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El Yaque Kite Killers
Kitesurfing Coche bei 30 Knoten
I believe I can fly
Traurigkite
Snowkiten in und um Regensburg
Kitesurfen auf Teneriffa
Regenkite in El Medano
Kitesurfen auf Boa Vista
Herbst-Kite am Brombachsee
Der Herbst ist da. Die Freisitze machen dicht. Man trifft niemanden mehr zufällig beim Kaffeetrinken. Ich mag den Herbst nicht, vor allem nicht nach einem sowieso recht ereignislosen und kalten Sommer. Nix bewegt sich, ich langweile mich. Das einzig geile am Herbst ist der Wind.
Heute kommt er mit voller Macht am Brombachsee an. Die Locals haben recht: ja, an guten Wochenenden ist der See ganz schön voll. Aber erstens im Vergleich zu den meisten anderen guten Spots immernoch erträglich. Zweitens störts mich überhaupt nicht wenns noch voller wird so wie manche Platzhirsche ihre Lichtung verteidigen. [weiterlesen]
Oben ohne im Ramadan
Sharm el Sheikh liegt im Bermudadreieck zwischen Las Vegas, dem gelobten Land und Geisterstadt. Welche Ecke die nächste ist entscheide jeder individuell. Vor 2000 Jahren führte Moses sein Volk auf der Suche nach dem gelobten Land durch den Sinai. Heute jagen jeden Morgen um zwei Völkerscharen auf den Mosesberg. Zu finden gibt es nichts außer der eigenen Klaustrophobie mitten in der Wüste.
Wir wollten selber hin, alleine. Doch Mubarak verkauft sein Land als Märchen aus Tausend und einer Nacht. Räuber heißen heute Islamisten und warten direkt hinter dem letzten Checkpoint auf ungläubige Individualtouristen. Folge: Es gibt kaum Mietwagen, den Dornbusch vor dem Katharinenkloster werde ich nicht anzünden, und niemand wirft den ersten Stein. [weiterlesen]
Kitesurf-Schule Sharm el Sheikh
Erst am dritten Tag komme ich endlich zum Kiten in Sharm el Sheikh. In der Naama Bay weht praktisch nie Wind, und wenn einer geht stehen immer noch Schirme und Schlümpfe dicht an dicht, gefolgt von etlichen Booten. Zum Kiten fährt man in Sharm el Sheikh 20km gen Norde nach Nabq. Das kostet mit dem blauen Minibus ca. 1,30 € und dauert 20 bis 30 Minuten.
Sucht man im Internet nach Kitesurf Sharm el Sheikh spuckt Google nur eine Seite aus: Colona Watersports, gerade übernommen von Kitejunkies. Sie liegen am Strand vor dem Regency Plaza in Nabq. Am Tag eins komme ich an und stelle fest: Flaute. Zum ersten mal seit einer Woche. Wieder nach Naama. [weiterlesen]
Schlümpfe im Urlaub
Sinai. 41 Grad. Perfekter Halt. Drei-Wetter Taft. Genau so wäre der Spruch, hätte eine heimtückische Friseuse der Lady aus der 80er-Jahre-Werbung nicht irgendwann in den 90ern still und heimlich eine Überdosis Gard gesetzt. Hitze und starker Wind empfangen uns auf der Treppe aus dem Flugzeug in Sharm el Sheikh. Ich strahle mitten in der Nacht.
An unserem Hotel in der Nama Bay angekommen ist diese Freude leider schon wieder verflogen. Nur 10 km südlich herrscht absolute Flaute. Wir wollen noch schnell ins Meer hüpfen, aber die Hotelstrände sind abgriegelt, und die Wächter des öffentlichen haben massiv was gegen Nachtbaden einzuwenden. Drei Uhr. Ab ins Bett. [weiterlesen]
Kitesurfen an Korsikas Ostküste
Jeder sagt Kitesurfen an Korsikas Ostküste geht nicht. Nie Wind und wenn dann zu wenig und wenn genug, dann voll ablandig. Stimmt alles nicht. Ich war jetzt 10 Tage im Juli hier. An vier Tagen war ich mehrere Stunden draußen. Ich hatte einen 12er und einen 19er Kite dabei. Gebraucht habe ich nur letzteren. Aber es geht.
