Touring Rhodos

0406
2010
Fr
19:55
Tag
1092
2867 views

Rhodos hat viel zu bieten, grade im späten Frühling. Überall blühen in bereits trockenen Flussbetten Oleanderbüsche. Die Berge sind hoch, die Dörfer schön. Wir fahren mit dem Quad alle noch so dreckigen Schotterpisten ab, heizen ein trockenes Flussbett hoch und verirren uns in der Mitte vom Nirgendwo.
 
Nur wenige Kilometer südlich von Rhodos-Stadt wird alles angenehm leer, weit, ruhig. Manchmal begegenen wir über Stunden keinem Auto. Alle paar hundert Meter steht ein kleines Kloster oder eine Kapelle am Wegesrand. Manchmal kommen kleine verschrumpelte schwarze Nonnen raus. (mehr …)
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Faliraki

0306
2010
Do
19:37
Tag
1091
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Auf unserem Weg über die Insel Rhodos machen wir einen Tag Zwischenstopp in Faliraki. Faliraki ist das Griechische Wort für "Dödelwein", eine sehr passende und prägnante Quintessenz von allem, was dort wichtig ist: Sex und Alkohol. Letzterer natürlich nur um an ersteres zu kommen.
 
Vom Fischerdorf ist nichts mehr übrig. Tausend Hotels, hunderte Bars und Stripclubs sowie zwei Geschäfte mit Armanihandtüchern für vier Euro. Alles steht leer, viel zu viel wurde gebaut und keiner verdient irgendwas. Den zahlreiche Briten ist das egal. Schlimmer geht immer, und Hummer ist auch gekocht nicht rot. (mehr …)
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Rhodos: Geschichte ist geil

3005
2010
So
20:49
Tag
1087
3258 views

Ich trete der Facebook Gruppe "Ich trinke Ouzo und helfe Griechenland somit aus den Schulden" bei. Die Bildzeitung lehrt uns, dass wir den Griechen Luxusrenten finanzieren. 22 Milliarden sind da ein Tropfen auf den heißen Stein. Jeder dritte Griechische Arbeitnehmer ist Beamte.
 
Das erfordert mehr blinden Aktionismus. Ich fliege nach Rhodos und starte dort direkt mein humanistisch motiviertes Hilfsprojekt "Trivago verjubelt vier Sterne zu 12 Euro täglich". Zu diesen Kursen dauert es grob geschätzt nur ca. 780 Jahre, bis wir wieder König von Griechenland sind. Sollte der Plan nicht hinhauen, schicken wir einfach Stoiber runter. (mehr …)
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Ich hasse Julius!

2804
2010
Mi
18:54
Tag
1055
5732 views

Es gibt so Namen, da fährt's mir jedes Mal, wenn ich sie höre eiskalt den Rücken runter. Namen, die reinen, abgrundtiefen Hass induzieren. Namen, die eine Strafe sind. Namen als Strafen sind in den letzten Jahren sehr in Mode gekommen – oder ich in die Jahre…ich überleg da noch.

Ich hasse Julius. So ein scheisstrendiger neudeutscher althumanistischer Name. Wer Julius heisst, ist ein Depp. Oder viel mehr: wird einer. Wie der Herr so's G'scherr. Die Eltern von Julius sind immer von der Sorte "Ich hab einen Sohn, ich brauch keinen Waffenschein, um Kontrollfreak zu sein". Jeder Julius weniger macht mich glücklich, daß Deutschland ausstirbt. (mehr …)

junge fuckfinger
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Saludos Venezuela

2303
2010
Di
17:16
Tag
1019
2913 views

Venezuela ist ein komisches Land. Ein verlorenes Land. Seine Bewohner erdulden ihr Schicksal ähnlich stoisch wie die Kambodschaner. Manchmal gibt es Milch zu kaufen, und manchmal sind sie auch gewillt, gerade dir diese Milch zu verkaufen. Ansonsten haben sie wenig Interessen. Venezuela liegt im Koma.
 
