Seekrank: Bangka Coron – El Nido

2611
2011
Sa
13:59
Tag
1632
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Ich kann Extrema viel Spaß abgewinnen. Auch dann noch, wenn’s die meisten anderen schon lange unwitzig finden. Heute war’s genug. Um vorwärts zu kommen nehmen wir die Bangka von Coron nach El Nido. Eine vollkommen überladene GFK-Jolle von fünf Metern bringt 15 Leute raus zur großen Bangka. Schräglage beim Einstieg sind bis zu 30°. Nach 30 Sekunden geht der Motor aus.

An der Bangka angekommen verreckt er endgültig. Die Jolle wird zurückgeschleppt. Mit einer Stunde Verspätung brechen wir auf. Die Wettervorhersage ist gut, nur zehn Knoten Wind. Vor uns liegen acht Stunden Fahrt druch gefährliche Gewässer und 160km offenes Meer von Coron nach El Nido. (mehr …)

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Coron Island Tour

2511
2011
Fr
12:56
Tag
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Wir touren mit der Bangka um Coron Island. Coron ist von aussen nur ein riesen Fels, aber es gibt versteckte Eingänge zu Orten, die sich heftigst um die Zweitbesetzung für „The Beach“ prügeln. Erster Stopp ist ein See, der mitten zwischen Felsen über einen kurzen Aufstieg erreichbar ist. Asiaten planschen mit Schwimmwesten. Die Sicht im Mondsee beträgt locker 20m.

Uli stößt von ihrem letzten Tauchgang zu uns. Mittagessen an einem kleinen Strand direkt unter der Felswand. Schnorcheln am Twin Peaks Riff, Tausende von Fischen bei guter Sicht in der Mittagssonne. Twin Lagoon, ein versteckter Eingang vom Meer, dann durch eine Tunnel in die zweite Lagune tauchen. Wasserschichten flimmern übereinander, die Felswände steigen 300m senkrecht auf. (mehr …)

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Ein Kiteboard will Meer

2411
2011
Do
14:32
Tag
1630
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Liebes Kiteboard, ich weiss: die Zeiten sind hart. Ich schleppe Dich ans Ende der Welt. Ein schönes Ende, aber eben eines, an dem Du weniger zu tun hast als an jedem anderen. Sogar am Gardasee ist kiten ob der Topographie weniger bescheuert als hier. Ich hab wirklich nix gewusst von den nur 4% über 4 Beaufort Windstatistik. Aber ich mach alles, um Dich zu bespassen.

Eigentlich wollte ich mal entspannen. Uli wollte für den Tauchschein lernen. Aber Du plärrst im Zimmer schlimmer wie ein Säugling mit Dünnschiss. Also hab ich nochmal ein Bike gemietet, einen kleinen Roller heute. Trotz erbärmlichster Windvorhersage sind wir damit 70km auf übelsten Pisten durch den Dschungel gefahren, um Dich zum lachen zu bringen. (mehr …)

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Wrack-tauchen westlich Coron

2311
2011
Mi
14:40
Tag
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Das Archipel von Coron ist perfekt geeignet zum Verstecken spielen. Vor allem für Schiffe. Das schnallten schon die Amerikaner und Japaner im zweiten Weltkrieg. Nirgends auf der Welt gibt es so viele Schiffswracks auf so wenig Platz. Auch wenn man den Amis heute nur noch assoziales Verhalten nach aussen und nach innen vorwerfen kann: hier gaben sie Milliarden von Fischen massig Asyl.

Wir fahren mit den Coral Bay Divers 1,5h nach Westen. In einer engen Passage zwischen zwei Inseln liegt das erste Japanische Kanonenboot. Auf 12m Tiefe taucht aus tiefem Blau das Schiff auf. Eine kurze Runde aussenrum, dann geht’s rein. Eigentlich braucht man dafür einen Advanced Open Water Diver. Aber da sowieso schon niemand nach meiner PADI Lizenz fragt, ist das auch egal. (mehr …)

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Inselhopping südlich Coron

2211
2011
Di
14:01
Tag
1628
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Der Tag beginnt wieder viel zu früh. Montezumas Faust spielt Kniffel mit meinen Eingeweiden. Wir machen heute eine Tour auf die 25km südlich von Coron gelegenen Inseln Malcapuya, Banana Island und Bolog Island. Die zehn Meter-Bangka braucht für die Anfahrt 1,5 Stunden. Mit uns ist nur noch ein junges Phlippinisches Pärchen unterwegs.

