Der Hatsch @ Routeburn Track

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2013
Fr
23:18
Tag
2065
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Was den Muslimen der Hadsch nach Mekka ist, ist den Wandervögeln der Hatsch auf einem der zehn Great Walks Neuseelands. Die Begeisterung mancher Reisender nimmt teilweise religiöse Züge an: leuchtende Augen, katatonisches Sabbern oder Sex mit fünf Tagen lang getragenen Wandersocken.

Heute sind wir auf dem Routeburn Track unterwegs, einem der Zehn Great Walks Neuseelands. Der Routeburn Track ist nur 32 km lang, überwindet aber einen sehr langen Gebirgszug. Mit dem Auto fährt man vom einen an das andere Ende des Routeburn Tracks über 350 km. Der Bus kostet knapp 200 $, das Stoppen dauert wenigstens eineinhalb Tage, und doppelt hatschen wollen wir auch nicht. (mehr …)

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Der Queenstown Kneipen-Kriech

3001
2013
Mi
7:17
Tag
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Keiner von uns war jemals auf einem Kneipen-Kriech dabei. Kneipen-Kriechs waren uns stets mehr als suspekt. Was sollte man da schon erleben? Menschen, die meinen, das Leben könne unmöglich aus mehr bestehen ausser dem Ruf nach dem nächsten Bier. Doch die Wahrheit ist noch viel schlimmer…

Ich freue mich, denn über die eigenen Irrtümer lästert es sich immer am besten. Nachdem wir zwei Monate ziemlich solitär zu zweit und oft durch die einsamsten Gebiete Neuseelands reisten ohne groß zu sozialisieren, hielt ich es ernsthaft für eine gute Idee, dieses Angebot wahrzunehmen: Big Night Out Queenstown: The Pub Crawl. (mehr …)

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Fjordland Trecking

2701
2013
So
23:06
Tag
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Auf dem Weg von Invercargill nach Te Anau machen wir einen kleinen Abstecher ins südliche Fjordland. Über die wunderbar staubige Borland Road kann man bis zu 50 km an den Südarm des Lake Manapouri fahren. Weiter ins Fjordland kommt man nirgends mit dem Auto.

Nach 30 km grober Schotterpiste steigen wir aus und über einen steilen Pfad rauf auf die Mount Burns Tops. Kristallklare Bergseen leuchten zwischen goldenem Tussockgras in strahlender Sonne. Seit Tagen herrscht endlich der Sommer in Neuseeland. Sogar hier in den Fjords mit bis zu 7 m Regen im Jahr haben wir nur Kaiserwetter. Bei Temperaturen um die 30° wird jede kleine Bergwanderung zum schweisstreibenden Extremsport. (mehr …)

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Oamaru, Dunedin & Catlins

2301
2013
Mi
23:56
Tag
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Oamaru ist berühmt für seine Pinguin-Kolonien. Da selbige jedoch keine Lust auf Zwangsprostitution mehr verspüren, dezimieren sie sich. Der einzige blaue Pinguin, den wir sehen, beging im Gras neben dem Hafen Selbstmord. Die Störung der Heimkehr der lebendigen Pinguine vom Meer am Abend verweigern wir aus moralischen Gründen.

Dunedin ist die älteste Stadt Neuseelands, wenngleich sich wenigstens drei um diesen Titel streiten. In den bis zu 200 Jahren alten schwarz-weissen Steingebäuden gibt ein Geschäft nach dem anderen auf. 50 % Leerstand werden ergänzt von 25 % Galerien und Second-Hand Shops. Der Rest besteht scheinbar nur aus leeren Kneipen und Restaurants. (mehr …)

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Über den Canterbury Plains

2001
2013
So
23:33
Tag
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Die Sonne geht erst Stunden nach unserer Abfahrt in Christchurch auf. Mitten in den Canterbury Plains, dem ältesten Farmland Neuseelands, helfen wir beim Aufblasen der bunten Hülle eines Heissluftballons. Zwei Motor-Ventilatoren und der Brenner machen einen Höllenlärm. Dann geht alles schnell. Wir klettern in den Korb und steigen langsam in die Luft.Stille.

