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Durch die Neuseeländischen Alpen

Wir fahren weiter nach Süden. Die Berge werden höher, die Täler tiefer, die Wiesen grüner und der Sprit am teuersten. Es gibt nur noch wenige Ortschaften, und die sind klein. Die Straßen sehen aus, als wären sie ausschließlich für die sommerlichen Touristenströme angelegt. Man könnte einfach nichts als Panoramastraße ausweisen. Sonst wäre schon die nächste Straße stinkig.

Mein Schädel nach der Silvesterfeier ist grandios, mein Magen genauso. Ich freue mich über jede einzelne Kurve auf den 300km nach Lake Wanaka. Davon gibt es unzählige. Kurz vor Wanaka machen wir Halt am Lake Hawea, ein thermisch sehr aktiver Gebirgssee. Der Wind reicht leider nicht zum Kiten. Weiter nach Lake Wanaka. Hier bläst der Wind ordentlich.

Wir suchen alle fünf Hostels des Ortes auf. Alle ausgebucht. Heute müssen wir in ein Hotel. Ein ganz komisches. Es riecht nach Altenheim und Gras, eine umwerfende Kombination. Am Abend geht’s noch an den See, einige Kiter sind draußen. Ich richte mein Zeug her, spring aufs Board und fahre 10m in schönen 20 Knoten. Dann bricht eine Schnalle an meinem Trapez. Vorbei.

Am nächsten Morgen fahren wir Richtung Mount Aspiring, einem der höchsten Gipfel der Neuseeländischen Alpen. Über eine staubige Schotterpiste geht es 25km in ein schönes Bergtal rauf. Nach der fünften Flussdurchquerung mit dem Auto kommen wir am Parkplatz an und machen uns auf den Weg zum Rob Roy Track. Der Name passt. Hier sieht’s wirklich aus wie in Schottland. Nach einer halben Stunde fängt mein kaputtes wieder zu jodeln an. Rien ne va plus.



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