Mi
13:38
Tag
75

Dere, Unvereinigte Staaten von Amerika!

Heute ist’s so weit. Teil eins der Weltreise geht zu ende. 10 Wochen quer durch die Unvereinigten Staaten von Amerika. Viel gesehen, vielleicht sogar zuviel. Ich sitz am Flughafen in LA und warte auf meinen Flieger nach Honolulu. Werte jetzt mal einfach Hawaii als nicht-USA. Franzosen sprechen ja zum Glück heute auch kein Italienisch.

Schön war’s, anstrengend, überraschend und teils auch ganz schön öde. Amerika ist nicht ein Land. Amerika sind 50 einzelne Länder. Jedes ist anders, manche vollkommen anders. In einem Land zahlt man 100$ für eine Meile zuviel, im nächsten nichts für 10. Im einen Land gibt’s keine Kurven, im anderen keine Geraden. [weiterlesen]

Mo
23:48
Tag
73

Santa Monica, Venice Beach & Viper Room

Ich fahr mit dem Bus nach Santa Monica. Stimmt nicht, was alle sagen: geht ganz gut ohne Auto in LA. Nach einer dreiviertel Stunde bin ich zum ersten Mal am Strand. Okay, der Folgebus gen Norden bleibt unauffindbar. Egal. Ich laufe erst bis hinters nördliche Ende der Palisades, dann am Strand unter der Santa Monica Pier durch bis zum südlichen Ende von Venice Beach. David Hasselhoff ist weg. Surft wohl gerade wieder besoffen auf Hamburgern rum. Über den Venice Beach Boulevard geht’s zurück zum Santa Monica Pier. Die Häuser sind interessant. Wie Taschen: American Homes, Best of Volume II. An einer Bushaltestelle grölt ein Besoffener zwei Blondinen hinterher. Als ich ihm seinen verlorenen Kopfhörer reiche, greift er nach meinem Busticket. [weiterlesen]

So
21:18
Tag
72

Getty Center, Luxusshops & Beverly Hills

Ich hab’s in zwei Tagen nicht geschafft, einen Busplan von LA zu bekommen. Das macht die Navigation etwas schwierig. Bevor ich zum Getty Center losziehe, lad ich mir extra noch den Plan als PDF runter und nehm den Laptop mit. Auf dem Weg komm ich durch die UCLA Uni. Die Häuser der Studentenvebrindungen schauen zum Teil aus wie Schlösser.

Nach dem ersten Bus bin ich trotz Karte verloren. Nirgends ist der angegebene Stop. Ich lauf ein paar Kilometer im Kreis und geh dann zu Fuß zum Getty Center. Im Luftkissenzug geht’s rauf in die Santa Monica Mountains. Alles umsonst. Faszinierend, was man mit nur 10 Milliarden Dollar so alles machen kann. [weiterlesen]

Sa
22:38
Tag
71

Hollywood

Das Auto hab ich in einer halben Stunde am Flughafen. Abgeben läuft problemlos. Wenn sie den Tankdeckel aufmachen, wird Sand rausfallen. Mit dem Bus und der Metro zurück dauert’s 1,5h. Die Stationen sind alle leer, in der Metro regiert das Echo. Ich lauf den Sunset Boulevard entlang. Nein, das ist definitiv nicht das berühmte Stück. Ich will mich aber amüsieren.

Vor einem riesigen Komplex steht ein Schild: Free Stress Test. Interessant. Mein erster Kontakt mit Scientology. Nach einer halben Stunde bin ich erleuchtet: alle unsere Untaten sind Resultat nicht aufgearbeiteter Vergangenheit. Aha. And the Oscar goes to dem schwarzen Mann mit der komischen Brille da. [weiterlesen]

Fr
23:47
Tag
70

Salt Lake City & Monstertour nach LA

Die Fahrt nach Salt Lake City läuft reibungslos. Wieder ein paarmal rauf auf über 2500 m, runter in Täler. Ein Cowboy-Almabtrieb bringt einen längeren Stop. In Salt Lake City angekommen finde ich das Haus meines neuen Hosts Julie recht schnell.

