Goodbye to friends

1301
2012
Fr
6:51
Tag
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Was ich am Reisen so mag? Reisen ist Leben durch die Lupe. Man sieht alles schärfer, fokussierter. Oft ist Reisen ein Brennglas, vor allem nach wolkigen Tagen. Manchmal ist es schwer sich zu entscheiden: Stroh oder Holzkohle? Ich sehe Menschen verbrennen und ich höre glühende Geschichten. Aber vor allem ist Reisen eines: Die Reduktion auf das wesentliche.

Du spürst jedes Gramm Gepäck, das du nicht wirklich brauchst. Du vergeudest alles Geld, das du nicht wirklich benötigst. Du vergisst alles, woran du dich nicht wirklich erinnerst. Du findest nur, was du nicht krampfhaft suchst. Und das wichtigste: Freunde kommen und gehen. Solange du stillstehst, ist bleiben nur Zufall. Doch Freunde auf Reisen bleiben, egal wo du bist.

Wir hatten eine gute Gruppe und eine gute Zeit. Engländer Jules, genialer Guitarrero und abgesehen von seiner Schwäche für zu viel Geld fordernde Schosshunde ein interessanter und guter Reisender mit vielen Geschichten. Er fliegt bald nach Thailand. Chris, stiller Ritter, Android-Goldminer und Sonnenjünger reinen Herzen fliegt irgendwohin, um sich die 140 Euro teure Visumsverlängerung zu sparen. Miri, die permanent grinsende rotbackige gute Laune. Und David. Beide fliegen in ein paar Tagen heim.

Reisen ist Religion für Atheisten. Nichts ist sicher, alles ungewiss und der Rest Vertrauen, Hoffnung und Schicksal. Daher sind Freunde auf Reisen so wichtig. Sie sind Heimat to go. Daheim erscheinen mir viele Menschen vollkommen belanglos. Erst auf Reisen weiss ich, warum einige wenige sehr wichtig und wertvoll sind. Am frühen Morgen verlasse ich Romblon zu den ersten Raketen der großen Fiesta. Danke, und goodbye to friends!

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One Comment

thomas

Hi Frank, du schaffst es immer wieder mich als gewöhnlichen Wald und Wiesen Touristen mit Deinen philosophischen Reise Einsichten in Erstaunen zu versetzten. Selbst wenn ich während meiner Trips was einwerfen würde, würde ich nie diesen Reise Tiefgang erreichen….Respekt
ciao
thomas

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