Mein Kitesurf-Spot liegt ca. 15km nördlich von Aleria. Breiter Sandstrand, keine Bäume, aber auch keinerlei Buchten. Keine Steine, und massig Platz. Die Windvorhersagen von Windfinder.com stimmen praktisch nie. Es gibt keine festen Zeiten, der Wind kann zu jeder Tageszeit und aus jeder Richtung kommen. [weiterlesen]
Corsicana
Mir fällt auf, dass ich auf meiner großen Reise eigentlich keinen einzigen Tag – oder wenigstens einen halben – nur am Strand gelegen bin. Es musste immer eine Höhle erforscht, ein Berg bestiegen oder eine Lagune erkundet werden. Selbstverständlich nur solange der Wind nicht zum Kiten reichte. Hier ist das anders und gut.
Manchmal gibts Wind, aber die Vorhersagen stimmen praktisch nie. Auf jeden Fall gibt’s auch auf der Ostseite Corsicas mehr Wind als erwartet, meist Side-Onshore. An vier von sieben Tagen war ich kurz draußen mit dem 19er Assault. Etwas Spaß am Wasser in der untergehenden Sonne. Danach noch Volleyball, und schon beginnt der Abend mit Grillen, Wein und Strandfeuer. [weiterlesen]
Neusiedler Kite-Kriege
Wir fahren an den Neusiedler See. Um überhaupt an der Schule nachfragen zu können, ob Sabine einen Aufbau-Kitekurs machen kann müsste man eigentlich 4 Euro Strandbenutzungsgebühr zahlen. Es gibt keinen Kurs. Weiter an den Nord-Nord-Strand. Toll: dieses Jahr kostets nur noch 5,50 €. Mist: die Drehtür hat jetzt sogar einen Wächter.
Der Strand ist proppevoll mit lauter superfeschen Hosen-über-Neoprenträgern. Wir bauen auf. Als der einzig gute Bursche am Strand Sabines Kite startet pass ich nicht auf. Er drehte ihn Richtung Powerzone. Sabine wird 20m durch Gras gerissen. Wäre ihre Harness nicht gerissen, als wir uns auf sie stürzten, hätte sie zwei Meter weiter der Zaun geschnitzelt. [weiterlesen]
Riders on the storm
Ich geh mit einigen Leuten vom Kurs los auf eine wilde Nacht. Viele Bars werden’s nicht. Wir bleiben bis drei Uhr in der gleichen wunderschönen Marmalade Bar hängen. In Barcelona lernt man ohne weiteres pro Stunde 10 Leute aus 20 Nationen kennen. Alles ist bunt gemischt, es gibt Geschichten aus der ganzen Welt.
Am nächsten Morgen wackelt die Welt. Klar, war ja ne heftige Nacht denke ich. Aber das ist es nicht. Das Haus wackelt wirklich. Der angekündigte Sturm ist mit Spitzen weit über 100km/h in Barcelona eingefallen. Morgennachrichten: vier Menschen starben, drei wurden ins Meer gerissen, hunderte Notfälle, Chaos. Ich geh auf die Straße. Der Sturm spielt Roller-Domino. Die längste Reihe, die ich gesehen hab bestand aus sieben umgefallenen Rollern. [weiterlesen]
Barcelona unkitebar
Windfinder hatte recht. Heute kommt der Wind. Kaum ist der Kurs aus, packe ich mein Brett und Kite und stürze mich in die nächste Ubahn zum Strand. Die Barcelonesen schauen mich alle etwas dümmlich an. Was ist los? Wir haben 17 Grad, das ist warm, ihr dürft eure Polarmäntel ausziehen!
