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Puerto Princesa

Die Fahrt nach Puerto Princessa dauert fast drei Stunden. Zu Spitzenzeiten sind nur 47 Passagiere und ca. 1,2 Tonnen Fisch im / um / am Jeepney. Wir wären gerne noch etwas an Sabangs schönen Stränden geblieben. Aber ich brauche endlich mal wieder Internet. Und Strom. Und Wäsche, die nach dem Waschen sauber und trocken ist.

Uli landet einen absoluten Volltreffer mit ihrer Unterkunftswahl: Lotus Garden ist nicht billig, aber ein absoluter Traum. Wir wohnen die letzten Tage in einem Japanischem Pavillion über einem Teich mit Kois und Seerosen. Edles Holz, Klimaanalage, TV und Walk-In-Dusche, dazu all you can eat Sushi-Buffet am Abend. Internet mit 5kB/s versetzt mich ernsthaft in Geschwindigkeitsrausch.

Das Personal läuft in Kimonos oder Karate-Leiberln rum. Die Chefin hat den schwarzen Gürtel, die Angestellten den roten und die anscheinend für jede Philippinische Wirtschaft vorgeschriebene Theken-Tucke hat den rosa Gürtel. Köstlich, auch wenn Uli mir verbietet, ihn darauf anzusprechen. Ich verziehe mich auf’s Zimmer, schalte den 24-Stunden Videoke-Kanal im Fernsehen ein und trällere unbelasteten Herzens Weihnachtslieder auf Tagalog. Auch das verbietet mir Uli kurz darauf.

Puerto Princesa ist mit seinen gut 200.000 Einwohnern Hauptstadt von Palawan und hat nicht viel zu bieten ausser relativ untouristigem echten Philippinischen Leben. Die Preise sind generell recht niedrig. Es gibt wenig Hotels, Touristen und Sehenswürdigkeiten. Halt! Es gibt hier asphaltierte Straßen auf über 100km Länge. You can’t beat the Feeling! Wir mieten einen Roller und touren umher. Auf der Hafenpromenade findet ein Rummel statt. Erst eine Stunde später werden wird aufgeklärt: Das ist der Weihnachtsmarkt, folglich waren wir eben Weihnachts-shoppen.

Ein Einkaufszentrum eröffnet. Wir rennen vor allem wegen der Klimaanlage rein. Drinnen überbieten sich die Marktschreier mit den MW-Leistungsangaben ihren Anlagen. Da Philippinos generell nur für das Jetzt leben, spielt Tinnitus keine Rolle. Einkaufen ist lustig hier – für uns und für die Philippinos. Wir witzeln über das, was sie als „XXL“ bezeichnen. Und die Philippinos schauen einfach nur nach oben und grinsen uns an.

Der nahegelegene Butterfly Garden ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Direkt vor meinen Augen stirbt ein 15 cm großer Falter an Altersschwäche – er fällt einfach vom Blatt. Wenig später überlaste ich die Offroad-Tauglichkeit des Rollers, was in einem Platten endet. Wie überall auf den Philippinen ist der nächste „Vulcanizing Shop“ nur 100 m entfernt. „Vulcanizing“ ist hier wörtlich zu nehmen. Statt einer chemischen Reaktion bevorzugt man hier Flambieren: Gummi-Flicken ausschneiden, auf Reifen legen, in Presse klemmen, selbige mit Benzin übergiessen und anzünden. 15 Minuten warten. Fertig. Kosten: nette 50 Cent.



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3 Kommentare zu “ Puerto Princesa ”

Du kannst erzählen!! Schöne ausgesuchte Erlebnisse…… und noch mehr wünsche ich Dir. mom

Kommentar von mom am 5.12.2011

Sehr schön geschrieben, Frank. :-) Bleibst du jetzt noch länger dort oder fliegst du vielleicht wieder in dein Lieblingsland, nach Teuerralien? hehe…

Kommentar von tommykrebs am 5.12.2011

Danke danke! @ Tommy: Ich bleib hier bis 9.2. Muss ich auch, steh in Kontakt mit einigen anderen Kitern, alle berichten seit Wochen das gleiche: Überall Flaute auf den Philippinen.

Kommentar von ff-webdesigner am 6.12.2011

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