Schon bei meinem ersten Besuch in Lindos sind mir die unzählbaren Kneipen in alten Kapitänshäusern aufgefallen. Aber wir hatten keine Zeit für eine Nachtschicht. Diesesmal haben wir keine Zeit für Sehenswürdigkeiten, wir sind hier nur für’s Nachtleben hergekommen. Check-In im Hotel, runter in die Altstadt und rein in die Nacht!
Wie fing die Krise in Griechenland eigentlich an? Noch nicht mal die Griechen konnten mir das erklären. Bestechnung, Überbürokratisierung und ein gutes Maß an Verschwendungssucht waren sicher mit dabei. Aber wie zum Teufel kann man in derart kurzer Zeit ein ganzes Land so dermaßen heftig gegen die Wand fahren? [weiterlesen]
Danke Rhodos, warst wunderbar! Auch wenn der Wind mehr hätte blasen können: es war immer gut. Mein teuflischer Plan ging leider nicht auf. Ich habe im Schnitt täglich mindestens ein Gyros gegessen, aber nicht jeden Tag eines. Manche Griechen bieten einfach kein Fast Food.
Die letzten Tage verbringen wir in Rhodos-Stadt. Trivago verheizt in der Wirtschaftskrise 4 Sterne Unterkunft mit 5 Sterne Dinner im Grand Hotel für fast nix. Das Buffet ist Wahnsinn. Gleich ums Eck kann man für ein paar eklige nicht frisch gepresste Orangensäfte im Erdinger Weizenglas mehr zahlen. Schräge Welt. [weiterlesen]
Griechenland hat in seiner Geschichte unzählige Götter hervorgebracht. Auf genausoviele unzählige Arten kann man hier leben und speisen. Einzig die Qualitätsunterschiede zwischen Griechischen Gaststätten sind noch größer als die zwischen deutschen Webdesignern. Es gibt alles für nichts und nichts für alles.
Normalerweise findet man das nichts für alles bevorzugt an wohlbevölkerten Orten. In der Altstadt von Rhodos gibt's Microportionen Gammel-Gyros für Maxikohle, und der Ouzo kostet immer extra. An verlassenen Orten haben wir oft für wenig Geld gut gegessen. Dummerweise ist das nicht immer die Regel, es geht auch andersrum. [weiterlesen]
Rhodos hat viel zu bieten, grade im späten Frühling. Überall blühen in bereits trockenen Flussbetten Oleanderbüsche. Die Berge sind hoch, die Dörfer schön. Wir fahren mit dem Quad alle noch so dreckigen Schotterpisten ab, heizen ein trockenes Flussbett hoch und verirren uns in der Mitte vom Nirgendwo.
Nur wenige Kilometer südlich von Rhodos-Stadt wird alles angenehm leer, weit, ruhig. Manchmal begegenen wir über Stunden keinem Auto. Alle paar hundert Meter steht ein kleines Kloster oder eine Kapelle am Wegesrand. Manchmal kommen kleine verschrumpelte schwarze Nonnen raus. [weiterlesen]
Auf unserem Weg über die Insel Rhodos machen wir einen Tag Zwischenstopp in Faliraki. Faliraki ist das Griechische Wort für "Dödelwein", eine sehr passende und prägnante Quintessenz von allem, was dort wichtig ist: Sex und Alkohol. Letzterer natürlich nur um an ersteres zu kommen.
Vom Fischerdorf ist nichts mehr übrig. Tausend Hotels, hunderte Bars und Stripclubs sowie zwei Geschäfte mit Armanihandtüchern für vier Euro. Alles steht leer, viel zu viel wurde gebaut und keiner verdient irgendwas. Den zahlreiche Briten ist das egal. Schlimmer geht immer, und Hummer ist auch gekocht nicht rot. [weiterlesen]
Das erfordert mehr blinden Aktionismus. Ich fliege nach Rhodos und starte dort direkt mein humanistisch motiviertes Hilfsprojekt "Trivago verjubelt vier Sterne zu 12 Euro täglich". Zu diesen Kursen dauert es grob geschätzt nur ca. 780 Jahre, bis wir wieder König von Griechenland sind. Sollte der Plan nicht hinhauen, schicken wir einfach Stoiber runter. [weiterlesen]