Goodbye Fiji!

2910
2007
Mo
20:30
Tag
143
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Der Wind kommt leider nicht mehr zurück. Ich werde meinen Kite hier im Paradies lassen, ohne ihn nochmal zum Abschied geritten zu haben. In absoluter Flaute bastel ich eine Wakeboard-Bar. Wir knoten sie an eine Ankerleine hinter ein Boot und haben eine gute Stunde echten Freestyle-Wakeboard-Spaß in der Bucht von Mana.

Vor einigen Tagen kamen zwei faszinierende junge Kanadier an, beide mit schrägen Geschichten und geraden Herzen. Für ihren Abschied muss endlich die Feuerstelle am Strand vor Sakis Hostel entjungfert werden. Ich sammle und klaue Holz, bunkere Bier. Kein Regen kann das Feuer töten, es brennt heiß. Wir trinken, singen, quatschen zu guter Musik bis in den frühen Morgen. (mehr …)

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Sodom und Gonorrhoe im Paradies

2810
2007
So
23:28
Tag
142
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Jeder der auf Mana war berichtet in leuchtenden Farben vom Paradies. Niemand, den ich traf war so lange wie ich auf Mana. Meine Farben ändern sich mit der Aufenthaltsdauer. Ist man kurz da, leuchtet alles schön und grell. Ist man lange da, verblassen die Farben.

Was stets gleich schön bleibt ist die Farbe des Himmels, des Wassers, der Palmen. Die ändern sich nie. Das was verblasst, ist die Farbe der Reisenden hier. Obwohl sie von Tag zu Tag roter werden, werden sie jeden Tag weniger bunt. Als würde man viele Farben in einem Topf mischen. Was rauskommt aus der Vielfalt ist ein langweiliges Grau. (mehr …)

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Abtauchen zu Fijis Haien

2610
2007
Fr
14:16
Tag
140
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Ich fühle mich, als sollte ich Abtauchen. Mein Sinn für Humor gebietet mir einen PADI-Tauchkurs bei dem Tauchlehrer, der mir das Untergangsgefühl gab. Am Nachmittag gibt’s eine kurze theoretische Einweisung, gefolgt von praktischen Übungen, halbe Stunde im Niedrigwasser. Am nächsten Tag geht’s direkt raus zum Tauchspot Supermarket. Andrew verspricht mir mindestens drei Haiarten.

Ich pfeife abwechselnd „We’ll meet again“ und „I will survive“. Hatte Johnny Depp in Dead Man Walking auch gelächelt? Warum heißt dieses Tauchboot „Better Boat“, und was wurde aus dem Vorgänger? Kann man die Titelmeldodie vom weißen Hai wirklich furzen? Als ich ins Wasser springe hab ich den großen Zitterer. (mehr …)

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Kitesurfen auf Mana

2310
2007
Di
19:13
Tag
137
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Nach einer Woche Flaute kommt unerwartete der Wind auf Mana an. Mana ist das fijianische Wort für Magic. Genau so ist auch der Wind: genau richtig für meinen Kite, nicht zu viel, nicht zu wenig, etwas böig, aber auch mit nem drei Jahre alten Drachen gut zu reiten. Binnen zwei Tagen komm ich einige Stunden raus in die Bucht.

Wind und Wellen passen gut zum springen. Joost, ein netter Holländer schießt einige der besten Bilder binnen acht Jahren Kiten. Herzlichen Dank! Meine Sprünge werden immer höher. Aktuell arbeite ich am dritten Stock. Keine großen Tricks, einfach so hoch wie möglich. Ein Segelboot kommt an, und der Speed-Cat. Ich fahr mitten durch, hebe ab und alle Touris grölen „Higher, more“. (mehr …)

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Der schwule Pirat aus dem Schwarzwald

1910
2007
Fr
14:37
Tag
133
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Ich kann nicht schlafen. Nach einem recht ereignislosen Tag und zusammengebrochenem Internet ziehe ich um eins am Strand entlang. Plötzlich höre ich Musik. Ein guter Gitarrenspieler, schöne Songs und gute Sänger. Wo man singt, da lass dich nieder. Ich lande mitten in einem sehr skurrilen Haufen aus Touristen und Einheimischen und werde sehr „warm“herzig begrüßt.

