In der alten Königsstadt Hue

1505
2008
Do
22:37
Tag
342
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Ich gönne mir mal was. Ein ganzer Penthouse-Dorm im vierten Stock mit Überblick über die alte Königsstadt Hue. Für mich allein. Die vier Euro pro Tag hab ich gerade noch. Ganz oben kriegt man einige WiFis rein, ich arbeite den ganzen ersten Tag. Es gibt gute Restaurants, ich probier viel zu viel aus. Abends bin ich mit Blähbauch fast zu dumm zum Arbeiten. In der DMZ-Barr steppt der Bär, aber ich bin schnell müde.

Am Morgen breche ich auf zum alten Königspalast. Hier regierten von 1805 bis 1945 die Vietnamesischen Herrscher der Nguyen-Dynastie. Hue ist eine Zitadelle. Hohe Mauern und ein Wehrgraben umgeben die Stadt. Der Palast ist eine Zitadelle in der Zitadelle. Ganz im Kern liegt das Heiligtum: die innerste Zitadelle beherbergte die königlichen Konkubinen. (mehr …)

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Blumen im Kriegsgebiet

1405
2008
Mi
19:32
Tag
341
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Um sechs Uhr morgens brechen wir auf mit dem Bus nach Dong Ha, der letzten größeren Stadt vor der Demilitarized Zone. Wir wollen einen ganzen Tag die ehemalige Grenze zwischen Nord- und Südvietnam und einige der schlimmsten Schlachtfelder des Krieges besichtigen. Nach Zwei Stunden sind wir in Dong Ha, 30 Minuten später hab ich ein Zimmer, gefrühstückt, ein Motorbike und Jörg sein Abendticket nach Hanoi.

Wir wollen in keiner Gruppe reisen, gönnen uns für 15$ einen Tag einen Privatführer. Quang ist 50 und hat den Krieg miterlebt. Die Hoffnungen waren hoch, doch vor dem ersten Panzer packt er erst mal Geschichten von glorreichen Vietcong-Konkubinen aus, die GIs abmurksen. Mag so gewesen sein, aber er bringt das alles recht komisch rüber. (mehr …)

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Nachtzug nach Nirgendwo

1205
2008
Mo
23:58
Tag
339
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Im Regen fahren wir mit dem Taxi zum 30km entfernten Bahnhof von Phan Thiet. Jörg hat sein Ticket extra gekauft, wir haben unterschiedliche Abteile. Die Fahrt geht vorbei durch endlose Reisfelder. Die letzte Nacht war kurz, wir waren ordentlich aus. Ich schlafe schnell ein. Aber nicht lange.

In meinem Sechserabteil sind satte 9 Personen. Eine ist ein Baby in einer Schaukel in der Mitte. Es schreit fast die ganze Nacht. Das ist nicht so toll, richtig geil ist aber erst die junge überforderte Mutter. Stänkert das Baby immer wieder laut an. Der apathische junge Gecken-Vater spielt im Eck auf seinem Sony Handy die vietnamesische Hitparade rauf und runter. I can’t get no sleep. (mehr …)

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Kiten bis zum Umfallen

1005
2008
Sa
21:08
Tag
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Die ganze Woche bläst der Wind. Ich fang schon an zu Glauben, mein „Wo immer Du bist soll der Wind weg sein“ Fluch wurde ebenfalls weggeblasen. Kann mich nicht daran erinnern, in 10 Jahren Kiten einmal ne ganze Woche jeden Tag mindestens zwei Stunden auf dem Wasser gewesen zu sein. Doch genau das ist Mui Ne.

Ich könnt hier echt gut alt werden. Morgens im Liegestuhl am Strand ein paar Homepages entwerfen. Nachmittags ein paar Stunden Kiten. Abends gut und viel Essen gehen. Danach ein Bierchen in der Wax Bar nebenan. Filmchen zum einschlafen und ab ins Bett. Wenn Regelmäßigkeit so aussieht, würde sie mir wohl nie langweilig werden. (mehr …)

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Drachenbändiger und Windtiere

0805
2008
Do
19:44
Tag
335
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Die Tage verlaufen in festem Rhythmus. Spät Vormittag aufstehen, 20m zum Strand und Nase in den Wind halten. Frühstück und nachbarliches WiFi hijacken. Zwei Stunden Arbeit, Nase nochmal in den Wind halten. Kite aufbauen, fachsimpeln und ab aufs Wasser. Heute hat der Wind erstmals so richtig schön gebretzelt. Und Windfinder meint, dass es noch mehr wird.

