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Endlich Kitesurfen in Hawaii

Ein weiterer windloser Tag vergeht. Ich bastel an einem Dankeschön-Poster für alle meine Hosts. Das Haus und ich, allein. Abends fahr ich wieder zum Strand. Umsonst, wie erwartet. Bei einem guten Mexikaner geb ich mir die Keule, festofftechnisch und flüssig. Wieder heim. Mein surfen in Hawaii spielte sich bisher nur im Internet ab. Trostlosigkite wiegt mich in unruhigen Schlaf.

Am nächsten Morgen weckt mich das ungewohnte Geräusch sich bewegender Blätter. Nur kurz, dann vorbei. Ich schlafe nochmal ein. Kurz vor Mittag ist klar: heute kommt endlich Wind. Nicht viel, grade genug. Einmal mehr als die Vorhersage, bisher waren’s immer 5 Meilen weniger in Kailua. Mein letzter Tag auf Hawaii. Endlich Kitesurfen.

Vom Bus seh ich grade noch die Rücklichter. Entweder er war 20 Minuten zu früh oder das selbe zu spät. Auf der Ladefläche eines Trucks krieg ich einen Ritt nach Kailua spendiert. Am Strand verlier ich dieses mal keine Zeit. Sofort Kite aufbauen, 30er Block ins Gesicht, rein in die Klamotten. Raus aufs Wasser. Der Wind reicht gerade so. Halb unter Wasser, halb über. Ein paarmal hab ich sogar das Gefühl, Gischt zu erzeugen. An Höhehalten ist nicht zu denken. Aber bei sowenig Wind fällt das Höhelaufen am Strand leicht.

Ich hab einfach den kleinsten. Seh nur 14er, 15er, 17er, ein 20er. Okay, zwei Mädels mit 12ern. Das war’s dann. Ich peitsche meinen Drachen in jedes Windloch und rupfe ihn dann als Wasserleiche wieder raus. Leichtwind kann ich jetzt wirklich. Ich will endlich surfen. Nach einiger Zeit wird der Wind wieder schwächer, und ich muss raus.

Ein netter Filipino von Gestern ist wieder da. Artit hat Probleme mit seinem geborgten Board. Und anscheinend Mitleid mit meinem unpassenden Drachen. Bietet mir an, seinen 14er Cabrinha Contra zu testen. Ich überlege 0,000234 Sekunden bevor ich ja sage. Ich geh raus und genieße die 2 Mehrmeter. Genau, was fehlte. Das Ding läuft super Höhe, auch bei wenig Wind. Ich kite seit acht Jahren. Heute zum ersten Mal einen Bow. Noch auf dem Wasser schrei ich mehrfach „HABEN WILL!“.

Der Kite is geil. Wo mich jede etwas heftigere Böe mit meinem Nitro trotz voller Depower bis zum umfallen reißt, gibt man beim Contra einfach mit der Bar nach. Schwupps, Druck völlig weg, Böe gegessen. Wo ich mit meinem Nitro Sinusen anfange, wenn der Druck voll angepowert nicht reicht, ziehe ich beim Contra einfach an der Bar. Kite am Rand parken und mit der Bar vor und zurück. Endlich, darauf hab ich lange warten müssen. Bow ist echt der größte Schritt seit der vierten Leine. HABEN WILL! Aktuelle Spendenadressen siehe Blog :-)

Den Strand verlassen wir erst am Abend. Beim Mexikaner bemerke ich im Spiegel zweierlei. Ersten schauen die Salzkristalle in meinem Bart recht verwegen aus. Und zweitens ist meine Nase so rotgebrannt, dass es auf ein zweites Bier auch nicht mehr drauf ankommt.

Das war’s dann auch schon mit Kitesurfen in Hawaii. Hab grade noch rechtzeitig bemerkt, dass mein Flieger nach Fiji schon morgen geht, nicht erst am Mittwoch. Wieder mal viel zu wenig Zeit für alles gehabt. Will das ändern. Werde mir die Zeit nehmen. Das Shuttle zum Flughafen kostet mich morgen für 18 Meilen das gleiche wie fünf komplette Inselumrundungen in Fiji (ca 1000 Meilen). Ich glaub drei Wochen Fiji werden bei weitem nicht genug sein. Zeit für Umbuchungen. Aloha!



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2 Kommentare zu “ Endlich Kitesurfen in Hawaii ”

Sag mal, wo war denn die tolle Bleibe in Kailua.
Sieht auf den Bildern ja toll aus.
Kannst Du etwas mehr davon erzahlen oder gar den Kontakt (web side) nennen ?

Kommentar von thnhawaii am 15.9.2007

Die Bleibe war selbige hier: http://honolulu.craigslist.org/oah/sub/422639625.html allerdings nu noch zu haben bis 1. Oktober.

Kommentar von ff-webdesigner am 15.9.2007

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