Rise of the Silver Surfer

2408
2013
Sa
22:01
Tag
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Kein Mensch, der jemals einen richtigen Hexenschuss Kategorie fünf hatte, kann sich je vorstellen, wie unendlich Superheld man sich nach dessen Exodus fühlt. Ich hatte gerade den schlimmsten Lumbago seit vielen Jahren. In einem Rollstuhl wäre ich die letzten drei Tage lang deutlich mobiler gewesen – hätte ich mich reinsetzen können. Nichts ging mehr.

Nach drei Tagen Physiotherapie erachtet der sehr fähige Surf-Doctor Navarro meine Rückenmuskeln als weich genug, um die Knochen einzurenken. 45 kg Physiotherapeutin besiegen den Schmerz auf Anhieb mit einem lauten Knacken. Von einer Sekunde auf die nächste bin ich praktisch vollkommen schmerzfrei. Ich bin nicht religiös. Mein Problem gab’s sicher schon vor 2000 Jahren. Ohne heutiges Wissen war der Messias die einzig plausible Erklärung. (mehr …)

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Toreros? Tucken!

2008
2013
Di
22:29
Tag
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Es trägt rosa Strümpfe in Ballerinas, hat Perlweiss-Zähne unter Toupet-artigen Frisuren und tänzelt tuckig im Kreis? Eindeutig: Schwul, wie die Nacht schwarz ist. Die Spanier halten ihre Toreros jedoch für männliche Helden. Wir drei geben uns unsere erste Corrida. Wir rechneten mit Blut – und bekamen ein Schlachtfest.

Vor der Arena steht ein Auto mit dem Aufdruck „Carnices“. Sicher nur ein Zufall, denn der alte Spanier neben mir meint später, die Stiere würden nicht verspeist. Wir betreten die Arena auf der Sonnenseite. Die Sonne geht schon bald unter, und das ist auch gut so. Im Schatten packen wir unseren Wein aus. Er ist schon bald nötig. (mehr …)

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Cut!

1908
2013
Mo
23:10
Tag
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Am dritten Tag hackt der Wind in Tarifa mit guten 35 Knoten. Da wir am Abend sowieso Max vom Flughafen in Jerez de la Frontera abholen müssen, entscheiden wir uns, dem Wind nach Nord-Westen auszuweichen. In der schönen Bucht von Canos de Meca sind schon ein paar Kiter im auch hier noch recht starken sideshore-Wind bei eineinhalb Meter Seegang draussen.

Einige ältere Locals kommentieren die Windverhältnisse mit „Hasta manana!“ und packen schon mittags ein. Sie haben recht. Der Wind ist nicht nur stark und bockig, sondern auch mit reichlichen Null-Löchern durchsetzt. Wie an einem großen Flügel reisst die Strömung hinter der Landenge von Tarifa immerwieder einige Minuten vollkommen ab. (mehr …)

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Himmel und Hölle

1708
2013
Sa
23:07
Tag
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Wir fahren ein gutes Stück nach Bolonia. An einer überfeierten Piratenbar frage ich die letzte Überlebende. Sie weist gen Strand. Der einzige Surflehrer verweist uns. 5 km Strand, Platz ohne Ende, aber uns Kitern wird das Fliegen verboten. Frustriert kehren wir um. So wie es scheint, gibt es für Kiter in Tarifa nur einen einzigen freien Strand im Umkreis von 30 km, und selbst dort müssen wir uns mit 100 m Alleinherrschaft  begnügen.

Für Kiter heisst es entweder „verboten bei Strafe“ oder aber Valdevaqueros / Spin-Out: Swimmung, Surfing, Kitesurfing – alles zusammen. Ja, es ist Höchstsaison. Ja, der Wind hackt entweder mit 25+ Knoten, oder er luscht wie heute mit Null-Löchern um die 14 rum, unentschlossen, ob er nun Levante oder Poniente genannt werden will. Wie auch immer: er schreit nach Sicherheiten. (mehr …)

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Mekka!