Am Strand komme ich keine Sekunde ins zweifeln. Der Wind ist voll ablandig, durch ganz Barcelona massig verwirbelt und wechselt im 5-Sekunden-Rythmus von 0 auf 50km/h. Auf der Wasseroberfläche sieht man ihn tanzen, links, rechts, vor, zurück. Dann wieder Sandstrahlung ins Gesicht und eine Böe senkrecht von oben. Kiten ist das schönste Ding von Welt. Vor allem wenn man sich danach drüber freuen kann. Ich bleibe an Land. [weiterlesen]
Ein versöhnliches Ende
Am Ende meiner letzten drei Wochen in Cabarete kommt endlich der Wind wieder zurück. Zuerst zaghaft, ein kleiner Hauch, aber nach sechs Tagen Flaute und Regen ein Fingerzeig. Ab drei Uhr blasen schöne 20 Knoten am Kitebeach. Der Wind ist extrem böig, die Wellen gemein hoch und aus verschiedenen Richtungen. Aber das ist egal. Hauptsache Wind.
Ich fahre immer wieder raus bis aufs Riff und spiele Fangen mit den Brechern. Allen bis auf einer entkomme ich. Sie beisst mich in den Hintern und überrollt mich. Nix passiert. Beim Auftauchen ist auf einmal direkt neben mir eine dicke Schildkröte und glotzt mich an. Bleibt an diesem Tag nicht die einzige. Bis zum Abend sehe ich bestimmt ein Dutzend große Meeresschildkröten. Der älteste Meerbewohner trifft auf den jüngsten. [weiterlesen]
Kitesurfen in der Karibik
Sabine Infektion springt auf mich über. Der Wind bläst vier Tage am Stück mit perfekten 15-20 Knoten laminar side onshore. Wenn ich jetzt ein waschechter Deutscher wäre, müsste ich darüber mosern, dass es Seegras im Wasser gibt. Aber sonst würde mir auch schon nichts weiteres einfallen. Alles ist perfekt, die Sonne strahlt, der Wind bläst, und Cuba wird jeden Abend ordentlich befreit.
Jeden Mittag gehts mit dem Shuttle von Alis Camp zum Kiteclub. Sabine hat schon davor immer einen unruhigen Magen, vor lauter freudiger Erwartunfg gemischt mit etwas Angst. Diese Mischung macht höllisch lebendig. An manchen Tagen steh ich am Strand und frag mich, ob ich den Wind noch meistern kann. Aber der XBow bügelt einfach jede Böe platt. [weiterlesen]
Eine schwere Infektion
Mein teuflischer Plan wird von einer schweren Infektion durchgkreuzt. Sabine hat am Strand so ein längliches Ding angefasst. Noch kurz vor dem Aufbruch hatte ihre Mama sie davor gewarnt. Aber Sabine ist antiautoritär erzogen worden. Noch in der gleichen Sekunde des Erstkontakts springt der Virus auf sie über. Schon am Abend Nummer eins hat sie ganz eigenartige Gesichtszüge.
Der kleine Trainerkite macht ihr Spaß. An Tag zwei geht sie mit dem Lehrer gleich an den 8m² Bowkite. Ihr Grinsen sieht man 300m gegen den Wind. Es bleibt bis zum Abend windig. An Tag drei verschlimmert sich die Infektion, sie lernt die Kraft des Windes kennen, übt den Wasserstart an Land und das Laufen im Wasser. [weiterlesen]
Condor nach Cabarete
Endlich weg aus dem Deutschen Herbst! Mit der Bahn geht’s nach einer fast schlaflosen Nacht nach Frankfurt. Die Bahn ist pünktlich, der Flieger nicht. Am Flughafen wuseln ganz viele meiner Lieblings-Menschen umher: Deutsche Urlauber. Sie erwarten nur das Beste, wissen viel, sehen wenig, beschweren sich gerne und halten das erlebte prinzipiell nie für das Gelbe vom Ei.
