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Sydney, Sonnendeck…

Die letzten zwei Tage waren hart, aber lohnend. Nach einem Tag Sightseeing und Orientierung zwecks Auto in Sydney ziehe ich am Folgetag mit der Ubahn in einen entfernten Vorort. Dort sind die großen Autohändler. Aus der lokalen Tradingpost hab ich eine Adresse. Nach einer Stunde mit der Ubahn und dem Taxi steh ich vor dem Sydney Car King.

Nach eigener Angabe einer der größten Autohändler Sydneys verfügt er heute gerade mal über 15 Autos. Die sind alle Schrott. Billig, lecken, tropfen, knattern. Probefahrten erlaubt er nur auf dem Hof. Als ich im fünften Auto mal kräftig auf Gas drücke, um den Motor zu hören, dampft der King wutschnaubend näher und ich kurz darauf unverrichteter Dinge ab.

Jemand sagt, da hinten gibt’s noch mehr Autohändler. Ich laufe die Straße satte fünf Kilometer entlang. Nix. Die Sonne brennt, die Autos rasen. Ich kippe ein Cola nach dem anderen. Letztendlich finde ich einen Händler. Die Leute sind nett, geben mir erst mal kräftig kaltes Wasser. Als ich merke, dass ich wohl an einer Cola-Tanke meinen Geldbeutel vergessen hab, krieg ich auch noch eine Probefahrt.

Das Auto: ein weißer 94er Hyundai Sonata. Fast schon Rennauto und deutlich zu groß für mich. Aber was soll’s? Technisch scheint’s okay zu sein, Klimaanlage geht (ein bisschen), und 180.000km sind für Australische Verhältnisse nicht so viel. Ich handle den Preis von 2800 auf 2300 = 1800€ runter. Soll gut sein.

10 Minuten später bin ich auf der Straße. Grinsen. Kein schleppen mehr. Freiheit, alles zu sehen und überall zu stoppen. Nach zwei Stunden bin ich wieder in Kings Cross. Nur eine weitere Stunde später hab ich einen Parkplatz.

Nächster Tag: Auto versichern, dann ab zur Zulassungsstelle RTA. Die Nummern werden in schneller Abfolge aufgerufen. Bis eine Nummer vor meiner. Dann dauert’s ewig. Mein Herz schlägt immer schneller. Adrenalin. Das alles erinnert mich so sehr an meinen Zulassungsversuch in New York. Und daran dass mir dort noch ein Auto gehört. Bitte, bitte: nicht nochmal das gleiche. Dann kommt meine Nummer.

Ich geh an den Schalter. Nur deutscher Pass und Führerschein? Kein Problem. Der Beamte will nur eine Bestätigung vom Hostel, dass ich wirklich dort wohne. Ich fahr nochmal mit der Ubahn zurück, besorge sie und geh wieder zur RTA. 10 Minuten später ist alles erledigt. Ich kann’s kaum glauben. Versicherung und Ummeldung, zusammen 220 € und drei Stunden.

Ab ins Hostel. Eine Münchnerin und ein Franzose, mit denen ich gestern Abend kurz gesprochen habe wollen mitreisen. Großartig! Lohnendes kochen, billiger reisen. Alles kommt wie’s kommen muss. Alles ist gut. Ich quartiere mich vom Kakerlaken-Hostel um ins nahe Eva Backpackers. Mit 20 € recht teuer, aber sauber und eine Dachterrasse mit Ausblick auf die Skyline von Sydney. Entspannen. Ruhe vor dem Start.



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