So
16:53
Tag
2858

Tulum & Cobá

Meine Panamericana-Reise neigt sich dem Ende zu. Mit Sicilia-Roomie Carmela geht es von Belize aus 10 Stunden weiter nach Tulum. Die Mexikanische Südgrenze ist wenigstens so ehrfurchtgebietend wie die der USA. Yucatan ist das Mallorca Mexicos: die zweispurigen Highways haben keine Schlaglöcher. Trucks und Supermarktketten sind Amerikanisch. Zu Ostern gibt es hier mehr Touristen als Einwohner.

Die Vermarktung der Mayakultur übersteigt bei weitem die Verbullhornung von Volksmusik im Musikantenstadel. Alles ist hier Maya: Bier, Shops, Touren, Hotels, sogar Kondome. Nach der Conquista packte die Mayas anscheinend das Reisefieber. Sie wanderten in aller Herren Länder aus. Daher kommt heute Maya-Kleidung aus Bangladesch, Maya-Steingut aus Indien und Maya-Hängematten aus China. [weiterlesen]

Mo
05:15
Tag
2852

Do you Belize? Caye Caulker!

Mit dem Speedboat geht es 40 km weit über türkisblaues glattes Wasser hinaus in die Karibik. Die vor Belize City gelegenen Cayes sind kleine Riffinseln und der Schmelztiegel aller internationalen Reisenden zwischen Alaska und Feuerland. Die Panamericana führt hier eindeutig über Wasser.

Caye Caulker ist klein. Auf gerade mal 1.500 auf 500 m stapeln sich die Häuser eng und hoch. Freien Grund gibt es kaum, unzählige Bars und Restaurants haben ihn schon vor langer Zeit aufgefressen. Die einzigen offenen Flächen sind die sandigen Straßen, ein Fussballfeld und der Friedhof. [weiterlesen]

Mi
20:01
Tag
2847

Waschtag & Dreiländereck

Der Rio Cangrejal gilt als eines der besten Wildwasser Mittelamerikas. In der Regenzeit ist er oft für Wochen unbefahrbar, dann strömt das Wasser über fünf Meter hohe Steinriesen. Jetzt im März ist er gut für Canyoning, ein paar hohe Sprünge in kalte Wildwasserpools, etwas Rafting und einen ordentlichen Vollwaschgang.

Der Schutzwall meiner Herberge in La Ceiba schaut aus wie eine Kreuzung aus Velociraptor und deutschem Jägerzaun. Er hat sicher zahlreiche Bösewichte erlegt – obwohl sein Jagdgebiet innerhalb einer Gated Community liegt. Honduras bleibt das zweite unter 80 bereisten Ländern, das mir permanent Angst machte. [weiterlesen]

Sa
21:15
Tag
2843

Km 4.376: Los Piratas de Roatan!

Der Einschlag auf der alten Pirateninsel Roatan ist mehr als heftig – und vermutlich genau so, wie ihn jeder Pirat seit hunderten von Jahren erlebte: eine kleine verschworene Gemeinschaft jenseits jeglichen Gesetzes gegen den Rest der Welt, und dazu ne Buddel Rum! Die Welt kommt heute freiwillig auf die Pirateninsel Roatan. Sie schnallt nur leider recht wenig, wieviel mehr sie jetzt Pirat denn Opfer ist. Einst nutzten die Englischen Piraten Roatan als Basis für ihre Überfälle auf die 50 km südlich gelegene Spanische Kronkolonie. Wir nutzen es heute als den letzten wilden Westen vor dem Sonnenaufgang. Die Hauptstadt Roatans lautet auf den Namen des B-Klasse-Piraten Coxen. Das „Hole“ dahinter ist die letzte Bastion gegen den Immobilienwahn. Blackbeard greift zu Gilette und räubert, was die Gringo-Gier auf einen Teil des Piraten-Paradieses nur so hergibt. [weiterlesen]

Mo
21:55
Tag
2838

Honduras Roadkill

Unser Roadtrip über 750 km quer durch Honduras beginnt um zwei Uhr Morgens nahe der Grenze im Nicaraguanischen Leon. Ich geb nicht viel auf Geschichten. Ich reise. Suche die Wahrheit. Und schreibe dann darüber. Honduras ist die zweite Ausnahme in bisher knapp 80 bereisten Ländern. Ausnahmslos jede Geschichte über Honduras riet von einer dreitägigen Durchquerung mit öffentlichen Bussen ab.

