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Burnout in Queenstown

Unsere letzte gemeinsame Station ist Queenstown, die Hauptstadt des Adrenalins. Der erste Bungeesprung der Welt fand wenige Kilometer entfernt statt. Jetboat durch enge Schluchten, Paragliding, Kunstflug. Downhill-Mountainbiken, Speed-Luging, Windsurfen, Segeln, Wasserski, Klettern, Canyoning, Rafting. Man wähle sich die Farbe, in der man ein langweiliges Leben spannend zu pinseln gedenkt!

Auf 16000 Einwohner kommen doppelt so viele Touristen und dreimal so viele Bars. Queenstown ist trotzdem schön klein, und immer noch viel ruhiger wie Zell am See zur Hauptsaison. Das Wetter ist absolut unvorhersagbar: Morgens Regen, Nachmittag Sonne, Abends Sturm. Für Selbigen habe ich leider keinen einzigen guten Kitespot gefunden. Welcher Teufel hatte mit Queenstown zum Kitesurfen empfohlen?

Also. Ich bin hier. Gut. Oder? Ich hab nen ziemlichen Totpunkt, und das in der Hauptstadt des Adrenalins. Arnulf macht seinen Bungeesprung für 160$. Juckt mich nicht, schon das Geld für Skydiven war höllisch schnell zum Fenster rausgehauen. Wir ziehen durch Bars, gehen Essen, rauchen viel zu viel. Das Hostel ist gut. Aber es passiert nichts wichtiges. Ich versuch gähnend die Augen offen zu halten. Gehe durch Queenstown. Kaufe ein paar Ausrüstungsgegenstände, die ich verloren,verschenkt oder einfach ruiniert hab.

Die Umgebung von Queenstown ist wunderschön. Türkisblaue wilde Flüsse, hohe felsige Berge. Zahlreiche Szenen aus dem Herrn der Ringe wurden in der nächsten Umgebung gedreht. Doch irgendwie kommen die ganzen Schönheiten nicht mehr durch. Es ist, als würde ich jeden Tag mein Leibgericht essen. Einfach satt. Ich würde jetzt gerne durch einen richtig hässlichen Baumarkt-Vorort von München ziehen. Aber das ist zu weit weg.



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