Kitesurfing in Fiji gone bad

2809
2007
Fr
21:40
Tag
112
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Ich brauch noch nicht mal den Wecker, um pünktlich zur Flut um sechs aufzuwachen. Der Wind brodelt schon, reicht aber noch nicht zum Kitesurfen. Nochmal drei Stunden schlafen, dann geht’s weiter mit Kitesurfing in Fiji. Um zehn Uhr fahren wir mit dem Boot wieder raus an den sicheren Kitesurfing-Spot an der Sandbar, 2 km von Nananu-i-Ra entfernt.

Schon auf Nananu-i-Ra war der Wind stark, an der Sandbar bläst der Wind mit 30-40kmh. Starke Böen machen das Kitesurfing noch schwerer. Für meinen 12er Nitro mit 30% Depower absoluter Killer. Wenigstens weiß ich das schon, bevor ich rausgehe zum Kitesurfen. Immer ein schlechtes Omen, wenn man schon an Land kaum noch Bodenkontakt halten kann.

Sotos macht Schulung für eine kleine Neuseeländerin. Deren 12-jähriger Bruder fährt nach nur 2 Jahren wie Gott: schnell mal nen doppelte Backflip hier, Frontside da, 360 dort. Ich geh raus. Schon die erste Böe hebelt mich in den Himmel aus. Zum Glück trägt der Kite auch mehr bei starkem Wind, somit werden auch die Einschläge milder.

Nach einer Stunde hab ich nen halben Kilometer Höhe verloren. Kitesurfing ist bei dieser Windstärke kein Spaß mehr, mit meinem 150er-Leichtwind-Kiteboard hüpf ich nur noch von Wellenkamm zu Wellenkamm. Kante reinzupressen haut gar nicht mehr hin, weil der Kite mich immer wieder in Null Komma nix auf über 30kmh beschleunigt. Voll depowert zieht mich der Kite nach jedem Sturz bis zur Hüfte aus dem Wasser. Nach einem massiven Powerzonen-Crash lass ich mich erstmals retten.

Gegen zwei wollen wir noch nen Downwinder zurück nach Nananu-i-Ra einlegen. Sotos reißts beim ersten Sprung halb entzwei, die Line wickelt sich um den Kite und er wird aufs Riff gezogen. Zum Glück ohne Folgen. Nach einigen Bahnen packt mich wieder ne heftige Böe, reißt zuerst mich hoch und dann meine Frontline auseinander. Positiv gesagt weiß ich jetzt wenigstens, dass ich nie bei mehr Wind gekitet habe. Negativ: in ganz Fiji gibt’s keine neuen Kite-Lines zu kaufen, noch nicht mal weit weg.

Tipps für Kitesurfing in Fiji

Kitesurfing in Fiji: Der Wind Fiji eignet sich mit seinen relativ zuverlässigen Passatwinden prinzipiell gut zum Kitesurfen. Die Windstärke schwankt von Mai bis September zwischen 10 und 20 Knoten. Die Winde sind je nach Insel stark unterschiedlich und teils sehr böig. Ab November bauen sich starke Tiefdruckgebiete mit heftigen Regenfällen auf. Entweder zuviel oder gar kein Wind.

Kitesurfing in Fiji: Die Spots Fast alle Inseln sind von scharfen Korallenriffen umgeben. Unbedingt Surf-Gamaschen mitnehmen. Nur wenige Inseln haben kein Riff vor dem Strand. Als einer der besten Spots wird Nananu-i-Ra genannt, eine kleine Insel nördlich Viti Levu. Der Passat strömt hier ungehindert Side-Onshore auf den Beach. Mittelhoher Wellengang. Bei Ebbe ist das Wasser über den Korallen zu niedrig, bei Flut wird der Strand sehr schmal. Safari-Lodge nimmt für Transfer und Rescue-Boot zur nahen Sandbar stolze 43 €. Auf der Yasawa-Gruppe soll es auch noch einige gute Kitesurfing-Inseln geben (Mana Island). Mehr dazu sobald ich dort war.

Kitesurfing in Fiji: Das Material Erste Wahl sollte ein 12er Kite sein (75kg-Kiter). Es gibt soviel ich weiß keinen einzigen Kitesurf-Shop in Fiji. Alles selber mitnehmen. Ersatzlines nicht vergessen. Materialmiete ist etwas billiger als in anderen Ländern, aber mit 80 € am Tag immer noch recht teuer und nur an wenigen Spots erhältlich. Kiteschulung: 100 € / 2h incl Material. Das Wasser ist ganzjährig zwischen 25 und 30 Grad warm, Neo ist nicht nötig. Fiji liegt nahe am Äquator, hohen Sonnenschutz in Massen mitnehmen.

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2 Kommentare

  • Jannis schreibt am Freitag, 28.9.2007 um 23:13 Uhr:

    So oft, wie du da Kitesurfing und Kiteboarding in allen Kombinationen verwendest, sieht das aus, als wolltest du da Keywords schinden ;-)

  • ff-webdesigner schreibt am Samstag, 7.6.2008 um 23:11 Uhr:

    Aber bitte? Was hätte es denn für einen Sinn ständig Kiteboarding und Kitesurfing in Fiji zu wiederholen? Das wäre doch vollkommen idiotisch. Kitesurfen in Fiji ist einmalig. Das Selbe gilt für Kiteboarding in Fiji. Es wäre absolut wertlos Begriffe wie wie Kitesurfing in Fiji zu Tode zu reiten :-)

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