Spotsuche & Pokern

2711
2010
Sa
23:21
Tag
1268
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Der Wind bleibt auch am nächsten Tag westlich, also am Flag Beach voll offshore. Wir fahren den ganzen Tag jede erdenktliche Bucht an, die in Google Maps irgendwie kitebar ausschaut. Kitebar bei Westwind erfordert eine Küstenlinie nach Nord oder Süd.

Puerto Lajas: schwarzer Vulkansand, aber beim Nodausstieg Süd wieder nur grobe Vulkanfelsen mit dicken Knochenbrecher-Löchern. Caleta del Fueste: Eine kleine Sandbucht, aber dank der vielen Hotels dahinter windabgedeckt und sogar in der Nebensaison zu dicht bevölkert. Gran Tarajal: Schöne Sandbucht nach Süd, aber der Wind reicht nicht. Tarajalejo: Langer freier Sandstrand, wieder kein Wind. Runter bis zu Rene Eglis Sotavento. (mehr …)

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Offshore und Motorschaden

2711
2010
Sa
0:06
Tag
-2747
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An der Bushaltestelle überrascht uns ein ordentlicher Platzregen. Einer vor drei Regentagen im November auf Fuerteventura ist damit abgehakt. Der Bus zum Flag Beach ist günstig, aber einen Kilometer weit laufen mit 30kg Material muss man trotzdem. Sport vor dem Sport ist ertragbar, Sport nach dem Sport absolut Mist.

Es gibt Dinge, die sind zusammen einfach nie gut: Fönen in der Badewanne. Blind Kuh auf der Autobahn. Ungeschützter Sex in Südafrika. Der Wind bläst hier nur 10% der Zeit aus Osten, also voll offshore. Heute ist 10%. Wäre alleine nicht schlimm. Aber zusammen mit einem Motorschaden am einzigen Rescueboat weit und breit ist das die Hölle im Himmel. (mehr …)

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Lieber Fuerte als Ice Tea

2511
2010
Do
21:54
Tag
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Zeit zum Reisen. Vor Morgengrauen durch das erste Schneetreiben des Jahres zum Flughafen. Air Berlin hat einen neuen Slogan: Satt fliegen. Nach ausgelassenem Frühstück bemerkt die Stewardess meinen kläglich fragenden Blick durch das Loch in der Mitte meines Lachs-Bagels. Leise "Das alles und noch viel mehr"-summend schlafe ich quer über vier Sitze liegend ein.

Dominik war das letzte mal vor zwei Jahren im Urlaub. Iberia verschlampte seinen Koffer – spurlos und bis heute. Sein Kiteboard kommt als allerletztes vom Band. Ab da kann alles nur gut werden. Die Windvorhersagen für die nächsten Tage auf Fuerteventura sind spitze bis surreal. Unser Appartment hat eine Terrasse direkt zum Pool – dazu liegts mitten in Corralejo und ist spottbillig. (mehr …)

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Provence

0411
2010
Do
1:32
Tag
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Der Tourismusverband von Sommières ruft mich in die Provence zum erstellen einer neuen Homepage. Im Morgengrauen vor der ersten Autobahntankstelle begeht ein Fuchs Harakiri an meiner Stoßstange. Als Dank für die erbrachte Härte meinerseits nimmt er einen Nebelscheinwerfer mit ins Nirvana und leuchtet jetzt den Igeln den Weg heim.

Die Fahrt ist Kilometerfressen, in einem Rausch durch bis Avignon. Nach 11 Stunden kommen wir in der Abenddämmerung an. Der Papstpalast ist dunkel und die Brücke bereits geschlossen. Im kühlen Oktober streunen wir durch die fast ausgestorbene Altstadt. (mehr …)

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Dresden

1608
2010
Mo
21:18
Tag
1165
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Fragt mich nach dem schönsten Wasserfall von Fiji! Fragt mich mich, wo in der Dominikanischen Republik die Meeresschildkröten um die Wette schwimmen! Fragt mich nach dem besten von 92% aller Gyrosstände auf Rhodos! Fragt mich nach dem schönsten Vulkan Neuseelands! Aber wenn mich ein Couchsurfer fragt: "Welche Stadt in Deutschland soll ich besuchen?": Steh ich einfach da wie Ochs vorm Berg.
 