1508
2013
Do
23:55
Tag
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Der erste Tag in Mekka bringt uns das was wir erwartet haben: Erleuchtung. Da Regligion wohl nie einfach ist, sind auch die Winde hier ziemlich herausfordernd. Am Valdevaqueros Beach, dem Haupt-Kitebeach ein paar Kilometer nord-westlich Tarifas sind wir fast die ersten. Der Levante ist da schon lang aktiv.

Noch lang vor der Mittags-Meute reichen mir um 10 Uhr morgens meine 9m² ganz locker für den ersten Ritt durch Mekka. Der Levante schwankt nicht nur stark im 15-Minuten Mittel, er ist auch noch ordentlich bockig und leicht ablandig. Nach knapp 2h bin ich ziemlich alle und gehe an Land. Himmel ist anders, aber in Mekka kiten zu dürfen ist trotzdem eine Ehre. (mehr …)

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Pilgerfahrt

1408
2013
Mi
23:55
Tag
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Kurz vor der Landung in Jerez de la Frontera durchfliegt die Maschine heftige Turbulenzen. Turbulenzen sind so ziemlich das einzige, was mir immer Angst macht. Richtig Angst. Ich kann nicht erklären, wie das eine dem anderen nicht wiedersprechen kann. Aber:Turbulenzen killen mich – und ohne Wind würde ich niemals leben wollen.Die Maschine setzt auf und rollt in die Landeposition. Die Türen gehen auf, und 37° heisse Luft strömt herein.

37°, das ist ziemlich genau die Temperatur menschlichen Blutes. Dieser Sommer am südlichsten Zipfel Eurpas ist deutlich kühler als der zweite Ägyptische Frühling. Am Ausgang des Flughafens steht ein Schild: „Salida sin retorno – Ausgang ohne Wiederkehr“. Ich schreite schnell nach draussen. (mehr …)

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WordPress Kategorie umziehen

1605
2013
Do
11:07
Tag
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Im Webdesigner-Alltag gibt es immer wieder mal kleine Sachen, die unerwartet Ewigkeiten dauern. Heute wollte ein Kunde eine Kategorie seines Blogs umbennen. Auch der Permalink / Slug der Kategorie sollte sich ändern. Gleichzeitig durften keine in Google angezeigten oder von externen Seiten aus verlinkten alte URLs einen Fehler 404 – Seite nicht gefunden produzieren. „Da machen wir ganz einfach einen mod rewrite, fertig“, dachte ich.

Das Problem: Die WordPress-internen Rewrite Rules interferieren mit fast allen Möglichkeiten, einen Ordner mittels Mod Rewrite umzuleiten. Erst nach zwei Stunden Suche im www und zahlreichen vergeblichen Tests hatte ich die Lösung. Fügt bei aktivierten Permalinks einfach in eure .htaccess die untige Zeile 5 ein.  (mehr …)

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Always almost windy @ Gökova

1305
2013
Mo
7:07
Tag
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Die Türkei ist für Deutsche in Zeiten NSU und einem mal wieder deutlich zutage tretenden Rechtsdrall von Polizei und Innenministerien ein Krisengebiet. Am Flughafen spricht uns die deutsche Reiseleiterin auf Englisch an. Erst im Bus vor kleiner Runde wechselt sie auf leises Deutsch.

Wir probieren erfolglos das gleiche. Aber selbst in Touristen-Zentren sprechen Türken weniger Englisch als Thais am Rande vom goldenen Dreieck. Ich am Flughafen „Surfboard: where?“. Türke zeigt zum Gepäckband. Kommt natürlich ganz woanders raus, „Surfboard“ ist einfach zu multilingual. (mehr …)

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Konzerte in Regensburg

2204
2013
Mo
0:27
Tag
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Sagts amal liebe Leut, warum san eigentlich Konzerte in Regensburg stets so unendlich langweilig und fad? Liegt des jetz nur daran, dass I grad so an depperten Artikel auf Zeit-online glesen hab, der behauptet, dass wir (zumindest no im Schädel) jungen Leut gegen den Meinungs-Tsunami der 50+jährigen einfach gar nix mehr zum song ham?