Mein Kite war immer etwas unterpowert. Heute passt alles ab zwei Uhr. Ich häng gemütlich im Trapez, muss nix groß ziehen, lass mich einfach treiben. Die Wellen sind draußen ob dem Wind bis zu 1,5m hoch. Dazu ist’s recht böig, mit der Berg-und-Tal-Bahn draußen am Meer hab ich so meine Probleme. Alleine beim cruisen gibt’s viel zu lernen. (mehr …)

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Kitesurfen in Vietnam

0605
2008
Di
15:42
Tag
333
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Nach fast 10 Wochen und drei Ländern Flaute komm ich endlich mal wieder zum Kitesurfen in Vietnam. Windfinder gab guten Wind ab Sonntag und hatte recht. Wir sind genau zum richtigen Zeitpunkt zurückgekommen. Meine drei Freunde können ihren Kite-Kurs machen, und ich bin endlich mal wieder ohne großen Aufwand einfach glücklich.

In der vorherigen Nacht gab es schwere Gewitter. Anscheinend arbeitet Vietnam wenig mit Wasserkraft. Kaum war der Regen da, fiel der Strom 24h lang aus. Arbeiten geht schwer mit leeren Batterien und ohne Internet. Mein Los ist gar grausam. Ich habe keine Ausrede, nicht den ganzen Nachmittag zu kiten. Um elf Uhr bau ich den Kite auf. Nach den ersten Schwachwindbahnen fällt der Kite aus der Luft und baut schöne Leinennester. (mehr …)

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Vom Himmel über die Hölle ans Meer

0305
2008
Sa
23:41
Tag
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Der letzte Tag im Bikerhimmel von Da Lat führt uns direkt an eine kommunistische Rodelbahn. Wir heizen ins Tal an einen Wasserfall, dann rauf zur zweiten Fahrt. Erstmals in Vietnam fährt ein Mensch vorsichtig. In diesem Fall deutlich zu vorsichtig. Mit 5km/h blockiert ein Vietnamese die Rodelbahn, einen Weg auf dem einem keine Geisterfahrer im Minutentakt entgegenkommen.

Zurück am Hotel satteln wir die Bikes und machen uns auf einer alternativen Route auf den Weg zurück ans Meer. Mein Orientierungssinn bringt uns meist auf die richtigen Straßen. Nachfragen müssen wir trotzdem ständig. Die Karten sind zu schlecht, die Schilder äußerst spärlich gesät. Durch wolkenverhangene Regenwaldberge geht es auf Buckelpisten durchs vietnamesische Hochland. (mehr …)

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Im Biker-Himmel von Da Lat

0205
2008
Fr
19:06
Tag
329
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Da Lat ist sowas wie das vietnamesische St. Moritz. Die einzige Großstadt des Landes, in dem Hotels keine Klimaanlage haben. Es ist kühl auf 1500m. Die Franzosen waren Anfang des letzten Jahrhunderts hellauf begeistert von der Möglichkeit, mal ein paar Tage nicht zu schwitzen. Sie bauten 2500 Villen, später folgte noch ein kleiner Eiffelturm. Heute ist Da Lat auch bei Vietnamesen sehr beliebt und ziemlich überlaufen.

Wir sind wegen den Straßen hier. Gleich am Morgen Satteln wir unsere Bikes und fahren ins Umland. Es ist wieder schwer, etwas zu sehen oder zu genießen. Es wurde viel Agent Orange gesprüht hier. Das macht blind. Eine überlebte Ami-Invasion steigerte den Glauben an die eigene Unsterblichkeit ins Unendliche. Die Fahrweise der Vietnamesen ist entsprechend. (mehr …)

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Roadkill Vietnam

0105
2008
Do
21:52
Tag
328
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Noch am ersten Tag hab ich mir anscheinend ein Loch in den Reifen gefahren. Morgens wird geflickt, dann geht es mit Minimalgepäck los Richtung Berge. Die ersten 80km sind öde, aber dann beginnen die Berge. Zwecks fehlender Schilder verfahren wir uns und landen auf einer ganz kleinen Straße nach Da Lat. Ich weiß nicht, ob die Straße Schlaglöcher hat oder die Schlaglöcher Straße. Oft geht’s mit gerade mal 20 km/h vorwärts.