Der Amerikanische Pirat hat seine Yacht wiedergefunden. Die Polizei hat die Kaperer verhaftet und das Boot geplündert. Um nicht ebenfalls im Gefängnis zu landen musste der Amerikanische Pirat nur 1000$ abdrücken, Schlussverkauf. Venezuela ist ein Land, in dem die Piraten zahlen. (mehr …)
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El Yaque Kite Killers

2103
2010
So
17:04
Tag
1017
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Die letzten vier Tage in EL Yaque standen unter keinem guten Stern. Für niemanden. Ich habe noch nie binnen so kurzer Zeit so viele Kite Killer gesehen. Man nehme: Vier Tage Dauerhack, Tag und Nacht. Absolutes Minimum waren mal 10 Knoten, Mitte 25, Spitzen bis zu 38 Knoten. Gemessen am Strand.
 
Vorgestern ging ich bei Mitte 30 Knoten mit dem 10er raus. Nach 500m klappt mein 5-Leiner zusammen (frag mich einer wie das geht…), poppt wieder auf und reisst mich erst durch die Luft und dann unter Wasser. Als ich wieder oben ist er schon auf's Wasser geknallt. Dass eine Verbindungsnaht von Strut zu Fronttube geplatzt ist schnalle ich erst einen Tag später beim Versuch eine Tube zu flicken. (mehr …)
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Kitesurfing Coche bei 30 Knoten

1803
2010
Do
18:51
Tag
1014
2961 views

Mein Soundtrack für heute: Riders on the storm. Highway to hell. I will survive. We lift you up where we belong. Bad Religion. Nine Inch Nails. Perfect day. Früh morgens setzen wir nach einer harten Nacht über auf die Nachbarinsel Coche. Schon am Morgen gibt's auf der Isla Margarita massig fliegenden Sand.
 
Coche. Weisser Sand, Palmen, ein paar Hotels. 30 Kiter auf einer strandnahen Turnierplatz-ähnlichen Flachwasserpiste von 100m Breite. Der Wind hackt mit am Strand gemessenen 10-Minuten-Werten von 22-30 Knoten. Kites: alles zwischen 5 und 9 m². Meiner hat 10. Meine Knie zittern. Ich war noch nie bei so bösem Wind draussen. (mehr …)
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I believe I can fly

1803
2010
Do
17:53
Tag
-2747
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Die Tage auf El Yaque vergehen wie im Flug. Morgens etwas arbeiten, ab Mittag raus zum Kiten. Ich steigere die Kite-Dosis auf drei Stunden täglich, teils auch deutlich mehr. Abends ein Bier im Sonnenuntergang am Kitebeach. Gutes Tunfischsteak, gute Leute und gute Cocktails.
 
Der Segelmacher braucht eine ganze Woche zum reparieren meines Kites. Vor mir kamen noch 20 andere. Ist aber nicht schlimm. Der Wind hackt die ganze Woche mit 20 bis 30 Knoten. Sprich: der 10er Blade Vertigo ist gerade perfekt. Danke für's ausleihen, Jörg! (mehr …)
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Wild West Isla Margarita

1203
2010
Fr
13:45
Tag
1008
3044 views

Die Isla Margarita ist wirklich der wilde Westen. Ich hab vor der Abreise viele derbe Geschichten gehört und gelesen. Nach nur 10 Tagen habe ich selbst einige dazuzugeben. Zuerst erfahre ich: Im Hostel ist alles sicher, die Unterkunft wurde noch nie ausgeraubt. Wenige Tage später korrigiert ein Stammgast: Unter dieser Leitung noch nicht.
 
Aber vor einem Jahr drangen mehrere maskierte und bewaffnete Räuber ein und zwangen die Gäste die Safes zu öffnen. Daraus lernt man zweierlei: erstens ist die Polizeistation 100m weiter einen Dreck wert. Zweitens sperr ich meine Sachen garantiert nicht in den Safe. (mehr …)
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Traurigkite

1003
2010
Mi
18:14
Tag
1006
3028 views

Nach zwei Tagen am Zimmer wegen Sonnenbrand und Arbeit kommt wieder mächtig Wind. Nachmittags geh ich raus aufs Wasser. Ich bin der einzige Kiter am Strand vor dem El Yaque Motion. In böigen 18 Knoten starte ich den Kite und geh raus. Nach einer halben Stunde habe ich durch eine Armada von Surfern einen halben Kilometer aufgekreuzt bis zum Kitebeach.
 
