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Down under: under water

Das wichtigste Teil meines Autos: die Scheibenwischer. Es gibt kein “Intervall”, nur “schnell” und “schneller”. Schilder rufen zum Wassersparen auf. Beim dritten kriegen wir einen kollektiven Schreikrampf. Dann fahren wir weiter an überfluteten Feldern vorbei. Die Warnungs-Liste auf der offiziellen Wetterseite Australiens wird immer länger: Zyklone, schwere Gewitter, Überschwemmungen.

Es geht weiter nach Norden. Wir erreichen Port Macquire im Regen, eine der ersten drei Siedlungen Australiens. Ein Hostel mit Internet, meine Dienste sind gefragt. Ich treffe ein paar Israelische Mädels, die mir schon mehrfach in Neuseeland und Australien über den Weg liefen. Lord Peter kämpft mit der hübscheren Ju-Jitsu. Tag fünf im Dauerregen.

Im Regen fahren wir an den Strand. Die hier ansässigen Delphine reiten heute leider nicht in den Wellen. Nur ein paar Surfer tummeln sich im Wasser. Wir gehen kurz zum schwimmen raus. Die Strömung und die 2m hohen Wellen sind aber einfach zu heftig. Ein Surfer überfährt mich beinahe.

Die Wettervorhersage für die gesamte nächste Woche: Regen, Regen und noch mehr Regen. Im Hostel gönnen wir uns australischen Schädelspalter-Wein im 4l-Karton. Binnen einer Nacht leeren wir das gesamte Gerät. Der Morgen danach ist grausam. Noch nicht mal Fast Food hilft wirklich, fahren kann einzig unsere Münchnerin. Trinkfestes Mädel.

Port Macquire ist das Zentrum der australischen Koala-Population. In freier Wildbahn haben wir bisher nur einen gesehen. Tot auf der Straße. Also besuchen wir eine Aufzuchtstation. Koalas werden von alten Omas gefüttert. Rührend aber irgendwie nicht so das meine.

Sonstige Alternativprogramme: 200$-Strafe-Schilder für Wasserverschwendung unter der Dusche ignorieren. Mein Rekord dürfte bei ca. 45 Minuten liegen. Aber es reicht trotzdem nicht. Down under: under water. Verena wird langsam Münchnerin: alles könnte besser sein und wenn’s das ist ist es nicht gut genug. Momentan hilft es noch, ihr bei einem Anfall auf den Oberarm zu boxen. Wird aber nicht ewig wirken.

Eine mir sehr wertvolle Uhr ist leider abgesoffen. Durch die Wassertropfen auf der Innenseite kann man kaum mehr die Stunden lesen. Alles dauerfeucht nach Moder, wie im Regenwald auf Fiji. Bäh!



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