Für die Generation Blog ist wohl kein Fleck auf der Landkarte weißer als das Heimatland. Nach langer Überlegung muss ich mir eingestehen, gerade mal drei Städte in Deutschland gut zu kennen. Das muss geändert werden. Ein Kunde ruft mich nach Sachsen. Der Nachmittag und Abend gehören Dresden. (mehr …)
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MTB-Tour auf den Schauinsland

0707
2010
Mi
15:39
Tag
1125
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Die Tage zwischen den Spielen vergehen. Es gibt viel zu tun. Dazwischen Vorbereitung auf die große MTB-Tour auf den Schauinsland. Freiburg muss man per Rad kennenlernen. Radfahrer sind dort wichtiger als Autos.

Eine typische Freiburger Straße geht so: 2,5m Rad & Auto-Weg – Straßenbahnstreifen begrünt – 2,5m Rad & Auto-Weg. Zone 20. Wer als Autofahrer überholen will, kann das nur auf Kosten eines Ritterturniers gegen einen Triebwagen. (mehr …)

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Efcharisto Rhodos!

1106
2010
Fr
23:06
Tag
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Danke Rhodos, warst wunderbar! Auch wenn der Wind mehr hätte blasen können: es war immer gut. Mein teuflischer Plan ging leider nicht auf. Ich habe im Schnitt täglich mindestens ein Gyros gegessen, aber nicht jeden Tag eines. Manche Griechen bieten einfach kein Fast Food.

Die letzten Tage verbringen wir in Rhodos-Stadt. Trivago verheizt in der Wirtschaftskrise 4 Sterne Unterkunft mit 5 Sterne Dinner im Grand Hotel für fast nix. Das Buffet ist Wahnsinn. Gleich ums Eck kann man für ein paar eklige nicht frisch gepresste Orangensäfte im Erdinger Weizenglas mehr zahlen. Schräge Welt. (mehr …)

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Leben wie Gott in Griechenland

0506
2010
Sa
22:12
Tag
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Griechenland hat in seiner Geschichte unzählige Götter hervorgebracht. Auf genausoviele unzählige Arten kann man hier leben und speisen. Einzig die Qualitätsunterschiede zwischen Griechischen Gaststätten sind noch größer als die zwischen deutschen Webdesignern. Es gibt alles für nichts und nichts für alles.
 
Normalerweise findet man das nichts für alles bevorzugt an wohlbevölkerten Orten. In der Altstadt von Rhodos gibt's Microportionen Gammel-Gyros für Maxikohle, und der Ouzo kostet immer extra. An verlassenen Orten haben wir oft für wenig Geld gut gegessen. Dummerweise ist das nicht immer die Regel, es geht auch andersrum. (mehr …)
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Touring Rhodos

0406
2010
Fr
19:55
Tag
1092
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Rhodos hat viel zu bieten, grade im späten Frühling. Überall blühen in bereits trockenen Flussbetten Oleanderbüsche. Die Berge sind hoch, die Dörfer schön. Wir fahren mit dem Quad alle noch so dreckigen Schotterpisten ab, heizen ein trockenes Flussbett hoch und verirren uns in der Mitte vom Nirgendwo.
 
Nur wenige Kilometer südlich von Rhodos-Stadt wird alles angenehm leer, weit, ruhig. Manchmal begegenen wir über Stunden keinem Auto. Alle paar hundert Meter steht ein kleines Kloster oder eine Kapelle am Wegesrand. Manchmal kommen kleine verschrumpelte schwarze Nonnen raus. (mehr …)
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Faliraki

0306
2010
Do
19:37
Tag
1091
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Auf unserem Weg über die Insel Rhodos machen wir einen Tag Zwischenstopp in Faliraki. Faliraki ist das Griechische Wort für "Dödelwein", eine sehr passende und prägnante Quintessenz von allem, was dort wichtig ist: Sex und Alkohol. Letzterer natürlich nur um an ersteres zu kommen.
 