Fiji liegt am Ende der Welt. Mana liegt draußen im Meer vor dem Ende der Welt. Am Ende von Mana liegt das Mana Lagoon Hostel. Weiter weg geht nicht. Man sollte hier die abgeschiedensten Outsider der Welt erwarten. Sind sie aber nicht. Sie sind soweit mitten drin, wie nur irgendwie möglich. (mehr …)

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Don’t push me cause I’m close to…

1710
2007
Mi
19:29
Tag
131
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Ich hör Grandmaster Flash am Strand. Bin wortwörtlich ziemlich angepisst. Das Dach im Dorm leckte wieder in der Nacht. Um zwei ergießt sich wieder ein Strahl in mein Gesicht. Wieder das Bett verschieben. Wieder zwei weitere Stunden wach.

Am Morgen muss ich mich abreagieren. Schwimme mit John, einem amerikanischen Triathleten bis raus hinters äußere Riff. Vom Strand aus sah’s aus wie vielleicht 700m. Wie weit’s war, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass ich gut zwei Stunden später ziemlich zittrig wieder an Land krieche. Dauert ne Weile, bis das Zittern aufhört. Zwei Cola, ne Packung Schokokräcker, eine Packung Chips und ne Portion Fritten mit Wurst. (mehr …)

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Blitze fangen im Pazifik

1610
2007
Di
19:41
Tag
130
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Am Abend ziehen mächtige Gewitter über die Mamanuca-Gruppe. Mit der Filmfunktion kann man die Blitze fangen. Mittels Virtual Dub Bildersequenzen exportieren. Schwupps. Blitzbilder. Die weniger schöne Sache der Gewitter ist, dass sie nach einiger Zeit auch Mana streiften.

Auf dem Dach der Dorm-Bure liegt schon eine Plane. Aber die reicht leider nicht. Genau über mir kommt ein Wasserfall runter. Wieder platschnass im Bett. Wir verschieben das Bett mitten in der Nacht, aber Wasser macht nun mal richtig wach. Kann nicht schlafen, schwimme eine Runde im Regen, während die letzten Gäste mittels heftigem Bierkonsum ihren Aufenthalt zu verlängern scheinen. (mehr …)

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Und wenn ich nicht hier bin…

1510
2007
Mo
20:26
Tag
129
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…bin ich aufm Sonnendeck. Bin ich Bin ich bin ich… Das Schild neben mir sagt: to the Sundeck. Ich schau mich um, ganz oben auf dem Speed-Cat nach Mana. Stimmt. Die Sonne scheint wieder, nachdem der letzte Tag in Nadi eine einzige Katastrophe war. Ich hab die letzten Tage einen Stich am Fuß aufgekratzt. Tägliche Säuberung brachte nix. Das Ding blutete und nässte vier Tage und vier Nächte.

In meiner letzten Nacht im Horizon wach ich um zwei Uhr Nachts auf. Mein Fuß tut höllisch weh. Ich geh raus ins Licht und seh einen Kürbis, wo mal mein Fuß war. Angeschwollen wie Bullenklöten zur Paarungszeit. Der kleine Stich mausert sich zum Ulkus. Ich nehm ein Taxi, fahr ins Krankenhaus. Der Arzt meint: rechtzeitig, wäre wohl ne Blutvergiftung geworden. (mehr …)

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Reisen bedeutet Unterschied

1410
2007
So
13:23
Tag
128
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Ich bin wieder in Nadi. Hier kommen alle internationalen Flüge an. Jeder ist nur auf dem Weg, keiner bleibt. Wenn man ein Gesicht am nächsten Morgen wieder sieht, dann ist das schon lang. Ich mag Nadi nicht. Leider gibt’s keine andere Wahl auf dem Weg von Nananu-i-Ra nach Mana. Ich brauch ein, zwei Tage schnelles Internet, bevor ich wieder am Modem auf einer Insel häng.

