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Ab nach Cairns

Ich darf mich mal hängen lassen, gönne es mir. Es gibt keinen besseren Ort dafür. Erste Nacht: die besoffenen Bananenplantagen-Kinder sitzen um Unmengen leerer teurer Bierflaschen. Der Dorm ist Kaserne, die Küche so sauber dass sogar die Kakerlaken glänzen. Irgendwann grölt England im Pool um die Entblößung Schwedischer Brüste. Ich geh ins Bett und freu mich in der Nacht mehrmals über Bongokonzerte.

Tag zwei. Die lokale Tauchbasis ist telefonisch nicht zu erreichen. Nach fünf Kilometern laufen bei 35 Grad weiß ich warum: vor einem Jahr Pleite gegangen. Der Strand ist schön, doch beherrscht von der heiligen Dreieinigkeit: Haie, Krokodile, Quallen. Also das heißt eigentlich nur duales System: die Haie wurden angeblich schwer durch die Krokodile dezimiert.

Ich halt’s nicht mehr aus in Cardwell. Vor Montag Abend ist der neue Keilriemen auf keinen Fall eingebaut. Nach einer weiteren ereignislosen Nacht entschließe ich mich, 190km nach Cairns zu trampen. Von dort aus ist das Great Barrier Reef leichter zu erreichen. Ich steh eine Stunde in der gleißenden Sonne bevor ich aufgebe. In diesem Fall bedeutet das 30€ für den unverschämt teuren Greyhound.

Cairns ist ne nette Stadt, angenehme Größe, viel altes und behutsam entwickelt. Ich stromere durchs Zentrum. 30 Infopoints bieten Buchungen für Tauchausflüge bei 29 verschiedenen Anbietern an. Vor der Entscheidung will ich was Essen. Ein Irish Pub wirbt mit einem 5$ Steak, wenn man ein 6$ Bier kauft. Mach ich. Dass das Angebot nur Abends gilt stand nirgends. Beim Mexikaner nehm ich eine 10$ Fajita, die letztendlich 25$ kostet.

Ich hab grad wenig Geld, aber wenigstens geb ich’s erfolgreich aus. Ganz herzlichen Dank an dieser Stelle, als erstes an meine Eltern und als zweites an alle lieben Menschen, die mein freches Sonderangebot in Anspruch nehmen wollen.

Mein Hostel in Cairns ist gigantisch: Gilligans. 550 Betten. Poollandschaft mit Wasserfall. Riesen Disco, einige Bars, Geschäfte, Livemusik und Pokerturnier. Als ich gerade etwas auf dem Zimmer arbeite, erschallt das Interkom: heute Abend gibt’s am Pool einen Bikini Contest. Damit der auch so richtig reinhaut ist vorher Happy Aua. Prost Mahlzeit, das wird ein Spaß.



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