Oder san die Konzerte in Regensburg einfach nur Scheisse? Alte Mälze: Seit 15 Jahren is as Booking konservativer ois die Haltung der CSU zur Homoehe. Donauarena? Ja, klar, mei Tinnitus steht auf Endlos-Hall, mei Schedl auf G’nackstarre und irgendwie a nur ansatzwei des G’fui zu ham, bei am Konzert wirklich DABEI g’wesn zu sein – war mir scho immer total z’wieder. (mehr …)

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Das Hotel im Zentrum von Wien

1704
2013
Mi
20:25
Tag
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Wir sind mal wieder ein paar Tage in Wien. Freunde treffen und Kultur in allen Breiten geniessen. Wir wohnen mitten im Zentrum von Wien, Hotel Capri, genau zwischen Prater und Donaukanal. Parkplätze bietet das Hotel für die Gäste im Innenhof an, die Ubahnstation Nestroyplatz liegt direkt vor der Haustür. Das Personal ist spitze, sehr zuvorkommend aber nicht aufdringlich.

Auf dem großen Zimmer warten Sekt und Bonbons, der Balkon geht zum ruhigen Innenhof. Das Zimmer im Hotel im Zentrum von Wien ist sehr gut ausgestattet: Flachbildschirm, kostenloses WLAN, Schreibtisch, Kühlschrank, grosser Kleiderschrank mit Safe,  gemütlicher Sitzecke, Kingsize Bett und helles Bad mit Walk in Dusche. Wir brechen gleich auf. (mehr …)

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Individuelle Footer für Kategorien

0904
2013
Di
5:21
Tag
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Sie suchen nach einer Möglichkeit, in Gambio GX2 individuelle Footer-Texte je nach aktueller Kategorie anzuzeigen? Warum sollte man das tun? Die Footer-Texte lassen sich hervorragend zur Steigerung der Keyworddichte verwenden, ohne dem Kunden noch vor den Artikeln einen langen Text zuzumuten. Gambio kann von Haus aus allerdings nur einen seitenweit gleichbleibenden Footer anzeigen.

Mit der untigen kleinen ff-webdesigner Modifiation an einer einzigen Gambio GX2 Shop-Datei können Sie für jede einzelne Kategorie eine bestimmte Seite aus dem Content-Manager anzeigen. Die aktuelle URL bestimmt hierbei, welcher Footer angezeigt werden soll. (mehr …)

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Drachentöter / Banderl-Träger

0504
2013
Fr
21:03
Tag
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Seit dem letzten Besuch in Ägypten hat sich einiges geändert. In meinem Lieblingshotel gibt’s jetzt Handschellen. Noch an der Rezeption werden unsere Hände mit einem roten Plastikband dekoriert. Bei knapp 30° ist dieses Depperlband unversteckbar. Weisse Haut alleine reicht nicht. Sollte das die Rache für die gelben Sterne unserer Großväter sein?

„Na und?“ denkt der eine. Für mich ist das eine Katastrophe. Ich bin jetzt als Reise-Gockel – nicht bio – gebrandmarkt. Und zwar aus dem Grand Resort. Wo man ohne Depperlband einstmals gute Aussichten beim Handeln hatte, verfügt jetzt jeder Taxifahrer über das ultimative K.O.-Argument: 5-Sterne-Gockel sind zum rupfen da. Egal wie günstig das Hotel gerade ist. (mehr …)

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Das Beste zum Schluss: Skyline-Kiting!

0403
2013
Mo
22:36
Tag
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In unseren drei Monaten in Neuseeland haben wir uns nichts geschenkt, sparsam gelebt und auf kaum was verzichtet. Die 50 % Teuerung seit 2008 konnten wir ganz gut durch mehr campen und weniger Restaurants ausgleichen. Gutes Leben, knapp 14.000 km Mietwagen und einige Adrenalinspässe kosten uns am Ende 1.800 € pro Person und Monat plus 1.000 € für den Flug.

