Mit Vollgas nach Nordland

1311
2007
Di
19:36
Tag
158
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Morgens tausch ich endlich das Auto um. Kleiner, neuer, und deutlich sicherer. Da ich den Combi verfrüht zurückgebe, bleibe ich allein auf 100$ Mehrkosten hocken. Egal. Weiter. Rauf zum Yaping House. Eine Email zerreist mich fast, aber sie ist gut, sehr gut. Macht frei. Die Sonne scheint und im Radio läuft Foo Fighters. Ich breche auf Nach Nordland.

Ein Tag zum heizen. Wieviel 20km/h zuviel kosten, erfahr ich erst am Abend. Morgen werd ich langsamer fahren. Auf den knapp 180km von Auckland nach Whangarei halte ich an jedem einzelnen Strand. Ich bin auf der Jagd nach Wind. Meine neuen gelben Flügel fordern eindringlich Freilassung aus dem Kofferraum. Bis kurz vor Whangarei ist jedoch nix mit Wind. (mehr …)

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Mit neuen Flügeln über Coromandel

1211
2007
Mo
19:52
Tag
157
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Ich checke früh am nächsten Morgen aus. Fahre weiter nach Papamoa. Glenn ist in Auckland, aber sein Sohn kann mir genausogut einen Kite verkaufen. Insofern der Kite so gut ist, wie er ausschaut, hab ich einen guten Treffer gelandet. Kaum gebrauchter 12er North Vegas 07 incl. 1 Jahr alter Bar und Pumpe/Leash für 430€. Hab meine Flügel wieder. Fliege weiter.

Die Coromandel Halbinsel ist eines der ältesten Siedlungsgebiete in Neuseeland. Sowohl Maori als auch Europäer. Es ist deutlich wärmer hier. Die Landschaft wechselt ständig zwischen Allgäu und Dominikanische Republik. Ich fliege etwas unachtsam, an der Spitze der Halbinsel geht mir 50km von der nächsten Tankstelle entfernt beinahe der Sprit aus. (mehr …)

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Mount Maunganui, Bay of Plenty

1111
2007
So
23:34
Tag
156
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Am Morgen will ich mein Auto gegen ein kleineres tauschen. Pete hatte bei A2B angerufen. Resultat: ich soll dieses abgeben, neues gibt’s nicht. Halbe Stunde Ärger, dann fahr ich mit dem alten weiter. Es geht nach Mount Maunganui. Ein Neuseeländer hatte mir auf Nananu-i-Ra einen Kontakt für günstige Kites vermittelt.

Im Radio läuft Cruising together. Auf der Straße liegen tote Tiere. Tequilas Vibrations werden immer schlimmer. In Mount Maunganui suche ich als erstes ein Hostel, in dem ich meinen Laptop benutzen kann. Dauert nur drei Stunden und sieben Hostels. Nicht mal die Touristinfo kann helfen. Die Stunde Internet kostet schlappe 8€. Ich kann hier nicht arbeiten. Will ja auch noch was verdienen. (mehr …)

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Rafting in Rotorua

1011
2007
Sa
17:29
Tag
155
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Wir fahren weiter nach Rotorua, einem alten Thermal-Badeort. Rundherum blubbern Geysire und Schlammlöcher. Man kann bedenkenlos von sich lassen, was immer man will. Überall liegt Schwefel in der Luft. Alles ist unglaublich teuer, vor allem Adrenalinspäße. Unsere Unterkunft ist Cactus Jack, ein nettes Westerndorf-Hostel Downtown Rotorua. Lisa hat ein Treffen mit den beiden Daves von Mana organisiert.