Ab und zu zischt Grisu. Die Sonne geht auf und wirft lange Schatten hinter den Baumreihen. In der Ferne erheben sich die Neuseeländischen Alpen. Wir haben Glück. Laut Captain ist das der beste Tag seit langem. Für uns in den letzten sechs Wochen auf jeden Fall die mit Abstand weiteste Sicht. Ein Schaf blökt. Eine Kuh beschwert sich. Ein Hase flüchtet vor unserem Schatten. Stille. (mehr …)

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Christchurchs Nachtlichter

1801
2013
Fr
22:02
Tag
2051
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Das ist echt gruselig. Achterdorm im wunderbaren alten viktorianischen Rolleston House im Zentrum Christchurchs. Auch noch zwei Jahre nach dem großen Beben ist rundherum alles kaputt oder einfach nur Schutt und Asche. In jedem Bett glüht ein Laptop-LCD. Bis auf’s Tippen ist alles mucksmäuschenstill. Keiner redet. Vermutlich schreiben alle über Heimweh nach hause.

Ich bin hier der Webdesigner! Ich bin der erste und der letzte, der nachtens tippt! Abe ich fühle mich ganz großartig beim nicht tippen. Es ist wirklich unglaublich, wie sich die Reisewelt in nur fünf Jahren geändert hat. Alle hechten von Hotspot zu Hotspot, und die freien werden immer seltener. Das Reisen dazwischen verkommt zum notwendigen Übel um die Facebook Wall mit den stets gleichen Bildern zu tapezieren. (mehr …)

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Unsere kleine Farm @ Arthurs Pass

1501
2013
Di
23:21
Tag
2048
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Greymouth war einfach nur fade to grey. Auch bis Arthurs Pass pisst es munter weiter. Die Ex-Definition des Neuseeländischen Sommers lautete: „Wenn die Pausen zwischen dem Regen länger werden“. Mittlerweile bezeichnen sogar die neuseeländischen Medien diesen Sommer mit all seinen Überschwemmungen als „extrem verpisst“.

Wir kommen mit dem temporären Unregen einfach nicht klar, und wandern daher schnell zum Devil’s Punchhole. Im Schleier der Fälle fühlt sich Sommer wieder wie Sommer an. Ohne Regen haben wir langsam echte Probleme mit der Freizeitgestaltung. Aus reinem Frust verarschen wir Keas. Unbezahlbarer Spass, aber wohl auch Quell ihrer Aggressionen gegen sämtlichen anorganischen Weichteile. (mehr …)

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Die Seejungfrau

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2013
Sa
23:08
Tag
2045
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Ich hab heute meine erste Seejungfrau geritten! Hanmer Springs liegt ein gutes Stück abseites der Touristenrouten in der Mitte der Südinsel Neuseelands. Der Weg dorthin führt über einsame Straßen vorbei an verlassenen Farmen durch goldenes Hügelland. In Hanmer gibt es ein überteuertes Thermalbad, ein paar Hotels, Kneipen und den holländischen Hostelbesitzer Tristan.

Nach fast zwei Wochen ohne passenden Wind bin ich völlig unterkitet. Auch in Kaikoura stimmte die Windvorhersage nicht. Statt gutem Wind gab’s nur einen Tornado, welcher der Kirche ein zweites Dach aufsetzte. Ich hab die Karten studiert, aber der See, von dem Hostelbesitzer Tristan mir jetzt erzählt ist soweit ab vom Schuss, dass ich ihn unmöglich finden konnte. (mehr …)

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Blenheim und Kaikoura

1101
2013
Fr
23:04
Tag
2044
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Die Spinnen, die Kiwi-Winzer! Blenheim ist das berühmteste Neuseeländische Weinanbaugebiet. Der Ruhm ist ihnen zu Kopf gestiegen. Unter 20$ gibts in den Weinkellern nichts zu kaufen, und Plörre-Wein kriegt man im Supermarkt auch erst ab 10$. Unser Weintesten beschränkt sich auf Supermarkt-Wein. Der Australische gewinnt haushoch.

