Kitesurfing Romblon: Selbstrettung

1101
2012
Mi
14:12
Tag
1678
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Zwischen 3P und Romblon Town gibt es einen sehr schönen Strand. Der Bonbon Beach läuft in einer langen Sandbank zu einer Insel aus. Der Wind bläst perfekt fast sideshore mit 14 Knoten, das Panorama ist gigantisch. Kleine Inseln in der Nähe, in der Ferne die wolkenverhangenen Berge von Tablas. Manchmal kommen die Locals von Boracay in der Nebensaison hier rüber, wenn dort der Wind nicht reicht.

Zwei Traunsteiner Tobis nehmen mich auf dem Bike mit. Ich baue auf und gehe raus. Der Wind ist nicht stark, reicht kaum zum Höhelaufen und springen. Ich ziehe einige Bahnen und lande am Ende der Sandbank. Laufe nochmal gegen den Wind, ziehe noch ein paar Bahnen und versemmel dann den letzten Sprung am Ende der Sandbank. Ich lande im Lee, vor mir nur noch offenes Meer. (mehr …)

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Romblon: Armut & Schönheit in Marmor

1101
2012
Mi
8:10
Tag
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Romblon ist berühmt für seinen Marmor. Alles hier ist aus Marmor. Fliesen, Waschbecken, Zaunpfähle, sogar Straßenlaternen. Romblon ist nicht reich, aber es gibt genug Stein und Arbeitskraft. Die Einheimischen leben gut zusammen mit den Ausländern. Die Mischung ist angenehm. Auf Boracay gibt’s kaum irgendwas, was Philippinos gehört. Angeblich fast alles Koreanisches Schwarzgeld. 

Ich miete mir ein Chinesisches Dirt-Bike und fahre einmal rund um Romblon. Der Weg ist gerade mal 50 km lang, aber recht kernig. Auch hier gab es vor wenigen Tagen starken Regen und Überflutungen. Auch wenn die Straße mal geteert ist, ist kein großer Unterschied zum sonstigen Feldweg auszumachen. Bäche und Straßen, alles eins. (mehr …)

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Reise nach Romblon

1001
2012
Di
14:09
Tag
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Auf den kleinen Inseln ist das Reisen schwer, aber auch wertvoll. Ein Jeep bringt uns zum drei Kilometer entfernten Highway. Nach einiger Zeit kommt ein Jeepney vorbei, der uns ins zwei Stunden entfernte San Augustin im Norden von Tablas mitnimmt. Die Überfahrt nach Romblon mit der großen Bangka wird wieder heftig. Sogar eine Philippina wird seekrank – gleichzusetzen mit einem im Wasser ertrinkenden Fisch.

Ich erinnere mich an meine erste Fahrt mit der Bangka über’s offene Meer. Ich hatte ordentlich Angst nach all den gehörten Horrorstories. Jetzt macht sich Fatalismus breit, gekoppelt mit dem Wissen, daß ich weiter schwimmen kann als die meisten anderen Passagiere. Oder vielmehr, daß ich überhaupt schwimmen kann. Mein Kopf schaukelt ruhig im Seegang. (mehr …)

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Oh it’s such a perfect day…

0901
2012
Mo
23:58
Tag
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Was brauchen Muslime eigentlich immer gleich 37 Jungfrauen im Paradies? Dieser eine Beach ist Paradies genug, ich bin der erste Kiter hier. Die Angestellten kennen keine Kites. Und das gerade mal 30 km von Boracay. Dort fragt man sich an manchen Tagen eher, welche Farbe eigentlich der Himmel hat, weil man ihn vor lauter Kites nicht mehr sieht.

Nach dem heftigem Sturm in der Nacht flaut der Wind am Morgen endlich ab. Er bläst jetzt recht konstant mit 15-22 Knoten side onshore. Perfect 13. Der Strand ist vom gestrigen Sturm reichlich Treibholz-garniert. Die Leinen verfangen sich einige Male. Aber das ist auch schon das einzig nicht perfekte – bis Mittag haben ihn die Beachboys ohnehin wieder perfekt geharkt. (mehr …)

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Zuviel Hackwind auf Tablas

0801
2012
So
23:56
Tag
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Noch vor fünf Uhr morgens brechen Chris und ich mit dem Bike zum Hafen auf der anderen Seite Carabaos auf. Frühstück und Dusche fallen aus und der Schlaf jenseits vier Stunden fallen aus. Eindeutiger Vorteil: Sir Tanduhays Hangover holt mich bei dieser Reisegeschwindigkeit nicht mehr ein. Im Dunkeln geht es mit dem Bike über nasse Berge. Es hat fast die ganze Nacht heftig geregnet.