Ich buche einen Nonstop-Trip mit dem Minivan für 80$. An der Grenze nach Honduras erhält das Dachgepäck um fünf Uhr morgens einen Regenschutz.  Ein vielgereister Ami belehrt mich eines besseren: „Wäre keine Plane über dem Gepäck, würde es an Ampeln stehend direkt vom Dach geklaut werden“, erzählt er mir, während ich zu grenzüblichem Mist-Kurs einige Dollar bei einem Mann mit einem zehn-Zentimeter-Bündel Lempiras wechsle. [weiterlesen]

So
00:34
Tag
2837

Leon: Viva la … que?

In zehn Tagen kann man sicher kein Land begreifen. Doch wenigstens den Ansatz seiner Seele zu erkennen hatte ich mir erhofft. Aber ich wurde aus Nicaragua nicht schlau. Im Gegenteil. Ich bin verwirrter als vorher.

Nicaragua ist wie seine Restaurants. In jedem gibt es wenigstens 100 Gerichte: Schwein, Rind, Hühnchen oder Fisch, kombiniert mit Reis, Pommes, Bohnen oder Gemüse. Eine unendlich gleiche ermüdende aussagelose Vielfalt. Auf das Essen wartet man stets wenigstens eine Stunde, während fünf Kellner gelangweilt rumstehen. Dann wird das Essen kalt serviert und man wartet wieder eine halbe Stunde auf die Rechnung. [weiterlesen]

Mi
04:14
Tag
2833

Nicoya Soulsister

Mit manchen Menschen planst du Reisen für Äonen. Andere Reisepartner finden dich binnen Augenblicken. Beide haben eines gemeinsam: Du hast keine Ahnung, wo die Reise mit ihnen hinführt. Richtig Reisen ist stets unplanbar, offen und ohne Ziel.

Ich habe 17 Thailändische Tucken zu Tode gegrinst, 24 Ägyptische Aasgeier in den Schlaf geredet und wenigstens 32 Philippinische Karaokeros ins K.O. gesungen, doch in den Drückern an der Nicaraguanischen Grenze finde ich erstmals meine Meister. Ein stets wechselnder Schwarm von wenigstens fünf eloquenten Scheißhausfliegen vollbringt auf den 800 m Fußmarsch zwischen Costa Rica und Nicaragua das Meisterwerk, einem Globetrotter statt der nötigen 20 $ satte 60 $ aus der Tasche zu ziehen. [weiterlesen]

Mi
04:13
Tag
2826

Ometepe

Die mitten im Lago Nicaragua gelegene Insel Ometepe ist die bisher grösste Überraschung meiner Panamerika-Kite-Reise. In Costa Rica sagte jeder, der Wind auf Ometepe wäre viel schwächer. Er ist fast genauso stark. An fünf von fünf Tagen war ich meist mit dem Neuner Kite auf dem Wasser.

Morgens bläst der Wind meist sehr laminar mit 20 bis 25 Knoten sideon von rechts. Mittags macht er gerne Siesta. Nachmittags frischt er deutlich und auf bis zu 35 recht bockige Knoten auf. Abends und nachts ballert er gewaltig. Der Strand von Santo Domingo ist der einzig kitebare auf ganz Ometepe. Hab beide Vulkane mit der Enduro auf 80 km Schotterpiste umrundet. [weiterlesen]

Mi
22:26
Tag
2819

Km 2.256: Balla balla @ Bahia Salinas

Ich öffne die Autotür einen Spalt. Der Wind reisst sie mir sofort aus der Hand. Wenn hier ein alter knochiger Baum in der Trockensteppe stirbt, dann bricht er einfach im starken Wind in sich zusammen. Unser Beach House liegt 300m vom Spot und bietet Platz für acht Leute. Als die einzigen Gäste gönnen wir uns nach drei Wochen gemeinsam reisen dekadenterweise getrennte Schlafzimmer.

