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Ode an die Filmbühne

Ground control hat vor Jahren den Kontakt zu Major Tom verloren. Wir sind keine Helden mehr. Wir bauen keine Schlösser aus Sand. Das einzige, was ich je vollbracht hab, war es auf die Klotür der neuen Filmbühne zu bringen. Heute steh ich mal wieder vor dieser Tür und sehe einen Aufkleber vor meinem Gesicht: Nieder mit dem Männlichkeitswahn!
 
Niemand spielt mir heute die Ärzte. Keine Kreise schließen sich. Es ist wie immer, und immer heißt: Zuviel Bukowski lesen geht nicht, nur zu viel den gleichen Träumen hinterherhumpeln. Die Theatermenschen haben sich schon vor Jahren auf die ganze Welt verteilt, und mit ihnen die ganze Magie von Nächten, die ich immer lobpreisen werde.
 
Was bleibt? Warum bin ich hier? Angefangen hat es mit dem Willen des Dickschädels: Nein, das ist nur eine Phase, gute Zeiten kommen und gehen! Nach einigen Jahren die Ernüchterung: dass die schlechten bleiben ist fast noch besser als die Tatsache, dass man sich manchmal fast fühlt wie früher. Magie ist einmalig, alles Hoffen auf Wiederholung am gleichen Ort ist nichtig.
 
Ich bin. Wir sind. Hier. Die goldenen Zeiten Zeiten sind vorbei. Wer hat gesagt, Reden wäre Silber und Schweigen wäre Gold? Das ist Schwachsinn! DJ Holzbank, DJ Baumstumpf, der Mond, Du und ich! Deiche brechen richtig, oder eben nicht. Und es ist mir scheissegal, wenn zwei Flaschen Wein dran schuld sind. Hauptsache sie brechen überhaupt noch!
 
Judith redet mit Moni und ich mit Menschen, deren Namen ich seit gefühlten Jahrzehnten kennen sollte. Mein Rücken ist gebrochen, und mein Rückrat ragt in einen Himmel, der sich einfach weigert, von schwarz zu grau zu rot 
zu Licht zu werden. Shotgun Sister! I would like for you to hear that we are happy now.
 
It's not the spotlight. Es sind die kleinen Sachen, die man immer wieder dazwischen – fast schon aus Versehen – wahrnimmt. Ganz ehrlich: wenn's diese Kleinigkeiten nicht gäbe: ich wär schon längst weg.
 
Ich hab nur ein Problem. Auch wenn diese Kleinigkeiten das Leben ausmachen: Wo zum Teufel ist dann der verfluchte Masterplan, von dem ich niemals eine Ahnung, aber an den ich immer den bedingungslosen Glauben hatte? Comments appreciated…


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1 Kommentar zu “ Ode an die Filmbühne ”

Rückgrat!!!
Ansonsten: die Wurzeln möglichst kurz abschneiden und weg.
Pläne brauchen frische Erde…

Kommentar von Eici am 23.10.2010

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