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El Yaque Kite Killers

Die letzten vier Tage in EL Yaque standen unter keinem guten Stern. Für niemanden. Ich habe noch nie binnen so kurzer Zeit so viele Kite Killer gesehen. Man nehme: Vier Tage Dauerhack, Tag und Nacht. Absolutes Minimum waren mal 10 Knoten, Mitte 25, Spitzen bis zu 38 Knoten. Gemessen am Strand.
 
Vorgestern ging ich bei Mitte 30 Knoten mit dem 10er raus. Nach 500m klappt mein 5-Leiner zusammen (frag mich einer wie das geht…), poppt wieder auf und reisst mich erst durch die Luft und dann unter Wasser. Als ich wieder oben ist er schon auf's Wasser geknallt. Dass eine Verbindungsnaht von Strut zu Fronttube geplatzt ist schnalle ich erst einen Tag später beim Versuch eine Tube zu flicken.
 
Schaut inoperabel aus. Ich hätte nicht rausgehen sollen. Sorry Jörg, kriegst nen neuen Blade Vertigo bis spätestens Freitag. Trotzdem: Ich hatte noch Glück. Selbstrettung funktionierte, wenn auch sehr anstrengend und mit langem Schwimmen im Sturm. Ein Australier rettet mein Board. Andere hatten weniger Glück. Martin sind durch eine Böe alle Lines seines Flysurfers durchtrennt worden. Ebenso Totalschaden.
 
Am Kitebeach knallten die Kites teilweise im Minutentakt aufs Wasser. Zwei Dutzend Kiteleichen an einem Tag. Der Segelmacher ertrinkt in Arbeit. Ein Pirat auf Suche nach seiner gestohlenen Yacht konnte sich nur noch durch Trennung von seinem Kite retten. Viele Kiter wurden weit rausgerissen, es gab üble Kollisionen mit anderen Kitern, Surfern und zahlreichen Schwimmern.
 
Das Meer kocht, die Sonne knallt. Venezuelanische Horden fallen in El Yaque ein. Die Nächte sind kurz und die Tage an Land fad. Alles was ich jetzt noch habe ist ein geflickter 12er, 15 Knoten zuviel Wind und drei Tage Restfrust.


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