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Regen und Feuer am Mount Cook

Ich fühle mich heute irgendwie so, als sollte ich weit fahren. Ich schaffe bis zum Abend 650km. Zuerst geht es ein Stück zurück nach Süden durch die heiße Küstenebene. Danach biege ich auf vollkommen leere Straßen Richtung Westen ab. Es geht wieder in die Alpen. Obwohl es schnell deutlich kühler wird, ist das ganze Land im Regenschatten der Alpen trotzdem gold gebrannt.

Einige große Seen liegen auf dem Weg. Türkis, weiß und der blaue Himmel. Am Lake Pukaki beim Mount Cook brennt der Busch. Auf meiner Seite regnet es. Mount Cook versteckt sich hinter dicken Wolken, also fahre ich weiter bin nach Wanaka. Auf dem Weg liegt eine Lachsfarm. Für wenig Geld nehm ich einen halben mit.

In Wanaka gibt es wieder mal das geliebte Spiel: wo bekomme ich Bett und Internet? Ich fahre alle fünf Hostels ab. Alle haben entweder kein Internet oder kassieren Unmengen für die Stunde. In Ganz Wanaka gibt es kein einziges Cafe, in dem man zum Preis eines Koffeinrausches umsonst surfen könnte. Meine beste Hostel-Wahl für die nächsten Tage bietet mir ein Telefonkabel an. Solange kein anderer den hosteleigenen PC benutzt.

Ein Israeli mag mein Bush-T-Shirt gar nicht. Erster Mensch seit Monaten. Meint: Bush tat der Welt einen Gefallen, als er über den Irak herfiel. Recht hat er: jetzt werden weniger Kurden getötet. Dafür jedoch dreimal so viele andere Menschen. Jeden Tag.

Ich nehm’s ihm trotzdem nicht übel. Er muss Bush mögen. Wenn die USA nicht wären, hätte ja schließlich Israel mit seinen Atombomben seit 20 Jahren die gleichen Probleme wie der Iran heute mit seinen „nicht“ geplant.



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