Meine Autoversicherung ist gut. Ich möchte Pete-Cruiser pökeln. Einmal über weiße Salzwüste mit einem schwarzen Auto heizen, wär schon was. Nach 50 Meilen entlang des Salt Lake geb ich auf. Die Wüste ist zu weit weg, um an einem Nachmittag bezwungen zu werden. Was bleibt ist das Wissen, dass nicht weit entfernt der Geschwindigkeits-Weltrekord aufgestellt wurde. Auf dem Rückweg ist guter Wind. Doch auf 50 Meilen gibt’s keinen einzigen Zugang zum Salt Lake. Ich fahr genervt zurück, kaufe ein und koche den zwei Mädels was. [weiterlesen]

Mi
07:23
Tag
68

Im Navajo-Land & Arches National Park

In den 80ern hing in jedem zweiten Jugendzimmer diese Indianer-Weisheit: „Erst wenn der letzte Baum gerodet…werdet ihr begreifen, dass man Geld nicht essen kann“. Heute morgen wollte ich den Antilope Canyon bei Page besuchen. Extra fast eine Stunde am Eingang gewartet, war zu früh auf. Im Prospekt stand: 6$ Eintritt. Was nicht drin stand: nur mit Führer. Der kostet zusätzlich 20$. Will man den Upper und den Lower Antilope Canyon sehen, verdoppelt sich das ganze. Für öffentliche Bilder (Blog) kommen dazu nochmal 35$ Fotolizenz.

Werte Monstertruck-fahrende Navajos! Erst wenn ihr den letzten Dollar gefressen habt, werdet ihr feststellen, dass man auch mit Holz Feuer machen kann. Ich fahr sauer mit quietschenden Reifen ab. [weiterlesen]

Di
20:30
Tag
67

Grand Canyon & Lake Powell

Den Betreiber des Hostels in Flagstaff hielt ich für einen Irischen Alkoholiker. Also einen Iren mein ich. Beim Abschied sagt er noch deutsche Worte. Wie bitte? Ach so. Gebürtiger Nordbayer aus Hof. Die Welt schrumpft wieder. Ich muss weiter, um sie groß zu machen.

Durch die Steppe Arizonas geht es nach Norden. Mit offenem Verdeck erheitert mich Boss Hoss, Jesus built my hotrod. Die Nebencanyons des großen schauen viel besser aus. Irre Farben und viel besseres Licht heute. Ständige Polizeikontrollen nerven mich. Bestimmt 10 mal häufiger als in Deutschland. [weiterlesen]

Mo
17:02
Tag
66

Gewitter über dem Grand Canyon

Das Du Beau International Hostel in Flagstaff ist äußerst empfehlenswert. Abgesehen von der nahen Bahnlinie mit ständig vor Angst hupenden Zügen ist es sehr ruhig. Für 19$ pro Nacht ist ein gutes Frühstück inklusive, dazu gibt’s freies WiFi und Billard. Ich finde noch einen zweiten Mitfahrer. Heute wird endlich mal billig und individuell gereist.

Über die alte Route 66 fahren wir nach Norden. Nach einer Stunde kommen wir an den ersten Nebenarmen des Grand Canyon an. Der Eintritt für alle ist mit meiner Jahreskarte geregelt. An den Rand führt nur eine einzige Straße. Von der gehen immerwieder Aussichtspunkte ab. Das war’s auch schon. Ein Gewitter zieht auf. Wir halten einige Male an, schießen ein paar Fotos und erreichen nach einer weiteren Stunde Grand Canyon Village. [weiterlesen]

So
22:30
Tag
65

Leaving Las Vegas

Ich hab hier nix mehr verloren. Feiern tat ich daheim schon genug. Gegen 10 steh ich auf und pack mein Zeug. Peter, ein netter dänischer Designer ist deutlich mehr als ich beschädigt. Ich fahre zu Mac. Hilft immer. Dann weiter zum Hoover Dam. Guter Mittagswind am Lake Mead…öh…wo ist eigentlich mein Kiteboard? Vergessen in Las Vegas. Nach der gestrigen Nacht verzeihbar. Hätte schlimmer kommen können. Wieder zurück an der Rezeption in Las Vegas surft ein verzweifelter mexikanischer Kumpane der letzten Nacht nach Billigtickets. Hat seinen Flieger um sechs Uhr Morgens verschlafen. [weiterlesen]