Die große Bangka läuft mit über einer Stunde Verspätung aus, da die Ebbe heute sehr niedrig steht. Prompt schlägt die erste der drei abfahrenden Bangkas auf dem Riff auf – zum Glück ohne Folgen. Der Seegang ist mit über zwei Metern sehr herb. Plastikplanen werden heruntergelassen. Sie halten notdürftig das Wasser draußen, verstärken aber auch mit dem Seegang die Optionen auf Seekrankheit. (mehr …)

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Die Leibeigenen von Carabao

0701
2012
Sa
23:55
Tag
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Carabao scheint einzig zu existieren, um Boracay zu versorgen. Carabao ist die Insel der Leibeigenen. Alles wird nach Boracay gebracht. Arbeitskräfte und lebende Kühe auf Bangkas. Mangos, Ananas, Bananen, Reis. Noch nicht mal Fisch kann man auf dieser Insel voller Fischer kaufen. Was hier bleibt ist ein großes Nichts. Nichts ist deutlich besser als Boracay. 

Es gibt kaum was zu essen, doch das wenige schmeckt besser. Auch wenn man keine Auswahl hat: sie ist  trotzdem viel freier. Carabao ist tagsüber auffallend menschenleer. Doch nach ihren zehn-Stunden-Schichten auf Boracay freuen sich die Bewohner über Besucher. Das Internet pfeifft aus dem letzten Loch, aber dei wenigen Minuten werden gut genutzt. (mehr …)

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Das andere Königreich

0601
2012
Fr
14:41
Tag
1673
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Ich überlebe acht Tage auf Boracay. David dagegen erkrankt heftig an Montezuma in Stereo. Wir fahren ohne ihn ab, auf der Suche nach wahren Königreichen. Unsere private Bangka fährt direkt am White Beach ab und ist fast pünktlich. Jules aus Cardiff kommt eine Stunde zu spät. Er musste seinen Philippinischen Schosshund auszahlen. Das Geld-Nachtanken am ATM dauerte länger.

Dicke Regenwolken hängen über Panay. Bei 25 Knoten Wind ist es völlig egal, ob es regnet. Sobald wir mit der kleinen fünf-Meter-Bangka aus dem Windschatten Boracays raus sind, wird Reisen wieder Abenteuer. Wellen von über 1,5 m fliegen über’s Deck. Das Gepäck bleibt dank Davids Mülltüten trocken. Nach über einer Stunde bei gedrosseltem Motor erreichen wir platschnass das andere Königreich. (mehr …)

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Bye bye, Boracay!

0501
2012
Do
18:02
Tag
1672
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Ich bin schon fast glücklich, als es mal einen Tag regnet. Mit der Arbeit komme ich kaum hinterher, das Kiten ist gut aber auch recht plättend und immer gefolgt von anstrengenden Nächten. Täglich sind wir auf wenigstens drei guten Konzerten. Ein Drink in den Bars am White Beach kostet oft mehr als eine komplette Flasche Rum plus Eis und Becher im teuren Supermarkt. Ich zähle das Geld nicht mehr, sonst müsste ich permanent schreien.

Was ich am meisten vermisse sind Abenteuer und Geschichten. Alles hier ist 100% geplant, zuverlässig und läuft mit der grau- samen Eintönigkeit eines Uhrwerks ab. Die beste Geschichte die ich binnen einer Woche auf Boracay höre ist die von der Ukrainierin, deren Mitbewohnerin sie gleich zwei Nächte nacheinander aus dem Zimmer sperrt. Gibt bessere Geschichten. (mehr …)

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Boracay is killing me…

0201
2012
Mo
19:50
Tag
1669
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Mit einer Ukrainerin fahre ich einen Tag rauf an die Nordpsitze Boracays. Der Puka Beach wird beschrieben als einsamer Strand. Gemessen am White Beach fallen die 200 Menschen dort tatsächlich kaum auf. Der starke Shorebreak fetzt etliche Badende weg. Ich bau den Kite auf, aber der Wind macht heute mal Pause. Ich auch. Mir fällt auf, dass ich in den letzten sieben Wochen erst einmal einfach nur am Strand gelegen bin.