Die Reste des Nachtwinds bescheren uns jetzt einen Meter Seegang. Genug, um die Gischt in Fontänen über das gesamte Deck zu schleudern. Alles wird nass. Wir bewegen uns im relativen Schutz der Inseln des Archipels. Vielleicht ganz gut, dass wir doch keine Bangka 160km nach El Nido bekommen. Im Internet kreisen etliche Horrogeschichten von zweieinhalb-Meter Wellen, verlorenem Gepäck, 30 Stunden Trips und Havarien. (mehr …)

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Busuanga Buffalo Biking

2111
2011
Mo
14:19
Tag
1627
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Uli macht ihren Tauchkurs. Ich hol mir derweil eine nette Yamaha DT für wenig Geld – und 100% versicherungsfrei. Pfand ist mein Führerschein. Polizeikontrollen gibt’s nicht. Das Bike besteht aus Lenker, Motor und zwei Reifen. Kein Licht, keine Tankanzeige, kein Tacho, wenig Bremse, Kickstarter geht nicht. Starten geht nur durch anschieben. Auf in den Spaß!

Nur zehn Kilometer hinter Coron City endet der Asphalt. Was übrigbleibt ist ein Feldweg. Perfekt für dieses Bike. Durch die hochstehende Sonne fällt der Unterschied zwischen Licht und Schatten auf dem Weg extrem aus. Ich überseh einige tiefe Schlaglöcher. Brücken sind meist nur ein paar Holzbretter, wenn vorhanden. Einmal geht’s durch einen kleinen Fluss. (mehr …)

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Ankunft auf Coron

2011
2011
So
11:50
Tag
1626
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Endlich! So soll’s sein! Die Sonne geht auf, kurz bevor wir in den Hafen von Coron einlaufen. „Die Regenzeit dauerte dieses Jahr viel länger“, meint ein Einwohner. Bis vor wenigen Tagen regnete es wochenlang nonstop. Folge: Mörderische Luftfeuchtigkeit bei 30 Grad um sieben Uhr morgens. Wir kippen beinahe um, bevor wir ein Trike zum Kokosnuss Resort nehmen.

Das Kokonuss Resort ist fein: kleine Nipa-Hütten in einem tropischen Garten. Indische Statuen und Brunnen, Blumen, Palmen, Nepal-Fahnen. Wunderbar. Die Bambus-Hütte ist einfach und günstig, aber etwas modrig. Im Wasser wird man nun mal nass. Banana-Pancake, duschen und endlich mal die Sachen ausbreiten. Wir bleiben hier ein paar Tage. Ich freu mich auf die Ruhe. (mehr …)

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Von Kreuzfahrern und Dauercampern

1911
2011
Sa
7:19
Tag
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Mir sind zwei Arten von „Reisenden“ äußerst zuwider. Die einen sind die Kreuzfahrer, die anderen die Dauercamper. Beide führen Sinn und Zweck des Reisens ad absurdum. Die Kreuzfahrer meinen, nur weil sich ihr Hintern bewegt, wären sie am reisen. Auffallend viele erleiden einen Herzinfarkt, wenn sie dann wirklich mal einem kurzen Prozessionszug zu irgendeiner vollkommen überlaufenen touristischen Sehenswürdigkeit folgen.

Die anderen sind die Dauercamper. Was ist der Sinn eines Heims, das zum Reisen gebaut wurde, aber immer nur an einer Stelle steht? Reisende sind frei im Herzen, Dauercamper haben nur freie Auswahl bei Vorurteilen. Warum mögen Dauercamper Spitzengardinen und Gartenzwerge hinter Jägerzäunen, aber keine Hohlblockziegel? (mehr …)

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Trotzblog

1711
2011
Do
17:20
Tag
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Heute ist ein Trotzblog-Tag. Abfahrt um sieben Uhr in Banaue. 350km durch Regen die Berge hinab nach Manila. Nach einiger Zeit hat die Straße sogar wieder einen Mittelstreifen. Wir schaffen die Strecke in acht Stunden. Weitere 1,5h durch Manila zur Rushhour. Kreisverkehr in fünf „Spuren“. Rechts kreist weiter, während links nach aussen schießt.