Der Wind in Bahia Salinas ist das heftigste, was ich binnen 16 Jahren Kitesurfen erlebt habe. Er weht eigentlich nie mit weniger als 20 Knoten – mit Böen von oft über +50%. Bei Flut ist der Strand komplett weg, dann gibts nur einen kleinen staubigen Spot zum starten. [weiterlesen]

Sa
23:23
Tag
2815

Playas del Coco

Playas del Coco überrascht uns. Eigentlich suchten wir nur ein passendes Stück Küstenlinie, bei dem der Wind sideshore kommt. Wir finden ein nettes kleines Dorf in einer schönen Bucht am Pazifik. Unser Hotel mit riesigem Zimmer liegt direkt am Strand, und an selbigem bläst schon bei der Ankunft ein bisschen Wind. Die Bars und Restaurants sind nicht zu viel, und das Dorf ist eine angenehm Rastafari-freie Zone.

Am nächsten Morgen kommt der Wind nicht so richtig in Fahrt. Wir fahren mit dem Auto einige Kilometer an den mehr nach Norden ausgerichteten einsamen Playa Panama. [weiterlesen]

Fr
01:33
Tag
2814

Costa Rica is killing me…

Nach knapp 1000 km auf Karibikseite und durchs Costaricanische Hochland stossen wir wieder auf die Panamericana. Die Strasse von der Laguna Arenal war in der Karte normal eingezeichnet. Für die zuletzt 40 km derbst steile Schotterpiste hinunter zum Pazifik brauchen wir zweieinhalb Stunden. Einige Anwohner meinten, mit unserem Auto wäre sie unbefahrbar.

Die Panamericana führt uns nochmal eineinhalb Stunden ins 100 km südlich gelegene Touri-Zentrum Jaco. Das siffige Surfer-Hostel direkt am Strand bietet gratis Surfboards, aber Wellen ohne Wind sind einfach nicht mein Ding. [weiterlesen]

Do
04:54
Tag
2813

Gepäck verloren? Condor Mistfliegen!

Werte Condor Mistfliegen,

Ich möchte euch ganz herzlich dafür danken, daß ihr mein Gepäck verloren habt. Gepäck verlieren schafft nicht nur Condor, das kann jeder Airline mal passieren. Aber das, was ihr Condor Mistfliegen seit mittlerweile 20 Tagen an geballter Inkompetenz bietet, schlägt jedem Fass meiner bisher knapp 100 Flüge den Boden aus.

Ich danke Condor, daß ihr mein Gepäck verloren habt, denn ihr bietet mir damit endlich mal die Möglichkeit, als kleiner einzelner Mensch einer großen Firma wirklich weh zu tun. Ihr liebt Fliegen? Ich liebe Page Views! [weiterlesen]

Do
00:58
Tag
-2747

Kitesurfing @ Laguna de Arenal

Erst auf den letzten drei des 40 km langen Stausees wird der Nordostpassat um fünf bis zehn Knoten beschleunigt. Die heisse Trockensteppe von Guanacaste saugt die feuchten kühleren Luftmassen aus dem Hochland nördlich der Laguna Arenal sideshore über die Station von ticowind.com.