Abends kommen David und Miri von Bohol via Cebu an. Wir feiern seinen Geburtstag ordentlich mit Barbecue und einigen Gin Tonics in einer Bar mit guter Live-Musik nach. Boracay frisst meine Kondition. Ich bin ständig müde und abends beim ausgehen schnell schlapp. Auch heute wieder. Irgendwie überlebe ich an solchen Orten immer nur. Leben tu ich an anderen. (mehr …)

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Neujahrs-Kiten

0101
2012
So
12:13
Tag
1668
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Direkt nach dem gnädigen late Checkout um ein Uhr muss ich an Neujahr schon wieder Hotels wechseln. Bis zum Bonzai Resort am White Beach bin ich dank Gepäck klatschnass. Wieder Board zusammenbauen, etwas arbeiten und dann sofort rüber zum Bulabog. Eine Ukrainerin will den Beach sehen, kennt den Weg nicht. Ich nehm sie gern mit, dafür gibt’s gute Fotos.

Der Wind ist nicht sonderlich stark, gerade mal 14 Knoten. Aber für meinen lädierten Zustand nach der Mutter aller Parties gestern kommt mir das gerade recht. Es sind gerade mal 40 Kites draußen – anderen geht’s wohl deutlich schlechter. Erst nach einer Stunde Kiten geht’s mir gut genug für Frühstück. Es ist 16:30. Es passiert nichts besonderes. Einfach mal eine Seite für Bilder…

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Silvester auf Boracay

3112
2011
Sa
21:56
Tag
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Ich bin froh, gute Menschen um mich zu haben zum Jahreswechsel. Silvester auf Boracay ist ein absolutes Tollhaus. In der Wüste alleine sein ist okay, aber an solchen Plätzen tödlich. Wir treffen uns in einem kleinen Restaurant. Mein Dank für die Gesellschaft ist eine große Flasche Rum. Sie ist schnell leer, der Strand gestopft voll. Auf dreieinhalb Kilometern feiern Zehntausende von Menschen zu einem gigantischen Feuerwerk.

Philippinos leben nur im Jetzt. Ausser an Silvester. Das Feuerwerk beginnt schon lange vor Mitternacht, und das ist bei der Menge auch nötig. Die Nacht ist der Tag, rauchen am Strand verboten, und der Sound überall geich. Wir gehen lange vor und zurück, bis wir an einem guten Platz ankommen. Alles ist gut und nichts perfekt. Dann mach ich die Ohren auf und höre eine Geschichte. (mehr …)

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Absolution & entzauberte Heiligtümer

3012
2011
Fr
13:53
Tag
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Endlich! Die Windgötter erteilen mir nach sieben Wochen, 5000 km und über 30 Inseln die Absolution. Der Wind ist da! Um sieben ohne Frühstück an den Strand, aufbauen und sofort raus. Der Wind bläst aus Nordost side onshore mit 14 Knoten. 50 weitere Kiter sind bei Ebbe draußen. Es gibt zahlreiche Felsen im Wasser, manche liegen knapp unter der Oberfläche. Bei Fahrtrichtung Süd sieht man dank der Sonne am Vormittag überhaupt nichts davon.

Wegen den zusätzlich zahlreich ansässigen Seeigel geht kaum einer ohne Gamaschen raus. Meine hatte ich vor drei Wochen Uli mit nach hause gegeben. Jetzt kaufe ich neue. Kitesurfen ist strikt reglementiert am Bulabog Beach auf Boracay. Man braucht eine Flagge am Kite. Selbige gibt’s an jeder Kiteschule für 250 Pesos Pfand – einen Schein will keiner sehen. (mehr …)

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Ankunft im Kiter-Mekka

2912
2011
Do
13:31
Tag
1665
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Boracay ist Kitern einer der weltweit heiligsten Plätze. Auf meinem Hadsch habe ich gefastet, gebetet, geflucht, gelitten und gesündigt. Als ich vor zwei Monaten die Google Karte für die Reise anlegte, nannte ich sie „The Grand Philippines Kite Odyssey“. Wie treffend das war weiss ich erst jetzt. 5000 km auf Bike, Trike, Jeepney, Bus, Fähre, zu Fuss und im Flugzeug: ich konnte ich kaum kiten.