Die Nacht fängt blutig an. Irgendwann höre ich, dass die beiden mit den Daves Richtung Süden weiterziehen wollen. Wir hatten zu viert einen Combi für drei Wochen gemietet. Nach fünf Tagen bin ich alleine übrig. Lichter gehen aus, die Nacht wird noch blutiger. Ein Konzert, ein Club. Die ständigen „Are you alright?“ Fragen nerven mich. Nein, überhaupt nicht. (mehr …)

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Tanz auf dem Vulkan

0811
2007
Do
23:44
Tag
153
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Die Nacht ist nur drei Stunden kurz. Um fünf packen wir unsere Sachen und fahren dem Bus zum Tongariro Crossing hinterher, ein acht Stunden langer Trek über einen aktiven Vulkan. Die Sonne geht auf. Die Felsen am Lake Taupo schauen aus wie Mittelerde. Eine Stunde später starten wir. Der Pfad führt erst mild durch schwarze Lavafelder und tiefhängende Wolken.

Der Aufstieg wird schon bald happiger. 300 Höhenmeter über ein loses Lavafeld mit 60% Steigung lassen uns dampfen. Oben angekommen reißen die Wolken auf und wir sehen den Gipfel des Vulkans Mount Ruapehu. Danach geht’s durch den ersten Krater. Die Erde dampft, während wir an verschneiten Hängen vorbeiziehen. (mehr …)

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And I’m free – free falling

0711
2007
Mi
19:35
Tag
152
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Die Erde schaut von oben ganz anders aus. Ich schau aus dem Flugzeugfenster, während eine Japanerin krampfhaft versucht durch wilde Fingergesten die DVD von ihrem Skydive zu einem wirklich bleibenden Erlebnis zu machen. Mein Puls ist unerwartet ruhig. Hatte zuvor eine Flasche Jägermeister geteilt mit Kevin, einem netten Kanadier, den ich im Fiji Beach House kennengelernt hatte.

Die Gruppe hat ihre erste Belastungsprobe. Wir gehen am Morgen einkaufen. Ja, das Essen ist selbst in den billigsten Supermärkten mindestens doppelt so teuer wie in Europa oder Kanada. Aber als wir anfangen, getrennt einzukaufen geht bei mir ein Licht aus. Egal was teuer oder billig ist: wer kein Geld für den grundlegendsten Genuss der Welt hat, wird verhungern, wie auch immer. (mehr …)

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Roadtrip auf der falschen Seite

0611
2007
Di
22:41
Tag
151
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Die letzte Nacht in Auckland ist ein Schlachtfest. Ich kann einfach kein Blut mehr sehen und gehe deswegen früh ins Bett. Schlafen kann ich trotzdem nicht, die Feier und das Schnarchen danach sind zu laut.

Am morgen zieh ich allein nach drei Stunden Schlaf wieder ins Zentrum von Auckland. Wieder im Regen. Ich bin der erste Kunde bei der A2R Autovermietung. Der Preis ist spitze, das Auto sehr rudimentär. An dem Combi ist wirklich nichts dran, was man nicht braucht. Fenster kurbeln, Spiegel von Hand verstellen. Und wieder rauf nach Mount Eden zu den Genossen. Der Abschied geht schnell. Obwohl wir alle die Apokalypse nach Eden brachten, sagt die Hostelbetreiberin, sie würde sich freuen, uns wieder zu sehen. Im Regen brechen wir auf. (mehr …)

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Hängenbleiben

0511
2007
Mo
20:33
Tag
150
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Pete, der Anti-Ami schließt sich uns an. Durch den Regen ziehen wir nach Central Auckland um ein Auto zu mieten. Soll ein Zeichen sein: heute kein Auto. Keine Bewegung. Seit Tagen das gleiche. Feiern bis zum Umfallen. Ich bin dessen sehr müde. Bleib nicht draußen, aber auch nicht richtig drin. Ich bin nicht auf Weltreise, um mich langsam aufzulösen. Ich suche Kristallisationspunkte.

Ich verliere Geld bei Roulette im Casino und gewinne jedes Pokermatch, solange es um Bier geht. Neuseeland feiert unterdessen den dritten Tag ein altes Attentat auf das Englische Parlamament. Mit Feuerwerk. Lisa und Marc hängen über der dritten Tequila-Flasche. Ich versuche zu bremsen wo’s geht. Aber irgendwann geb ich auf. Sie müssen selber den Boden finden. (mehr …)

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Eine Nacht in Auckland

0311
2007
Sa
16:54
Tag
148
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Lisa sucht einen Job in einem Weinberg auf einer nahe gelegenen Insel. Marc und ich gehen derweil in die Stadt. Wir ziehen durch den riesengroßen Domain Park. Besuchen das Museum von Auckland. Stehen staunend vor einem 25m langen Maori-Kriegskanu. Schnüffeln an Blumen im Gewächshaus und wandern durch Wälder von Bäumen, die aussehen, als wären sie direkt aus dem Samenkorn explodiert.

