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From Paradise Island To Mount Eden

Ich beende meinen Tauchkurs mit 90%, nach einer harten Nacht. Der letzte Tauchgang geht auf 18m und ist sehr schön. Während Tauchlehrer Andrew mir an meinem letzten Abend von Heiratsplänen berichtet, ist die seine am Festland. Auch Saki dreht am Rad. Er bittet eine Französin um eine Massage, während seine Frau zuhört. Selbige hack die Hühner am Abend auffallend aggressiv.

Am Morgen schau ich von Sakis kleinem Fischerboot der Paradiesinsel Mana beim im-Meer-versinken zu. Ich schieße immer wieder Bilder, zoome immer näher heran. Irgendwann geht der Zoom aus. Das Paradies versinkt im Meer.

Die Homepage für Saki krieg ich auf den letzten Drücker fertig. Dann ziehe ich zum Flughafen. Dort treffe ich Marc und Lisa wieder. Marc muss ein schweineteures Weiterreiseticket nach Australien kaufen, weil er sonst nicht nach Neuseeland reinkommt. Mit massig Tax Free fliegen wir rüber zu den Kiwis. In Auckland angekommen habe ich ein festes Ziel. Mount Eden sollte den Abschied vom Paradies leichter gestalten.

Wir landen auf einem inaktiven Vulkan am Rande der Innenstadt von Auckland. Alles hier ist wie Haight Ashbury in San Francisco. Victorianische Holzvillen, gemischt mit Art Deco, Bauhaus und vielem anderen. Eine wunderschöne bunte Mischung. Wir ziehen durch ein Wohnviertel, dann kommen wir am Yaping House an, eine traumhafte weiße alte Holzvilla an einem der höchsten Punkte von Auckland. Ausblick auf die ganze Bay.

Ich dachte, nach dem Paradies geht’s nicht weiter. Jetzt bin ich in Eden auf einem Vulkan. Es ist so schön, heiß zu duschen. Licht und Strom zu haben. Noch bei geschlossenem Fenster zu frieren. Emails in Sekunden statt Minuten abzurufen. Wasser aus dem Wasserhahn zu trinken, das nicht schon in der Hand braun ist. Echten Cappuccino zu schlürfen. Wäsche in einer Maschine zu waschen.

Wir sitzen am ersten Abend auf der Terrasse des Yaping House. Die grellen Lichter der Großstadt blinken in der Nacht unter uns. Ein Ami gesellt sich zu uns. Mit gerade mal 26 Jahren hasst er Amerika mehr als ich je konnte. Er will nichts gutes an seiner Heimat lassen. Ich will zum ersten Mal das gute an Amerika betonen. Er lässt es nicht zu. In mir ändert sich was.

An Tag zwei muss ich endlich mal wieder arbeiten. Erst am Nachmittag ziehe ich zum Frühstücken in eine Vietnamesische Suppenbar. 1,5l überfordern mich etwas. Eine brasilianische Friseuse gibt mir einen deutlich besseren Schnitt als die letzte Asiatin in San Francisco. Ich schau chronisch in die falsche Richtung beim überqueren jeder Strasse. Zweimal geht’s fast ins Auge.

Wohnen und Autos mieten ist super günstig in Neuseeland. Essen und trinken ist locker 30% über Europäischem Niveau. Für ein paar Baguettes, Gemüse, Obst und etwas Käse werd ich satte 35€ los. Am Abend steigen wir auf Mount Eden. Es ist kalt, kräftiger Wind bläst uns Regen ins Gesicht. Aber beim Dinner ist der Ausblick auf Downtown Auckland nicht zu überbieten. Soundtrack: Raindrops keep falling on my head und Everlast, Put your lights on.



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