Der einzig mögliche Startplatz ist nur über eine 1,5 km lange unbefestigte Piste zu erreichen. Nach schweren Regenfällen ist die Befahrung ohne 4WD grenzwertig. Vor unserer Ankunft regnete es zwei Tage nonstop. [weiterlesen]

Mo
09:00
Tag
2810

La Fortuna: Rien ne vois plus

Die Inuit haben zwar keine 17 Wörter für Schnee, aber die Ticos kennen dafür 21 Wörter für Regen – und eines für Schicksal. In unseren zwei Tagen in La Fortuna sehen wir den Vulkan Arenal ob zweitägigem Dauerregen exakt bis Höhenmeter 20. Triefende Schlamm-Monster kehren von Wanderungen heim.

Die Anzahl der fünf-Sterne-Resorts wird nur noch überboten von den Getränkepreisen. Sechs US Dollar für eine Büchse Bier ist selbst im teuren Costa Rica ein Spitzenwert. Es gibt nichts, was es hier nicht gibt: Rafting, Zipline, Hotpool, Night hike, reiten, Mountainbike, Quadtouren und natürlich Vulkanbesteigung. [weiterlesen]

So
03:06
Tag
2809

Volcan Irazú

Morgens um sechs hängen die Regenwolken tief über Orosí. Die Auffahrt auf den gut eine Stunde entfernt liegenden 3.432 m hohen Vulkan Irazú scheint ins Wasser zu fallen. Unerwartet reisst dann aber auf dem Weg die dichte Wolkendecke auf. Als wir um acht nach heftig heizen unter den ersten Autos vor dem Tor zum Krater stehen herrscht bestes Kaiserwetter. La Brass Bande vertreibt über den Wolken.

Das Einparken auf dem Vulkan Irazu ist nur rückwärts gestattet. Der letzte Ausbruch war erst 1994, und für 15$ Eintritt darf der sicherheitsbewusste Reisende perfekte Evakuationsvorbereitung erwarten. Am Rande der Caldera finden wir den Idiotie-Gipfel des Costa-Ricanischen Raucher-Rassismus: die Ticos haben den gesamten Vulkan zu rauchfreien Zone erklärt. Ein urkomischer Affront, den wir unmöglich nicht missachten können. [weiterlesen]

Sa
04:01
Tag
2808

Nasse Unterhosen in Puerto Viejo

Auf einer alten löchrigen Eisenbahnbrücke ziehen wir unsere Kitebags über die Grenze nach Costa Rica. Die Formalitäten sind minimal. Hamburg liessen die Mistfliegen von Condor unter der Falschaussage nicht ins Flugzeug, ihr Rückflugticket müsse aus dem gleichen Land sein. Die Flugtickets will hier kein Grenzer sehen.

Der erste Stop in Costa Rica ist Hippie-Central Puerto Viejo, ein etwas zu tiefenentspanntes kleines Surferdorf auf der Karibik-Seite. Die nicht-Kiffer sind hier eine radikale Minderheit, Antialkoholiker stehen auf der roten Liste. Die Rastas kiffen überall und ständig. Den Dübel bei vorbeifahrenden Polizeiautos nicht aus dem Mund zu nehmen gehört hier zum guten Ton. [weiterlesen]

Do
00:23
Tag
2806

Rastafari-Schlumpfhausen: Bocas del toro

Wir verlassen die Panamericana für einige hundert Kilometer Richtung Karibik. Der Weg führt gut 200 Kilometer über die bis zu 2.200 m hohen nebelverhangenen Regenwald-Berge der Reserva forestal de fortuna hinunter zu den Bocas del toro. Mit dem Boot geht es einige Kilometer weiter auf die Insel Colon. Jeder Backpacker zwischen Alaska und Feuerand macht hier Halt.

Zum Sonnenuntergang erreichen wir das Schlumpfhausen der Rastafaris. Es riecht nach Geld, Gras und Hibiskus. Die Holzhäuser sind unendlich bunt, teils kaputt, teils nobelst renoviert und bilden ein wunderbar einheitliches Ganzes. Bukowski hätte unser Hotelzimmer geliebt: dunkel, muffig-siffig, aber unschlagbar günstig und in der Mitte von dutzenden Bars. [weiterlesen]

Di
02:00
Tag
2804

Panamericana, km 532: Boquete

Die Panamericana ist der Monstertruck unter den Strassen der Welt. Die Dünne des von Alaska bis Feuerland reichenden Fadens macht sie zur altehrwürdigen Grande Dame unter den Roadtrip-Grundlagen. Ewan McGregor ritt sie mit dem Motorbike gen Süden. Wir mit unseren Kites nach Norden.