Ich verpasse eine Kreuzung, wir landen am Skyway und sind in nullkommanix wieder 10km von der Mietwagenstation entfernt. Geb auf, ab zum Hostel. Rein, Wasserklamotten  ausbreiten, raus. Ums Eck ist ein kleines Shoppingcenter. Klein, das heisst noch knapp unter 500 Geschäfte. Hört auf den Namen Robinsons Plaza. Passend. Suche eine halbe Stunde den Ausgang. (mehr …)

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Ifugao-Slacklining in Banaue

1611
2011
Mi
14:52
Tag
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Noch vor dem Frühstück machen wir eine kleine Wanderung zu den hängenden Särgen von Sagada. Die Ifugao beerdigen ihre Leute hängend in Felswänden oder in einer der zahlreichen Höhlen. Beim Frühstück lernen wir zwei nette Backpacker aus Holland und Italien kennen. Sie bewunderten schon gestern meine Park-Fähigkeiten. Daher halten sie mich jetzt für einen sicheren Fahrer. Wir nehmen sie mit nach Banaue.

Es regnet weiter in Strömen. Der Weg führt über einen derben Feldweg 500m tiefer ins Tal. Die Achse scheint zu überleben. Es klart kurz auf, die ersten Reisterrassen erscheinen zwischen Nebelschwaden. Dann ist die Straße wegen einem Landslide komplett gesperrt. Ein Bagger schaufelt ein paar Tonnen auf einen Truck, dann geht’s weiter. (mehr …)

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Wolkenrallye nach Sagada

1511
2011
Di
23:47
Tag
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Die heutige Strecke erfordert kein Navi. Schleichen Sie 20km im Stau aus Baguio heraus. Folgen Sie 100 km geradeaus den Serpentinen entlang nach Sagada. Auf der ganzen Strecke gibt’s tatsächlich keine einzige geteerte Abfahrt und keine Gerade. Der „Highway“ führt hinauf in die Wolken auf bis über 2200 Meter. Die Temperatur sinkt auf 12 Grad.

Es schüttet in Strömen. In den Wolken beträgt die Sichtweite teilweise nur 50m. In Kombination mit den plötzlich auftauchenden durch Erdrutsche ein paar hunder Meter tiefergelegten Straßenhälften recht kurzweilig. Grandiose Spannung kommt auf, wenn die Straße komplett abgerutscht ist, und die Umleitung 50m höher als unbefestigte Schotterpiste mit freiem Blick nach unten in der Steilwand hängt. (mehr …)

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100 Islands National Park & Baguio

1411
2011
Mo
23:58
Tag
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Alles was Lonely Planet empfiehlt ist komischerweise kurz daurauf vollkommen überlaufen und doppelt so teuer. Der 100 Islands National Park toppt das. Die Hütten auf der äußersten Insel kosten jetzt vier mal soviel wie noch vor zwei Jahren. Also Bye-bye Robinson, hello daytrip. Der ist mit 17 Euro für ein paar Stunden Privat-Boottrip zu einigen der über hundert Inseln okay.

Die Inseln sind vom Meeresboden angehobene Korallenbänke, vollkommen grün überwuchert und an allen Rändern unten vom Meer angenagt. Manche schauen aus wie Schildkröten, aber die meisten wie versteinerte Hippie-Atompilze. Mein Kitezeug kommt mit auf die kleine Bangka. Wind bleibt leider weg. Aber der Trip ist auch so spitze. (mehr …)

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Chicken oder Ficken?

1311
2011
So
23:55
Tag
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Um sechs Uhr morgens brechen wir auf. Bis dahin habe ich bereits drei Stunden vergeblich versucht, mein Handy als Laptop-Modem zu nutzen. Globe blockiert das Handy, sobald es am Laptop hängt. Nichts frustet Webdesigner mehr, als keine Verbindung zu haben. Das Omen eines Tagesmottos klopft an die Tür.

