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Leben wie Gott in Griechenland

Griechenland hat in seiner Geschichte unzählige Götter hervorgebracht. Auf genausoviele unzählige Arten kann man hier leben und speisen. Einzig die Qualitätsunterschiede zwischen Griechischen Gaststätten sind noch größer als die zwischen deutschen Webdesignern. Es gibt alles für nichts und nichts für alles.
 
Normalerweise findet man das nichts für alles bevorzugt an wohlbevölkerten Orten. In der Altstadt von Rhodos gibt's Microportionen Gammel-Gyros für Maxikohle, und der Ouzo kostet immer extra. An verlassenen Orten haben wir oft für wenig Geld gut gegessen. Dummerweise ist das nicht immer die Regel, es geht auch andersrum.
 
Lindos ist eine der drei alten Hauptstädte von Rhodos. Heute gibt's da eine Anfang des 20. Jahrhunderts von den Italienern nachgebaute Akropolis, zwei schöne überlaufene Badebuchten und enge Gassen mit 1000 Tourishops zwischen weissen Häusern. Der Rest von Lindos sind 100 Ferienappartments, 100 Restaurants und 100 Bars. So was schafft nur eine Stadt mit einer Million Besucher jährlich.
 
Egal wo man rein schaut: jede Bar und jedes Restaurant ist schöner als das vorherige. Eng, urig, dunkel, hell, Art Deco, modernistisch, Rock und Sirtaki. Von allem etwas. Nächte in Lindos zu überleben muss schwer sein. Kann ich leider nicht beurteilen, denn nach kurzer Tour kehren wir in Stephany's Restaurant auf der Dachterrasse ein. Wir haben niedrige Erwartungen. Die Untergehende Sonne scheint auf die Akropolis.
 
Dann kommt der erste Gang und das Grinsen fängt an. Ich geh häufig essen. Damit's mich noch vom Hocker haut und das Gefühl von "mit sechs Jahren auf den Rummel" in Form einer Endorphindusche durch den Körper schwappt ist einiges nötig. Stephany's hat das alles. Eine wunderschöne Dachterrasse, aufmerksame aber nicht nervende Ober, gute Preise, und Speisen die glückseelig machen. Wir schlemmen uns durch Griechische Vorspeisen, Pitta vom Holzkohlegrill, Salate, Käse, Spare Ribs in Honigsoße und finalisierende Walnusskuchen.
 
Von Essen kann man blöd werden. Dick sowieso. Ganz ehrlich: wenn ich wegen dem Essen irgendwann mal als minderbemittelter Seeelefant wiedergebohren werde, war's das einfach wert.


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