Am ersten Morgen der Reise war die über den Panama-Kanal spannende Puente de las Americas mein erstes Ziel. Heute ist es Boquete am Fuss des 3.500 m hohen Vulkans Barú im Norden von Panama. Km 532. Zehn Stunden, vier Busse und einen netten Panameño nord-westlich von Punta Chame bin ich erst mal ziemlich erschlagen von unendlichen Weiten. Die Panamericana hat erstmals zugebissen. [weiterlesen]

So
01:56
Tag
2802

Punta Chame

John Wayne hatte hier ums Eck mal eine Insel. Sie ist jetzt Disneyworld. Punta Chame ist anders. Am Ende einer langen Halbinsel 100 km nördlich Panama City gelegen strotzen einsam leerstehende Ferienunterkünfte reicher Panamenos dem starken Wind. Der kiffende Belgische Koch unserer Französischen Fazienda schleppt uns mit auf eine Kiter-Party am Ende der Strasse.

Der Hochglanz-Appartment-Block mit Jaccuzi steht unter der Woche leer. Der Reggae erinnert an die Rooftop-Bar auf den Kap Verden, aber das Gras riecht viel besser. Schnell erachte ich Jack Nicholson als einen möglichen Nachbarn. Das Gefühl bekämpfe ich erfolgreich mit dem auf das Spanische Wort für „Opa“ lautenden Rum. Bis mir ein mit einem Schlachtermesser in Zitronen pulender Ansbacher Perma-Reisender erzählt, ich hätte gerade Haifisch verzehrt. [weiterlesen]

Mo
03:29
Tag
2796

Oh wie schön ist Panama City!

Ghandi lag gar nicht so falsch. Das Leben ist Leid. Er vergass aber anzuhängen, dass erst dadurch die Schönheit dazwischen erstrahlt. Panama City hätte ihm sicher gefallen. Hier stehen neueste Hochglanz-Wolkenkratzer neben einer unter UNESCO Welterbe stehenden völlig verfallenen Altstadt. Morgens um sieben scheint die Sonne fahl auf mit Stahlträgern abgestützte leere Gebäudehüllen.

Nach der Tour durchs Casco Antiguo wandere ich ein paar Kilometer weiter auf die Punete de las Americas. Hier überquert die Panamericana den Panama-Kanal. Irgendwann ist die nie benutze schmale linke Fussgängerspur zuende. Ich wechsle auf die andere Seite und gehorche den hier massig vorhandenen „Betreten verboten“-Schildern. Der Kanal gehört den Amis, die Brücke vermutlich auch, und mit Römern sollte sich nur Asterix anlegen. [weiterlesen]

Sa
01:51
Tag
2689

Von Milchmädchen & Schokoburschen

Am Strand von Santa Maria entlangschlendernd zähle ich jetzt schon das 57. Milchmädchen/Schokoburschen-Pärchen des Tages. Es gibt hier deutlich mehr Kinderschokolade-Paarungen als Single Malt. Weisse Fickinger sind kaum zu finden. Die schwarzen Burschen sind knackig, die weissen Mädels willig, und die Hormone laufen Amok.

