Ometepe

0403
2015
Mi
4:13
Tag
2826
2366 views

Die mitten im Lago Nicaragua gelegene Insel Ometepe ist die bisher grösste Überraschung meiner Panamerika-Kite-Reise. In Costa Rica sagte jeder, der Wind auf Ometepe wäre viel schwächer. Er ist fast genauso stark. An fünf von fünf Tagen war ich meist mit dem Neuner Kite auf dem Wasser.

Morgens bläst der Wind meist sehr laminar mit 20 bis 25 Knoten sideon von rechts. Mittags macht er gerne Siesta. Nachmittags frischt er deutlich und auf bis zu 35 recht bockige Knoten auf. Abends und nachts ballert er gewaltig. Der Strand von Santo Domingo ist der einzig kitebare auf ganz Ometepe. Hab beide Vulkane mit der Enduro auf 80 km Schotterpiste umrundet.

Die einzigen touristischen Sehenswürdigkeiten sind die Natur-Pools Ojos de Agua und der Wasserfall von San Ramon. Eintritt kostet 3/5$, und beides kann man sich sparen.

Beide Vulkane bieten sehr herausfordernde Trecking-Touren. Auf den 1.600 m hohen und zuletzt 2010 ausgebrochenen Concepcion wandert man retour 12h steil in praller Sonne über feines Geröll. Der Weg auf den seit tausenden Jahren inaktiven 1.300 m hohen Merida führt über glitschige Bachbetten permanent durch den Wald. Ich spare mir beide und genieße die jeden Morgen explodierende bunte Fauna Ometepes. Das an den Hängen des Vulkans gelegene Öko-Hippie-Camp El Zopilote ist vor allem zur Pizza-Nacht auf jeden Fall einen Besuch wert.

Am Strand gibt es keinerlei Gefahren: Die Bäume sind weit genug weg, der Strand selbst ca. 20 m breit und fast vollkommen hindernisfreier feiner Sand. Im Wasser gibts keinerlei Steine oder giftiges Getier. Selbst die selten gesichteten Bullenhaie sind dank dem Japanischen Appetit auf Suppe schon seit den Achtzigern offline.

Der Stehbereich im Panorama zwischen den beiden Vulkanen von Ometepe ist wenigstens 100 m breit, der Strand selbst ca. 2 km lang. Die manchmal über einen Meter hohen Wellen brechen im gesamten Bereich super konstant und mehrfach. Beim Auswärtsfahren formen sie wunderbare Kicker, die dich ohne weiteres auf sieben Meter hochschleudern. Beim Einwärtsfahren schreit das Flachwasser hinter den Wellen zum Tricksen.

Es gibt eine kleine Kiteschule unter Französischer Leitung mit Verleih, aber ohne Reparatur-Werkstatt. Auch wenn es anderslautende Berichte gibt: auf Ometepe scheint das Wasser sauber zu sein. Ich hatte keinerlei Probleme trotz einigen heftigen Einschlägen samt verschlucktem Wasser. Von an Infektionen gestorbenen Kitern hat keiner was gehört.

Als Unterkunft bietet sich Casa Istiam an. EZ 15 $/Nacht, DZ 20$, Essen ok aber dauert immer ewig. Vom Bett aufs Brett sinds nur 25 m, Kite-Material am Zimmer lagern ist gestattet. Das Kitesurfen im Panorama zweier Vulkane auf Ometepe war auf jeden Fall der bisher beste Spot in drei Ländern.

Dann noch die Spätfolgen der Abschiedsnacht:

Usually i prefer aliterations. But Ometepe seems just to be way much purer than any of my word-mashups could ever be. So i keep the title short. Maybe my hammock facing the strong winds raging over wasted waters shouldn’t shake that much. But it does, to some Franco-Canadians 7th Nation Army sound.

Maybe I shouldn’t have lost my rooms‘ keys, celebrating the departure of a place I once more could have been way much more into . But I did, and in fact: if I kissed my girl just one more time and I felt like a bird flying over the slopes of some Nicaraguan volcano just one more time and my doctor told me I’d have to die tomorrow, my only answer would be: „So what?“.

I enjoy the necessity of hard soft typing on a mobile tonight. Any letter hit the right spot must at least be worth a hundred sober words. I feel like hitting them the right way, but you’re the ones to decide.

I enjoy the emotional emptiness of some world travellers blogs‘ boring facts, aligned to some pre-written schedule. Makes me feel like I’d be able to succeed in living a life less wasted in high spirits.

In fact, I’m not. Still, I pretend it’s well wasted. No big sights along the road, just magic happening in between. It’s those times you can’t buy. Just the ones that are hard to appreciate, realize and be thankful for – the most. Thank you to the ones that gave me the sound for the incredible views I have witnessed.

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Ein Kommentar

  • GE schreibt am Donnerstag, 5.3.2015 um 0:25 Uhr:

    Just got back from kitesurfing there last Monday. I miss it already! Nice pictures! Glad to see more people going to kite surf there now. Last year I was the only one there, still awesome but much better when others are around.

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