Wir fahren zum nahgelegenen alten Sommerhaus der Marcos. Noch geschlossen – und wirklich komplett wolkenverhangen. Wir rollen wieder runter in den Vulkankrater des Taal-Sees. Keine Straße in ganz Talisay führt ans Ufer für ein schönes Frühstück. Wir essen im Auto. Stopp an einem Einkaufszentrum. Eine halbe Stunde später macht es auf, und zwei nette Angestellte vergeuden eineinhalb Stunden vergeblich damit, mein Handy mit neuer Smart Simcard ins Internet zu schleudern. (mehr …)

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11 Millionen Gründe

1211
2011
Sa
23:23
Tag
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Es gibt 11 Millionen Gründe, Manila auf Anhieb zu hassen. Manila ist groß, schwül, laut, schmutzig, und schlimmer als die Fickinger von Pattaya. Mitten in der Nacht kommen wir am Hostel an. Die Karaokeshow nebenan erreicht qualitativ fast semiprofessionellen Level, lautstärketechnisch deutlich mehr. Vier Stunden schlaf später fließe ich dezent gejetlagged durch die morgendlichen Straßen.

Nach drei Minuten will die erste Hure ’ne Zigarette. Dann ’ne Massage. Ich hab heut keine Lust zu massieren. Und ihr Angebot ist zu niedrig. Ich lehne ab und lasse sie etwas dämlich schauend zurück. Ich will eine Simcard und weg aus Manila. Schnelles Frühstück im Hostel, wieder raus und Mietwagen abholen. Der Taxifahrer braucht 15 Minuten für die 5 km Luftlinie, ich mehr als 1,5 Stunden zurück. (mehr …)

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Angst vor Drachen

1111
2011
Fr
10:58
Tag
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Manche Dinge gehen einfach gar nicht zusammen. Oder kennst Du einen Junkie mit Spritzen-Phobie? Ich nicht. Ich bin Kiter. Seit heute hab ich Angst vor Drachen. Dumm gelaufen. Mein erster Randkontakt mit China. Ich bin stark eingeschüchtert.

Der Check-In bei China Air in Frankfurt dauert weniger als fünf MInuten. Ein 30kg schwerer Kitebag kommt tatsächlich umsonst mit. Bei Condor kostete 1kg mehr 40 Euro. Der Sitzplatz im Flieger ist gigantisch. Mit über1,93m stosse ich nicht an die Lehne des Vordermanns. Wenn bei deutschen Airlines selbiger nach hinten geht, hilft bei mir üblicherweise nur noch jodeln. Zum Abendessen gibt’s Tai Chi-Übungen. (mehr …)

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Liebe Continentale Lebensversicherung,

0311
2011
Do
14:27
Tag
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Wir waren jetzt 10 Jahre zusammen. In dieser Zeit habe ich mich mit monatlichen Beiträgen von 35,79 € um fürsorglichst Dein Wohlergehen bemüht. Binnen 10 Jahren kamen über 4700 € zusammen. Am Ende waren noch 3600 € übrig. Ich bin enttäuscht. Ich dachte, unsere Beziehung würde ewig halten, und wir wären beide gut füreinander. Aber das war leider ein Trugschluss. Du hast immer nur genommen, ich gegeben.

Klar, keiner weiss, wohin die Kurse an den Börsen gehen. Jeder kann sich mal verspekulieren. Ich hab mich ja selber auch verspekuliert. Aber satte 25% Prozent auf eine Frist von 10 Jahren mit einigen Tiefs und vielen langen Hochs zu verbrennen ist eindeutig eine reife Leistung, für die ich Dir meinen Respekt zolle. (mehr …)

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Die Philippinen Kite Odyssee

0211
2011
Mi
15:32
Tag
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Das war ein hartes Jahr. Viel Arbeit, viel rauf und runter, viel passiert. Die Bäume haben die Blätter verloren, der Nebel zieht durch Regensburg und meine Webdesigner-Hände sind chronische Lutschfinger-Eiswürfel. Der letzte Monat war ein Arbeits-Marathon mit einem guten Dutzend abgeschlossenen neuen Websites und genausoviel Stunden Arbeit täglich. Zeit zu reisen.