Vom Fischerdorf ist nichts mehr übrig. Tausend Hotels, hunderte Bars und Stripclubs sowie zwei Geschäfte mit Armanihandtüchern für vier Euro. Alles steht leer, viel zu viel wurde gebaut und keiner verdient irgendwas. Den zahlreiche Briten ist das egal. Schlimmer geht immer, und Hummer ist auch gekocht nicht rot. (mehr …)
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Rhodos: Geschichte ist geil

3005
2010
So
20:49
Tag
1087
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Ich trete der Facebook Gruppe "Ich trinke Ouzo und helfe Griechenland somit aus den Schulden" bei. Die Bildzeitung lehrt uns, dass wir den Griechen Luxusrenten finanzieren. 22 Milliarden sind da ein Tropfen auf den heißen Stein. Jeder dritte Griechische Arbeitnehmer ist Beamte.
 
Das erfordert mehr blinden Aktionismus. Ich fliege nach Rhodos und starte dort direkt mein humanistisch motiviertes Hilfsprojekt "Trivago verjubelt vier Sterne zu 12 Euro täglich". Zu diesen Kursen dauert es grob geschätzt nur ca. 780 Jahre, bis wir wieder König von Griechenland sind. Sollte der Plan nicht hinhauen, schicken wir einfach Stoiber runter. (mehr …)
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Saludos Venezuela

2303
2010
Di
17:16
Tag
1019
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Venezuela ist ein komisches Land. Ein verlorenes Land. Seine Bewohner erdulden ihr Schicksal ähnlich stoisch wie die Kambodschaner. Manchmal gibt es Milch zu kaufen, und manchmal sind sie auch gewillt, gerade dir diese Milch zu verkaufen. Ansonsten haben sie wenig Interessen. Venezuela liegt im Koma.
 
Der Amerikanische Pirat hat seine Yacht wiedergefunden. Die Polizei hat die Kaperer verhaftet und das Boot geplündert. Um nicht ebenfalls im Gefängnis zu landen musste der Amerikanische Pirat nur 1000$ abdrücken, Schlussverkauf. Venezuela ist ein Land, in dem die Piraten zahlen. (mehr …)
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Wild West Isla Margarita

1203
2010
Fr
13:45
Tag
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Die Isla Margarita ist wirklich der wilde Westen. Ich hab vor der Abreise viele derbe Geschichten gehört und gelesen. Nach nur 10 Tagen habe ich selbst einige dazuzugeben. Zuerst erfahre ich: Im Hostel ist alles sicher, die Unterkunft wurde noch nie ausgeraubt. Wenige Tage später korrigiert ein Stammgast: Unter dieser Leitung noch nicht.
 
Aber vor einem Jahr drangen mehrere maskierte und bewaffnete Räuber ein und zwangen die Gäste die Safes zu öffnen. Daraus lernt man zweierlei: erstens ist die Polizeistation 100m weiter einen Dreck wert. Zweitens sperr ich meine Sachen garantiert nicht in den Safe. (mehr …)
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Heiterkite auf El Yaque

0603
2010
Sa
14:00
Tag
1002
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Noch am ersten Tag tret ich beim zweiten Kiteversuch auf einen Seeigel. Um mir dämlich aussehendes Hinken zu ersparen, entschließe ich mich zwei Minuten später, mit dem anderen Fuss auf einen zweiten Seeigel zu treten. Jetzt ist alles wieder sauber symmetrisch.
 
Es ist unglaublich, wie berühmt manche kleine Orte sind. Der Kitebeach von El Yaque ist gerade mal 50 Meter lang und weltberühmt. Heute sind nur 30 Kiter da. Der Kitebeach liegt voll in der Leezone eines kleine Hügels, der blöde Wirbel macht. Praktisch jeder Kite klappt beim starten wenigstens einmal ein. Auch meiner. (mehr …)
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Auf Timmerbergs Spuren

0403
2010
Do
22:23
Tag
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Ich bekomme gute Bücher geschenkt. Allein im letzten halben Jahr drei mal Helge Timmerberg, keiner wusste vom anderen und jeder kam genau einmal. Das erste hab ich mit einem akuten Bauchmuskelanriss knapp überlebt. Das zweite liegt jetzt neben mir im Zug nach Basel. Ich hab Angst anzufangen.
 