An der ganzen Nordküste gibt’s kein einziges Hotel mit Internet. Erwähnt man das Wort Broadband fängt das Gegenüber normalerweise nur an zu lachen. Telekom Fiji empfahl mir ernsthaft, einen Wireless-Account zu eröffnen. Das „Broadband Internet“ in Nadi pfeift aus dem letzten Loch – wenn es mal Luft hat. (mehr …)

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Kitesurf-Finale Fiji: 10km Downwinder

1210
2007
Fr
11:24
Tag
126
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Ich lieg im Zelt. draußen tobt ein tropisches Gewitter. Die Angestellten der Safari Lodge trinken heute Kava und singen nebenan zur Ukelele. Nirgends auf der Welt hab ich Menschen schöner singen gehört. Mehrere Stimmern, einer fängt an, die anderen antworten, manchmal nur Frauen, manchmal nur Männer. Immer mehrstimmig, und jedes Lied klingt wie ein Wiegenlied.

Ich schlafe ein und wache wenig später mit einem Wasserfall in meinem Gesicht auf. Mein Zelt ist „etwas“ undicht. Ich musste umziehen, da vor zwei Tagen ein ganzes Schiff voller neuer Gäste ankam. Der große Clash zwecks Beutemangel auf der Insel bleibt aus. Das schwarze Schiffs-Schaf berichtete uns, dass es sogar zwei Paare auf dem Schiff gibt, die Händchen halten. Das sind dann aber auch schon Extremisten, meint er. (mehr …)

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Flying high in the Fiji sky

0810
2007
Mo
12:46
Tag
122
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Am Strand brennt ein großes Feuer. Wir haben einen halben Quadratkilometer Inselurwald vom Unterholz gesäubert. Einige Zaunpfähle mögen auch dabeigewesen sein. Im Feuer explodierende Kokosnüsse sind nette Späße für Existential-Pyromanen. Vom Laptop kommt „Ring of Fire“ und „Fire Water Burn“. Das Bier ist kühl und die Sterne leuchten heller als irgendwo anders auf der Welt.

Die Fähre nach Vanua Levu am Donnerstag ist auch ausgefallen. Die letzten vier Tage hier waren wunderschön. Ich gewinne immer mehr Bier beim Pokern. Nette neue Leute kommen. Ich bin Supersenior mit 16 Tagen. Reisen? Tu ich trotzdem. Im Kopf und auf dem Wasser. (mehr …)

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Die letzten Tage auf Nananu-i-Ra

0310
2007
Mi
23:10
Tag
117
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Ich hab Glück gehabt mit dem Riff. Am zweiten Tag seines Urlaubs fängt ein Australier den Kite seiner Frau 5m vom Strand entfernt. Resultat: 6cm langer und 2cm tiefer Korallen-Schnitt im Fuß. Nach einem halben Liter Blutverlust ist klar: muss genäht werden. Welches bis zu Abend bedeutet: eine Woche Kite-Pause. Zum Glück ist er nur noch sechs Tage hier :-)

Ich gehe am Nachmittag nochmal für einen Downwinder mit dem Boot raus. Wind bläst in Spitzen über 50km/h. Meterhohe Wellen brechen übers Boot. Sotos beweist mir, dass auch mit den neuesten Kites die Depower manchmal zu wenig sein kann. Es reißt ihn über 1km bis beinahe ins Riff. Ich zähl derweil im Boot die Korallenschnitte in meinen Shorts. (mehr …)

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The first cut is the deepest

0110
2007
Mo
13:53
Tag
115
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Ich sitz am Strand. Meine Korallen-Schnitte heilen langsam aber beständig. Gestern hatte ich ziemliches Schädelbrummen und dicke Füsse. Um die Blutvergiftung komm ich wohl trotzdem rum. Der Wind bläst mit bis zu 45km/h, alle sind draußen zum Windsurfen und Kitesurfen. Ein 60-jähriger macht 10m hohe Sprünge mit seinem Kite. Ich fühl mich unendlich klein.