Windfinder gibt gute Winde für das 130 km südlich liegende Kaikoura aus. Wir rasen über goldene Hügel rüber nach Osten und am strahlend blauen Meer entlang – direkt in einen dicken Regen-Sturm hinein. Kurz nachdem ein Tornado Kaikoura traf, strahlt schon wieder die Sonne – in absoluter Flaute. (mehr …)

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Queen Charlotte Track

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2013
Di
23:46
Tag
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Im Norden der Südinsel Neuseelands liegen die Marlborough Sounds. Hier gehen Land und Meer fliessend ineinander über: Zuerst überwiegt das Land mit seinen steilen grün bewaldeten Bergen. Dann werden die Meeresarme immer breiter und blauer. Delphin-Schulen jagen laut prustend vor den letzten Inseln in der Cook Straight. Dann ist da nur noch das Meer.

Das Wassertaxi setzt uns auf historischem Grund ab. Ziemlich weit draussen in den Sounds liegt die Ship Cove. Captain Cook lagerte hier ab 1774 auf mehreren Reisen viele Wochen lang. Auch den Maoris galt die Stelle als wichtige Station auf der Überfahrt durch die gefährliche Meerenge. Für uns ist die Ship Cove heute der Start der längsten Wanderung, die wir beide je gemacht haben. (mehr …)

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Windy @ Wellington

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2013
Do
22:30
Tag
2036
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Starker Wind verwandelt die Weizenfelder auf dem Weg von Wanganui nach Wellington in wogende grüne Meere. Kurz vor Wellington halten wir in Wakanae. Der Wind ist schwächer, aber einige Kiter sind schon draussen in 15 Knoten voll onshore über einen Meter hohe Wellen. Das alte Jahr endet gut mit einigen sauberen Vollwaschgängen.

Wir sind mit anderen Reisenden im YHA Wellington verabredet. Backpackerfabrik, aber sauber, groß und gut ausgestattet. Ein viergängiges Menu ist eine saubere Grundlage für das Silvester-Gelage, in dessen Verlauf ich Uli verliere, wegen Sturm kein Feuerwerk zu sehen bekomme und letztendlich sehr müde vom Reisen schon um halb zwei im Bett lande. (mehr …)

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Mount Taranaki

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2012
So
23:51
Tag
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Ich bitte alle um Verzeihung, die mir einen guten Rutsch wünschten. Ich musste ihn erst mal ablehnen. Zwei Tage vor Silvester kaufen wir in New Plymouth ein für die Besteigung des zweithöchsten Vulkans Neuseelands, Mount Taranaki. Wir leihen uns die nötigen Eispickel und Steigeisen für den noch schneebedeckten steilen Gipfel und machen uns im Regen auf den Weg.

Im DOC Visitor Center North Egmont beginnt der Aufstieg zum Gipfel auf 2.550 m. Unser erstes Tagesziel liegt auf 1.500 m Höhe. Die Tahurangi Hut des Taranaki Alpine Club erreichen wir nach knapp zwei Stunden und 600 Höhenmetern völlig duchnässt mit jeweils mehr als 15kg Gepäck für die zwei Tage am Berg. Die Sicht geht gegen Null, der Wind bläst stark. (mehr …)

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Whanganui River

2712
2012
Do
23:29
Tag
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Der Whanganui River ist der abgelegenste aller Neuseeländischen Nationalparks. Er hat noch nicht mal einen Namen, die Schildern sagen einfach nur „National Park“. Mitten drin liegt die DOC Campsite Whakohoro hinter 42km Schotterpiste bis zum nächsten Dorf. Dazwischen gibt es nur Schafe, Regenwald und „No mobile coverage“ Warnschilder.