Auckland City ähnelt San Francisco. Recht klein, aber nie eng. Alt und neu gibt eine bunte Mischung. Nach einer Portion Sushi besorgen wir Essen für den Abend. Eine Kugel Mozarella kostet 10€. Den ganzen Tag treffen wir Menschen aus der ganzen Welt, die hier wohnen. Ich frag mich, was die hier essen. (mehr …)

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From Paradise Island To Mount Eden

0111
2007
Do
16:41
Tag
146
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Ich beende meinen Tauchkurs mit 90%, nach einer harten Nacht. Der letzte Tauchgang geht auf 18m und ist sehr schön. Während Tauchlehrer Andrew mir an meinem letzten Abend von Heiratsplänen berichtet, ist die seine am Festland. Auch Saki dreht am Rad. Er bittet eine Französin um eine Massage, während seine Frau zuhört. Selbige hack die Hühner am Abend auffallend aggressiv.

Am Morgen schau ich von Sakis kleinem Fischerboot der Paradiesinsel Mana beim im-Meer-versinken zu. Ich schieße immer wieder Bilder, zoome immer näher heran. Irgendwann geht der Zoom aus. Das Paradies versinkt im Meer. (mehr …)

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Goodbye Fiji!

2910
2007
Mo
20:30
Tag
143
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Der Wind kommt leider nicht mehr zurück. Ich werde meinen Kite hier im Paradies lassen, ohne ihn nochmal zum Abschied geritten zu haben. In absoluter Flaute bastel ich eine Wakeboard-Bar. Wir knoten sie an eine Ankerleine hinter ein Boot und haben eine gute Stunde echten Freestyle-Wakeboard-Spaß in der Bucht von Mana.

Vor einigen Tagen kamen zwei faszinierende junge Kanadier an, beide mit schrägen Geschichten und geraden Herzen. Für ihren Abschied muss endlich die Feuerstelle am Strand vor Sakis Hostel entjungfert werden. Ich sammle und klaue Holz, bunkere Bier. Kein Regen kann das Feuer töten, es brennt heiß. Wir trinken, singen, quatschen zu guter Musik bis in den frühen Morgen. (mehr …)

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Sodom und Gonorrhoe im Paradies

2810
2007
So
23:28
Tag
142
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Jeder der auf Mana war berichtet in leuchtenden Farben vom Paradies. Niemand, den ich traf war so lange wie ich auf Mana. Meine Farben ändern sich mit der Aufenthaltsdauer. Ist man kurz da, leuchtet alles schön und grell. Ist man lange da, verblassen die Farben.

Was stets gleich schön bleibt ist die Farbe des Himmels, des Wassers, der Palmen. Die ändern sich nie. Das was verblasst, ist die Farbe der Reisenden hier. Obwohl sie von Tag zu Tag roter werden, werden sie jeden Tag weniger bunt. Als würde man viele Farben in einem Topf mischen. Was rauskommt aus der Vielfalt ist ein langweiliges Grau. (mehr …)

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Abtauchen zu Fijis Haien

2610
2007
Fr
14:16
Tag
140
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Ich fühle mich, als sollte ich Abtauchen. Mein Sinn für Humor gebietet mir einen PADI-Tauchkurs bei dem Tauchlehrer, der mir das Untergangsgefühl gab. Am Nachmittag gibt’s eine kurze theoretische Einweisung, gefolgt von praktischen Übungen, halbe Stunde im Niedrigwasser. Am nächsten Tag geht’s direkt raus zum Tauchspot Supermarket. Andrew verspricht mir mindestens drei Haiarten.