Ich war dieses Jahr viel unterwegs. Fuerteventura,  Ägypten, Marokko, Dänemark und Rhodos. Aber das war alles kein echtes Reisen. Der Unterschied zwischen Reisen und Urlaub lässt sich vor allem an einer Sache festmachen: Dem Gefühl, an einem Ort wirklich zu sein, sprich: die Länge der Reise. Den Trip selber basteln und auch Tiefdruckgebiete als Teil des Weges annehmen. (mehr …)

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Kitespots Wismar

2708
2011
Sa
10:05
Tag
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Wismar ist nicht berühmt als guter Kitespot, hat aber einiges zu bieten: erstens wenigstens ein halbes Dutzend gute Kitespots im Umkreis von 40 km. Zweitens eine schöne Altstadt mit viel Geschichte und dank seiner kleinen Hochschule auch etwas Nachtleben abseits vom Musikantenstadel. Drittens gutes Essen und eine große Auswahl an günstigen Unterkünften ab 15 € pro Nacht – in Tourist Info am Hauptplatz nachfragen.

Die Kitespots rund um Wismar habe alle gemeinsam, dass das Meer sehr flach abfällt. Teilweise sollte man auch 300 m weit draußen jeden Sprung stehen – Bruchlandungen bei 20 cm Wassertiefe sind nicht lustig. An manchen Kitespots nehmen die Gemeinden unverschämte Gebühren für Parken und Strandbenutzung – aber es gibt genug kostenlose freie Kitespots. (mehr …)

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Danke, Pflegenotstand!

2207
2011
Fr
3:43
Tag
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Mich kotzt der Pflegenotstand in Deutschland langsam mächtig an. Bis vor wenigen Monaten war er mir ziemlich egal. Aber jetzt hab ich eine Krankenschwester zur Freundin. Dummerweise auch noch eine, die deswegen eine wurde, weil sie sich wirklich sorgt. Die Auswirkungen werden allmählich ziemlich drastisch, sogar für mich als liebend gerne nachts arbeitenden Webdesigner.

Der Pflegenotstand in Deutschland kam nicht überraschend. Er ist mehr sowas wie ein 200-Meter Tsunami in Zeitlupe. Alle mutieren auf einmal zu surfenden Erdmännchen, stehen staunend an der Küste und wachsen ihre verstaubten Surfboards. Als hätten sie noch nie ’ne Welle gesehen. Als könnte man gerade diese sicher noch stilistisch korrekt abreiten. 200 Meter links neben dem nächsten AKW. (mehr …)

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Lindos, nachts / Hellas, quo vadis?

0606
2011
Mo
15:26
Tag
1459
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Schon bei meinem ersten Besuch in Lindos sind mir die unzählbaren Kneipen in alten Kapitänshäusern aufgefallen. Aber wir hatten keine Zeit für eine Nachtschicht. Diesesmal haben wir keine Zeit für Sehenswürdigkeiten, wir sind hier nur für’s Nachtleben hergekommen. Check-In im Hotel, runter in die Altstadt und rein in die Nacht!

Wie fing die Krise in Griechenland eigentlich an? Noch nicht mal die Griechen konnten mir das erklären. Bestechnung, Überbürokratisierung und ein gutes Maß an Verschwendungssucht waren sicher mit dabei. Aber wie zum Teufel kann man in derart kurzer Zeit ein ganzes Land so dermaßen heftig gegen die Wand fahren? (mehr …)

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Kitesurfing Rhodos: Fanes & Prasonisi

0406
2011
Sa
22:57
Tag
1457
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Kitesurfing auf Rhodos wird eigentlich erst im Juli richtig gut. Bei uns war’s dieses Jahr schon Anfang Juni der absolute Hammer. Ich war an vier von sieben Tagen draussen. Möglich wären noch zwei mehr gewesen, wär mir da nicht eine blöde Grippe zwecks ständigem Wechsel zwischen Kitesurfing und Klimaanlage im Auto dazwischengekommen.

Am ersten Tag begrüßt mich der Wind mit gemütlichen zehn Knoten in Fanes. Zum Glück ist der 19er dabei, das reicht. Fanes ist ein guter Kitesurfing Spot auf Rhodos: nicht weit weg von Rhodos Stadt, meist recht leer (maximal 20 Kitesurfer), und das hervorragende kleine Hotel Delfini direkt am Strand. (mehr …)

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Salam Marokko!

