Regenkite in El Medano

1612
2009
Mi
23:01
Tag
922
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Nach drei Tagen Flaute kommt endlich der Wind auf Teneriffa an. Am Morgen seh ich kurz aufeinander folgend satte fünf Regenbogen vom Balkon aus und weiss: heute passiert was. Ich packe mein Zeug und beame mich nach El Medano – die Ausfahrt hab ich wieder nicht gefunden.
Am Strand bauen 300 Touris im Rahmen einer Beschäftugungstherapie Floße. Als es zu regnen anfängt drängt sch ein Viertel von denen in die drei Container der Playa Sur Surfstation. Dann kommt langsam der Wind. Ich runzel die Stirn. Fast voll ablandig. Keine Rescue.
Ich will nicht wieder aufs Meer rausgetrieben werden ohne dass jemand ein Boot hat. Aber der Wind ist zu gut. Heute kommt er voll aus West anstatt wie gewöhnlich sideshore aus Nordost. Als er noch etwas dreht baue ich auf und geh raus. Gemeine Böen bei ca. 20 Knoten Wind sind grad richtig für Bayern. Das einzige was wirklich jeder Bayer kann ist Böen plattbügeln.
Es sind noch 10 weitere Kiter draussen, alle recht gut. Ich seh einige Kiteloops, nette Transitions und Sprünge über fünf Meter. Eine Böe trägt mich dummerweise einige Meter über die Köpfe einiger Badenden hinweg. Nach zwei Stunden auf dem Wasser reicht’s erst mal. Bin platt. Ein Leipziger kommt her und meint direkt hinter dem Monte Roja gäbe es einen weiteren Beach mit guten Wellen. Dazu stehe der Wind dort sideshore.
Bin sofort dabei, wir fahren 3km rüber zum Strand Tejita. Wellen sind nett. 1m am Strand, draussen permanent 2m Achterbahn mit gelegentlichen leichten Brechern. Kein Riff. Der Wind ist wie versprochen voll sideshore, und da er über’s Meer kommt mit ca. 25 Knoten etwas stärker und traumhaft laminar.
Ich geh raus und spiel fangen mit den Wellen. Die erste gewinnt eindeutig, mein rechtes Ohr klingelt eine Weile. Der Rest läuft astrein. 23 Arschbomben aus über fünf Meter Höhe. Brandungswellen reiten. Feines Cruisen im strömenden Regen, bei ständigem Anblick des riesen Lavafelsens Monte Roja, vor dem sich richtig dicke Dinger brechen.
Nach insgesamt vier Stunden kriech ich an Land. Kite platschnass und voller Sand wegen dem Regen. Daheim ne heisse Badewanne weil’s echt frisch war mit Shorty. Aber ansonsten: What a perfect day…
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