Ich pfeife abwechselnd „We’ll meet again“ und „I will survive“. Hatte Johnny Depp in Dead Man Walking auch gelächelt? Warum heißt dieses Tauchboot „Better Boat“, und was wurde aus dem Vorgänger? Kann man die Titelmeldodie vom weißen Hai wirklich furzen? Als ich ins Wasser springe hab ich den großen Zitterer. (mehr …)

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Kitesurfen auf Mana

2310
2007
Di
19:13
Tag
137
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Nach einer Woche Flaute kommt unerwartete der Wind auf Mana an. Mana ist das fijianische Wort für Magic. Genau so ist auch der Wind: genau richtig für meinen Kite, nicht zu viel, nicht zu wenig, etwas böig, aber auch mit nem drei Jahre alten Drachen gut zu reiten. Binnen zwei Tagen komm ich einige Stunden raus in die Bucht.

Wind und Wellen passen gut zum springen. Joost, ein netter Holländer schießt einige der besten Bilder binnen acht Jahren Kiten. Herzlichen Dank! Meine Sprünge werden immer höher. Aktuell arbeite ich am dritten Stock. Keine großen Tricks, einfach so hoch wie möglich. Ein Segelboot kommt an, und der Speed-Cat. Ich fahr mitten durch, hebe ab und alle Touris grölen „Higher, more“. (mehr …)

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Der schwule Pirat aus dem Schwarzwald

1910
2007
Fr
14:37
Tag
133
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Ich kann nicht schlafen. Nach einem recht ereignislosen Tag und zusammengebrochenem Internet ziehe ich um eins am Strand entlang. Plötzlich höre ich Musik. Ein guter Gitarrenspieler, schöne Songs und gute Sänger. Wo man singt, da lass dich nieder. Ich lande mitten in einem sehr skurrilen Haufen aus Touristen und Einheimischen und werde sehr „warm“herzig begrüßt.

Fiji liegt am Ende der Welt. Mana liegt draußen im Meer vor dem Ende der Welt. Am Ende von Mana liegt das Mana Lagoon Hostel. Weiter weg geht nicht. Man sollte hier die abgeschiedensten Outsider der Welt erwarten. Sind sie aber nicht. Sie sind soweit mitten drin, wie nur irgendwie möglich. (mehr …)

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Don’t push me cause I’m close to…

1710
2007
Mi
19:29
Tag
131
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Ich hör Grandmaster Flash am Strand. Bin wortwörtlich ziemlich angepisst. Das Dach im Dorm leckte wieder in der Nacht. Um zwei ergießt sich wieder ein Strahl in mein Gesicht. Wieder das Bett verschieben. Wieder zwei weitere Stunden wach.

Am Morgen muss ich mich abreagieren. Schwimme mit John, einem amerikanischen Triathleten bis raus hinters äußere Riff. Vom Strand aus sah’s aus wie vielleicht 700m. Wie weit’s war, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass ich gut zwei Stunden später ziemlich zittrig wieder an Land krieche. Dauert ne Weile, bis das Zittern aufhört. Zwei Cola, ne Packung Schokokräcker, eine Packung Chips und ne Portion Fritten mit Wurst. (mehr …)

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Blitze fangen im Pazifik

1610
2007
Di
19:41
Tag
130
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Am Abend ziehen mächtige Gewitter über die Mamanuca-Gruppe. Mit der Filmfunktion kann man die Blitze fangen. Mittels Virtual Dub Bildersequenzen exportieren. Schwupps. Blitzbilder. Die weniger schöne Sache der Gewitter ist, dass sie nach einiger Zeit auch Mana streiften.