Der erste Pass geht schön hoch rauf. Nach einer halben Stunde heizen sind wir in den Wolken. Es wird erstmals kalt in Vietnam, meine Kleidung ist zu dünn. Wolkenfetzen krallen sich in steile Regenwald-Hänge. Rote Erde brennt unter schwarzen Wolken, Jörgs Auspuff vor meinem neuen feschen Geschichtsleiberl. (mehr …)

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Mui Ne: Schlimmer geht immer

3004
2008
Mi
23:01
Tag
327
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Der Bus nach Mui Ne ist wie jeder in Asien zu früh. Diesmal 15 Minuten, genau ein verpasstes Frühstück. Für die 200km nach Mui Ne braucht der Bus satte fünf Stunden. Am Fenster ziehen endlose Straßensiedlungen vorüber. Dann beginnt das In-Bus-Entertainment, und ich versteh die Welt nicht mehr. Im TV läuft „Vietnam sucht den Superstar“.

Alles ist austauschbar – Songs, Interpretation, Aufmachung, Makeup, Tanz. Alles ist überall gleich. Globale Verbullhornung. Nur die Mandelaugen deuten darauf hin, dass wir in Vietnam sind. Ein kleines stolzes Land voll großer Geschichte bezwingt einen Giganten. Erster Preis: Die Freiheit, individuell zu sein. Genauso gleich wie der ganze Rest der Amerikanischen Welt. (mehr …)

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…oder einfach Saigon?

2804
2008
Mo
19:15
Tag
325
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Saigon ist schizophren, verrückt, vielseitig, voller Kontraste. Die Amis haben die Vietnamesen vertrieben. Jetzt rechnen sie in Dollars. Vietnam ist kommunistisch. Jeder kämpft auf der Straße für sich. Früh Morgens geh ich über die Straßen des Viertels. Unendliche Armut neben Glitzershops. Mein Millionärstum erweckt die Gier in vielen vor Staub verkniffenen Augen.

Die Cyclo-Rikscha-Fahrer sind angeblich viele in Diensten der Amis gewesen, und noch 40 Jahre später Geächtete ohne Wohnrecht. Ich weiß nicht, ob die Geschichte stimmt. Was ich sehe ist: Auffallend viele sind recht alt. Aber kaum einer spricht englisch. Ein grauhaariger halb blinder Vietnamese mit der Hälfte meines Körpergewichts fährt mich vier Stunden durch Saigon. (mehr …)

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Ho Ho Ho Chi Minh…

2704
2008
So
22:06
Tag
324
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Britta wusste wohl gar nicht wie recht sie hatte mit dem Song, bevor sie sich entschied, uns zu verlassen. Ich komme kurz vor Einbruch der Dunkelheit an. Sieben Taxifahrer teilen sich kommunistisch das Steuern meines Trolleys. Es dauert Ewigkeiten, bis sie schnallen dass mein Wille zum Busfahren stärker ist. Keiner spricht Englisch. Ich komm trotzdem schnell richtig an.

Der erste Eindruck: Vietnamesen lieben Glitzerlichter. Alles schaut aus wie Weihnachtsbaum und blinkt. Ho Ho Ho Chi Minh. Frohe Weihnachten und Willkommen im Realkommunismus. Mein Hostel liegt mitten in der Stadt. Alles um mich herum ist wie ein Ameisenhaufen. Hunderttausend Moppedfahrer, Hupen und Smog. Sofort los in die Nacht. Ein neues Land, Ziel eins ist wie immer klar: Essen. (mehr …)

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Bangkok zum Dritten: Für Designer

2604
2008
Sa
20:33
Tag
323
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Zum dritten Mal in Bangkok. Spätestens ab Mittag schüttet es jeden Tag in Strömen. Die Regenzeit kommt pünktlich zu meiner Abreise aus Thailand. Die Gewitter stören nicht sonderlich. Luftfeuchtigkeit war vorher höher, Temperaturen sowieso. Und am Morgen kann man wenigstens mal 3 Stunden halbwegs smogfrei atmen. Ich stürze mich in die letzten Tage.