Wir sind am Ende des schönsten Endes der Welt. Die Wiese ist reichlich garniert mit Schaf-, Pferde-, Gänse- und Hasenmist – und bietet damit deutlich mehr Vielfalt als Hobbiton. Barfuss reintreten ist unvermeidbar, aber auch nicht schlimm. Die Wettervorhersage stimmt heute endlich mal. Es regnet den ganzen Tag heftig, gefolgt von Sonnenschein im halbstunden-Takt. (mehr …)

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Frohe Weihnachtskite!

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2012
Di
21:26
Tag
2027
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12 Tage Flaute und einige deswegen nicht gekitete Traumspots können verdammt hart sein. Doch heute ist Weihnachten, und mein Wunsch geht in Erfüllung: Der Schwanz eines Zyklons schiebt ordentlich Wind an den Lake Taupo. Es bläst mit schön bockigen 15-30 Knoten aus Nordost. Der einzige kitebare Strand im weiten Umkreis liegt 5km südlich Taupo am Ostufer.

Der Strand ist voller Menschen. Wegen der Buchtform ist er aber die einzige auch für mich sichere Startzone. Hinter einer 200m langen Landzunge kommen nur noch 20km offener See mit unlandbaren und unbewohnten Küsten in Ost und West. Der 13er ist viel zu groß, der 9er teilweise etwas zu klein. Erst beim zweiten Start erwische ich eine gute Böe, die mich vom Strand wegbringt. (mehr …)

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Weihnachten in Taupo

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2012
Mo
10:52
Tag
2026
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Mitten in der Hochsaison ist Neuseeland 2012 ziemlich leer. Hostels muss man praktisch nie vorbuchen, sie sind selten gut belegt. Dafür gönnen sie sich massig globetrottende Tagelöhner. Die Arbeit, die einst einen Reisesklaven zum rotieren brachte, teilen sich jetzt ganz gemütlich vier junge Reisende. Manche Hostels beherbergen mehr Helfer als zahlende Gäste. Auch die Städte sind wie ausgestorben, Restaurants und Kneipen verlassen.

Es gibt anscheinend nur noch zwei Arten von Reisenden. Der eine Typ gönnt sich nach der Schule erst mal einen unbefristeten Ausstieg vor dem Arbeitsbeginn, Dauer ab ein Jahr. Der andere Typ kommt spät Heilig Abend im Hostel an, ordnet dann 3h die einer Marsexpedition würdige Ausrüstung am Zimmer und besteigt nach 4h Schlaf am nächsten Morgen den Tongariro. (mehr …)

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Rockin Rotorua

2312
2012
So
10:01
Tag
2025
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Rotorua ist das vulkanische Zentrum Neuseelands. Es liegt mitten in der Spalte, die sich von White Island im Norden bis hin zu Mount Taranaki im Osten der Nordinsel erstreckt. Wir spazieren durch eine Maori-Siedlung direkt am See. Heizung oder Herd braucht hier keiner. In den Vorgärten dampfen kleine Geysire.

Geysire, Schlammpools und heisse Schwefelquellen locken seit über 150 Jahren Reisende aus der ganzen Welt an. Auch heute schleudern Dampf und allgegenwärtiger Schwefelgeruch Rotorua neben Auckland und Queenstown direkt auf den dritten Platz der beliebtesten Reiseziele. Greepeace verleiht Ehrenmedaillien für’s Furzen, denn das verbessert den Geruch lokal begrenzt mehr oder weniger stark spürbar. (mehr …)

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75$ Schafkacke

2012
2012
Do
22:44
Tag
2022
2106 views

Mea Culpa. Ich bin immernoch Deutsch, und wir alle im Jahre sieben nach „Geiz ist geil“ dank Saturn endgültig die neuen Schotten Europas. Lederhosen und Laptop war mal, nach dem morgigen Weltuntergang gibt’s nur noch karierte Röcke und stromsparende Ipads. Ich darf also ein letztes Mal über den Wahnwitz neuseeländischer Preisgestaltung witzeln.