Ich hör am Strand Rod Stewart, The first cut is the deepest und Coral, the invisible invasion. Einige Taucher haben sehr gute Bilder draußen am Riff und E6 gemacht, die reiche ich heute mal nach. Sie hatten gesagt, die Haie hier wären nur ganz klein und harmlos. Selbst wenn sie das wären: nach Dolphin Island übers offene Meer rüber schwimm ich nicht mehr. (mehr …)

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Kitesurfen Part 3: Hit the reef, Jack!

2909
2007
Sa
16:26
Tag
113
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Mit Hilfe der werten Kitesurf-Community auf oase.com (Danke, Jungens!) und einigen Utensilien der Safari Lodge kann ich am nächsten Morgen meine gerissene Leine provisorisch fixen. Warren bietet mir an, mal einen neuen 12er Eclipse Kite auszuprobieren. Sag ich nicht nein. Gegen 11 geht’s zwei Kilometer raus aus offene Meer für einen Downwinder.

Ich schwimm vom Boot weg, Kite geht schön stabil am Rand hoch. Der Hybrid-Kite läuft Höhe wie Reinhold Messner auf Extasy. Selbst mit geringer Geschwindigkeit und relativ hoch geflogenem Kite geht’s ab nach Luv. 30 Grad gegen den Wind lassen mich nur noch grinsen. In vier Jahren hat sich unendlich viel getan beim Kitesurfen. (mehr …)

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Kitesurfing in Fiji gone bad

2809
2007
Fr
21:40
Tag
112
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Ich brauch noch nicht mal den Wecker, um pünktlich zur Flut um sechs aufzuwachen. Der Wind brodelt schon, reicht aber noch nicht zum Kitesurfen. Nochmal drei Stunden schlafen, dann geht’s weiter mit Kitesurfing in Fiji. Um zehn Uhr fahren wir mit dem Boot wieder raus an den sicheren Kitesurfing-Spot an der Sandbar, 2 km von Nananu-i-Ra entfernt.

Schon auf Nananu-i-Ra war der Wind stark, an der Sandbar bläst der Wind mit 30-40kmh. Starke Böen machen das Kitesurfing noch schwerer. Für meinen 12er Nitro mit 30% Depower absoluter Killer. Wenigstens weiß ich das schon, bevor ich rausgehe zum Kitesurfen. Immer ein schlechtes Omen, wenn man schon an Land kaum noch Bodenkontakt halten kann. (mehr …)

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Kiteboarding in Fiji

2709
2007
Do
21:39
Tag
111
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Darauf hab ich lange gewartet: Kiteboarding in Fiji. Endlich kommt der Wind. Den ganzen Vormittag baut er sich auf. Ich wusste, er würde gut, denn mein Herz hat den ganzen Vormittag heftig geschlagen. Nach 5 Wochen ohne Kiteboarding in Fiji geht’s heute endlich los. Die Wolken sind weg, der Wind ist da.

Nach dem Mittagessen fahren wir mit dem Boot raus auf eine Sandbank vor Ellington Wharf. Bei Ebbe ist auch auf Nananu-i-Ra nix mit Kiteboarding: wie überall auf Fiji sind die scharfen Korallen zu dich unter der Wasseroberfläche. Auf der Sandbank bläst der Wind, mein Wind, genau meine Stärke. (mehr …)

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Dauerregen und kein Wind

2609
2007
Mi
11:51
Tag
110
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Seit drei Tagen warten alle zunehmend verzweifelt auf Wind. Es regnet immer wieder in Strömen. Wir schlagen nicht Zeit tot, sondern schwarz-weiß-gestreifte Moskitos, die wunderbar infektiöse pickelartige Riesenbeulen hinterlassen, wenn man zu langsam ist. Zack. Wieder zwei. 107 heute.