Es gab viele Prüfungen und Abenteuer. Der Rest war übles schleppen von 40kg Gepäck durch brennende Sonne, Regen und Dreck sowie zahlreiche Abzock-Manöver mit schrägen Kommentaren (Dead people cost extra). Vorteil: deutlich besseres Workout als Kiten selbst. Nachteil: fehlende Lebensfreude. Meine Pilgerfahrt ist jetzt vorbei. Ich komme an im Kiter-Mekka Boracay. (mehr …)

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Die Kite-Kinder von Roxas

2812
2011
Mi
23:28
Tag
1664
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Um sechs Uhr morgens breche ich mit dem ersten rollenden Gefrierschrank nach Norden ins 200 km entfernte Roxas auf. Laut Vorhersage könnte der Wind gerade noch reichen für ein bisschen Kiten am Baybay Beach. Das kleine teure Zimmer im Baia Beach Resort liegt direkt am Strand. Ich bin der einzige Gast. Die Küche bietet nichts ausser Schinkentoast und rostigen Colaflaschen.

Der Wind luscht mit gerade mal zehn Knoten. Ich bau trotzdem auf und ziehe ein paar notgeile Downwind-Bahnen im Sideonshore-Wind. Hier hat wohl noch keiner gekitet. Die Kinder kommen aus weitem Umkreis angerannt. Der Wind reicht nicht. Aber die Kinder haben einen Mordsspaß, während sie mit Bar, Board und meinem Sitztrapez über dem ganzen Oberkörper das kiten simulieren. (mehr …)

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Filippino Ferrycoaster: Iloilo

2712
2011
Di
11:49
Tag
1663
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In der Nacht verfalle ich in eine Art religiösen Wahn. Zuerst spüre ich ein Kribbeln am ganzen Körper, dann Jucken, zuletzt Brennen. Ich mache das Licht an. Stigmata an Armen und Beinen? Wow! Die höhere Macht gibt mir Zeichen. Sie sagt: „Zieh weiter!“. In diesem Fall durch ein komplettes Ameisenvolk, abkommandiert mir durch zahlreiche Bisse mein Bett streitig zu machen.

Gegen ein Uhr analysiere ich rauchend die Tragweite des Zeichens – und fordere daraufhin ein neues Zimmer. Was ich bekomme ist ein neues Bettlaken, zwei Besenwischer durch’s Zimmer und den Rat, ins andere Bett zu wechseln. Philippinische Ameisen wären recht ortsgebunden. Anscheinend korrekt. Das andere Bett bleibt bis zum Morgen meines. (mehr …)

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Bacolod, Fixdreck!

2612
2011
Mo
13:51
Tag
1662
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Seit Tagen versuche ich von der Nationalparkbehörde die Erlaubnis und Führer zum besteigen des 2500 m hohen Vulkans Mount Canlaon in Nord-Negros zu erhalten. Harold leitet mich zu Marissa leitet mich zu Jim leitet mich zu Julie und Angelo. 20 SMS bringen mich keinen Schritt weiter. Ich fahre ohne die Erlaubnis ab. Im Bus sagt mir ein Einwohner des letzten Orts vor dem Vulkan: Ich muss zuerst in die Hauptstadt Bacolod.

Der Ceres Bus dorthin ist übervoll. Sechs Stunden Fahrt mit 15 cm fehlende Sitzbreite und 10 cm negative Beinfreiheit schlauchen schwer. Ich stehe auf und hau mir den Schädel heftig am scharfen Ende der zu niedrigen Haltestange an. Platzwunde. Die letzten 100 km stehe ich halb aus der Tür hängend auf der Treppe – wenigstens aufrecht. (mehr …)

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Cock-Fight am Sugar Beach

2512
2011
So
17:06
Tag
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Philippinos lieben Hahnenkampf. Der englische Begriff „Cock Fight“ ist noch passender, weil es wirklich ein Schwanzvergleich ist. Wer am längsten steht, gewinnt, und dem Gegener hilft auch Viagra nicht mehr. Heute soll ich unverhofft meinen ersten Cock Fight sehen. Ich teile mir ein Habal-Habal mit Kumpane Vanisi aus Bologna und fahre zum entlegenen Sugar Beach.