Ich lasse mich nochmal durch die Armada abfallen. Vor meinem Strand wird der Wind immer stärker und sehr ruppig. Dann passiert's. Bei einem hohen Sprung packt mich eine Böe. Anstatt den Kite wieder nach vorne zu lenken verreiß ich ihn nach hinten. Er macht einen Stall und fällt drucklos aus dem Himmel. (mehr …)
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Heiterkite auf El Yaque

0603
2010
Sa
14:00
Tag
1002
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Noch am ersten Tag tret ich beim zweiten Kiteversuch auf einen Seeigel. Um mir dämlich aussehendes Hinken zu ersparen, entschließe ich mich zwei Minuten später, mit dem anderen Fuss auf einen zweiten Seeigel zu treten. Jetzt ist alles wieder sauber symmetrisch.
 
Es ist unglaublich, wie berühmt manche kleine Orte sind. Der Kitebeach von El Yaque ist gerade mal 50 Meter lang und weltberühmt. Heute sind nur 30 Kiter da. Der Kitebeach liegt voll in der Leezone eines kleine Hügels, der blöde Wirbel macht. Praktisch jeder Kite klappt beim starten wenigstens einmal ein. Auch meiner. (mehr …)
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Auf Timmerbergs Spuren

0403
2010
Do
22:23
Tag
1000
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Ich bekomme gute Bücher geschenkt. Allein im letzten halben Jahr drei mal Helge Timmerberg, keiner wusste vom anderen und jeder kam genau einmal. Das erste hab ich mit einem akuten Bauchmuskelanriss knapp überlebt. Das zweite liegt jetzt neben mir im Zug nach Basel. Ich hab Angst anzufangen.
 
Es gibt richtiges Reisen. Und es gibt das Gegenteil. Timmerberg macht alles richtig, denn er macht praktisch alles falsch. Er hat keine Angst davor. Er sieht mehr, fragt mehr, findet fast nie, was er sucht – und fällt deutlich herzhafter auf die Fresse als jede stilettotragende Bergsteigerin. Ich begeb mich auf Timmerbergs Spuren. (mehr …)
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Snowkiten in und um Regensburg

3001
2010
Sa
18:04
Tag
967
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Ich Kite seit 1999. Seitdem gab es nie gleichzeitig Schnee und Wind in Regensburg. Diese Woche ist das anders. Schnee passt schon lange, und der Wind bescherte uns diese Woche drei gute Tage mit Snowboard und Kite. Dienstag geh ich zum ersten Mal in meinem Leben Snowkiten.
 
Der Wind am Regensburger Windrad ist recht schwach und die Löcher dazwischen sorgen immer wieder für Zwangssitzungen im Schnee. Aber für ein paar erste Spuren reicht's. Ich hatte bei 10 Knoten Wind und 15 cm Schnee auf jeden Fall noch nie solchen Spaß. Abends kauf ich mir meine ersten Helm. Schnee ist härter als Wasser. (mehr …)
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Urlaub an der Amalfiküste

0301
2010
So
2:29
Tag
940
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Der Nebel kommt dieses Jahr noch früher. Bald wird man die Sonne den ganzen Tag nur noch erahnen. Ich träume einstweilen schon mal von meinem nächsten Urlaub. Ein nettes Zielgebiet: Die Amalfiküste in Süditalien. Eine kleine Ferienwohnung an der Amalfiküste, am Golf von Salerno im Februar… Wenn bei uns der Winter am kältesten ist, fängt an der Amalfiküste schon der Frühling an. Erste Bäume treiben aus und die Landschaft wird grün. Lange Wanderungen, ruhige Umgebung und einer der stressfreiesten Küstenabschnitte Süditaliens warten auf mich. Ferienhäuser mit Überblick über die Steilküste am Meer…und terrassierte Orte mit alter Geschichte: Sorrent, Amalfi, Positano. Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt… (mehr …)

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Kitesurfen auf Teneriffa

1912
2009
Sa
19:10
Tag
925
3271 views

Der Trip war den Weg wert. Auch wenn ich jetzt im Dezember binnen einer Woche gerade mal drei gute Tage hatte: soll reichen. Am vorletzten Tag kommt der Wind nochmal mit satten 20-28 Knoten böig am Tejita Beach an. 20 Kiter flitzen durch zwei Meter hohe Wellen.
 
