I believe I can fly

1803
2010
Do
17:53
Tag
1014
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Die Tage auf El Yaque vergehen wie im Flug. Morgens etwas arbeiten, ab Mittag raus zum Kiten. Ich steigere die Kite-Dosis auf drei Stunden täglich, teils auch deutlich mehr. Abends ein Bier im Sonnenuntergang am Kitebeach. Gutes Tunfischsteak, gute Leute und gute Cocktails.
 
Der Segelmacher braucht eine ganze Woche zum reparieren meines Kites. Vor mir kamen noch 20 andere. Ist aber nicht schlimm. Der Wind hackt die ganze Woche mit 20 bis 30 Knoten. Sprich: der 10er Blade Vertigo ist gerade perfekt. Danke für's ausleihen, Jörg!
 
Nach drei Tagen mit üblichen kleine Stürzen packt mich beim Cruisen eine heftige Böe. Der Stahlstift im Chickenloop reißt. Ich lass mein Brett fallen und klammer mich mit aller Kraft an den bei 25 Knoten voll angepowerten Kite. Die Kraft reicht gerade noch. Nach zehn Minuten kommt ein Rettungsboot. Wäre das ganze nur ein paar Minuten später passiert, hätte ich keinerlei Chance gehabt den Kite zu retten. Ich war der letzte Kiter am Beach.
 
Martin kommt wieder zurück von einem einwöchigen Segeltörn. Den ersten Tag schläft er nur, den zweiten hat er deswegen zu viel Kraft übrig. Wir gehen um 11 Uhr bei schwachen 15 Knoten raus. Etwas springen und cruisen, Eitelkite für Bilder. Ab 12 hat keiner mehr Zeit für Bilder, der Wind hat jetzt wieder gute 20-25 Knoten. Der 12er Session hat jetzt gut Power, die Sprünge werden mächtig hoch.
 
Komisch: seit der Reparatur funktioniert das Springen auf einmal mit dem Kite ganz hervorragend. Nach oben ging er immer gut, aber ich hab praktisch jede Landung versemmelt. Jetzt haut alles hin, auch die Sprünge über fünf Meter ergeben keine Arschbomben mehr – zumindest die Hälfte :-)
 
Durch die Surfer-Armada kreuzen wir auf bis zum Kitebeach. Die Wellen werden größer. Direkt am Eck vor der Landzunge bläst der Wind nochmals stärker. Ich springe bestimmt 20m vor einem Fischerboot ab, denke, der Abstand reicht locker. Komme höher und höher. I believe I can fly… Kurz vor der Landung reisst mich eine Böe nochmal ein paar Meter rauf. Ich lande direkt vor dem Boot, mache einen harten Turn und geh an Land.
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