Auf dem Dach der Dorm-Bure liegt schon eine Plane. Aber die reicht leider nicht. Genau über mir kommt ein Wasserfall runter. Wieder platschnass im Bett. Wir verschieben das Bett mitten in der Nacht, aber Wasser macht nun mal richtig wach. Kann nicht schlafen, schwimme eine Runde im Regen, während die letzten Gäste mittels heftigem Bierkonsum ihren Aufenthalt zu verlängern scheinen. (mehr …)

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Und wenn ich nicht hier bin…

1510
2007
Mo
20:26
Tag
129
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…bin ich aufm Sonnendeck. Bin ich Bin ich bin ich… Das Schild neben mir sagt: to the Sundeck. Ich schau mich um, ganz oben auf dem Speed-Cat nach Mana. Stimmt. Die Sonne scheint wieder, nachdem der letzte Tag in Nadi eine einzige Katastrophe war. Ich hab die letzten Tage einen Stich am Fuß aufgekratzt. Tägliche Säuberung brachte nix. Das Ding blutete und nässte vier Tage und vier Nächte.

In meiner letzten Nacht im Horizon wach ich um zwei Uhr Nachts auf. Mein Fuß tut höllisch weh. Ich geh raus ins Licht und seh einen Kürbis, wo mal mein Fuß war. Angeschwollen wie Bullenklöten zur Paarungszeit. Der kleine Stich mausert sich zum Ulkus. Ich nehm ein Taxi, fahr ins Krankenhaus. Der Arzt meint: rechtzeitig, wäre wohl ne Blutvergiftung geworden. (mehr …)

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Reisen bedeutet Unterschied

1410
2007
So
13:23
Tag
128
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Ich bin wieder in Nadi. Hier kommen alle internationalen Flüge an. Jeder ist nur auf dem Weg, keiner bleibt. Wenn man ein Gesicht am nächsten Morgen wieder sieht, dann ist das schon lang. Ich mag Nadi nicht. Leider gibt’s keine andere Wahl auf dem Weg von Nananu-i-Ra nach Mana. Ich brauch ein, zwei Tage schnelles Internet, bevor ich wieder am Modem auf einer Insel häng.

An der ganzen Nordküste gibt’s kein einziges Hotel mit Internet. Erwähnt man das Wort Broadband fängt das Gegenüber normalerweise nur an zu lachen. Telekom Fiji empfahl mir ernsthaft, einen Wireless-Account zu eröffnen. Das „Broadband Internet“ in Nadi pfeift aus dem letzten Loch – wenn es mal Luft hat. (mehr …)

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Kitesurf-Finale Fiji: 10km Downwinder

1210
2007
Fr
11:24
Tag
126
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Ich lieg im Zelt. draußen tobt ein tropisches Gewitter. Die Angestellten der Safari Lodge trinken heute Kava und singen nebenan zur Ukelele. Nirgends auf der Welt hab ich Menschen schöner singen gehört. Mehrere Stimmern, einer fängt an, die anderen antworten, manchmal nur Frauen, manchmal nur Männer. Immer mehrstimmig, und jedes Lied klingt wie ein Wiegenlied.

Ich schlafe ein und wache wenig später mit einem Wasserfall in meinem Gesicht auf. Mein Zelt ist „etwas“ undicht. Ich musste umziehen, da vor zwei Tagen ein ganzes Schiff voller neuer Gäste ankam. Der große Clash zwecks Beutemangel auf der Insel bleibt aus. Das schwarze Schiffs-Schaf berichtete uns, dass es sogar zwei Paare auf dem Schiff gibt, die Händchen halten. Das sind dann aber auch schon Extremisten, meint er. (mehr …)

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Flying high in the Fiji sky

0810
2007
Mo
12:46
Tag
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Am Strand brennt ein großes Feuer. Wir haben einen halben Quadratkilometer Inselurwald vom Unterholz gesäubert. Einige Zaunpfähle mögen auch dabeigewesen sein. Im Feuer explodierende Kokosnüsse sind nette Späße für Existential-Pyromanen. Vom Laptop kommt „Ring of Fire“ und „Fire Water Burn“. Das Bier ist kühl und die Sterne leuchten heller als irgendwo anders auf der Welt.

