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Moeraki Boulder Kiting & Oamaru

In der Nähe von Palmerston befinden sich die größten Goldminen Neuseelands. Die Tour auf den 200-Tonnen Monstertrucks ist leider ausgebucht. Mal wieder ist es gut so: kurz darauf bin ich bei den Moeraki Boulders. Einst submarine Steinchen, um die sich im Laufe der Jahrtausende einiges herum kristallisiert hat. Runde Steinkugeln am Strand. Massig Touristen.

Der Strand ist schön. 200m breit, feiner Sand, leicht abfallend. Der Wind ist noch schöner. Sehr laminar, 18 Knoten, side-onshore. Perfekt. Kite raus an den Strand und ab geht’s. Direkt vor den Boulders lege ich ein paar ganz magnifiziöse Crashlandungen nach missglückten Sprüngen hin. Wenigstens geht das Springen jetzt mit dem Vegas.

Nach fast einer Stunde auf dem Wasser verliere ich mein Board und komm einfach nicht mehr zurück zu ihm. Wird zum Glück wenig später an Land gespült. Ich mache ne Pause und geh dann nochmal raus. Irgendwo hatte ich hier vorher einen Delphin gesehen. Der Wind ist abgeflaut und hat auf Onshore gedreht. Eine Welle überholt mich mit minimal mehr Speed. Resultat: eine harte Bauchlandung im Niedrigwasser. Genug.

Stört mich irgendwas? Nö. Ich bin alleine unterwegs wohin ich auch immer will. Einfach mir genug. Mein MP3 schreit etwas. Muss den ganzen Tag die gleiche gigantische Platte spielen: Kettcar, Von Spatzen, Tauben, Dächern und Menschen. Alles ist gut. Der Wind spielt in goldenen Weizenfeldern.

Ich fahre weiter nach Oamaru, ein schönes verschlafenes, altes und etwas morbides Hafenstädtchen. Wieder alte Gebäude, viele stehen leer und verfallen. Zu Ruhm gelangte Oamaru durch zwei Pinguinkolonien. Noch am Nachmittag suche ich die erste Kolonie auf. Von der ist nicht viel zu sehen. Die Pinguine kommen erst am Abend vom Meer zurück, und näher als 200m kommt man an den Strand nicht ran. Aber eine Mama kletterte 100m die Klippen rauf. Sie zieht ihre Küken direkt neben dem Weg groß.

Später suche ich nochmal einen guten Strand, will nochmal Kiten. Wird nix. In ganz Oamaru gibts keinen einzigen Strand, nur steile Klippen und Kiesbänke. 10km südlich befindet sich der eigentlich ganz schöne Kakanui Beach, aber eine Halbinsel deckt den Wind davor ab. Der Name war mir eh nicht geheuer.

Zurück zum Hostel. Im Garten hängen Tibetanische Gebetsfahnen. Die Lektüre der recht kaputtgesoffenen Hostelchefin ist ein Fachmagazin: The Ufologist. Sie redet die ganze Zeit über Sachen, die nicht mal sie selbst interessieren. Auf einem Hochboard rund ums ganze Wohnzimmer stehen leere Alkflaschen, sauber arrangiert und offensichtlich regelmäßig abgestaubt. 100 Katzen tigern umher.



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