Für einen der drei letzten Tage in Auckland gönnen wir uns puren Luxus. Das SkyCity Hotel liegt direkt am Fuss des Skytowers mitten im Zentrum von Auckland. Riesen Zimmer weit oben, noch größere Betten, neueste Kinofilme on demand. Ein Koreanisches Barbecue am Tisch mit 50 Feinheiten. Wir geniessen bis zum Gehirnversagen – und dann noch weiter. (mehr …)

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Coromandel

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2013
Fr
23:17
Tag
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Der erste Stop auf Coromandel ist ein Reinfall. Eigentlich sollte die Tour durch die Waihi Goldmine gratis sein. Aber das Angebot wurde vor fünf Jahren eingestellt. Um jedoch zu hören, wie unschädlich Quecksilber für die lokalen Biotope ist, sind wir nicht bereit auf einmal doppelt 28 $ zu löhnen und fahren zur „historic gold mining site“ von Waitekauri.

Das Wort „historic“ ist in Neuseeland ca. dreieinhalb mal so trendy wie bei uns „bio“ anno 1992. Wenn hier ein Furz länger als zehn  Sekunden stinkt, nennt man ihn „historic“. Unsere Goldmine stammt doch glatt aus 1987, wie wir nach 20 km Anfahrt beeindruckt lesen. Die zwei verbleibenden Stahlbeton-Fundamente auf einer abgelegenen Kuhweide zählen wir definitiv zu den erleuchtenden historischen Highlights dieser Reise. (mehr …)

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Bay Of Plenty Bed Bugs

2802
2013
Do
2:46
Tag
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Kaum sind wir um das East Cape herum, klart das Wetter wieder auf. Die Bay Of Plenty ist uraltes Maori Kulturland. Hier landeten irgendwann zwischen 700 und 1400 die ersten Kanus der Vorfahren aus dem Pazifik. Auch wir landen hier. Es sind die letzten Tage einer großen Reise. Auch diese endet, wie gute Reisen enden sollen: Wir sind reif für einen Urlaub.

In einem Hostel in Opotiki fange ich mir Bed Bugs ein. Bed Bugs sind mit Abstand die schlimmste Reiseplage. Weder die Weiss-Schwarz geringelten Riesenmoskitos von Fiji noch die Sandfliegen-Wolken vor dem Milford Sound haben auch nur ansatzweise das gleiche Potential, dich in einen wandelnden Haufen blutiges Hackfleisch zu verwandeln. (mehr …)

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Eastcoast, baby!

2502
2013
Mo
2:44
Tag
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Ab Wellington fahren wir jeden Tag mehrere hundert Kilometer. Auch Landstraßen sind in Neuseelands etwas anders: wenn dich keine Kurve bremst, hebst du garantiert an der nächsten Bodenwelle ab. Teil eins des Trips geht bis ins Art Deco von Napier. Nach fünf Stunden Fahrt bläst der Wind noch etwas über derben Shorebreak, daher muss die Architektur warten.

Am Abend spielt der Rest der Bee Gees im nahgelegenen Stadion – vermutlich auch „Staying alive“. Um Mitternacht schwanken jedenfalls die greisen Fans besoffen in den Dorm. Eine Oma schüttet erst Wein über mich, dann schnarcht sie die ganze Nacht unterbrochen von besorgniserregend langen Atemaussetzern. Die letzten zwei Dormbetten Napiers bringen uns auch kaum Schlaf. (mehr …)

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Der Raketen-Kiter von Wellington

2302
2013
Sa
3:14
Tag
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Die Tierversuche zur bemannten Raumfahrt brachten der NASA in den Sechzigern vor allem eine bahnbrechende Erkenntnis: Hunde leben kurz. Um genau zu sein: zu kurz für den interstellaren Raumflug. Daher sucht die NASA jetzt nach geeigneten menschlichen Versuchsobjekten für eine längerfristige Anstellung.