Die Anreise zum Sugar Beach ist nicht ganz einfach. 15 km Straße ab Sipalay, am Ende des Feldwegs nimmt man ein Paddelboot über einen Gezeiten-Fluss, geht durch ein Dorf und auf den Küstenfelsen zur nächsten Bucht. Der Sugar Beach soll einer der schönsten Strände der Philippinen sein. Und schaut unerwartet auch so aus. (mehr …)

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…und ein schönes Fest!

2412
2011
Sa
16:41
Tag
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Die richtige Zeit sucht man sich nicht aus, genauso wenig wie den richtigen Ort. Beides kombiniert heisst einfach Glück. Am Nachmittag werden Tische am Strand aufgebaut. Kinder kommen, immer mehr. Abends werden in einer feierlichen Prozession zwei riesen Spanferkel am Spieß herangetragen. Das eine hab ich glaub ich noch vorgestern beim Dschungel-Trecking bewundert.

Die Tafel ist gedeckt. Das Meer rauscht, Kerzen brennen, die Palmen blinken. Weit draußen am Meer blitzen Gewitter auf. Die Dorfjugend tanzt Macarena und die Musiker spielen unglaublich schräg auf. Das ganze Dorf hat sich zum Festmahl versammelt, über 200 Menschen. Alle verwandt mit den 35 Angestellten des Artistic Diving Resort. Weihnachten auf den Philippinen. (mehr …)

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Worldwide Weihnachts-Wahnsinn

2412
2011
Sa
6:23
Tag
-2747
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Weihnachten ist auf den Philippinen erfunden worden. Nichts macht Philippinos geiler: keine weisse Haut, kein Videoke, kein Jeepney-frottieren, kein Balut. Die Vorweihnachtszeit beginnt auf den Philippinen offiziell zwei Wochen nach Ostern und schaukelt sich bis Dezember zu einem nationalen Glückseeligkeits-Gangbang von epischen Ausmaßen auf.

Jeder hat jeden extrem lieb. Nur die Arbeitgeber ihre Angestellten nicht, denn die müssen über Monate übelste Hutkreationen tragen, die eindeutig gegen die Genfer Konventionen verstoßen. Die Philippinos der kleinen Inseln kommen zum shoppen rüber auf die großen und kehren als wandelnde Geschenkberge zurück. Der Sound hierzu: Jingle Bells auf Techno, 180 BPM. Knecht Ruprecht verratzt an Herzinfarkt. (mehr …)

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Negros Occidental

2312
2011
Fr
14:46
Tag
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Jede größere Insel auf den Philippinen ist in zwei Hälften, Oriental und Occidental unterteilt. Das gibt den Bewohnern das Feeling, auf einem eigenen Kontinent zu wohnen. Wenn man auf den großen Inseln mit dem Motorrad reist, kommt’s einem oft noch deutlich größer vor.

Im größten Shop Sipalays hält man mir eine Schachtel Cornflakes entgegen, als ich nach Müsliriegeln für’s Wandern frage. Der einzige Bankomat frißt meine Karte nicht, und ich habe kaum noch Geld. Motorbikes sind schwer zu bekommen und teurer als irgendwo anders. Erst nach einiger Zeit als Passagier eines Tret-Bikes finde ich ein günstiges Motorbike zu mieten. (mehr …)

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Verloren im Dschungel

2212
2011
Do
9:59
Tag
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Das Artistic Diving Resort sechs Kilometer südlich Sipalay ist ein echter Volltreffer. Es gibt ein günstiges Backpacker-Zimmer, aber alles andere ist recht nobel. Poolbar mit Blick aufs Meer – und richtig guter Musik. Kokospalmen und weisser Strand. Ein kleines Dorf in der Nähe. Hier sind nur Urlauber, und nur Pärchen. Alleine reisen ist schwer.

Ich muss was sehen, bin einfach keine Pool-Potatoe. Am Strand nach Süden. Eine riesige Treppe führt nach oben ins Nichts einer nie angefangenen Urbanizacion. Nach drei Kilometern hört der Weg auf. Ein kleiner Pfad führt in den Dschungel. Ich überlege kurz: Kein Hemd, kein Wasser, Mittagshitze. Dann marschiere ich los. Schlechte Entscheidung. (mehr …)

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Weihnachtsgeschenke Für Philippinos

2112
2011
Mi
10:58
Tag
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Liebes Christkind, die Philippinos hatten ein hartes Jahr. Und sie waren brav. Falls Dir noch ein paar Geschenkideen fehlen: über die folgenden Sachen freut sich jeder Philippino. Ohne Ausnahme.

