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Oh it’s such a perfect day…

Was brauchen Muslime eigentlich immer gleich 37 Jungfrauen im Paradies? Dieser eine Beach ist Paradies genug, ich bin der erste Kiter hier. Die Angestellten kennen keine Kites. Und das gerade mal 30 km von Boracay. Dort fragt man sich an manchen Tagen eher, welche Farbe eigentlich der Himmel hat, weil man ihn vor lauter Kites nicht mehr sieht.

Nach dem heftigem Sturm in der Nacht flaut der Wind am Morgen endlich ab. Er bläst jetzt recht konstant mit 15-22 Knoten side onshore. Perfect 13. Der Strand ist vom gestrigen Sturm reichlich Treibholz-garniert. Die Leinen verfangen sich einige Male. Aber das ist auch schon das einzig nicht perfekte – bis Mittag haben ihn die Beachboys ohnehin wieder perfekt geharkt.

Ich geh raus und bin sofort im Himmel. Weicher Sand im Shorebreak, ein paar kleine aber stumpfe Korallen und Steine. Die Wellen laufen auf dem Weg nach draußen mit angenehmen 1 bis 1,50 m recht steil ein. Auf der rechten Seite endet die Halbinsel in einem kleinen Riff mit Felsen. Man sieht aber alles rechtzeitig. Landeinwärts fahrend laufen die Wellen äußerst mild mit langen Tälern und mehreren Breaks an den stets gleichen Stellen ein.

Meine Lines reduzieren sich immer mehr auf eine stets gleiche hypnotische Abfolge von Mantras. I’m in Heaven. Raus. Ich höre Musik ohne Ipod. Einarmiges Wellenrodeo mit spritzigen Sprüngen. Yee-haw! Vor den Felsen ein gecarvter Turn über den Wellenkamm. Long winding road. Reinwärts pures Heizen im flachen Wasser der Wellentäler. Don’t stop me now! Dann auf der Rückseite eines Wellenberges hart ankanten und Liftoff zu satter Airtime. We lift you up where you belong.

Ich versemmel wie immer locker die Hälfte aller Sprünge. Crash Boom Bang. Die andere passt – Ground Control to Major Tom. Dann spiel im Shorebreak und ein harter Turn mit dicken Spray. I’m a passenger. Mittags schnell Zucker und Futter tanken. Jules kommt wieder an und berichtet davon, daß die Rückkehr in den Wahnsinn von Boracay noch härter war. Er schlägt neue Namen vor: Borawhy? Boracry! Bancrupcay. Von ersterem lass ich mir in ein paar Tagen garantiert ein Survival-Shirt drucken.

Nachmittags frischt der Wind nochmal deutlich auf, gut für den 9er. Die Wellen werden heftiger, meine Arme trotz zwei Monaten Vorbräunung immer roter und meine Muskeln immer steifer. Viereinhalb Stunden sollen reichen. Danke für die Bilder, Dave! Oh it’s such a perfect day – you just keep me hangin‘ on…



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4 Kommentare zu “ Oh it’s such a perfect day… ”

Glückwunsch, Frank für diese Pionierleistung. Endlich ein neuer Spot als Alternative zu der Bulabog Beach Kloake in Boracay und halbwegs windsicher scheint er auch zu sein. Bestätigen dies die Locals dort?? Nicht dass du dort nur einmaliges Glück hattest.
grüsse
thomas

Kommentar von Thomas am 11.1.2012

Hehe…sag ich doch da muss es mehr geben. Erster war ich wohl doch nicht, aber einer der ersten. Und ich hab schon wieder nen neuen Traumspot…

Kommentar von ff-webdesigner am 11.1.2012

Liest sich super dein Traumtag! Hammer Bilder!!! Bekommt Dave nicht auch Lust zu probieren?

Kommentar von Dominik am 11.1.2012

Schon…aber der muss tauchen lernen, und bei 25+kn nicht perfekt zum Kiten lernen…

Kommentar von ff-webdesigner am 12.1.2012

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