Das mit der ersten Welle beim Einstieg war gewollt. Hab einen Fleck auf meinem Leiberl entdeckt und wollte mich deswegen ordentlich waschen lassen. Meine Sprünge werden höher, die Landungen immer dreckiger. Die beste Bruchlandung führt über 10m Luftweg direkt von hinten in eine sich gerade brechende zwei-Meter-Welle. War fast nicht mehr lustig. (mehr …)
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Touring Teneriffa

1712
2009
Do
21:00
Tag
923
3188 views

Wir touren viel herum auf Teneriffa. Das Auto lassen wir jetzt einfach ausserhalb der Urbanizacion stehen. Zu Fuss kommt man leicht raus, mit dem Auto ist es fast unmöglich. Binnen neunTagen touren wir fast 800km auf einer Insel, die gerade mal 80 mal 50 km misst.
 
Wie das möglich ist? Es gibt vor allem im Norden in der Anaga Wanderstrecken über z.b. 4km. Wenn man sich die Berge dazwischen anschaut denkt man sich nur: da kann unmöglich eine Straße rübergehen. Und plötzlich fährt man 30km über spitze Grate und druch Tunnel in der Steilwand an genau den anderen Ort. (mehr …)
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Regenkite in El Medano

1612
2009
Mi
23:01
Tag
922
3499 views

 

Nach drei Tagen Flaute kommt endlich der Wind auf Teneriffa an. Am Morgen seh ich kurz aufeinander folgend satte fünf Regenbogen vom Balkon aus und weiss: heute passiert was. Ich packe mein Zeug und beame mich nach El Medano – die Ausfahrt hab ich wieder nicht gefunden.
Am Strand bauen 300 Touris im Rahmen einer Beschäftugungstherapie Floße. Als es zu regnen anfängt drängt sch ein Viertel von denen in die drei Container der Playa Sur Surfstation. Dann kommt langsam der Wind. Ich runzel die Stirn. Fast voll ablandig. Keine Rescue. (mehr …)
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Mit Stilettos am Teide

1412
2009
Mo
21:54
Tag
920
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Eureka! Wir haben's geschafft. Wir haben den Weg aus der Urbanizacion gefunden! Ich heize mit unserem kleinen Toyota die Kurven zum Teide hoch. Bei Höhenmeter 1000 fällt mir ein, dass ich vergessen habe, mir den Weg zu notieren. Hoffentlich schaffen wir den Ausbruch in den nächsten Tagen nochmal…
 
Der Himmel ist blau, die Wolken haben wir ganz schnell unter uns. Roter Fels, schwarzer Bims, der Duft der Kanarischen Kiefer. Wunderbar. Es gibt keine Geraden. Es gibt nur Kurven. Der Ipod jodelt auf dem Rücksitz und wir in jeder Kurve. (mehr …)
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Einbahnstraßen in die Urbanizacion

1312
2009
So
23:26
Tag
919
2725 views

Windfinder gibt Alarm. Früh morgens suche ich einen Weg in den Nachbarort El Medano zu Kiten. Das ist nicht einfach. Alle Straßen in unserer leeren Privat-Urbanizacion sind Einbahnstraßen. Ich lande sieben Mal wieder am Hotel, kein Weg führt nach draußen. Trotzdem finde ich das System Einbahnstraße symbolisch sehr passend.
 
Gestern Abend, ein kleiner Spaziergang an der Strandpromenade. Ausnahmslos jeder Ober aller leeren Restaurants stürzt sich werbend auf uns. Im Untergeschoss befindet sich eine Shopping Mall. Alle Geschäfte sind leergeräumt. Am Ende macht Elvis seine Memphis Bar zu. Es ist acht Uhr abends. (mehr …)
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Mit Kiteboard im Condor zu Shining

1212
2009
Sa
23:22
Tag
918
4187 views

Ab nach Teneriffa! Ich melde mein Kiteboard bei Condor an. Dass ich als schwerreicher Kitesurfer jedes mal 50€ extra für mein Sportgepäck zahlen muss, während die armen Golfer ihr viel schwereres Gepäck immer umsonst mitnehmen dürfen: damit habe ich mich längst abgefunden. Aber heute krieg ich von Condor einen neuen Knüller serviert.
 
Mein Kiteboard ist bei Condor angemeldet, bevor ich alle meine neue Ausrüstung zusammen habe. Das Gewicht schätzte ich auf 15kg. Condor kassiert pro Flug für ein Boardbag bis 25kg 25 Euro. Mein Bag wird gewogen: 17,3kg. Für die 2,3Kg "Übergewicht" verlangt die Dame am Check-In nette 30 Euro extra. [Update 10.01.10: Condor hat zurückgezahlt…] (mehr …)
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Köln Hbf, Mc Donalds, 3 Uhr früh

0212
2009
Mi
3:20
Tag
908
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Der Mac Donalds am Hauptbahnhof Köln ist so krass wie krass nur geht. Ich sitz hier die letzten zwei Stunden in Erwartung meines Morgenzuges. Zuerst überleg ich, ob ich noch Feuersteins Reisens am Ipod beende. Aber das wär eine Verschwendung. Ich sitz mitten in einem schwulen Zombiefilm.
 
