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Ich bin sowas von Nina!

Kennt ihr Nina, unser aller blöd-blonde Ordnungs-Schlampe Nummer eins? Sie checkt im TV Hotels in “Achtung Kontrolle” und ist die ultimative Verkörperung neudeutscher Peinlichkeit. Gebucht werden Pauschalreisen für wenig Geld mit der Erwartung eines Traums aus 1001 Nacht auf Malle. Nichts zahlen, alles wollen, ständig motzen: typisch Deutsch

Ihr Lieblingsutensil ist ein weisser Stoffhandschuh. Mit diesem wischt sie dann über irgendwelche Stellen, an die kein Zimmerbewohner je blickte. Dann verzieht sie ihre Hackfresse und gibt Sprüche Marke “Pfui, wie unhygienisch!” zum besten. Dazwischen fällt 100 mal ohne jeglichen finanziellen Zusammenhang das Wort “Holidaycheck”.

Sie ist der Inbegriff aller neudeutschen “Tugenden”. Ordnung, das war mal deutsch. Jetzt können wir nur noch penibel. Zuverlässig, das war einmal, wurde ersetzt durch stressig. Hochwertig? Geiz ist geil! Pünktlich, auch das war mal. Perfekt ersetzt vor allem durch Deutsche Urlauber: Immer zur falschen Zeit am falschen Ort. Ich hasse alle diese neuen deutschen Eigenschaften, und ich verachte deren Inkarnation Nina abrgundtief!

Um so schlimmer, heute morgen beim Aufwachen festzustellen, dass die Inkubationszeit einer Infektion mit geistigem Helicobacter Pylori anscheinend mehr als drei Wochen beträgt. Ich wache auf. Alles ist scheisse. Ich bin voll Nina, ey!

Die Speisen sind zu teuer und zu vom Umfang her dürftig. Es gibt keinen Fisch. Die im Internet angepriesenen anderen Strände sind nur mit Machete durch den Dschungel erreichbar. Von den lärmenden Renovierungsarbeiten stand nirgends was, oder? Geht ja nun mal wirklich gar nicht! Am einzigen Strand tummeln sich Quallen und Stachelrochen im Wasser – auf einen latsch ich beinahe drauf. Krabben zwicken von unten durch’s Handtuch in den Hintern. Internet und Handy gehen beide nicht.

Und ausserdem: mein Buch ist durch, es ist viel zu heiss, das Duschwasser zu kalt, der Schatten der Bäume wandert zu schnell, kein Furzwind kommt in die Bucht. Der Transfer hierher war schweineteuer und mir ist langweilig. Jetzt regnet es wieder, und nachher verhindert sicher wieder eine Wolke den perfekten Sonnenuntergang. Oh, diese schreckliche Migräne! Ich bin sowas von Nina!



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6 Kommentare zu “ Ich bin sowas von Nina! ”

So wie die Fotos aussehn wurds doch noch was mit dem super Sonnenuntergang ;)

Kommentar von FloWein am 30.11.2011

der Schatten der Bäume wandert zu schnell…haha, nicht schlecht, nicht schlecht…

Kommentar von tommykrebs am 30.11.2011

…dann fliege doch heim…..mit Uli

Kommentar von mom am 30.11.2011

Hey Frank,
joa, muss sagen, dass du hier fleißig richtig ordentliche Lektüren schreibst, die definitiv Lust auf Reisen machen! Freut mich, dass ihr euer Leben so genießt! Ich wünsch euch noch viel Spass, Leute!!
Liebe Grüße, Tobi

Kommentar von Tobi am 30.11.2011

Nina so schlecht schaut der Sonnenuntergang gar nicht aus! ;)

Kommentar von Dominik am 1.12.2011

hi frank,
erstmal beste grüße in den osten… westen…? na, egal ans andere ende der kugel halt!
bei dir dreht sich auf jeden fall einiges, bei mir nicht… ;-( hab nämlich pfeiffersches drüsenfieber und nen pochenden weisheitszahn. shit. zu viel für nen kleinen hobbit.
aber es wird, es wird, v.a. wenn ich so lustige blogeinträge wie den über die liebe continentale oder den chin.drachen lese.
weiter so
sagt der deutschlehrer a.d. michi

Kommentar von michi am 2.12.2011

Du hast was zu sagen? Dann schreib!

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