Die letzte Nacht in Hippingen

0702
2008
Do
20:22
Tag
244
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Letzte Nacht? Tausende! Wieder mal: viel zu kurz. Letzte Nächte sind was magisches für Reisende. Das aller schönste an ihnen: praktisch jede Nacht ist eine letzte Nacht, wenn man nur schnell genug reist. In letzten Nächten zieht man Bilanz. Etwas abschließen, zu Ende bringen, Platz für Neues machen. Jede Nacht.

Manchmal sind letzte Nächte deswegen etwas anstrengend: aufräumen, einordnen, resümieren. Gleichzeitig natürlich nicht vergessen, wie schön die ganze Unordnung davor gewesen ist – und für selbige permanent sorgen. Manchmal ist es schwer, letzte Nächte einfach ganz normale Nächte sein zu lassen. Schlafen gehen. Aber nur das macht die wichtigen letzten Nächte zu Gold. (mehr …)

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Monsterwellen in Coffs Harbour

0602
2008
Mi
19:13
Tag
243
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Wir fahren weiter nach Coffs Harbour. Quartier beziehen wir ein paar Meter von einem recht heftigen Surfer-Strand entfernt. Den gesamten ersten Tag regnet es fast non stop. Shoppen, arbeiten, Zeit totschlagen. Nichts passiert, und meine Freunde verbringen den 6. Tag von wenigen in Australien im Dauerregen. Ich hab noch 10.000km Wüste vor mir, also trag ich’s gelassen.

Am morgen des nächsten Tages haben wir massive Problem, die Farbe des Himmels zu betiteln. Ist das Rot? Oder grün? Der Hostel-Häuptling meint irgendwann, das sei blau. Üblicherweise Zeichen für gutes Wetter. Oi, ach so, gutes Wetter? Gutes Wetter!!! (mehr …)

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Down under: under water

0502
2008
Di
22:22
Tag
242
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Das wichtigste Teil meines Autos: die Scheibenwischer. Es gibt kein „Intervall“, nur „schnell“ und „schneller“. Schilder rufen zum Wassersparen auf. Beim dritten kriegen wir einen kollektiven Schreikrampf. Dann fahren wir weiter an überfluteten Feldern vorbei. Die Warnungs-Liste auf der offiziellen Wetterseite Australiens wird immer länger: Zyklone, schwere Gewitter, Überschwemmungen.

Es geht weiter nach Norden. Wir erreichen Port Macquire im Regen, eine der ersten drei Siedlungen Australiens. Ein Hostel mit Internet, meine Dienste sind gefragt. Ich treffe ein paar Israelische Mädels, die mir schon mehrfach in Neuseeland und Australien über den Weg liefen. Lord Peter kämpft mit der hübscheren Ju-Jitsu. Tag fünf im Dauerregen. (mehr …)

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Bunte Höhlen & Blauer Himmel

0402
2008
Mo
0:58
Tag
241
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Das Hostel in Katoomba ist sehr schön. Ein kleiner Kamin, große Küche, umsonst Internet und keine Kakerlaken. Okay, eine 10cm große Spinne verschreckt mich kurzzeitig. Kochen, arbeiten, schlafen. Am Morgen fahren wir zu den Three Sisters, eine berühmte Felsformation. Zu sehen gibt es nichts. Mal von jede Menge Nebel abgesehen.

Wir fahren weiter zu den eine Stunde entfernten Jenolan Caves, einem der größten Karsthöhlensysteme der Welt. Wirklich groß, das heißt: zum Parkplatz geht’s mit dem Auto durch den Höhleneingang. Es werden 15 verschiedene Touren zwischen einer und sechs Stunden angeboten. Wir machen die kleine in die Lucas Cave. (mehr …)

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Blue Mountains in Weiss

0102
2008
Fr
21:32
Tag
238
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Am Abend gehen wir in die legendäre World Bar in Kings Cross. Legendär? Verdient! Hölle, welch eine Bar! Gute Indie Music. Backpacker aus der ganzen Welt. Billiges Bier. Tobende Massen. Cocktails aus Teekannen. Wir sind da und sofort weg. Der Guide aus dem Hostel ist heute zwecks zu viel Regen daheim geblieben. Ohne den gibts eigentlich keine Sonderpreise. Aber mit glaubt heute jeder alles.

Eine Italienerin aus Invercargill erkennt mich wieder. Danach eine Britin an der Bar. Ich versteh zwecks der Höllen Lautstärke nicht was sie sagt, also mein ich nur: No worries. Als ich danach für den nächsten Jug Bier zahlen will, meint der Keeper: hat sie schon. Ich hüpf über die Tanzfläche und philosophiere etwas mit meinen neuen Reisepartnern. (mehr …)

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Sydney, Sonnendeck…

3101
2008
Do
19:40
Tag
237
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Die letzten zwei Tage waren hart, aber lohnend. Nach einem Tag Sightseeing und Orientierung zwecks Auto in Sydney ziehe ich am Folgetag mit der Ubahn in einen entfernten Vorort. Dort sind die großen Autohändler. Aus der lokalen Tradingpost hab ich eine Adresse. Nach einer Stunde mit der Ubahn und dem Taxi steh ich vor dem Sydney Car King.

Nach eigener Angabe einer der größten Autohändler Sydneys verfügt er heute gerade mal über 15 Autos. Die sind alle Schrott. Billig, lecken, tropfen, knattern. Probefahrten erlaubt er nur auf dem Hof. Als ich im fünften Auto mal kräftig auf Gas drücke, um den Motor zu hören, dampft der King wutschnaubend näher und ich kurz darauf unverrichteter Dinge ab. (mehr …)

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Hello Australia!

2901
2008
Di
21:26
Tag
235
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Ich denk mir, komm, fang ein neues Land nicht mit lügen an. Also geb ich am Zoll an: Ich hab 425 Zigaretten dabei. Mit meiner Mischung aus überzeugendem „den Deppen spielen“, Konfusion und ehrlichen Augen bring ich den Zollbeamten dazu, mich ohne Strafzoll nach Australien zu lassen. Spart mir satte 80€.

Der Montag nach dem Australischen Nationalfeiertag ist ein verschobener Sonntag. Busse fahren selten, viele fallen aus. Mit einigen Irrungen und Wirrungen komme ich erst nach drei Stunden um acht Uhr abends am Palm Backpackers Hostel in Kings Cross an. Im Umkreis von 500m gibt es 35 Hostels und ungefähr genauso viele Puffs und Massageschuppen. (mehr …)

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