Wichtigstes: Visum für Vietnam. Die Botschaft braucht dafür zwei Tage und will reichlich unkommunistische 65 Euro für den Lappen. Deswegen habe ich meinen Pass schon mit einer Agentur von Krabi aus eingeschickt, was mir ordentlich Magendrücken bereitete. Ich habe gerade keinen Wohnsitz in Deutschland. Geht der Pass verloren, bedeutet das massive Probleme. Aber der Pass ist da, mit Visum. (mehr …)

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Abschied im Nationalpark Pang Nga

2404
2008
Do
15:17
Tag
321
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Unsere letzte gemeinsame Station ist Pang Nga, ein kleines Kaff in der Nähe eines sehr schönen Nationalparks. Mein neuer Laptop ist fertig eingerichtet, ich arbeite mit Hochdruck die angefallene Arbeit ab. Das Hotel ist nix besonderes. Im Fernsehen läuft Thailand sucht den Superstar. Hab nie was skurrileres gesehen.

Am zweiten Tag buchen wir eine Tagestour in den Nationalpark. Es geht mit dem Longtail-Boat durch Mangrovenwälder. Da wo einst der Auspuff des Motors war, ist jetzt ein Loch, durch das man den Zylindern beim arbeiten zusehen kann. Die Lautstärke ähnelt einem Panzer und stört die Szenerie trotz dichten Kopfhörern. (mehr …)

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Laptop-Beerdigung in Krabi

2104
2008
Mo
23:44
Tag
318
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Krabi ist die erste halbwegs große Stadt seit gut einer Woche. Kaum angekommen greif ich mir ein Motorbike und fahre alles auf der Suche nach Laptop-Shops ab. Was ich will gibt es nicht: große Displays. Die Preise sind fast auf europäischem Niveau. Aber ich habe keine Wahl. Muss jetzt einen neuen kaufen. Reparatur des alten würde einen Monat dauern und das gleiche kosten.

Nach gut einem Tag auf Suche nach dem besten Angebot entscheide ich mich für einen Acer Aspire. Tastatur: Englisch mit Thai. Bis zu fünf Zeichen pro Taste. Definitiv ein guter Grund, Blindschreiben zu verbessern. Auf dem Laptop läuft Windows Vista. Schöner Schwachsinn. Um ein Icon im Startmenü zu löschen muss man vier mal bestätigen. (mehr …)

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Speedboat über die Andaman See

1804
2008
Fr
19:23
Tag
315
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Am letzten Tag auf Ko Lanta gönnen wir uns etwas. Für gute 20 Euro gibt’s einen Flug mit dem Speed Boat über die Andaman See nach Ko Rok. Ko Rok wurde uns von den Lanta Fun Divers empfohlen. Sie hatten recht. Endlich ist das Wasser so wie man sich Paradies vorstellt: Türkis, 20m Sicht, hunderttausend Fische, weißer Sand.

Die Überfahrt ist trotz ruhiger See recht knackig. Ich bin noch nie Speedboat gefahren, aber jetzt begreife ich warum die Dinger auf 50km mal schnell 100l Super verdonnern. Alleine durch das ständige harte Aufschlagen am Wasser geht massig Energie verloren. Bei Tempo 70 wird der Fahrtwind zur Mauer. Die Idee mein Kiteboard und ein Seil mitzunehmen war absoluter Schwachsinn. (mehr …)

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Ko Lanta: Fun Divers

1604
2008
Mi
22:05
Tag
313
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Es geht weiter mit kaputtem Laptop nach Ko Lanta. Die Ankunft ist schön: zum Neujahrsfest Songkran werden wir mit Blumenketten überhäuft und Puder im Gesicht beschmiert. Nachdem wir zwei meiner Auftraggeber verpasst haben lassen wir uns von einem der zahlreichen Drücker ins Blue Andaman Beach Resort verfrachten. Die Fahrt dorthin wird der längste Wasserfall meines Lebens.