Sonnenschutz in jeder Form. Die Mädels gehen prinzipiell bis Mitternacht nur mit Sonnenschirm aus dem Haus. Die Zuckerrohr-Schneider rauchen durch das Gesicht voll verhüllende Tücher. Über Sonnencreme freuen sie sich natürlich auch, aber bitte wenigstens LSF 70.

Seife mit Bleichmittel steht auch ganz hoch im Kurs. Helle Haut finden alle Philippinos geil. Anfangs dachte ich, hier gäbe es viel zu viel Sextourismus. Hab mich getäuscht. Die Mädels macht einfach weisse Haut zu rollig um nicht draufzuhupfen. (mehr …)

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Touring Negros: Im Zuckerrohr-Land

2012
2011
Di
15:17
Tag
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Philippinos trinken gerne Rum. Viel Rum. Daher brauchen sie viel Zuckerrohr. Ein Großteil davon wird in den küstennahen Ebenen nördlich Dumaguete auf Negros angebaut. Ich miete mir eine Cross-Maschine und toure nach Norden. Endlose grüne Zuckerrohr-Meere. Fünf Meter hoch mit Zuckerrohr beladene uralte Laster fahren ihn zu den Brennereien. Auf der leeren Rückfahrt schauen sie aus wie umgedrehte Walskelette auf Rädern.

Das ganze erinnert mich brachial an die nördliche Dominikanische Republik in der Nähe von Puerto Plata. Sogar die Schmalspur- Eisenbahn haben die Philippinos kopiert. Die Straße ist nach Taifun Washi halbwegs in Ordnung. Aber einige Brücken fehlen, es gibt einige vollkommen überlastete Umleitungen. Vor den Häusern hängen verschlammte Matratzen zum trocknen. (mehr …)

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Tauchen auf Apo Island

1912
2011
Mo
13:36
Tag
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Apo Island ist eines der besten Tauchgebiete der Philippinen. Riesenmantas, große Meeresschildkröten, blühende Riffe. Muss ich hin, klar. Harolds Mansion organisiert selbst relativ günstige Tauchausflüge. Nach vier Tagen Taifun-Pause sind heute neun Taucher dabei. Die Hälfte von ihnen kenne ich bereits von anderen Orten. Harolds Mansion ist ein echtes Backpacker-Central.

Nach einer Stunde Überfahrt mit Baumstamm-Warner am Bug kommen wir an. Der erste Tauchgang geht runter auf 28 Meter. Dicke Korallenwälder, steile Wände, 1000 Fische. Die Schildkröten und Riesenmantas hat anscheinend der Taifun weggeblasen. Ich tauche mit zwei Pekinesen. Beide atmen deutlich besser als ich. Ich hasse es, mit 120 Bar Restdruck nach 30 Minuten wieder oben zu sein. Heute wird’s anders. (mehr …)

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The Day After: Twin Lakes, almost

1812
2011
So
14:22
Tag
1654
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36h nach dem Sturm fahren die Fähren wieder – und sind gut belegt. Im Meer schwimmen riesen Inseln aus Treibholz. Ein dicker Baumstamm lädt unsere alte Fähre auf eine runde Schiffe versenken ein. Die Fähre gewinnt. Für gerade mal 20% des Ocean Jet Tarifs kommen wir rüber nach Negros, Dumaguete. Das vor dem Hafen gekenterte Schiff lag bei der Durchreise vor vier Tagen noch nicht hier. Sogar die Phlippinos glotzen wie die Lemminge.

Harolds Mansion Hostel, mitten in der Universitätsstadt Dumaguete. Endlich mal wieder ein Ort mit Reisenden. Alle haben Geschichten und suchen Abenteuer. Keine Touristen. Die Zimmer sind sauber und günstig, das Frühstück dazu umsonst und das WiFi bretzelt mit für Philippinische Verhältnisse atemberaubenden 100kB/s durch die Luft. Ich bin glücklich. (mehr …)

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