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Welcome to Springbreak Central Honolulu!

Mal etwas snobig: Der Flug nach Hawaii mit American Airlines war einer der erbärmlichsten meines Lebens. Miese Movies, keine Essen binnen 5h, kaum zu trinken, keine Zeitungen, modrige Sitze. Egal. Bin jetzt in Hawaii. Mit dem Shuttle geht’s zum Waikiki Beachside Hostel im Süden von Honolulu. 200m vom Strand entfernt liegt Springbreak Central. Circa 200 Weltreisende verwandeln das Hostel in ein Tollhaus der Exzesse.

Das Hostel bietet Käfighaltung mit wöchentlicher Säuberung für 25$ täglich. Morgenfütterung ist inklusive, für Korn am Abend sorgt ein jedes Huhn selbst. Jeweils acht Hühner teilen sich eine eigene Küche, Bad, und, wichtig: TV. In der Lobby gibt’s freies WiFi und 3 1,5m-Plasma-Bildschirme. Meine Roommates sind aus England, very British. Lobsterrot und schon um acht sturzbesoffen.

Ich ziehe mit einem, der weniger rot ist (da Brite indischer Abstammung) in die Stadt. 10 Gehminuten entfernt ist eine Art Fressmarkt. Internationale Imbissbuden, äußerst vielfältig, lecker, billig. Ich werde jede einzelne testen. Auf dem Weg zurück kommen wir an bestimmt 120 Alkoholikashops vorbei. Jeder macht gute Geschäfte, der letzte auch mit mir. Im Hostel bereitet man sich auf den Abend vor. Möglichst schnell möglichst viel möglichst durcheinander.

Mitten im Springbreak Central werde ich mich bald entscheiden müssen, ob ich Rektor oder Schüler, resistent oder renitent sein will. Ich arbeite noch etwas und falle um drei Uhr LA-Zeit ins Bett. Gegen sieben Uhr LA-Zeit kommen meine Kumpanen heim. Diskussionen, in welchem Bett denn jetzt mit den Mädels zur Sache gegangen werden sollte. Zum Glück legt sich eine Leiche über mich. Später mutiert er zum schnarchenden Untoten. Die Geräusche sind trotz Ohropax besorgniserregend.

Ich arbeite am ersten Tag viel, gehe nur ein paar Stunden durch Honolulu und an den Strand. In der Früh hockt ein hypnotisierter Japanese vor der Glotze in der Lobby. Grad eben merk ich: er hockt immernoch da. Schaut, nein starrt auf the fabulous life of… auf MTV. Ich verkneif mir, rüber zu gehen und La Cucaracha vor seinen Augen zu schnippen.

Emma, eine Forscherin aus England ist aufgetaucht. Hatte ich vor 9 Wochen an den Niagara Falls kennengelernt. Kleine Welt. Wir wussten zum Glück beide unsere Namen nicht mehr.



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