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Vom Partymeer in die Wüste

Eine einzige lange Party. Es gibt keine Tage, nur Nächte. Sie beginnen Mittags hier in St. Kilda. Es ist lustig. Wenn’s irgendwo zu laut oder böse wird gibt’s genug andere Plätze. Das Hotel Esplanade ist die Mutter aller Live-Kneipen. Am Wochenende jeden Tag 30 Konzerte. Ich war auf 5, die Massen tobten. Dazu war gestern Labour Day, sprich ein sehr langes Wochenende.

Die Zeit vergeht wie im Flug. Es gibt so viel zu tun in Melbourne. Kultur, viel Arbeit, Lange Nächte, kaum Schlaf. Gute Menschen, wenn auch nur etwas verschwommen wahrzunehmen. Oder auch unbegreiflich. Ein Abendessen, Konzert einer House-Band in einem Club mit 5€ für das kleine Becks. Wichtige Fragen und der südliche Sternenhimmel.

Der Botanische Garten, die Nationalgalerie und eine Schnitzeljagd durch ganz Melbourne: Ride-Share Angebote in allen Hostels aufhängen. 37 Grad basteln den Marsch nach Canossa. Google ist auch nicht Gott: Mein Ride-Share Angebot im Blog geht binnen 5 Stunden auf Platz Eins. Bringt trotzdem nix.

Eine ganze Woche direkt am Strand, kein einzige Tag Wind. Das heißt: gestern kam er. Am Nachmittag war der Strand gestopft voll, der Wind ablandig und böig. Wieder ins Hostel, arbeiten. Am Abend hackt der Wind mit schönen 25 Knoten side-onshore auf den leeren Strand. Kaum ist der Kite fertig, ist der Wind weg. Woher kenn ich das?

Ich brauche was anderes. Will immer noch Ayers Rock sehen. Gestern war das Auto voll gebucht, drei Deutsche aus dem Hostel wollten mitfahren. Bis heute früh sind alle wieder abgesprungen. Während ich noch darüber sinniere, wie sehr ich Deutsche Werte wie z.B. Zuverlässigkeit liebe, rufe ich Thrifty an. Binnen drei Tagen konnten sie mir nicht den Aufpreis für’s Northern Territory nennen. Nach 10 Minuten in der Hotline kenn ich ihn: Null. Oder anders gesagt: Nicht erlaubt.

Letzter nachmittag im St.Kilda: es weht der Wind. Reicht nicht mal aus zum Höhelaufen, aber ich komme wenigstens einmal in Melbourne zum Kiten auf’s Wasser.

Ich muss binnen 12 Stunden das Auto abbuchen. Ein neues Hostel suchen, meines ist ab morgen ausgebucht. Einen Flug nach Alice Springs und eine Tour zum Ayers Rock finden. Bis zum Abend hab ich alles erledigt. Reisen ist von allem mehr. Jetzt gerade: schlichtweg deutlich zu viel.

Mein Laptop geht in Reparatur, während ich im Outback bin. Keine Emails, keine Arbeit. Einfach mal Ruhe. Kunden: bitte erst wieder ab dem 19.3. mailen.



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2 Kommentare zu “ Vom Partymeer in die Wüste ”

Schoene Gruesse aus NZ. Ist echt der Hammer hier. Bin jetzt in der dritten Woche und auf dem Weg nach Abel Tasman. Skydiven ist echt das geilste. Eines ist mir aber echt verborgen geblieben. Wo zum teufel hast du am Milford den Kite gestartet? Lese ab deinem Motorschaden wenn ich wieder daheim bin. Ist ja viel passiert. LG Tommy

Kommentar von tommy krebs am 17.3.2008

Hey Tommy,
Genauer Startplatz: auf der kleinen Landzunge mit den gemeinen scharfen glitschigen Steinen zwischen Hafen und Flughafen. Vorher Hafenmeister und Tower fragen, ist echt eng. Am besten nach 17.00Uhr. genauen Platz hab ich auf den Google Maps links markiert.

Kommentar von ff-webdesigner am 19.3.2008

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