Es gibt richtiges Reisen. Und es gibt das Gegenteil. Timmerberg macht alles richtig, denn er macht praktisch alles falsch. Er hat keine Angst davor. Er sieht mehr, fragt mehr, findet fast nie, was er sucht – und fällt deutlich herzhafter auf die Fresse als jede stilettotragende Bergsteigerin. Ich begeb mich auf Timmerbergs Spuren. (mehr …)
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Urlaub an der Amalfiküste

0301
2010
So
2:29
Tag
940
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Der Nebel kommt dieses Jahr noch früher. Bald wird man die Sonne den ganzen Tag nur noch erahnen. Ich träume einstweilen schon mal von meinem nächsten Urlaub. Ein nettes Zielgebiet: Die Amalfiküste in Süditalien. Eine kleine Ferienwohnung an der Amalfiküste, am Golf von Salerno im Februar… Wenn bei uns der Winter am kältesten ist, fängt an der Amalfiküste schon der Frühling an. Erste Bäume treiben aus und die Landschaft wird grün. Lange Wanderungen, ruhige Umgebung und einer der stressfreiesten Küstenabschnitte Süditaliens warten auf mich. Ferienhäuser mit Überblick über die Steilküste am Meer…und terrassierte Orte mit alter Geschichte: Sorrent, Amalfi, Positano. Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt… (mehr …)

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Touring Teneriffa

1712
2009
Do
21:00
Tag
923
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Wir touren viel herum auf Teneriffa. Das Auto lassen wir jetzt einfach ausserhalb der Urbanizacion stehen. Zu Fuss kommt man leicht raus, mit dem Auto ist es fast unmöglich. Binnen neunTagen touren wir fast 800km auf einer Insel, die gerade mal 80 mal 50 km misst.
 
Wie das möglich ist? Es gibt vor allem im Norden in der Anaga Wanderstrecken über z.b. 4km. Wenn man sich die Berge dazwischen anschaut denkt man sich nur: da kann unmöglich eine Straße rübergehen. Und plötzlich fährt man 30km über spitze Grate und druch Tunnel in der Steilwand an genau den anderen Ort. (mehr …)
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Regenkite in El Medano

1612
2009
Mi
23:01
Tag
922
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Nach drei Tagen Flaute kommt endlich der Wind auf Teneriffa an. Am Morgen seh ich kurz aufeinander folgend satte fünf Regenbogen vom Balkon aus und weiss: heute passiert was. Ich packe mein Zeug und beame mich nach El Medano – die Ausfahrt hab ich wieder nicht gefunden.
Am Strand bauen 300 Touris im Rahmen einer Beschäftugungstherapie Floße. Als es zu regnen anfängt drängt sch ein Viertel von denen in die drei Container der Playa Sur Surfstation. Dann kommt langsam der Wind. Ich runzel die Stirn. Fast voll ablandig. Keine Rescue. (mehr …)
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Mit Stilettos am Teide

1412
2009
Mo
21:54
Tag
920
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Eureka! Wir haben's geschafft. Wir haben den Weg aus der Urbanizacion gefunden! Ich heize mit unserem kleinen Toyota die Kurven zum Teide hoch. Bei Höhenmeter 1000 fällt mir ein, dass ich vergessen habe, mir den Weg zu notieren. Hoffentlich schaffen wir den Ausbruch in den nächsten Tagen nochmal…
 
Der Himmel ist blau, die Wolken haben wir ganz schnell unter uns. Roter Fels, schwarzer Bims, der Duft der Kanarischen Kiefer. Wunderbar. Es gibt keine Geraden. Es gibt nur Kurven. Der Ipod jodelt auf dem Rücksitz und wir in jeder Kurve. (mehr …)
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Einbahnstraßen in die Urbanizacion

1312
2009
So
23:26
Tag
919
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Windfinder gibt Alarm. Früh morgens suche ich einen Weg in den Nachbarort El Medano zu Kiten. Das ist nicht einfach. Alle Straßen in unserer leeren Privat-Urbanizacion sind Einbahnstraßen. Ich lande sieben Mal wieder am Hotel, kein Weg führt nach draußen. Trotzdem finde ich das System Einbahnstraße symbolisch sehr passend.
 
Gestern Abend, ein kleiner Spaziergang an der Strandpromenade. Ausnahmslos jeder Ober aller leeren Restaurants stürzt sich werbend auf uns. Im Untergeschoss befindet sich eine Shopping Mall. Alle Geschäfte sind leergeräumt. Am Ende macht Elvis seine Memphis Bar zu. Es ist acht Uhr abends. (mehr …)
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Mit Kiteboard im Condor zu Shining

1212
2009
Sa
23:22
Tag
918
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Ab nach Teneriffa! Ich melde mein Kiteboard bei Condor an. Dass ich als schwerreicher Kitesurfer jedes mal 50€ extra für mein Sportgepäck zahlen muss, während die armen Golfer ihr viel schwereres Gepäck immer umsonst mitnehmen dürfen: damit habe ich mich längst abgefunden. Aber heute krieg ich von Condor einen neuen Knüller serviert.
 