Wir glotzen zuviele DVDs, wenn auch gute, aus der reichhaltigen Kollektion der Safari Lodge. Mein importierter Biervorrat wird drastisch dezimiert, und keine Zigarette hilft gegen die Moskitoscharen. Wir trinken Kava, essen, quatschen, warten auf Wind. Lektüre: The Kite Runner. (mehr …)

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Nananu-i-Ra, Fiji

2209
2007
Sa
19:44
Tag
106
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Mit dem Bus geht’s im tropischen Dauerregen weiter auf die Nordseite von Viti Levu. Der Kings Highway wird nach 50 km ein einspuriger Feldweg. Seekrank auf Land, einmalig. Nach vier Stunden werde ich in Ellington abgesetzt. Endlich wieder Sonne.

Warren, der Besitzer der Safari Lodge auf Nananu-i-Ra kommt, und mit dem Boot fahren wir raus auf eine Sandbank. Dort warten ein paar Schweizer und ein Engländer. Im Sonnenuntergang darf jeder mal eine Runde Wakeboarden hinter dem Boot. Riesen Spaß vor großer Kulisse. Den griechischen Kitelehrer lässt’s so heftig auf Ohr, dass er danach durch selbiges pfeifen kann. (mehr …)

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Navua River & verlorene Seelen in Suva

2009
2007
Do
23:56
Tag
104
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Ich mache meine erste „Touristen“-Tour. Ein Truck holt mich am Morgen ab, wir fahren wieder gen Westen auf der Kings Road. Ziel ist der Navua Fluss in der Nähe von Pacific Harbour. In einem Bus kommen aus dem Westen 15 weitere Deutsche an. Ich habe überhaupt keine Lust auf Deutsch. Der Fahrer tut mir einen Gefallen und stellt mich als Francis aus England vor. Meinen Titel und Nachnamen lasse ich aus, Sir und Drake wäre etwas zu dick aufgetragen.

Mit einem motorisierten Bananenboot geht’s erst eine gute Stunde von der Mündung des Navua River ins Landesinnere. Die Berge werden immer höher während es kontinuierlich regnet. Trotz 25 Grad wäre es wegen dem Fahrtwind ziemlich kalt, bin zum ersten Mal froh über meine Regenjacke. (mehr …)

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Raintreelodge, Wasserfälle & Suva

1909
2007
Mi
23:42
Tag
103
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Der gestrige Tag war bis zum Abend wunderschön. Der Weihnachtsmann setzt mich an der Raintree Lodge oberhalb von Suva ab. Zwischen den Gebäuden sind schöne kleine Seen mit Seerosen, rundherum Regenwald. Die Vögel zwitschern in allen Lagen und aus allen Richtungen.

Trotzdem: Raintree Lodge ist Mist. Betten modrig, Räume eng. Essen teuer und schlecht. Versiffte Bäder, WCs, grüner Pool. Alles verlassen, Personal unmotiviert. Jedes kleine Extra kostet massig. Der absolute Abschuss war eine ethno-techno-untermalte „einheimische“ Tanzperformance, an Traurigkeit kaum zu überbieten. (mehr …)

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Der Weihnachtsmann kommt nach Fiji

1809
2007
Di
10:42
Tag
102
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Die letzte Nacht im Fiji Beach House geht ruhig zu Ende. Das Haus ist leer, die guten Kumpanen weitergezogen. Verabschiedet wurde ich am Nachmittag von starken Winden. Passenderweise zur Ebbe, 20cm Wasser über dem Riff. Unkitebar. Mein Fluch dauert an.