Sa
21:01
Tag
64

Death Valley & Las Vegas

Obwohl ich meinen Wecker noch vor Acht lange klingeln lass, wacht leider keiner wirklich auf. Hätte ich den Deppen gegönnt. Ich pack mein Zeug langsam und laut zusammen, knall die Tür zu und fahr rüber ins Sin City Hostel direkt am Strip. Besser das, billiger, kleiner, kein Pool und kein laut dröhnender mistiger Fick-Mich-Hiphop bis nach Mitternacht.

Leaving Las Vegas. Über den lost Highway Richtung Reno fahr ich nach Nordwest, zum Hintereingang des Death Valley. Am Weg liegen Gefängnisse, Luftwaffenstützpunkte, ein waschechter Wüstenpuff, Area 51, und ich glaub auch Ground Zero der ersten Atombombe. Sandhosen peitschen durch die Wüste. [weiterlesen]

Fr
22:18
Tag
63

Durch die Mojave Wüste

Die Nacht verbringe ich mit zwei Katzen im Bett. Wenn man mal aufwacht und nicht weiß wo man ist, dann ist so ein Schnurren schon was feines. Am Morgen schau ich selber fast wie eine Katze aus, so voller Haare bin ich. Aber das war’s wert. Zu Greggs Soundselektion auf der lokalen Radiostation KCPR fahre ich ab.

Ich hab immernoch keinerlei Stays für die gesamte Woche. Für Las Vegas hab ich sogar nur zwei Absagen von Hostels. Also am Abend bei der Ankunft organisieren. Ich hasse das. Immer stressig. Ging schon einige Male ordentlich in die Hose, und macht alles meist noch teurer. [weiterlesen]

Do
19:47
Tag
62

Wenn „oben ohne“ Leben rettet

Früh morgens brech ich mit dem Bus zum Alamo City Office auf. Mein Gepäck begräbt mehrfach Fahrgastfüße unter sich. An der Mietwagenstation angekommen meint ein gelangweilter Latino, meine Reservierung wäre am Flughafen. Ich schaue noch mal nach. Nönö, ist genau hier. Flughafen wären +2h mit dem Bus. Widerwillig organisiert er was, motzt dass er kein Auto hat, dass ich den Voucher nicht ausgedruckt habe, dass mein Board in diese Klasse nicht passen würde. Seinen Schein in Kundennähe hat er offensichtlich in einem Terrouristencamp in Afghanistan gemacht. Auf meine nächste Weltreise nehme ich garantiert einen Drucker mit. Der Typ bringt mich auf 180. Bin kurz davor, ihm an die Gurgel zu gehen. Das einzige, was mich davon abhält: Bush würde mir wahrscheinlich ne Medaille dafür verleihen. [weiterlesen]

Mi
14:40
Tag
61

San Francisco: Haight Ashbury & Nightlife

Am Morgen organisiere ich Stays für die nächste Woche. Höchste Zeit, ich breche Donnerstag früh auf. Nach zwei Stunden und 40 Mails ziehe ich los in die Stadt. Mir fehlt noch Haight Ashbury. Mit dem Bus über den Golden Gate Park nach Westen. Wenn man etwas aufpasst, kann man genau sehen, bis wohin San Francisco nach dem großen Erdbeben abbrannte. Direkt dahinter beginnen die buntesten viktorianischen Häuser.

