Sa
02:49
Tag
750

Bürgerfest Regensburg: Ein Stilleben

Alle zwei Jahre feiert Regensburg sein Bürgerfest. Auch wenns sonst oft recht zerstritten ist: Für zwei Tage im Juni vergessen wir alle Streitthemen wie Stadthalle und feiern was die Feste hergeben. Es gibt kein vor, es gibt kein zurück: Das Weltkulturerbe wird zum potentiellen Domestos-Werbeclip.

Seit vier Monaten bin ich wieder in Regensburg daheim. Nichts ist geplant, aber alles läuft. Vielleicht weil gute Sachen nur unerwartet geschehen können genieße ich das Regensburger Bürgerfest mehr als je zuvor. Gute Bands, viel feines Essen, etwas Regen, manch Sonnenstrahl und schräge Momente: so soll es sein! [weiterlesen]

Mo
19:02
Tag
745

Neusiedler Kite-Kriege

Wir fahren an den Neusiedler See. Um überhaupt an der Schule nachfragen zu können, ob Sabine einen Aufbau-Kitekurs machen kann müsste man eigentlich 4 Euro Strandbenutzungsgebühr zahlen. Es gibt keinen Kurs. Weiter an den Nord-Nord-Strand. Toll: dieses Jahr kostets nur noch 5,50 €. Mist: die Drehtür hat jetzt sogar einen Wächter.

Der Strand ist proppevoll mit lauter superfeschen Hosen-über-Neoprenträgern. Wir bauen auf. Als der einzig gute Bursche am Strand Sabines Kite startet pass ich nicht auf. Er drehte ihn Richtung Powerzone. Sabine wird 20m durch Gras gerissen. Wäre ihre Harness nicht gerissen, als wir uns auf sie stürzten, hätte sie zwei Meter weiter der Zaun geschnitzelt. [weiterlesen]

So
02:22
Tag
744

Louie Austens Schuhe

Nach einer erholsamen Nacht bei Georg auf der Hohen Warte fahre ich ins Zentrum. Es regnet. Den ganzen Tag. In Strömen. Ich finde meinen Weg auf unbekannten Pfaden, habe kein Ziel aber komme dort an. Menschen fragen mich nach dem Weg. Ich pack mein bestes wienerisches “ey” aus und radebreche “Das weyss ich leyder auch nicht, gnä Frau.”

Vor der Abtreibungsklinik am Fleischmarkt steht ein einsamer Abtreibungsgegener mit seinem Plakat im Regen. Tipp an die Bertreiber: blöde Adresse! Umziehen in die Himmelpfortgasse, dann klappts auch mit den Nachbarn. Die Junkies in der UBahn am Karlsplatz sind dicht wie immer, der Naschmarkt im Regen dagegen mal angenehm leer. [weiterlesen]

Sa
01:52
Tag
743

Josefine Baker singt in Wien

Ich fahre nach Wien. Auf dem Weg finde ich die Erklärung für die Wirtschaftskrise. Wegen selbiger steckt die Regierung derzeit sehr viel Geld in Infrastruktur-Massnahmen. Überall unglaublich viele kilometerlange Baustellen, wegen denen ich meine geschäftlichen Termine in Wien nicht einhalten kann. Verlorene Aufträge pflastern den Weg durch die Krise.

Sich an vielen Orten auf der Welt auszukennen ist großartig. Es gibt das Gefühl der Kontrolle über etwas immer komplexer werdendes und eigentlich unkontrollierbares. Fast könnte ich das Navi ausschalten. Die Wiener bestrafen immernoch jeden kleinsten Fehler mit wildem Hupen, und einen Parkplatz vor Georgs Hotel finde ich schon nach nur drei Runden um den Praterstern. [weiterlesen]

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