Busuanga Buffalo Biking

2111
2011
Mo
14:19
Tag
1627
1977 views

Uli macht ihren Tauchkurs. Ich hol mir derweil eine nette Yamaha DT für wenig Geld – und 100% versicherungsfrei. Pfand ist mein Führerschein. Polizeikontrollen gibt’s nicht. Das Bike besteht aus Lenker, Motor und zwei Reifen. Kein Licht, keine Tankanzeige, kein Tacho, wenig Bremse, Kickstarter geht nicht. Starten geht nur durch anschieben. Auf in den Spaß!

Nur zehn Kilometer hinter Coron City endet der Asphalt. Was übrigbleibt ist ein Feldweg. Perfekt für dieses Bike. Durch die hochstehende Sonne fällt der Unterschied zwischen Licht und Schatten auf dem Weg extrem aus. Ich überseh einige tiefe Schlaglöcher. Brücken sind meist nur ein paar Holzbretter, wenn vorhanden. Einmal geht’s durch einen kleinen Fluss.

Die Straßen auf Busuanga sind das genaue Gegenteil zu den Straßen Nord-Luzons: Völlig leer. Außerhalb Coron kommt mir alle halbe Stunde mal ein Bike entgegen. Dann noch ein Jeep. Der Weg schimpft sich höchstoffiziell Highway. Rechts laufen Wasserbüffel. Nach 60 km Schotterpiste Richtung Old Busuanga City reichts mir: meine Hände sind die reinsten Vibratoren, sobald ich den Lenker loslasse.

Ich kehr in ein nobles Resort mit eigenem japanischen Tauchwrack in der Bucht ein, esse eine pervers teure Kürbissuppe und mache mich auf den Rückweg. Daheim versagt mein Hintern. Sitzen geht nicht mehr. Bin wohl kein Biker mehr … Am Abend fahren wir noch schnell zu den Coron Hot Pools, vulkanischen heissen Quellen. Die 40 Grad warmen Becken liegen in einem kleinen Mangrovenhain mit Blick auf den Ozean und weitere Inseln. Die Sonne geht unter. Beim Abkühlen auf der Seeterrasse wird’s mir zum ersten mal kalt.

Das Bike springt nicht mehr an. Ich renn zehn mal den Berg rauf, roll zehn mal runter. Nichts. Ein Trike-Fahrer probiert’s weitere fünf mal umsonst. Wenigstens frier ich nicht mehr, der Schweiss läuft wieder in Strömen. Immernoch besser fünf Kilometer von der Stadt als 60km wie am Mittag.

Uns wurde eine private Bangka für unsere Robinsonade angeboten. Das Gebot war 50 Euro am Tag. Die Mega-Bangka, die ich jetzt mit einem Philippino inspiziere ist 20m lang und 10m breit. Wäre hochseetauglich mit Kabine. Aber: kostet 300 Euro am Tag. Viel zuv viel, so schön wie’s auch wär. Bye, bye Robinson!

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