Zuerst ziehe ich durch den Park, gehe ins De Young Museum und die Flower Conservatory. Danach über die Haight Street zum Buena Vista Park. Die Bum-Quote in SF ist generell hoch. In Haight Ashbury sind Normalos fast schon in der Unterzahl. Keine Ahnung, wer in den teuren Häusern wohnt. Es riecht überall nach Gras. [weiterlesen]

Mo
23:55
Tag
59

Golden Gate Bridge oben ohne

Am Vorabend kam noch Bree, die letzte Mitbewohnerin, die ich noch nicht kannte. Der Nebel in San Francisco war so dicht, dass ihr Flieger erst zwei Stunden später landete. Ich schnall das mit dem leben und arbeiten in Amerika irgendwie nicht. Sie kommt gerade von einer Woche Hiking im Grand Canyon zurück. Qutascht noch schnell n paar Minuten mit mir. Geht ins Bett. Nach acht Stunden Schlaf zieht sie am nächsten Morgen wieder in die Arbeit. Wann setzt sich die ganze Freizeit? Und wie kann man mit so nem Übergang was mitnehmen? Und: ja, ich weiß, ich muss gerade mit meiner Reisegeschwindigkeit reden. Einen Unterschied gibt’s: Ich reise so schnell, weil freie Fahrt so teuer sind. Amis leben so schnell, weil freie Zeit so teuer ist. Ich bin froh, dass ich nur eine Weile so reisen muss. Würde nicht so leben wollen. [weiterlesen]

So
22:19
Tag
58

Fliegendes Wasser auf Sherman Island

Scott weckt mich gegen 11. Kiten? Klar. Notrestaurierung, Blitzfrühstück und ab ins Delta hinter der San Francisco Bay. Unser Ziel ist Sherman Island, ein Hackwind-Flachwasserspot der ganz besonderen Art. Schon auf der Fahrt krieg ich große Augen. Der Nebel verzieht sich, und damit ist der nötige Temperaturunterschied hergestellt. Der Wind wird immer stärker. Gegen eins kommen wir nach einer Stunde Fahrt an. Jede Menge Kiter zwischen Binsen. Die „echten“ Pros haben – kein Scherz – Windräder zur Stromerzeugung an ihren Campern. Sollte sich lohnen hier. Wir gehen zum Strand. [weiterlesen]

Sa
20:31
Tag
57

San Francisco: Kitesurfen & Nightlife

Um 8:30 weckt mich Scott. Surfen? Ich? Nö…aber zuschauen, Swell soll gut werden. Wir fahren zum Ocean Beach südlich Golden Gate. Ich sehe die bisher glücklichsten Hunde von Amerika. Auch Herrchen/Frauchen grinsen. Keine Kacke aufheben. Pazifik wird’s schon richten. Die Wellen schauen gemein aus. Nur 1,5m aber völlig unvohersagbar. Mal brechen sie so, mal so, und nie an der gleichen Stelle. Dazwischen überall Rip Currents, viele ertranken hier. Nach meiner ersten Zigarette atme ich einige Male verwundert aus. Was, so lange kommt Rauch raus? Nö. Es ist einfach so kalt, dass mein Atem kondensiert. Ich freue mich an Land über meinen Longsleeve-Neopren. Hemingway hierzu: „Der kälteste Winter, den ich je erlebt habe, war der Sommer in San Francisco.“ [weiterlesen]

Fr
19:27
Tag
56

San Francisco

Ja. Meine Stadt. Lauter schräge verrückte Leute. Jeder ist anders, mancher sogar total. Ich hab Gestern erst mal nen Tag entspannt. Nach insgesamt 9700 Meilen in Bus und Auto war ein Tag arbeiten echte Erholung. Und zusätzlich dringende Reisekassenauffüllung. Die Jungens hier haben wie schon gesagt so ziemlich die geilste Wohnung die man sich vorstellen kann. Und müssen dafür jeden Tag 10 Stunden arbeiten. Ich bin den ganzen Tag allein in diesem Schloss.