Ein paar Australier fahren nach Suva. Ich klink mich ein. Hatte keine Ahnung, mit wem ich reise. Auf einmal halten wir an einer Schule an. Der Kofferraum das Vans ist voller Bälle. Kinder strömen herbei. Der Weiß-Blau-gestreifte Weihnachtsmann Peter Cole mit seinem rotgebrannten Kollegen Bubbles lassen Kinderherzen strahlen. (mehr …)

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Schnorcheln, Sonnenschein & Sanddünen

1609
2007
So
20:35
Tag
100
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Nach einigen Tagen geht endlich mal wieder ein Schnorcheltrip zusammen. Mit dem Boot geht’s raus aufs Riff an der Coral Coast. Die Sichtweite beträgt bis zu 20 Metern bei mäßiger Strömung. Blaue Seesterne, Papageienfische, Clownfische und hunderte andere die ich nicht kenne. Wer noch nicht auf Fiji geschnorchelt hat, weiß nicht was Farben sind.

Wir tauchen bis auf 5m runter an einer kleinen Riffwand entlang. Ganz unten sind einige Mördermuscheln von bis zu einem halben Meter. Ich will sie etwas ärgern, aber Wasserwedeln reicht nicht, dass sie sich schließen. Meine Hand brauch ich noch, also eben kein Muschelklappen. (mehr …)

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Fremdenlegion Fiji

1409
2007
Fr
19:43
Tag
98
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David, der nette Ire vom ersten Dschungeltrip hatte gemailt. Hätte einen weiteren Dschungeltrip ausgemacht, nirgends öffentlich angeboten, nur durch Zufall von einer Dorfbewohnerin erfahren. Ich sage sofort zu. Früh Morgens geht’s mit dem Bus nach Pacific Harbor, Art Village. Nettes Kolonial-Ensemble.

Ich treff David gegen 11, wir gehen was essen. David berichtet mir von seinen anderen Hotels. Anscheinend ist alles leer. Der letzte Putsch in Fiji ist zwar schon ein Jahr her, aber die Touristen fehlen immer noch. Ich überzeuge mich kurz davon im Uprising, einem neuen Backpacker-Resort in Pacific Harbor. Leer. (mehr …)

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Der Weltreise-Blues

1209
2007
Mi
20:13
Tag
96
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Ich hab den Drittel-Weltreise-Blues. Keinen melodischen, mehr einen mit nach unten verstimmter Quart. Bin ein vollgesaugter Schwamm, und zwar nicht wegen fünf Tagen Dauerregen. Alles bewegt sich rasend schnell. Nach den USA dachte ich, das wäre die zu hohe Reisegeschwindigkeit. Aber das war’s nicht. Die Welt zieht noch schneller vorbei, wenn man still steht.

Hab lange überlegt, ob ich darüber was schreiben soll. Ist ja kein Krematoriumsblog. Ich stell’s jetzt online, weil ich denke dass eine Reise ohne Tiefpunkt keine Höhepunkte liefern kann. Gehört somit wohl dazu. (mehr …)

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Welcome to the jungle!

0909
2007
So
14:24
Tag
93
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Jiunta, ein Führer aus dem nahen Dorf führt uns mitten in den Urwald. Nur zwei Leute. Menschenleerer Dschungel. Es geht über Feldwege durch ein kleines Dorf bis an den Waldrand. Ich hab jegliches Leiberl vergessen, die Sonne sticht. Die Schuhe wollen mich nach dem ersten Schlammfeld ebenfalls nicht mehr begleiten, gehen sich auf der Wiese sonnen. Barfuß im Dschungel.

Der Trail geht durch Matsch, Moskito-Schlachtfelder und Bambuswälder an einem Fluss entlang bergauf. Der Manoa-Trail auf Oahu war nett, aber erst das hier ist richtig zuckerfrei. Jiunta zeigt immer neue Pflanzen, zum Fische-besoffen-machen, gegen Durchfall, zum Blutstillen und vieles mehr. (mehr …)

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