Kitesurfen auf Mana

2310
2007
Di
19:13
Tag
137
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Nach einer Woche Flaute kommt unerwartete der Wind auf Mana an. Mana ist das fijianische Wort für Magic. Genau so ist auch der Wind: genau richtig für meinen Kite, nicht zu viel, nicht zu wenig, etwas böig, aber auch mit nem drei Jahre alten Drachen gut zu reiten. Binnen zwei Tagen komm ich einige Stunden raus in die Bucht.

Wind und Wellen passen gut zum springen. Joost, ein netter Holländer schießt einige der besten Bilder binnen acht Jahren Kiten. Herzlichen Dank! Meine Sprünge werden immer höher. Aktuell arbeite ich am dritten Stock. Keine großen Tricks, einfach so hoch wie möglich. Ein Segelboot kommt an, und der Speed-Cat. Ich fahr mitten durch, hebe ab und alle Touris grölen „Higher, more“.

Ich wünsch mir derweil grade eigentlich nur, dass mich der Wind wegbläst, an weit enfernte Ufer. Mana ist wunderbar, aber es geht zwecks regem Nachtleben ganz schön rauf und runter. Wie beim Kiten. Auf einen schönen Nachmittag muss manchmal wohl eine grässliche Nacht folgen. Von beidem hatte ich binnen einer Woche gleich zwei.

Ich schwimme viel und weit, jeden Tag mindestens eine Stunde. Heute zum ersten Mal bis ganz raus zum äußeren Reefbreak, ca 1km oneway. Danach ist Ruhe im Schädel. Viele Taucher und Fischer berichten mir von Haien. Ich seh keine und vertrau auf die Prophezeiung eines langen Lebens durch die Handleserin vom Hollywood Boulevard.

Das Nachbarhostel bietet mir 9 Tage freie Kost und Logis für eine kleine Homepage. Ich nehme an und ziehe mitten in der Nacht aus einem Dorm, in dem ich nicht mehr schlafen kann ins nächste Hostel. Zwei Menschen kommen mir entgegen und fragen, was ich mache. Ich schaffs zu grinsen: „Moving. Good night.“

Den Rest der Nacht verbringe ich mit einigen Dorfbewohnern Kava trinkend. Ich schau auf mein Spiegelbild in den sich immer wieder aufs neue füllenden Kava-Bechern. Der Zeremonienmeister ruft beim Radio an und meint: „Gleich kommt ein Song für uns.“ Die Widmung an unsere fünf Namen folgt vor dem Song nur drei Minuten später. Ich kann’s nicht glauben, also wiederholt er den Trick nochmal, mit dem gleichen Effekt.

Gewünscht hat er sich Lucky Bune, ein Reggaesänger aus Südafrika. Wurde vor vier Tagen in Johannesburg von drei Kugeln tödlich getroffen. Ich vermute mal, nicht ins Herz. Um vier geh ich ins Bett. Beim aufwachen zeigt meine Uhr exakt 9:11.

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7 Kommentare

  • didi schreibt am Dienstag, 23.10.2007 um 21:57 Uhr:

    hi, gerade deinen blog gelesen, letzte woche in nandi angekommen, suva und dann weiter….. bin auch kiter, beruflich fuer die nachsten 2 monate hier. momentan auf nebeninsel von taveuni…. meld dich mal, auch skype: difr36

  • Sten schreibt am Freitag, 30.11.2007 um 6:19 Uhr:

    Tolle Bilder und eine interessante Reise, die Du da machst. Sicher gibt es ein Post, wie alles begann, kannst Du vielleicht mal einen Link zum Beginn posten, ich würde gern alles lesen.

  • ff-webdesigner schreibt am Freitag, 30.11.2007 um 22:18 Uhr:

    Sten, sicher gibts den: http://blog.ff-webdesigner.de/usa-kanada/stinken-sicherheit.html

  • Sten schreibt am Samstag, 1.12.2007 um 3:06 Uhr:

    Sorry, dass ich meine Website angegeben habe, wollte nicht spammen! Ich dachte eher an ein Post in dem man lesen kann was Dich zu dem Schritt bewegt hat, was Du genau vorhast (also wie lange Du unterwegs bist und was alles auf Deiner Länderliste steht) und vielleicht auch wie Du die große Reise finanzierst. Das fände ich sehr spanndend.

  • ff-webdesigner schreibt am Samstag, 1.12.2007 um 12:37 Uhr:

    lass auch jeden link zu, nur eben keine kataloge oder artikelverzeichnisse :-) finanzieren: wie in den aktuellen beiträgen weiter world wide webdesign…

  • eva schreibt am Dienstag, 26.5.2009 um 13:04 Uhr:

    Tschuidigung die störung, aber nachdem du schon so oft kitesurfen auf fiji geschriebn hast und das tatsächlich am anfang bei google auftaucht muss ich dich nun fragen. welche spots würdest du zum kiten empfehlen? bin no relativer anfänger hab aber mei gonzes glump oba mit (seid über 5 monaten)! weisst du wie es auf den yasawas is? möcht derzeit net unbedingt auf der hauptinsel bleiben…
    danke dir

    eva

  • ff-webdesigner schreibt am Mittwoch, 27.5.2009 um 10:16 Uhr:

    Bin auf Fiji nur an 2 Punkten wirklich zum Kitengekommen: Nananu-i-Ra im Nordosten von Viti Levu und Mana, welches zur Mamanuca Gruppe nach Nadi gehört. Direkt in Nadi hab ich’s auch mal am Strand vor dem New Horizon probiert, aber war nie so guter Wind. Nananu-i-Ra ist ordentlich Wind. Grüß mit Warren von der Safari Lodge!

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