Als weisser Mann bist du hier ungefähr so sexy wie ein pissgelber Grottenolm mit Rückenpelz, so gefragt wie Krätze als Brotaufstrich zum Frühstück, so beliebt wie wie ein Ofen-sprengender Mitbewohner auf Meth – und stehst auf der Liste der bedrohten Arten sowieso ganz oben. Genau so müssen sich die Dinosaurier nach dem Kometeneinschlag gefühlt haben. [weiterlesen]

Di
20:28
Tag
2685

Morning Session

Santa Maria schläft um sechs Uhr morgens. Die Nacht davor in der Reggae Rooftop Bar war mal wieder blutig. Windfinder gab 16 bis 18 Knoten für fünf bis acht Uhr. Bei bisher drei guten Kite-Tagen binnen zwei Wochen ist klar was zu tun ist: mit vier Stunden Schlaf schlendere ich sauber restalkoholisiert durch die dunklen Strassen und suche das erste wache Taxi.

Im Licht der Scheinwerfer zum Mitu Kitebeach strahlt das Salz der Salinen hell auf. Am Strand bin ich ganz allein. Die orange-schwarz gestreifte Tiger-Dogge knutscht verschlafen mit einer Glückskatze. Ein kleiner Schwarm Strandläufer spielt fangen mit den Wellen. Weisse Sanddühnen strahlen golden in der hinter Wolken über Afrika aufgehenden Sonne. Darüber schaut der Mond den Wellen zu. An manchen Tagen ist Kiten Religion. [weiterlesen]

So
19:08
Tag
2676

Santa Maria!

Im Morgengrauen über den nie fertiggebauten armen Häusern von Santa Maria kriecht ein toter Hund mit eingezogenem Schwanz vor mir über die gepflasterte Straße. Irgendwo spielt Ennio Morricone. Ein im Staub wehender Präriebusch ist das einzige, was zum perfekten Tombstone-Feeling fehlte.

Sal ist anfang Oktober eine Geisterstadt. Die Windstatistik gibt für Oktober 68% Gleitwind, aber der erreicht leider erst mal eine ganze Woche lang kein einziges Mal die für meine Gewichtsklasse benötigten wenigsten 15 Knoten. Die am Stadtrand gelegenen Luxushotels sind nur ein Viertel belegt. Am Strand trainieren Einheimische in den ersten Sonnenstrahlen. Ich versteh die vielen blonden Euro-Weibchen mit ihren Schokostückchen. Fischer sitzen halb schlafend am Kai. [weiterlesen]

Fr
10:56
Tag
2667

Zahntempel & Zampacken

Meine letzten Tage in Sri Lanka verbringe ich nochmal im quirligen Kandy. Der Zahntempel beherbergt einen Zahn Buddhas und ist das grösste Heiligtum der Srilankischen Buddhisten. Jeden Tag strömen tausende Menschen in alkoholfreier Oktoberfeststimmung auf die große Tempelanlage direkt am Kandy See.

Davor preisen Dutzende Händler laut Blumen als Opfergaben an. Ihre Marktschreie klingen wie ein spastisches durch die Rushhour stotterndes Tuktuk auf Speed. Ich laufe fast jeden Tag an ihnen vorbei – und scheiter jedesmal beim Versuch, nicht zu grinsen. [weiterlesen]

Di
23:34
Tag
2664

Nuwara Eliya & das Ende der Welt

Von Kandy aus schliesse ich mich zwei lustigen Schweizer Kiterinnen für einen Trip ins Srilankische Teezentrum am. Mit dem Zug fahren wir früh morgens ins Luftline gerade mal 40 km entfernte Nuwara Eliya. Die Fahrt dauert fünf Stunden und verläuft über ca. 125 km stets ansteigend durch unendliche Teeplantagen und Dschungel. Die offenen Türen sind mein Panoramaplatz.

Nuwara Eliya ist mit 2000 m ü.d.M. die höchstgelegendste Stadt Sri Lankas. Sie wurde im 19. Jahrhundert von den hitzegeplagten britischen Kolonialherren gegründet, wovon auch heute noch zahlreiche Gebäude zeugen. Unsere Unterkunft ist eine verzauberte kleine Herberge im Stil von Peter Pan: Bambushof und Bach garniert mit Baumstammmöbeln, umgeben von kleinen zweigeschossigen Hütten. King Fern Cottages. Fein. [weiterlesen]

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