Schnorcheln, Sonnenschein & Sanddünen

1609
2007
So
20:35
Tag
100
2716 views

Nach einigen Tagen geht endlich mal wieder ein Schnorcheltrip zusammen. Mit dem Boot geht’s raus aufs Riff an der Coral Coast. Die Sichtweite beträgt bis zu 20 Metern bei mäßiger Strömung. Blaue Seesterne, Papageienfische, Clownfische und hunderte andere die ich nicht kenne. Wer noch nicht auf Fiji geschnorchelt hat, weiß nicht was Farben sind.

Wir tauchen bis auf 5m runter an einer kleinen Riffwand entlang. Ganz unten sind einige Mördermuscheln von bis zu einem halben Meter. Ich will sie etwas ärgern, aber Wasserwedeln reicht nicht, dass sie sich schließen. Meine Hand brauch ich noch, also eben kein Muschelklappen.

Riesige bunte Fischschwärme verstecken sich in Anemonen und Korallen. In den kleinen Canyons zwischen den Felsen wimmelt es von buntesten Farben. Die Sonne wirft ihre Strahlen durchs klare Wasser. Eine schwarz-weiße Seeschlange versteckt sich im Sand. Was noch alles zu sehen war, ist schwer zu beschreiben. Zum Glück hatten meine Zimmergenossen Roy und Neil Unterwasserkameras dabei.

Am Nachmittag versuch ich, einen ganz einfachen Fiji-Palmenhut zu weben, den ein Angestellter mir dreimal versucht hat beizubringen. Nach fast einer Stunde geb ich genervt auf. Bei ihm sah das so unendlich einfach aus.

In der Nacht zuvor kamen einige neue Gäste an, das Fiji Beach House ist wieder voller. Die Frauenquote beträgt atemberaubende 75%. Ich hab meinen Stay nochmal verlängert, dafür gab’s das Schnorcheln und ne einstündige heftige Bula-Massage umsonst. Die gute Frau hatte die Stimme einer Hexe und die Hände eines Magiers.

Surfer aus der Umgebung gesellen sich am Abend zu uns. Gute Gitarrenspieler, Freestyle-Singsang mit viel zu vielen Bier. Einer berichtet mir, dass bei Sigatoka, eine halbe Stunde gen Westen, ein stabiles Windsystem seit Tagen gute 20 Knoten bringt. Dort muss ich hin.

Mit Aline, einem absoluten Sonnenschein aus Frankfurt geht’s am nächsten Tag zu den großen Sanddünen in Sigatoka. Mein Blues ist noch nicht vorbei, aber ihr einfach beim Leben zuzuschauen macht ihn deutlich melodischer. Wir rennen die 50m hohen Dünen im Regen rauf und runter. Aline freut sich über Blumen, Schweine, Regenbogen, Surfen, eigentlich alles wie ein kleines Kind. So will ich auch wieder reisen. Ich frag sie „Wenn du furzt duftet’s nach Blumen, oder?“ Ihre Antwort: „Ne, aber ich kann Feuer furzen“.

Nach 10 Tagen im Fiji Beach House wird’s Zeit wieder aufzubrechen. Bin jetzt der Senior hier. Hab mich zuhause gefühlt, so sehr dass ich weiterreisen muss. Wir haben mit dem Fiji Rugby-Team Nächte durchgefiebert, viel Geld hat beim Pool und Pokern die Besitzer gewechselt. Flaschen wurden in Hängematten geleert und hundert Songs gesungen. Die Sonne brannte, der Dschungel schmerzte und das Wasser strahlte. Zeit zu gehen.

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Ein Kommentar

  • Ollie schreibt am Donnerstag, 20.9.2007 um 6:31:

    Man Alter, scheinst mächtig spass zu haben! Daß sich der Spass am Leben auf den Geruch der Fürze auswirkt, wusste ich noch nicht. Kann ja auch gar nicht sein, denn wenn mein 7-monatiger Sonnenschein mich anlächelt, dann zeigt sie mir wie gut es Ihr geht und wieviel Spass sie auf dieser Welt hat. Wenn sie jedoch einen fahren läßt, riecht es nach Blumen! (Wenn sie drei Monate auf dem Kompost gelegen sind :-) Und in diesem Moment wird mir klar: Das muss MEINE Tochter sein!!!!
    Schön, das!

    Aloha,
    Ollie

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