500$ für 4h Fähre? Fein! 13$ für ein Müsli? Mustergültig! 15$ für einen schriftlich neben der Straße feilgebotenen „bag horsepoo“? Düngt laut Uli gut, super! 45$ für alte Bücher ohne historischen Wert? Astrein! 50$ für Geisir-geiern? Geil! Doch was wir heute sehen, schiesst dem Fass endgültig den Boden gen Nirvana zwischen Größenwahnsinn und bedingungsloser Folgsamkeit aus. (mehr …)

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Regen und Reggae in Raglan

1912
2012
Mi
23:25
Tag
2021
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Raglan ist die Surfer-Hauptstadt Neuseelands. Gerade mal zwei Stunden südlich von Auckland gelegen ist es doch eine ganz andere Welt. Unsere Unterkunft ist ein alter Eisenbahnwagen im Öko-Backpacker Camp von www.solscape.co.nz. An den Hängen des erloschenen Vulkans Mount Karioi gelegen überblickt es den Surf-Beach.

Irgendwann in den sechziger Jahren wurde hier der legendäre Surfer-Film „Endless Summer“ gedreht. Kennt allerdings keiner hier, und auch der lokale Ableger von United Video hat ihn nicht im Angebot. Erster Abend, Reggae-Party im einzigen Pub des Dorfes. Jeder hat blond gebleichte Locken, blaue Augen, Flip-Flops und Boardshorts. Selbst Schlümpfe gibt’s in mehr Varianten. (mehr …)

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Verloren im Reich der Kauri-Riesen

1512
2012
Sa
11:02
Tag
2017
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Tane Mahuta stemmte Himmel und Erde auseinander und schuf somit Platz für alles Leben. Die Maoris verehren den vermutlich 2000 Jahre alten größten aller Kauri-Bäume, vor denen wir jetzt staunend im Waipoua Forest stehen, als den Erschaffer alles Lebens. Die Legenden der Maori sind Elementar-Epik: einleuchtend bis selbstverständlich, klar und phantasievoll. Unsere Märchen sind dagegen der reinste Groschenromane.

Ich liebe diese einfache Direktheit. Sie zeigt sich auch in vielen anderen Sachen in Neuseeland: Wir: Franz-Josef-Strauß-Flughafen. Kiwi: Auckland International Airport. Wir: Hildegard-von-Bingen-Allee. Kiwi: Ocean View Road. Wir: Sind Sie versichert? Kiwi: No worries, I help ya. (mehr …)

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Autowäsche, Northland & Surferparty

1312
2012
Do
21:28
Tag
2015
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Ich bin oft offroad gefahren. Gerade in Neuseeland mit seinen ca. 40 % Schotterpisten-Anteil ist es oft unumgänglich. Auch auf Sand ist man laut Mietwagenvertrag nicht versichert. Kitelehrer Leslie meinte am Vortag noch, die Gezeiten würden ein Befahren des 90 Mile Beach zwischen 8 und 18 Uhr erlauben. Wir packen unser Camp ein und fahren um 10 Uhr los.

Die Flut steht recht hoch, der Strand ist nur noch 20 m breit. Dass diese 20 m auch schon komplett mit Wasser vollgesaugt sind, merke ich leider erst, als wir feststecken. Wir steigen aus und erkennen gleich an den 20 cm tief im sehr matschigen Sand eingesunkenen Reifen, dass da erst mal nicht an Weiterkommen zu denken ist. Heute gelernt: Trau niemals einem Kitelehrer mit den Gezeiten! (mehr …)

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Reisekite @ 90 Mile Beach

1212
2012
Mi
22:55
Tag
2014
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Einer meiner großen Pläner für diese Reise war, den 90 Mile Beach im Norden Neuseelands zu kiten. Aber die Windvorhersage war seit Tagen und für unsere gesamte Reisezeit im Northland mehr als mau. In Kaitaia, dem letzten größeren Ort vor der Wildnis im Norden tanken wir Futter und Benzin. Dann geht es in Ahipara mit dem Auto auf den Strand.