Die Jobausschreibung fordert eine ausgeprägte Sprungkraft und verspricht exzessiven Möglichkeiten zur inneren Kontemplation sowie wenig Pinkelpausen. Ist nicht jedermanns Ding, daher blieben die Bewerbungen bisher deutlich hinter den Erwartungen der NASA zurück. Es geht das Gerücht um, erste Versuchsobjekte wären bereits entführt worden. (mehr …)

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Reisen in Kreisen

1902
2013
Di
22:10
Tag
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Auf dem Queen Charlotte Track haben wir unsere sechs Wochen auf der Südinsel Neuseelands begonnen. Hier werden wir sie beenden. Tutukaka lahmt am Fuss. Die Bremse kreischt immer schlimmer und fordert eine baldige Reparatur. Doch die letzten kurvigen 60 km bis raus auf die äussersten Schotterpisten der Marlborough Sounds schafft er noch.

Die letzte Wanderung führt uns auf den höchsten Gipfel der Sounds. Mit 1203 m ist Mount Stokes nicht besonders hoch. Doch die Wanderung beginnt nahe am Meer, und der Pfad gehört eindutig zu den härteren. Er beginnt steil durch den Dschungel, wird steiler und führt permanent bis zum Gipfel ansteigend über grobe Felsen, Wurzeln und umgestürzte Kauris. (mehr …)

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Null in Nelson

1802
2013
Mo
13:22
Tag
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Reisen ist Leben. Es ist das Leben, das ich gewählt habe. Manche Freunde nannten es Flucht, andere verstehen nicht, dass ich diesen Traum Leben nenne. Jeder wählt das Leben, das er für richtig hält. Manche folgen einem guten Plan, und einige wenige vollenden ihn. Ich hab gerade den Traum irgendwo auf der Reise verloren.

Wir verordnen uns einige Tage Ruhe in Nelson, der Toskana Neuseelands. Die Kites am Beach zeichnen meine Laune: es fehlt der Wind im Segel. Ich kann vor lauter Schönheit kaum mehr die Augen offen halten. Mein Ohren können keine unglaublichen Geschichten mehr hören. Oder einfach ganz kurz: blind, taub und stumm sind ganz üble Reisegefährten. (mehr …)

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Golden Bay

1502
2013
Fr
23:17
Tag
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Die Golden Bay liegt ganz im Nordwesten der Südinsel Neuseelands. In diesem Hippiezentrum ticken die Uhren ganz anders. Die Häuser sind bunt, die Menschen gelassen und / oder nackig. Das Meer läuft unendlich flach am Strand aus, so flach, dass man es bei Ebbe nicht mal mehr am Horizont sieht. Fischreiher stelzen durchs Watt.

In der Nähe von Takaka spucken die größten Süsswasserquellen Australasiens pro Sekunde 14 m³ kristallklares Wasser aus dem karstigen Grund. Schafweiden und Straßen sind selten durch Zäune getrennt. Wir fahren ans letzte Eck Neuseelands, dem Farewell Spit. Eine 50 km lange Sandbank streckt sich ins Meer. (mehr …)

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Abel Tasman Coastal Walk

1302
2013
Mi
7:51
Tag
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Der Abel Tasman National Park ist Neuseelands kleinster, aber am meisten besuchte der insgesamt 14 Nationalparks. Der Abel Tasman Coastal Walk ist einer der Great Walks und führt über 53 km von Marahau bis zur Wainui Bay. In unterschiedlichen Höhen läuft er meist entlang der Küstenlinie. Einige Abzweigungen gehen zu entlegenen Buchten oder in das Innere des Nationalparks.

