Tafel in XXL. Sie verstreuten seine Asche. Plötzlich fing das tote Meer an zu leben.

Angekommen nach 2 Stunden Autofahrt in Langebaan wurden wir mit einem türkisen Sandstand und fast zuckerfarbenen Sand belohnt. Ziemlich starker Wind der bei der Hitze von etwa 30 Grad sehr willkommen ist. Es fühlt sich an wie ein kleines Paradies für Besucher.
Frisch ausgeschlafen fahren wir an unserem zweiten Tag in den Westcoast Nationalpark (Eintritt 75 R pro Person). Hier habe ich zum ersten Mal Sträuße gesehen – sie sind so groß und verzaubern mit Ihren unendlich langen Wimpern. Die Flamingos haben sich ganz prächtig auf einer schneeweisen Sandbank gesonnt – sie sind noch viel pinker als gedacht. Beeindruckt bin ich von den klugen Möwen, die Muscheln zum Öffnen aus großer Höhe auf Steine fallen lassen. Alle Tiere dort sehen so glücklich aus, dass ich mir sicher bin das es Ihnen dort wirklich gutgeht.

Wir sind so urlaubsreif wie nie zuvor, ich weise alle meine Kunden weiter an die lieben Helfer oder verlege Arbeiten einen Monat nach hinten. Trotzdem schaffefn wir es irgendwie ganz hervorragend zu reisen. Urlaub ist Pause von etwas, das Du nicht magst. Reisen bedeutet sich bewegen. Wir bewegen uns höllisch viel.

Vor Langebaan liegt eine kleine Insel. Dazwischen gibts gleich am erste Tag die erste entspannte Kite Session mit Seehunden nach einem 20h FLug und 2h Anfahrt. Der zweite Tag wird erstmals etwas Rakete mit guten 25 Knoten. Verena ist der 5er zuviel zum lernen. Der dritte Tag gilt einzig Shark Bay mit einem Frühstück am Strand gefolgt von ein paar Stunden Bodydrag Schulung und dann einigen Metern auf dem Brett.

Ich checke nach der Schulung mein Liquid Force Ventil derart gründlich, dass ich erst 1,5 km Downwind später mitten in der Bucht merke, dass mein Kite eher Flügel schlägt, als Wind zu schneiden. Mit platter Tube bringt mich die Selbstrettung an den einzigen 20m breiten Sandstrand zwischen hohen Klippen. Nach dem Rückmarsch verstehe ich warum Kite-Lehrer nach ihrer kurzen Abend-Session oft schnell völlig platt sind.



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