Der 90 Mile Beaach ist in allen neuseeländischen Straßenkarten als offizieller Highway gekennzeichnet. Das letzte mal schafften wir 153km/h ohne Probleme. Dieses Mal kommt es nicht so weit. Nach zwei kleinen Flussdurchquerungen erspähe ich einen Kite am Beach. Sofort raus, Kitelehrer Leslie meint der Wind wäre bei Sonne hier immer stärker als angekündigt. Er hat recht. (mehr …)

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Bay of islands

1112
2012
Di
22:25
Tag
2013
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Auf der anderen Seite der Bay of Islands gegenüber Paihia liegt Russel. Einst war der Walfänger-Ort verschrien als das Höllenloch des Pazifik: Huren, Alkohol, Glücksspiel und Mord. Heute ist es genau das Gegenteil: alte viktorianische Holzvillen, auf’s beste renoviert, ruhig, sicher, sauber. Ein kleine Fähre bringt uns mit Fahrrädern über die Bay of Islands.

Zurück im Hostel wartet noch etwas Arbeit, die ich vor der Abreise nicht mehr schaffte. Sehr viele Hostels hier haben jetzt Zenbu Router. Man bekommt als Gast in der Regel nur 50MB am Tag frei, was das Arbeiten an Shops mit 5GB Daten etwas erschwert. Nach zwei Tagen Arbeit und Erholung sind wir bereit für das Northland.

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Into the Wildezaun

1012
2012
Mo
23:40
Tag
2012
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Ein lieber Belgier schliesst sich uns für die Reise ins Northland an. Durch die Waiketere Ranges fahren wir nach Piha Beach und und Karekare. Passt leider beides nicht zu unserem Plan „Into The Wild“ campen. Überall Verbotsschilder und viele Touris. Wir beschliessen einen Seitenwechsel auf die Ostküste nördlich Auckland.

Auf dem Weg halten wir in Puhoi, berühmt für seinen Käse und die kleinste Bücherei der Welt. Den Ziegen-Käse zu 8€ für 100 Gramm sparen wir uns. Ein paar Enten watscheln über die Straße. Unmengen an Ferraris, Porsches und Hotrods bremsen, nur der eine richtig böse unter den zahlreichen Harley Davidson Bikern fährt weiter. In Neuseeland gibt’s jetzt mehr Nobelkarossen als am Genfer See. (mehr …)

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Sprachlose Schönheit…

0812
2012
Sa
7:15
Tag
2010
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Eigentlich suchten wir in den letzten Ausläufern des dreitägigen Sturmes nur nach einem passenden Kitespot östlich von Auckland. Aber heute ist der Sommer mit aller Macht in Neuseeland ausgebrochen. Die Sonne knallt, der Wind flaut ab. Endorphine tanzen in meinem Kopf, einzig ausgelöst von der Schönheit dieses Ortes.

Vor mir liegt die wilde Tasman See. Möwen kreisen am Himmel, ein paar Angler stehen auf Felsen in der harten Brandung. Ein kühler Bach schlängelt sich über den in der Hitze flimmernden schwarzen Lavasand-Strand von Whatipu. Die Sonne blitzt in 1000 Kristallen. Hinter mir die Waikere Ranges mit ihren farnbewachsenen Urwald-Hängen. (mehr …)

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Must Wash Hands! Everytime!

0612
2012
Do
21:30
Tag
2008
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Die alte asiatische Dame des Hauses hat im gesamten Anwesen Schilder aufgehängt. Am Eingang wird darauf hingewiesen, dass Kurzzeitgäste nicht mehr erwünscht sind. In der Küche hängt ein Putzbefehl mit Verweigerungskommentaren darunter. Das Highlight ist jedoch ein Schild mit der reizenden chinenglischen Aufschrift „Must wash your hands! Everytime!“.

Es hängt einfach überall: am Ofen, im Wohnzimmer, in der Dusche und am Klo. Ich füge mich und wasche meine Hände. Komisch. Hier hängt kein Schild. In eine fast schon Psycho-artige Starre gelullt drehe mich um – und schreie laut auf. Fixdreck! Da hängt’s doch wieder. Das erst Schild, vor dem ich erschrocken bin. (mehr …)

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