Normalerweise braucht man drei bis fünf Tage für diesen Track. Übernachten kann man entweder in DOC Hütten oder auf Zeltplätzen. Frank fährt mich mit dem Auto zum Startpunkt in Marahau – und schon gibt es kein zurück mehr. Die erste Nacht werde ich in der Hütte in der Bark Bay übernachten, es liegen heute 23 km vor mir. Der erste Tag ist anstrengend und verregnet. Es ist ungewohnt, alleine zu wandern. (mehr …)

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Gletschersterben in Neuseeland

1102
2013
Mo
23:44
Tag
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In den deutschen Nachrichten hört man immer nur, dass die Neuseeländischen Gletscher einige der weltweit wenigen noch wachsenden Gletscher sind. Generell ist das richtig, aber eben nur selten. Spät abends kommen wir in Franz Josef an und checken im YHA ein. Für den nächsten Tag haben wir einen ganztägigen Trip auf dem Fox Glacier gebucht.

Am frühen Morgen geht es mit dem Bus an den Gletscherbruch. Man sieht den Fox Glacier nicht. Binnen einem Jahr hat sich der Gletscherbruch um ganze 400 Meter um’s Eck zurückgezogen. Wieviel es seit meinem letzten Besuch vor fünf Jahren war, traue ich mich nicht fragen. Der Guide witzelt als erstes darüber, dass er bald einen neuen Job braucht. (mehr …)

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Lake Wanaka & Rob Roy Track

0602
2013
Mi
23:46
Tag
2070
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Lake Wanaka ist ein Hotspot des Kitens auf der Südinsel. Direkt südlich an den Mt. Aspiring Nationalpark angrenzend ist der mal wieder fehlende Wind ertragbar. Meine Erkältung hält an, der Bewegungsdrang genauso. Wir fahren 50 km nach Norden über Schotterpisten voller Schafherden bis an den letzten Parkplatz im Nationalpark.

Der Rob Roy Track führt steil bergauf in der Schlucht eines Gletscherflusses. Das letzte Mal musste ich mit Georg und Arnulf hier passen – mein rechtes Knie war vom Abel Tasman Track ziemlich hinüber. Diesesmal dauert der Aufstieg über einige Felsrutsche lang, aber ist machbar. Oben angekommen hört die Lunge auf zu stechen. Dutzende Wasserfälle, Pusteblumen und der weisse Gletscherrand brennen in den Augen. (mehr …)

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Mount Cook & Buscot Station

0502
2013
Di
5:48
Tag
2069
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Ein Donnern rollt vom Sefton Gletscher über Mount Cook Village hinweg. Auf 2300 m sehen wir eine große Lawine abgehen. Nach fast zwei Wochen Sonnenschein und Temperaturen von teilweise über 30° in Neuseeland ist das kein Wunder. Am späten Nachmittag geht eine weitere Lawine ab, die wir aber nur hören.

Jede Reise ist anders. Ich war schon beim Mount Cook, aber gesehen habe ich ihn nicht. Der Hooker Valley Track führt über große Hängebrücken und reissende Gletscherflüsse bis zum Hooker Lake vor dem Mount Cook. Heute ist nochmal Kaiserwetter. Blaues Gletschereis treibt im weissen Wasser. Kalter Wind kommt vom Gletscher, am späten Nachmittag ziehen Wolken auf. (mehr …)

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Der Himmel liegt vor dem Paradies!

0202
2013
Sa
23:49
Tag
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„Paradise – 37 km“, sagt das Schild hinter Glenorchy ganz bescheiden. Ein paar Kilometer Staubpiste durch unglaublich schönes weites Farmland vor dem Mount Aspiring Nationalpark und schon ist man dort. Zuerst muss man natürlich den Jordan überqueren. Kein Problem, zu dieser Jahreszeit ist sein über die Piste führendes Flussbett trocken.

Die nächsten zwei Flussdurchquerungen sind auch ohne Jeep machbar. Aber die vierte weist mit guten 30 cm Wassertiefe und großen Steinen Tutukaka dann doch in seine Grenzen. Das Paradies steht offensichtlich nur Vierrad-Fahrzeugen offen. Tolle Werbeidee für BMW, aber sicher ob der bis dato auf sich genommenen Unannehmlichkeiten eine herbe Enttäuschung für religiöse Extremisten jedweder Couleur. (mehr …)

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