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Kitesurfing auf den Southern Lakes

Vergesst Queenstown zum Kiten! Vollkommen überfüllter Strand, fast nie genug Wind. Ein Boot nach dem anderen. Und die abgelegeneren Uferpromenaden: alle 10m dicke Bäume und überall schöne große Felsen auf 5m breiter Startzone. Ich bin schon echt stinksauer, dass mir irgendjemand ernsthaft den „Tipp“ gegeben hat, hierher zum Kitesurfen zu kommen. Dann miete ich ein Auto.

Ich fahre am anliegenden Lake Wakatipu 45km nach Norden. Die white chops auf dem See werden immer mehr. Wind!!! Ich komme!!! In Glenorchy ist das Seeende erreicht. Isengart stand hier mal, und der Routeburn Track fängt immer noch hier an. Mir das einzig wichtige: Der Wind hackt mit bis zu 30 Knoten. Sehr böig, teils nur 5, aber er bläst. Kite auf die Kiesbank und los geht’s.

Ein netter gezodelter Däne gibt mir nen Start und schießt ein paar Bilder. Die Szenerie ist so umwerfend, dass ich mich kaum aufs Kitesurfen konzentrieren kann. Was angesagt ist. Mal fällt der Kite fast aus dem Himmel, dann reißt’s mich voll depowert gnadenlos Downwind. Ein Jetboat übersehe ich fast, ein Wakboarder beinahe mich.

Ich teste den Vegas zum springen. Geht irgendwie ganz anders wie mit dem alten Nitro. Man muss ordentlich anpowern, deutlich mehr ziehen. Dann geht’s langsam höher. Auf der letzten Line landeinwärts geht der Wind fast ganz aus. Ich Power voll an und sinusse. Als ich mir gerade noch nen letzten kleinen Hupfer geben will packt mich eine Böe. Abgehoben wär ich sowieso, dann eben gleich ein würdiger Schluss. Die Höhe war gut, der Crash genauso. Ab an Land. Glücklichkite nach 3 Wochen Flaute.

Ich brezel wieder nach Queenstown zurück. Mein neues Auto: kleiner Corolla mit groovy stick-shift. Deutlich mehr Spaß. Die Soundselektion nach dem Ritt: Queen. Made in Heaven. In Queenstown kauf ich die besten Kirschen seit Jahren: aus einem ein Kilo-Beutel hätte rein visuell jede einzelne auf einer Capri-Sonne Packung verewigt werden können. Geschmacklich waren sie eh Lichtjahre besser.

Ich nehm noch einen Israelischen Tramper mit. Es geht weiter nach Süden durch die Ebenen von Rohan. Die Landschaft erinnert massiv an Colorado oder Kalifornien. Nach zwei Stunden kommen wir am letzten großen der Southern Lakes an: Te Anau. Ich setz den Israeli ab, checke in meinem kleinen Hostel ein. Mitten auf der Schafweide, viel Holz und Kamin. Der Ausblick: Sonnenuntergang hinter den Fjord-Bergen. Grandios.

Sofort weiter zum See. Strand und Wind checken, Kite aufbauen, Starter suchen und raus. Nach zwei Lines geb ich zwecks Windmangel auf. Was soll’s? Ich hab heute fast ne Stunde an wohl einem der schönsten Spots der Welt gekitet…



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3 Kommentare zu “ Kitesurfing auf den Southern Lakes ”

seas
na hast es doch noch geschafft,(kiten) und ich war nicht dabei..
wie gehts weiter? sind gestern von christchurch bis mt. maunganui gefahren. echt spannend, nebel, regenguesse und truckfahrer machten die fahrt durch die nacht zu einem erlebnis…
wuensch viel wind und immer eine handbreit wasser unterm brett
g arnulf

Kommentar von arnulf am 8.1.2008

Hallo Frank,
noch etwas verspätet alles Gute für 2008! Ich hab gerade Deine letzten Berichte heruntergeladen und bin auf die Lektüre gespannt. Melde mich bald.
Viele Grüße, Kai

Kommentar von Kai Wiese am 15.1.2008

Wow, sieht toll aus – schöne Fotos! Neuseeland ist einfach ein Traum – offenbar auch für Kite-Fans! LG Philipp

Kommentar von Philipp am 17.7.2016

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