2305
2011
Mo
21:42
Tag
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Marokko hat sich seit meinem letzten Besuch vor 15 Jahren um einiges geändert. Es ist jetzt noch jünger. An manchen Orten und zu bestimmten Zeiten hört man Bollywood-Techno genauso laut wie das „Allah u akbar“ von den Spitzen der Minarette. Welten verschmelzen. Das letzte Mal waren noch alle Frauen verschleiert. Jetzt nicht mehr, vor allem die jungen sind zum Teil schon fast aufgebretzelt wie Kölner Türkinnen Samstag Nacht.

Hammelkeulen hängen in der Sonne. Tausend Gewürzsäcke leuchten am Straßenrand. Hausfrauen handeln den besten Preis für Nana-Minze aus. Bettler sitzen vor dem Eingang der Moschee. Essaouira ist wie eine Zeitmaschine. Unglaublich alt, neu, stinkend und duftend, eng und weitläufig. Mittelalter-Marktplatz im hier und jetzt. (mehr …)

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Endlich! Kitesurfen in Essaouira

2105
2011
Sa
1:07
Tag
1443
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Nach neun Tagen Warten kommt endlich der Wind in Essaouira an. Noch nie hab ich irgendwo solange auf Wind gewartet. Er kommt mächtig. Morgens noch gemütliche 12, Nachmittags mit 15 bis 24 Knoten, Böen gut drüber. Alles was ich gelesen hat simmt: Der Wind ist ordentlich bockig. Nicht so schlimm wie bayerische Seen, aber recht ungemütlich.

Die Dromedare stehen am Strand. Ab und zu knallt der Kite eines Schülers zwischen sie rein. Schulung sollte hier eigentlich verboten sein. Recht heftige Wellen, heute nur ein Meter, aber davon viele. Der Wind schwankt im fünf-Sekunden Takt leicht um 400%. Bei solchen Bedingungen sorgen Kiteschulen nur für bleibende Erlebnisse der dritten Art. Sobald der Bodydrag mehrheitlich in der Luft stattfindet gibt er wenig Sicherheit. (mehr …)

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Gorges du Dadès

1705
2011
Di
23:37
Tag
1439
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Harter Tag, wieder eine weite Strecke. Erster Stopp: Agdz. Eine große Gruppe junger Marokkaner demonstriert lautstark gegen die Lebensmittelverteuerung. Nachdem die armen Amis keine Lust mehr haben, in Edelmetalle, Gold und Uran zu spekulieren, versauen sie jetzt auch noch den ärmsten der Armen das Leben mit ihrer Gier. Ich hoffe, es wird eines Tages zurückschlagen.

Auf dem Weg nach Ouarzazate gibt es einen Wasserfall. Das Schild zu den Cacades de Tizguin finde ich schnell, die Piste ist grober Schotter durch vulkanischen Fels. Dann geht es durch große Löcher und gröberen Schotter. Einige tiefe Überspülungen, mit 30% abfallende enge Serpentinen in ein enges Tal. Unten bin ich zum ersten Mal seit langem soweit, mir einzugestehen, daß das vielleicht zu viel war. (mehr …)

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Sandsturm in der Sahara

1605
2011
Mo
22:36
Tag
1438
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Motorhead spielen nicht direkt nach Marianne und Michael. Genauso wenig geht das letzte Grün vor der Sahara direkt in reine Sanddünen über. Nach dem Grün kommt die Steinwüste. In ihr verteilen sich erste Inseln aus Sand. Die letzten Flüsse laufen im Nichts aus. Noch zwei Bergrücken, dann sehe ich in der Ferne nur noch flimmernde Sanddünen. 52 Tage bis Timbuktu.

Auch das davor gehört für die Touareg schon zur Sahara. Große Kasbahs verkunden alte Karawanengeschichte. Die Temperatur steigt auf knappe 40 Grad. Das ist recht wenig, erklärt mir eine Teerunde im Schatten einer Kasbah. Schon bald wird es hier bis zu 55 Grad heiss. Alle halbe Stunde kommt ein Auto vorbei, fast nur Jeeps, kaum Touristen. (mehr …)

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