Tom schießt unter Einsatz seines Kamera-Lebens ein Bild. Kann nicht zeigen, wie nass es war. Offenes TukTuk. Alle 10m ein neuer Wassereimer. Trotz Regencape wird alles im Rucksack nass. Tom spritzt einem Schwulen ins Gesicht, dafür gibt’s ein Bussi von einer Hure. Ich liebe Zusammenhanglosigkeit. Wegen seinen Eltern füge ich jetzt mal an: Tom hatte ne Wasserpistole. (mehr …)

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Ko Phi Phi: Thailand gone bad

1304
2008
So
16:31
Tag
310
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Wir setzen über nach Ko Phi Phi. Auf der vollen Fähre läuft billig-Techno aus Notlautsprechern. Gute Einstimmung für einen Ort, über den jeder nur hörte, er sei das verlorene Paradies, nachdem hier „The Beach“ gefilmt wurde. Der erste Eindruck ist gar nicht so schlimm, Keine Wolkenkratzer, und auf den Bergen gibt’s noch Bäume.

Es gibt wenig ebenen Platz auf dem größtenteils steil aus dem Meer aufragenden Ko Phi Phi. Aber der ist maximal genutzt. 2000 freiwillige Helfer für den Wiederaufbau nach dem hier recht glimpflich verlaufenen Tsunami 2004 leisteten ganze Arbeit. (mehr …)

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The Phuket Poo

1004
2008
Do
23:30
Tag
307
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Die Shanti Lodge in Phuket ist schön, aber auch weit weg – vom Flughafen, von der Stadt, vom Strand. Ich komm recht fertig an und genieße zum ersten Mal seit Wochen halbwegs stabiles WiFi. Tom und Christiane hatte ich am 10. erwartet. Das Hallo ist groß, als sie auf einmal schon heute da sind. Das Essen ist Spitze – und schön teuer. Genau wie der ganze Rest in der Lodge.

Am zweiten Tag mieten wir Roller und fahren nach Phuket City rein. Die ganze Insel scheint eine einzige große Siedlung zu sein. Alles sieht gleich aus. Perfekt zum sich-verfahren. Wir besorgen Fährtickets nach Ko Phi Phi, gehen shoppen. Ein 3-Monats-Paket nach Deutschland würde 40 Euro kosten. Also schleppe ich meine Wintersachen aus Neuseeland noch bis zum Ende meiner Weltreise mit mir rum. (mehr …)

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Rafting im Elefantenland

0804
2008
Di
17:55
Tag
305
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Unausgeschlafen holt mich früh morgens Chiangmai Adventures mit dem Minibus ab. Die Gruppe besteht nur aus fünf Leuten. Ich bin glücklich darüber. Es geht zwei Stunden nach Norden in ein abgelegenes Bergtal nahe Mae Taeng. Die Piste ist Wahnsinn. Mich wundert’s gar nicht, als irgendwann vor uns eine Planierraupe den Weg notdürftig nivelliert.

Nach 10km Waschbrett geht’s raus auf den Fluss. Kleine aufblasbare Rafts für zwei Personen, jeder hat seinen Privatguide. Der Wasserstand ist niedrig, Schwierigkeitsgrad 3. Es gibt viele Felsen und wenig Wasser, daher nicht ungefährlich. Nach einer halben Stunde gemütlichem Paddeln durch den Dschungel kommen die ersten gemeinen Stromschnellen. (mehr …)

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700km durchs Goldene Dreieck

0604
2008
So
18:12
Tag
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Pünktlich zum Sonnenaufgang sitze ich wieder am Ufer des Mekong. Der lokale Longboat-Verein paddelt sich die Seele aus dem Leib. Nur 10km Richtung Norden bin ich endgültig mitten im Goldenen Dreieck. Thailand, Burma und Laos treffen hier aufeinander. Werbeschilder preisen Opium-Museen an. Einige teure Resorts huldigen den alten Zeiten im Nirgendwo.

