Flachwasserkiten in Hervey Bay

1902
2008
Di
20:34
Tag
256
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Jeder kommt nach Hervey Bay um nach Fraser Island zu gehen. Fraser Island ist eine der größten Sandinseln der Welt, 140km lang, 25km breit. Welterbe der Menschheit, umgeben von massig Tiger Sharks. Ich finde in Hervey Bay ein schönes kleines Hostel mit WiFi, das Mango Tourist Hostel. Unter der palmengedeckten Veranda kann ich endlich mal wieder ordentlich arbeiten.

Schon bei der Ankunft bläst der Wind ordentlich. Sachen rein, Mails checken und ab an den Strand. Nach einer halben Stunde finde ich meine Freunde schon auf dem Wasser. Wind mit 17 Knoten Südost. Spot: The Esplanade, das äußerste Eck der Bay vor Fraser Island. Eine Sandbank und massig spiegelglattes Wasser. Herrlich heizen, springen und tricksen.

Abends bin ich total alle, aber muss noch ein paar Stunden arbeiten. Der nächste Tag ist ähnlich. An der Jetty gibt’s bei Ebbe eine kleine Lagune zwischen zwei Sandbänken. Wieder flaches Wasser, starker Wind, 150m Bahnen für fünf Kiter. Springen, springen, springen. Erst nach drei Stunden merke ich, wie hinüber ich wieder bin. Einen köstlichen Ganzkörpermuskelkater hab ich eh schon seit Vorgestern.

Am Tag drei muss ich weiter. Die Vorhersage kündigt einen schweren Sturm an. Auf der Jetty bläst schon Mittags der Wind mit knappen 60km/h. Ich muss weiter nach Norden. Nächster Stopp: Elliot Head bei Bundaberg, von Kitesurfern empfohlen. Niemand draußen, über 70km/h Wind, leere Strand. Weiter nach Norden.

Auf einer kleinen Straße geht es in eine kleine Stadt: The Town of 1770. Auf dem Weg liegen zahlreiche fast oder ganz weggespülte Brücken. Australien ertrinkt diesen Sommer, während überall Schilder zum Wassersparen aufrufen. In McKay im Norden fielen vor ein paar Tagen binnen 10 Stunden 700mm Regen, entsprechend dem durchschnittlichen Jahresniederschlag.

The Town of 1770 ist nicht so toll wie aus den Beschreibungen. 75% der Häuser stehen zum Verkauf. Immobilienhaie haben Disneyländer gebaut. Nirgends kommt man zum Strand durch. Egal, der Wind ist eh gestorben und die Wellen massig.

Auf der Nordseite wäre eine sehr schöne Kilometerbreite Flussmündung mit zahlreichen Sandbänken. Aber die Hügel davor blocken den letzten Rest des Südwindes ab. Ich geb mir einen schönen Sonnenuntergang vor Sturmwolken.

Die Villager berichten davon, dass sie wegen dem letzten Sturm und Überschwemmungen den Ort für zwei Wochen nicht verlassen konnten. Vorhersage für Morgen: schwerer Sturm, Warnungen vor Hochwasser und Springfluten. Wieder mal genau zwischen zwei Stürmen gelandet. Goodbye, 1770!

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