Ab nach Süden

1312
2007
Do
12:28
Tag
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Auf der Reise nach Wellington machen wir noch einen Tag halt in Palmerston North. Die Stimmung ist etwas gereizt. Es passiert recht wenig, daher philosophiere ich jetzt einfach mal über einen Spruch, der mir auf der Reise täglich begegnet. Man findet ihn vornehmlich als Slogan für Hostels und Bars. Der Spruch lautet: „Your home away from home.“. Ich grüble.

Warum ist der Spruch so erfolgreich? Was ist Heimat, und wie viele Bars dürfen behaupten, selbige zu sein? Müssen Reisende aus fernen Ländern mehr Bier trinken, um nach Hause zu kommen? Sind Deutsche auch in Irish Pubs zuhause? Was ist der Unterschied zu „Du kommst als Fremder und gehst als Freund.“? Der Spruch steht nämlich in meiner Heimat am Eingang des Palais d’Amour.

Ich hab etwas viel gearbeitet die letzten Tage, daher überlasse ich es jetzt mal euch, die Fragen hier lustig zu Ende zu spinnen. Die Tat der vorherigen Nacht: www.tongariro-hostel.co.nz. Klein, schnell, effektiv. Und für alle gewünschten Keywords sicher binnen kurzer Zeit wieder mal in der Google Top20 zu finden. *Gähn* und *selbstzufrieden-müde auf der Rücksitzbank räkel*… Auf der Fahrt nach Wellington schlaf ich immer wieder ein.

Am späten Nachmittag kommen wir in Wellington an. Das Base Hostel fällt schon mal gleich vollkommen flach. Das Schild an der Rezeption verkündet absolutes Alkoholverbot mit Konfiszierungsandrohung im gesamten Hostelbereich. Dafür hab ich nicht solange nach dem besten Wein in der Hawkes Bay gesucht. Beim Abmarsch wird die Intention schlagartig klar. Die hosteleigene Bar hört auf den Namen „Basement“. Teufel, Beelzebub ist heute wieder mal ein ganz anderer und billiger Bursche.

Die nächsten zwei Hostels sind voll. Die Ferien fangen in einigen Tagen an. Wir kommen für einen Tag zentral im Cambridge Backpacker Hostel unter. Bei manchen Hostels in Neuseeland frage ich mich wirklich, wie sie sich finanzieren. Ein Bett im urig-rustikalen Vollholz-6er Dorm kostet 12€ die Nacht. Die Rezeption schaut aus wie vier Sterne, und die Bäder sind von oben bis unten mit blitzblankem Marmor bepflastert.

Die Lage ist perfekt. Mitten in Wellington. Heute bleibt die Küche kalt, wir gehen italienisch essen. Wellington hat 166.000 Einwohner. Knapp 100.000 davon sind Innenarchitekten. Wir sehen auf einem kurzen Erkundungsgang mehr perfekt durchgestylte Bars und Restaurants als in Jahren davor. Der Blick durch jede Eingangstüre saugt sich an unzählbaren lustigen kleinen Designdetails fest.

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