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Touring Negros: Im Zuckerrohr-Land

Philippinos trinken gerne Rum. Viel Rum. Daher brauchen sie viel Zuckerrohr. Ein Großteil davon wird in den küstennahen Ebenen nördlich Dumaguete auf Negros angebaut. Ich miete mir eine Cross-Maschine und toure nach Norden. Endlose grüne Zuckerrohr-Meere. Fünf Meter hoch mit Zuckerrohr beladene uralte Laster fahren ihn zu den Brennereien. Auf der leeren Rückfahrt schauen sie aus wie umgedrehte Walskelette auf Rädern.

Das ganze erinnert mich brachial an die nördliche Dominikanische Republik in der Nähe von Puerto Plata. Sogar die Schmalspur- Eisenbahn haben die Philippinos kopiert. Die Straße ist nach Taifun Washi halbwegs in Ordnung. Aber einige Brücken fehlen, es gibt einige vollkommen überlastete Umleitungen. Vor den Häusern hängen verschlammte Matratzen zum trocknen.

In Bais könnte ich Delfine und Orcas im küstennahen Meer besuchen. Sie verkehren gerne in der Meerenge zwischen Cebu und Negros. Touristen dagegen immer nur an den gleichen Orten. Nicht hier. Ein ganzes Boot alleine ist zu teuer. Ich fahre weiter.

Nördlich Bais geht eine der wenigen unbeschädigten Straßen ins Landesinnere. Ich folge ihr an Erdrutschen vorbei über viele Serpentinen ca. 50 km weit ins Gebirge. Niemand ist hier. Keine Ausländer, keine Sexpats, keine privaten Gefährte mit mehr als drei Rädern. In einigen Dörfern ist gerade Gemeinderatsversammlung. Einige hundert Bewohner hocken am Straßenrand. Am späten Nachmittag bin ich fast 100 km von Dumaguete entfernt. Zeit umzukehren, es wird hier schon um 17:30 dunkel.

Die Rückfahrt schlaucht. Rauchende Müllkraftwerke vor mir, auf der Gegenspur überholende Busse in der Gegenrichtung. Aufblenden heisst hier nicht „Achtung Radarfalle“ sondern „Mein Kühler ist stabiler“. Ihr Fahrstil ist der einzige Kontrast zur freundlichen Philippinischen Mentalität. Ich passe mich an. Rechts überholen, gesperrte Baustellenspuren, 30 mal die Minute hupen. Dann geht’s.

In Dumaguete komme ich genau zur Dämmerung an. Fast alle Reise-Freunde sind weitergezogen. Einer ist noch da. Wir gönnen uns bei einem Tiroler Wirt Schnitzel und Ziege. Für mich springt dabei noch ein günstiger Privattransfer nach Sipalay morgen raus, das spart gute fünf Stunden übelsten Bus auf Schotter. Dumaguete und Harolds Mansion waren unerwartet den Besuch wert. Zeit weiterzureisen.



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3 Kommentare zu “ Touring Negros: Im Zuckerrohr-Land ”

wahnsinn die fotos- also langsam wirds echt schwer auszuwählen- könnten die ganze wohnung damit tapezieren ;) lg

Kommentar von uli am 20.12.2011

Wahnsinns Fotos!!! Meine Kolleginnen sind schon Fan vom Blog! ;)

Kommentar von Dominik am 20.12.2011

danke danke…kam mir heut gar nicht so vor, war eher enttäuscht…die nächsten tage werde ich einige updates am blog machen, wie heute schon: kommentarfunktion repariert, formular aufgefescht…bald folgt kommentarfunktion mit bild via facebook login.

Kommentar von ff-webdesigner am 20.12.2011

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