Mein Kiteboard ist bei Condor angemeldet, bevor ich alle meine neue Ausrüstung zusammen habe. Das Gewicht schätzte ich auf 15kg. Condor kassiert pro Flug für ein Boardbag bis 25kg 25 Euro. Mein Bag wird gewogen: 17,3kg. Für die 2,3Kg "Übergewicht" verlangt die Dame am Check-In nette 30 Euro extra. [Update 10.01.10: Condor hat zurückgezahlt…] (mehr …)
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Köln Hbf, Mc Donalds, 3 Uhr früh

0212
2009
Mi
3:20
Tag
908
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Der Mac Donalds am Hauptbahnhof Köln ist so krass wie krass nur geht. Ich sitz hier die letzten zwei Stunden in Erwartung meines Morgenzuges. Zuerst überleg ich, ob ich noch Feuersteins Reisens am Ipod beende. Aber das wär eine Verschwendung. Ich sitz mitten in einem schwulen Zombiefilm.
 
Im Eck schläft ein Penner in einem Mayonaisefleck. Hoffe ich. Gegenüber eine ganze Gruppe. Vollkommen strulle kippen sie immer wieder Penny Bier in ihre Cappuccinotassen. Sie haben einen siebten Sinn, denn die Flasche verschwindet immer genau dann, wenn ein Angestellter ums Eck kommt, und der kommt oft. (mehr …)
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Bye bye Boa Vista

0112
2009
Di
23:58
Tag
907
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Die Zeit auf Boa Vista war gut. Reisen mit Höhen und Tiefen, vielen Überraschungen und wenig Erwartungen. Gute Menschen, gutes Essen, gute Musik. Unsere italienischen Gastgeber im Residencial A Paz laden uns einige Male zum Essen ein. Am letzten Abend rächen wir uns mit einem vier-Gänge-Menü.
 
Am Ende meiner Reise nach Boa Vista lerne ich noch einige Insassen des ****** RIU Karamboa Camps kennen. Die zahlen für All Inclusive Luxus nur unbedeutend mehr als ich für ** mit Frühstück. Tauschen möchte ich trotzdem nicht. Ich hab weniger Luxus und mehr Spass. Mein Geld wird besser verteilt. (mehr …)
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Kitesurfen auf Boa Vista

3011
2009
Mo
20:21
Tag
906
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Am vorletzten Tag kommt der Wind wieder. Ich brauch keinen Offshore Wind mehr. Mittags krieg ich eine Fahrt zum RIU Karamboa Hotel im Süden der Bucht von Sal Rei spendiert. Der Wind steht hier nur ca. 30 Grad Side-Offshore an. Ich baue auf und schaue mich um.
 
Wieder so ein Schlumpfhausen. All inclusive Terrouristen, rotzedichte Banderlträger und zum Beachvolleyball am besten einen Caipi. Sonnenknaller, oben ohne, scheiss auf alles und vor allem das Land und seine Kultur. Ab an die Bar. Ein Wasser bitte, hier ist das Geld. Aber Drinks gibts überall nur mit Banderl, sonst nix. (mehr …)
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Wandern auf Boa Vista

2811
2009
Sa
20:27
Tag
904
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Die folgenden Tage verlaufen schön ruhig. In einer Beziehung zu ruhig. Nach meinem Board-Off kamen zwei Tage sehr große Wellen. Danach Seit vier Tagen Flaute. Für meinen Hotel-Chef mache ich schnell eine kleine Visitenkarte. Dafür krieg ich den Rest des Urlaubs sein Kiteboard.
 
Ich geh mal kurz mit dem 19er Assault raus, aber sogar mit dem kann ich nur mit Müh und Not Höhe halten. Einen Tag später kommt der Wind wieder, aber: Kein Witz, in ganz Boa Vista und Sal Rei gibt's kein Benzin mehr. Das wird auch bis Montag so bleiben. Kein Rettungsboot, kein Kiten. (mehr …)
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