Es geht vor durch die ganzen Checks (Wie lange dauert’s denn noch?), ab zum Gate, wieder raus (Warum müssen wir so lange stehen?), wieder rein (Könn Sie misch die Ticket geben?) und endlich in den Condor nach Cabarete. Meine Knie stoßen zum ersten Mal seit 20 Flügen nicht am Vordersitz an. Nach 16h auf Reise geht die Sonnen blutrot über den Karibischen Wolken unter. [weiterlesen]
Gewitter-Kiten am Neusiedler See
Mittags fahren wir zum Neusiedler See. Vom dritten Bezirk dauert das gerade mal 45 Minuten. Die Österreichischen Ferien haben genau heute begonnen. Die Autobahn ist voll. Massig Windräder drehen sich im starken Wind. Der erste Blick auf den Neusiedler See lässt mich jubeln: Da sind bestimmt 100 Kiter draußen. Mein erster Ritt binnen zwei Monaten, höchste Zeit.
Der Neusiedler See ist riesig. Aber es gibt nur einen einzigen kleinen legalen Startplatz zum Kiten. Für den nehmen die netten Podersdorfer satte 5,50 € Eintritt. Nicht nur für Kiter, sondern auch für Sabine, die als Zuschauer mitgekommen ist. Der Platz ist gut 30m breit und ca 200m Lang. Auf der Wiese liegen mehr als 100 Kites. Auf dem Wasser sind nochmal genauso viele. [weiterlesen]
Ostern in Jervis Bay
Die letzte Nacht war wieder kaum Schlaf. Wach sein war zu wichtig. Den ganzen Tag bis zur Abreise Richtung Sydney am Abend bin ich so aufgedreht übernächtigt, dass wieder nix mit Schlafen ist. Am Nachmittag fahr ich zum Southern Cross Terminal, dann mit dem Nachtbus ab nach Jervis Bay. Kein Aufpreis für’s Kiteboard, leerer Bus und gigantische Sitzabstände. Hinter mir geht die Sonne unter.
Ich schlafe fast die ganze Nacht. Der Transferbus von Nowra nach Huskisson in der Jervis Bay am Morgen ist ein echtes Erlebnis. Komplett leer. Komatöses Steel-Guitar-Country-Gedudel. 30km durch die perfekten Nachbarschaften. Schwitzende Jogger, spielende Kinder, rasenmähende Väter, sauber eingerahmte Blumenbeete. [weiterlesen]
Flachwasserkiten in Hervey Bay
Jeder kommt nach Hervey Bay um nach Fraser Island zu gehen. Fraser Island ist eine der größten Sandinseln der Welt, 140km lang, 25km breit. Welterbe der Menschheit, umgeben von massig Tiger Sharks. Ich finde in Hervey Bay ein schönes kleines Hostel mit WiFi, das Mango Tourist Hostel. Unter der palmengedeckten Veranda kann ich endlich mal wieder ordentlich arbeiten.
Schon bei der Ankunft bläst der Wind ordentlich. Sachen rein, Mails checken und ab an den Strand. Nach einer halben Stunde finde ich meine Freunde schon auf dem Wasser. Wind mit 17 Knoten Südost. Spot: The Esplanade, das äußerste Eck der Bay vor Fraser Island. Eine Sandbank und massig spiegelglattes Wasser. Herrlich heizen, springen und tricksen. [weiterlesen]
Blow Up vor dem Sturm
Ich fahre vollkommen übernächtigt weiter. Die letzte Nacht war genauso grässlich. Ich hab noch nie jemanden verprügelt. Gestern Nacht war ich praktisch permanent kurz davor. Erlebnisse: siehe letzter Eintrag. Ich greife meine Sachen, fahre los. Nach hundert Kilometern merke ich: ay. Essen vergessen. Wohl ein Zeichen: iss weniger!
Eine weitere Sache die ich bisher nicht geschnallt hab: in Queensland laufen die Uhren anders. Eine Stunde näher an Europa, obwohl auf der gleichen Länge wie New South Wales. Deswegen komme ich in Noosa schon um 12 Uhr an. Wollte eigentlich weiter, aber habe gute Gründe hier einen mehrtägigen Stop einzulegen: Die Windvorhersage von Windguru.cz. [weiterlesen]