Die Lage ist perfekt. Siehe Karte links, blauer Punkt in San Francisco. Mitten in de Mitte von allem, aber schön ruhig im 7. Stock. Der Highway 101 zieht einen Block weiter durch die Stadt. Dort liegt auch die Kunstakademie, umgeben von Asia-Aldis und Pennerei-Bedarf. [weiterlesen]

Mi
23:55
Tag
54

Yosemite National Park

Schon gegen acht geht’s weiter in den Yosemite National Park. Ich bin immernoch todmüde. Am Eingang staut sich alles. Und auch die Straßen im Park sind ziemlich voll. Ums vorweg zu nehmen: insgesamt recht enttäuschend. Amis sind etwas wie die Katholiken im mittelalterlichen Deutschland. An jeden schönen Platz müssen sie was hinbauen. Katholiken bauten Kirchen und Amis bauen Golfplätze. So auch im Yosemite National Park.

Ich fahre rauf auf den 3000m hoch gelegenen Glacier Point. Die Aussicht haut um: blitzeblank geschliffene weisse Berge. In der Eiszeit hat sich das Eis solange an ihnen gerieben, bis den Bergen richtig kalt war, daher die Farbe. [weiterlesen]

Di
23:41
Tag
53

Kings Canyon & Sequoia National Park

Mit Rideshare wurde es leider nix. Die Jugendherberge ist zwar mit 150 Personen voll ausgebucht, aber leider nur Kinder. Keine potentiellen Mitfahrer. Ich deponiere den größten Teil meiner Sachen in der Herberge und ziehe los nach Süden. Erstes Ziel: Kings Canyon und Sequoia National Park. Hier sind nicht die höchsten, aber die massigsten Bäume der Welt. Durch Citrushaine geht es nach 200 Meilen langsam bergauf in die Sierra Nevada. Es wird immer heißer und trockener, trotz der Höhe.

Schon die ersten Bäume hauen mich um – den Kopf zuweit zurückzulehnen auf über 2000m macht schwindelig. [weiterlesen]

Mo
22:10
Tag
52

Highway 1 am Pazifik entlang

Nach einigen Tagen Zittern hat Scott aus San Francisco doch noch geantwortet und den Stay bestätigt. Das macht glücklich, jetzt sind die nächsten Tage sicher. Ich breche sehr früh auf und fahre auf dem Highway 101 von Arcata aus Richtung Süden los. Die Redwoods begleiten mich weiter. Insbesondere in der „Avenue of Giants“ stehen die richtig dicken Dinger dicht an dicht direkt neben der Straße. Durch einen Baum kann man sogar mit dem Auto fahren. Endlich mal ein Maßstab…

Nach ca 80 Meilen verlasse ich den Highway 101, der hier ins Landesinnere abdriftet, und wechsle über auf den Highway 1. Eine echte Spaßstrecke. Nach zu vielen Geraden in den Great Plains ist jede Kurve ein Grund zu jubeln. Ich juble den gesamten Rest des Tages, ohne Pause, 350 Meilen lang. [weiterlesen]

So
23:31
Tag
51

Redwood National Park

Auf diesen Tag hab ich mich schon lange gefreut. Ich fahre den 101 wieder rauf nach Norden in den Redwood National Park. Tiefe Wolken ziehen vom Pazifik über die ersten Hügel. Ich verlasse den Highway bei erster Gelegenheit und ziehe über Schotterpisten direkt an den Küstenklippen entlang. Schilder warnen vor „Sneaker Waves“, unerwartet und unrhythmisch auftretenden Brechern am Strand, die jedes Jahr einen Menschen mit sich reißen und ertränken.

Die Redwoods kommen nur an vereinzelten Stellen im Park vor. Die größte Anhäufung war glaub ich gar nicht im National Park, sondern 50 Meilen nördlich bei Crescent City im State Park direkt am Highway 101. Die wirklichen 2000-jährigen Riesen verstecken sich hier. Man muss fragen und suchen. [weiterlesen]

Sa
23:44
Tag
50

Crater Lake National Park

Der Hangover am nächsten Morgen ist gewaltig. Ich hab nicht viel getrunken, aber zwecks der Reisegeschwindigkeit scheint’s dreifach zu wirken. Ich hangel mich über Berge und durch Täler und von Kaffee zu Kaffee bis zum ca 150 Meilen entfernten Crater Lake National Park.

