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Kitesurfen in Neuseeland: Raglan

Wir brechen früh auf. Die Mädels ziehen weiter nach Coromandel, ich bringe Cédric noch nach Hamilton und lasse ihn an der Straße nach Rotorua raus. Sein Herz hat ihn dorthin gerufen. Mein nächstes Ziel ist Raglan, Surf- und Kitesurf-Mekka der Nordinsel Neuseeland. Ich komme erst am Abend an. Wir haben auf dem Weg wieder keine kleine Straße ausgelassen.

Wie schon so oft: Das erste Hostel ist schön, direkt am Strand. Und sie verbieten mir, meinen Laptop zu benutzen. Webdesign in Neuseeland ist für mich deutlich schwerer als auf der hinterletzten kleinen Insel in Fiji. Ich bin wieder mal auf 180. Stinksauer heize ich 8km an er Küste entlang. Als ich zur Landung ansetze ist mein Zorn verflogen.

Das zweite Hostel ist noch viel schöner als das erste: Raglan Backpacker Hostel Solscape. Gelegen auf einer Klippe über den Surf-Stränden ist es äußerst ökologisch ausgerichtet. Der Chef ist ein Hippie, die Gäste spielen Gitarre und singen. In den Duschen hängen Schilder, die zum Wassersparen auffordern: “Our Water goes straight back to mother earth…”.

Das genialste sind die Unterkünfte. Die Hippies haben alte Zugwagons den Berg raufgebracht. Es gibt große Wagons mit Dorms. Eng aber kultig. Viele kleine Wagons beherbergen zweier und dreier-Zimmer. Die Küche ist als Bahnhof aufgemacht. Davor steht ein steinerner Buddha.

Die Hippies machen was Hippies halt so machen: trinken, kiffen, philosophieren, singen und das Leben genießen. Einige sind seit mehr als zweieinhalb Jahren auf Reise. Ich frag mich, ob ich nach einem Jahr wirklich schon wieder heim kann. Ganz herzlichen Dank an dieser Stelle an alle Kunden, die mir das Reisen ermöglichen!

Ich ziehe mit einem deutschen Kitesurfer an den Strand, aber der Wind ist mal wieder gerade so stark, dass der Kite nicht vom Himmel fällt. Eine Litauerin hatte Pech mit ihrer letzten Reisepartnerin. In der Stadt trinken wir einen Kaffee. Ich krieg eine interessante Geschichte vorgesetzt. Sie hat ihr Diplom in politischer Geschichte gemacht. Thema: 9/11. Ihre Cousine starb im World Trade Center. Die USA blocken noch heute die Homepage ihres Onkels.

Am Nachmittag wird der Wind etwas stärker, ich versuch sie etwas fliegen zu lassen. Reicht aber noch nicht mal für Fliegengewichte. Rauf ins Camp und ein paar Stunden arbeiten.

Eine Mail von den Allgäuerinnen kommt an. Wurden von einer Maori geschlagen. Nix passiert, aber wütend bin ich trotzdem. Wollen sich etwas beschützen lassen und kommen am Tag darauf an. Erwischen tun sie mich beim Kitesurfen.

Die Bucht von Raglan ist ein guter Kitesurf-Spot. Bei Ebbe strömt das Wasser raus während der Wind einwärts bläst. Mein Vegas macht mich glücklich, sehr gutmütig und gute Depower. Der Wind ist sehr schwach leider, aber morgen wird’s besser meinten die Locals. Da die Mädels morgen surfen lernen wollen freu ich mich schon mal auf guten Wind.



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1 Kommentar zu “ Kitesurfen in Neuseeland: Raglan ”

Hi lieber Bruder,

nun habe ich lang lang nichts von mir hören lassen (Asche auf mein Haupt). Jetzt bin ich endlich mal ausführlichst auf Deinen Blog gegangen. WOOOOOWWWW!!!!!! Mich schmeisst es weg!! Megageile Fotos, noch geilere Berichte. Dafür gibts keine Worte! Hammer! Gratulation zu so viel Pfiff, Witz, Charme und Ideen. Mann, ich glaube das Glück so viel zu erleben haben wenige Menschen.

Rest kommt morgen per Mail –

Lieben Gruß von Deiner sprachlosen Schwester Claudi

Kommentar von Claudi am 25.11.2007

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