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Kitesurfen in Sotavento

Der Morgen danach ist schlimm, Frühstück undenkbar. Ein windsuchender Italiener von gestern meldet guten Wind. Wir fahren nochmal 120km nach Sotavento und sind am Mittag mit die ersten auf dem Wasser. Die nächsten sechs Stunden sind ein Traum. In anfangs 15 Knoten Sideshore nehmen wir recht große Kites und kämpfen uns durch das Schlachtfeld poppender Kite-Schüler.

Alles ist perfekt. Dominiks erstes Ozean-Kiten. Hohe Sprünge, laminarer Wind, 200m breiter Strand, Platz bis zum umfallen. Fast perfekt. Dominik wird’s irgendwann ob der letzten Nachtschicht schlecht. Oder wegen McFrüchstück. Er gibt auf jeden fall den Tipp, daß man sich doch besser nicht im Luv des eigenen Kites übergeben sollte. Lee wäre da viel angebrachter.

Sotavento verdient seinen Ruf als Kite-Mekka zurecht. Spitzen Wind, Bar mit Palmen, hohe Sanddünen. Keine depperten Lavafelsen, alles nur Sand. Bei Flut und zu bestimmten Mondphasen gibt’s sogar eine Flachwasser-Speedpiste als Lagune am Strand. Wir begnügen uns mit den kleinen Wellen auf dem offenem Ozean.

Einige Sprünge versemmel ich grandios. Mit Dominiks 14er Evo springe ich zu nah an der Küste, der Kite haut mich weiter nach oben als gedacht, und vor allem zu weit gen Land. Ich lande hart im 10cm tiefen Wasser auf dem Rücken. Auch Dominik macht ein paar ordentliche Abgänge. Aber nichts stoppt uns heute, wir haben zu lange gewartet.

Abends frischt der Wind vor dem morgen erwarteten Sturm ordentlich auf. Wir wechseln auf 10 und 12. Der Rescue-Jetski ist schon schlafen gegangen. Alle Schüler sind weg. Nach fast sechs Stunden sind wir im Sonnenuntergang die letzten Kiter auf dem Wasser. Perfect Day. Meine Arme kann ich kaum mehr über die Tastatur heben.



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