Viele Thais fahren hier auffallend dicke Geländewagen. Das Leben scheint immer noch einträglicher als anderswo in Thailand zu sein. Die lokalen Polizeistationen sehen aus wie kleine Tempel, alle Polizisten haben neue Uniformen. Auch Gerechtigkeit ist hier lohnend. Bis zum Abend komme ich durch gut zwei Dutzend Kontrollpunkte. (mehr …)

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Mopped zum Mekong

0504
2008
Sa
18:45
Tag
302
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Irgendwie gerate ich immer vor langen Touren in lange Nächte. Früh abends steht ich vor der Zimmertür und will schlafen gehen. Dann hör in der Bar 20m weiter Thais Reggae spielen. Gut, ein Bier. Die Band schaut aus wie die Gorillaz gekreuzt mit japanischen Anime-Figuren. Schräg, sehr schräg. Eine Tirolerin auf Dauerurlaub kommt an meinen Tisch, dann vier Amerikanerinnen. Schwupps. Zwei Uhr.

Der Schädel vom hausabgefüllten Rum der gestrigen Nacht ist auch noch um neun Uhr gigantisch. Sechs Uhr war geplant. Nach einem Notfrühstück geh ich zum Mopped-Verleiher ums Eck. Der macht noch einen Ölwechsel, für den ich dankbar bin. Dann geht’s los, mit dem Mopped zum Mekong. Chiang Mai kennt nur einen Fahrstil: Kamikaze. Kein Problem mit dem Hangover. (mehr …)

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Chiang Mai

0404
2008
Fr
15:40
Tag
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Die Fahrt nach Chiang Mai ist trotz Deluxe VIP Bus stressig. Die Straße hat mehr Schlaglöcher als Teer. Ich sitz ganz hinten, wo’s am meisten schaukelt und die Lehnen nicht wirklich umlegbar sind. Was soll’s, reisen fast ohne Schlaf bin ich gewohnt. Der Sonnenaufgang hinter den Bergen in Chiang Mai ist bombastisch. Nach kurzer Suche finde ich ein nettes Guesthouse.

Chiang Mai ist ähnlich einem römischen Legionslager aufgebaut, hat einige Parallelen zu Regensburg. Zwei Meridiane treffen sich in der Mitte einer quadratischen Wehranlage aus Stadtmauer und Wehrgraben mit vier Toren. Von den Mauern ist nicht mehr so viel übrig, aber die Altstadt hat einige schöne Ecken und natürlich massig Tempel. (mehr …)

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Ayutthaya, Stadt der Tempel

0304
2008
Do
21:13
Tag
300
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Ich krieg in Bangkok fast alles hin, was ich erledigen muss. Meine Wanderschuhe haben mich um die halbe Welt gebracht. Aber jetzt reicht’s. Sandalen Größe 46 zu bekommen ist im Land der Kleinfüßer recht schwer. Der erste Straßenhändler will ein Foto meiner Füße. Webdesign ist gerade etwas ruhiger, und das ist auch gut so. Meine Fingerkuppen bluten noch von Australien.

Ich nutze die Zeit. Nach zwei Tagen in Smogcity nehm ich den Skytrain zum Victory Monument. Von dort per Minibus für fast nix 80km nach Norden. Das größte Problem: höchstens 10% aller Thais sprechen englisch. Von denen wiederum 90% nur rudimentär. Soll ich was lernen? Sätze wie „Mai mai mai mai?“ Schrecken mich ab. Allein durch Intonationsunterschiede ergibt sich „Neues Holz brennt gut, oder?“ (mehr …)

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Thai-Boxen im Rotlichtviertel

0204
2008
Mi
1:11
Tag
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Ich verschlafe den Nachmittag. Danach bin ich wieder hungrig. Auf der Silom Road sind viele Tourihotels. Essen ist teurer, aber immer noch billig. Es gibt nicht nur 1000 verschiedene Thai-Gerichte. Es gibt alles. Weltweit. Ich geh in ein Libanesisches Restaurant. Vier riesen Gänge, unendlich lecker plus Getränke für acht Euro. Was kostet der Himmel?

Rotlicht ist gleich ums Eck, wird abgehakt unter „wie erwartet“. Schöne gelbe Frauen, hässliche weiße Männer. Weiter zum Lumpini Stadium. Dienstag Nacht ist Thai-Boxen. Die Preise sind happig, seit letztem Jahr verdoppelt. Ich komme zur Halbzeit an, sehe noch drei Kämpfe. Hart aber fair. Das interessanteste: Die Buchmacher mit ihrer hektischen Zeichensprache. Schwarzer Dienstag in Bangkok. (mehr …)

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