Die Fähre nach Vanua Levu am Donnerstag ist auch ausgefallen. Die letzten vier Tage hier waren wunderschön. Ich gewinne immer mehr Bier beim Pokern. Nette neue Leute kommen. Ich bin Supersenior mit 16 Tagen. Reisen? Tu ich trotzdem. Im Kopf und auf dem Wasser. (mehr …)

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Die letzten Tage auf Nananu-i-Ra

0310
2007
Mi
23:10
Tag
117
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Ich hab Glück gehabt mit dem Riff. Am zweiten Tag seines Urlaubs fängt ein Australier den Kite seiner Frau 5m vom Strand entfernt. Resultat: 6cm langer und 2cm tiefer Korallen-Schnitt im Fuß. Nach einem halben Liter Blutverlust ist klar: muss genäht werden. Welches bis zu Abend bedeutet: eine Woche Kite-Pause. Zum Glück ist er nur noch sechs Tage hier :-)

Ich gehe am Nachmittag nochmal für einen Downwinder mit dem Boot raus. Wind bläst in Spitzen über 50km/h. Meterhohe Wellen brechen übers Boot. Sotos beweist mir, dass auch mit den neuesten Kites die Depower manchmal zu wenig sein kann. Es reißt ihn über 1km bis beinahe ins Riff. Ich zähl derweil im Boot die Korallenschnitte in meinen Shorts. (mehr …)

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The first cut is the deepest

0110
2007
Mo
13:53
Tag
115
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Ich sitz am Strand. Meine Korallen-Schnitte heilen langsam aber beständig. Gestern hatte ich ziemliches Schädelbrummen und dicke Füsse. Um die Blutvergiftung komm ich wohl trotzdem rum. Der Wind bläst mit bis zu 45km/h, alle sind draußen zum Windsurfen und Kitesurfen. Ein 60-jähriger macht 10m hohe Sprünge mit seinem Kite. Ich fühl mich unendlich klein.

Ich hör am Strand Rod Stewart, The first cut is the deepest und Coral, the invisible invasion. Einige Taucher haben sehr gute Bilder draußen am Riff und E6 gemacht, die reiche ich heute mal nach. Sie hatten gesagt, die Haie hier wären nur ganz klein und harmlos. Selbst wenn sie das wären: nach Dolphin Island übers offene Meer rüber schwimm ich nicht mehr. (mehr …)

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Kitesurfen Part 3: Hit the reef, Jack!

2909
2007
Sa
16:26
Tag
113
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Mit Hilfe der werten Kitesurf-Community auf oase.com (Danke, Jungens!) und einigen Utensilien der Safari Lodge kann ich am nächsten Morgen meine gerissene Leine provisorisch fixen. Warren bietet mir an, mal einen neuen 12er Eclipse Kite auszuprobieren. Sag ich nicht nein. Gegen 11 geht’s zwei Kilometer raus aus offene Meer für einen Downwinder.

Ich schwimm vom Boot weg, Kite geht schön stabil am Rand hoch. Der Hybrid-Kite läuft Höhe wie Reinhold Messner auf Extasy. Selbst mit geringer Geschwindigkeit und relativ hoch geflogenem Kite geht’s ab nach Luv. 30 Grad gegen den Wind lassen mich nur noch grinsen. In vier Jahren hat sich unendlich viel getan beim Kitesurfen. (mehr …)

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Kitesurfing in Fiji gone bad

2809
2007
Fr
21:40
Tag
112
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Ich brauch noch nicht mal den Wecker, um pünktlich zur Flut um sechs aufzuwachen. Der Wind brodelt schon, reicht aber noch nicht zum Kitesurfen. Nochmal drei Stunden schlafen, dann geht’s weiter mit Kitesurfing in Fiji. Um zehn Uhr fahren wir mit dem Boot wieder raus an den sicheren Kitesurfing-Spot an der Sandbar, 2 km von Nananu-i-Ra entfernt.

Schon auf Nananu-i-Ra war der Wind stark, an der Sandbar bläst der Wind mit 30-40kmh. Starke Böen machen das Kitesurfing noch schwerer. Für meinen 12er Nitro mit 30% Depower absoluter Killer. Wenigstens weiß ich das schon, bevor ich rausgehe zum Kitesurfen. Immer ein schlechtes Omen, wenn man schon an Land kaum noch Bodenkontakt halten kann. (mehr …)

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