Im Umkreis von 30 Meilen um den Crater Lake wachsen nur Kiefern, dazwischen vereinzelte Fichten. Alles ist staubtrocken, roter Lava-Sand, höchste Feuerwarnstufe in der Wüste. Schon die Auffahrt zum Crater Lake ist atemberaubend. Nach einer Viertel Stunde schau ich zum ersten Mal in den Krater und sehe das blauste Blau meines Lebens. [weiterlesen]

Fr
23:09
Tag
49

On the road again

Schon am frühesten Morgen hackt der Wind wieder. Zeit weiterzufahren. Rauf ins Hood River Valley, an Obstplantagen vorbei und rauf den Hood Mountain bis zu einem Sommerskigebiet. Nicht viel los, klar, Schnee ist totaler Matsch zu dieser Jahreszeit. Ich sehe woher die in Google Maps auf den Satellitenbildern nicht sichtbare Sandbank kommt. Riesige Gerölllawinen haben Tonnen von Sand und kleinen Steinen in den Columbia River gespült.

Weiter nach Süden durch die Hot Springs Indian Reservation und die Cascade Mountains nach Eugene, meinem nächsten Stay. Die Landschaft ändert sich rasend schnell von Wüste zu grüner Hölle. Wasserfälle tosen über 3000 Jahre alte Lavaströme. [weiterlesen]

Do
20:02
Tag
48

Along the River Gorge

Am Morgen hackt der Wind sogar schon direkt vor der Schule am Talrand. Ich werde nichts verpassen heute. Rüber nach Hood River, Busticket kaufen und ab nach Pasco, Washington. Mit einer halben Stunde Verspätung komme ich dort gegen 14:30 an. Weiter zum Flughafen. Mein neues Auto wartet. Wieder mal sieben Tage ohne Material-Schleppen und meilenweites Latschen. Ich fahr den Columbia River zurück nach Westen.

Auf der Fahrt wird’s klar, warum es so zieht. Hier im Osten ist Oregon eine echte Wüsten-Steppe. Es hat über 30 Grad heiß und sehr trocken. Keine Wolke weit und breit. Alle Hügel sind golden. Und wenn sie mal grün sind, dann nur in Kreisen. [weiterlesen]

Mi
19:42
Tag
47

20 Minuten Glückseeligkite

Glück|see|lig|kite [f] bedeutet: passender Wind am richtigen Ort mit dem richtigen Kite.

Erst nach einigen Stunden rumliegen im Schwachwindgedönse um die 25km/h zieht der Wind am frühen Nachmittag am Hood River endlich an. Ich bin sofort draußen und ziehe ein paar Bahnen. Eigenartig: Am Boden ist der Wind recht konstant, auf Kitehöhe ziemlich ruppig. Nach nur 20 Minuten hab ich das Gefühl, der Wind wird stärker, deutlich stärker. Kann voll depowert kaum noch Bodenkontakt halten. Das Gefühl trügt nicht. Ein Böe reißt mich aus dem Wasser und schleudert mich bis kurz vor eine kleine Kite-Schulgruppe. [weiterlesen]

CIMG2801
1
CIMG2792
a venice beach
CIMG2776
CIMG2767
CIMG2709
CIMG2712
CIMG2647
CIMG2678
CIMG2630
CIMG2622
CIMG2371
CIMG2322
CIMG2254
CIMG2245
CIMG2210
CIMG2219
CIMG2133
CIMG2104
CIMG2037
CIMG2023
CIMG1965
CIMG2020
CIMG1951
CIMG1947
CIMG1879
CIMG1893
CIMG1818
CIMG1840
CIMG1774
CIMG1789
CIMG1717
CIMG1756
CIMG1703
Zu diesem Eintrag gibt es keine Bilder.
CIMG1697
CIMG1694
CIMG1684
CIMG1681
DSCN2945
DSCN2916
CIMG1676
CIMG1673
CIMG1668
CIMG1665
CIMG1655
CIMG1656
columbia river
Zu diesem Eintrag gibt es keine Bilder.