Im Eck schläft ein Penner in einem Mayonaisefleck. Hoffe ich. Gegenüber eine ganze Gruppe. Vollkommen strulle kippen sie immer wieder Penny Bier in ihre Cappuccinotassen. Sie haben einen siebten Sinn, denn die Flasche verschwindet immer genau dann, wenn ein Angestellter ums Eck kommt, und der kommt oft. (mehr …)
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Bye bye Boa Vista

0112
2009
Di
23:58
Tag
907
3174 views

Die Zeit auf Boa Vista war gut. Reisen mit Höhen und Tiefen, vielen Überraschungen und wenig Erwartungen. Gute Menschen, gutes Essen, gute Musik. Unsere italienischen Gastgeber im Residencial A Paz laden uns einige Male zum Essen ein. Am letzten Abend rächen wir uns mit einem vier-Gänge-Menü.
 
Am Ende meiner Reise nach Boa Vista lerne ich noch einige Insassen des ****** RIU Karamboa Camps kennen. Die zahlen für All Inclusive Luxus nur unbedeutend mehr als ich für ** mit Frühstück. Tauschen möchte ich trotzdem nicht. Ich hab weniger Luxus und mehr Spass. Mein Geld wird besser verteilt. (mehr …)
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Kitesurfen auf Boa Vista

3011
2009
Mo
20:21
Tag
906
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Am vorletzten Tag kommt der Wind wieder. Ich brauch keinen Offshore Wind mehr. Mittags krieg ich eine Fahrt zum RIU Karamboa Hotel im Süden der Bucht von Sal Rei spendiert. Der Wind steht hier nur ca. 30 Grad Side-Offshore an. Ich baue auf und schaue mich um.
 
Wieder so ein Schlumpfhausen. All inclusive Terrouristen, rotzedichte Banderlträger und zum Beachvolleyball am besten einen Caipi. Sonnenknaller, oben ohne, scheiss auf alles und vor allem das Land und seine Kultur. Ab an die Bar. Ein Wasser bitte, hier ist das Geld. Aber Drinks gibts überall nur mit Banderl, sonst nix. (mehr …)
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Wandern auf Boa Vista

2811
2009
Sa
20:27
Tag
904
3824 views

Die folgenden Tage verlaufen schön ruhig. In einer Beziehung zu ruhig. Nach meinem Board-Off kamen zwei Tage sehr große Wellen. Danach Seit vier Tagen Flaute. Für meinen Hotel-Chef mache ich schnell eine kleine Visitenkarte. Dafür krieg ich den Rest des Urlaubs sein Kiteboard.
 
Ich geh mal kurz mit dem 19er Assault raus, aber sogar mit dem kann ich nur mit Müh und Not Höhe halten. Einen Tag später kommt der Wind wieder, aber: Kein Witz, in ganz Boa Vista und Sal Rei gibt's kein Benzin mehr. Das wird auch bis Montag so bleiben. Kein Rettungsboot, kein Kiten. (mehr …)
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Kitesurfen auf den Kapverden

2311
2009
Mo
19:58
Tag
899
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Vom ersten Kitesurfen auf den Kapverden war ich recht enttäuscht. Die Kapverden liegen mitten im Atlantik – also nicht ganz aber doch ein nettes Stück vor der Sahara. Man sollte meinen, der Wind wäre laminar. Ist er aber überhaupt nicht. Er ist extrem böig, jetzt im November ständig von 10 bis 17 Uhr im Sekundentakt wechselnd zwischen 12 und 28 Knoten. Unabhängig, an welcher Küste.
 
Ein Tauchlehrer am Strand von Estoril hat einen Zodiac für die Recue. Die ist dringend nötig: Maximal 5 Kiter auf 10km, Wind 75 Grad ablandig. Es gibt zwar noch eine kleine vorgelagerte Insel in Windrichtung. Ansonsten lautet der nächste Stop aber Brasilien. (mehr …)
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