Do
23:14
Tag
174

Lausigkite & Taupo Hot Tubs

Hab ein paar Tage frei gemacht für Arbeit. Die Mädels wollen den Tongariro-Crossing machen. Also ziehen wir nach Turangi am südlichen Ende vom Lake Taupo. Die Strasse geht mitten durchs Kernland der Nordinsel. Über lange Strecken Schotterpiste. Nennen tut sie sich “The Forgotten World Highway”. Könnte mir keinen passenderen Namen vorstellen.

Früh morgens bring ich die Mädels zum Start vom Tongariro-Crossing rauf in den Nationalpark. Binnen nur zwei Wochen ist ordentlich Schnee geschmolzen auf dem Vulkan, auch das Wetter ist deutlich besser. Schon vom Start aus sieht man Mount Taranaki 150km weiter an der Küste. Die Besuchermassen werden auch mehr. Heute sind bestimmt schon 200 Leute vor 8 Uhr am Start. [weiterlesen]

So
23:55
Tag
170

Mount Taranaki

Irgendwie entwickle ich allmählich ein gewisses Faible für schwere körperliche Ertüchtigung nach kurzen heftigen Nächten. Diese Nacht war wieder sehr kurz, der Schädel recht trübe am Morgen. Wir checken aus dem Hostel aus und machen uns gegen 10 Uhr auf den Weg zum nahen Mount Taranaki / Mount Egmont. 2500m Vulkan steigen direkt aus dem Meer in den Himmel.

Schon die Anfahrt ist ehrfurchtgebietend. Nach einer halben Umrundung kommen wir gegen Mittag auf dem obersten Parkplatz auf knapp 1000m an. Wir sind leider etwas zu spät für einen Komplettaufstieg. Dazu braucht man ab 2000m hochalpine Ausrüstung, weil das Ding ganz oben immernoch vergletschert ist. Auf wackeligen Beinen machen wir uns auf den Weg. [weiterlesen]

Sa
23:04
Tag
169

Waitomo Caves & eine wilde Party

Der gute Wind kam leider nicht mehr. Am letzten Tag fällt mein Kite einfach aus dem Himmel. Soll wohl weiter. Auf dem Weg nach New Plymouth machen wir Halt in Waitomo. In den größten Höhlen Neuseelands warten Glühwürmer auf uns. Unser Guide Tim schildert eindrücklich und blutig, wie man sich besser nicht abseilen sollte. Dann geht’s 30m senkrecht nach unten.

Wir gehen einen unterirdischen Fluss entlang. Einige hundert Meter vom Eingang schalten wir unsere Lampen aus. Alle Wände strahlen grün im Licht von Millionen Glühwürmern. Eine gefangene Fliege lässt den Hintern der Glühwürmer drei Monate leuchten. Wär ziemlich cool, wenn der Mensch das auch könnte: nach dem Essen mit dem Hintern leuchten statt stinken… [weiterlesen]

Do
16:27
Tag
167

Kitesurfen in Neuseeland: Raglan

Wir brechen früh auf. Die Mädels ziehen weiter nach Coromandel, ich bringe Cédric noch nach Hamilton und lasse ihn an der Straße nach Rotorua raus. Sein Herz hat ihn dorthin gerufen. Mein nächstes Ziel ist Raglan, Surf- und Kitesurf-Mekka der Nordinsel Neuseeland. Ich komme erst am Abend an. Wir haben auf dem Weg wieder keine kleine Straße ausgelassen.

Wie schon so oft: Das erste Hostel ist schön, direkt am Strand. Und sie verbieten mir, meinen Laptop zu benutzen. Webdesign in Neuseeland ist für mich deutlich schwerer als auf der hinterletzten kleinen Insel in Fiji. Ich bin wieder mal auf 180. Stinksauer heize ich 8km an er Küste entlang. Als ich zur Landung ansetze ist mein Zorn verflogen. [weiterlesen]

Mo
20:23
Tag
164

Baumgiganten und wildes Meer

Irgendwas will uns grad belohnen. Wenn’s gut ist, wird’s einfach noch besser. Nach unten gibt’s nicht, nur nach oben. Wir verlassen die kleine Farm und machen uns wieder auf den Weg nach Süden. Es wird Zeit für den Rest der Nordinsel. Es geht durch alte Kauri-Wälder. In einem kleinen Restaurant, das wie Grüne Tomaten ausschaut machen wir Mittag am Meer.

Dann setzen wir mit der Fähre über einen Meeresarm, der meinte, uns den Weg versperren zu können. Keine Chance, und weiter nach Omapere. Auf einem Landarm vor der Küste türmen sich gigantische Sanddünen auf. Noch größer, als die, welche wir Vorgestern geritten haben. Hier könnte man bis direkt ins Meer sandreiten. Wir klettern an der Steilküste bis runter ans Meer. [weiterlesen]

So
22:06
Tag
163

155km/h am 90 Mile Beach

Auf einen tollen Tag muss ein schlechter folgen. Aber wer hält sich schon an Regeln hier? Wir brechen früh auf, mit einem Auto. Zuerst etwas nach Norden, und dann über herzlich gut versteckte und vergatterte Pfade nach Westen zum 90-Mile-Beach. Maoris weisen uns den Weg. Die letzten Meter gehen durch knöcheltiefen Sand und einen kleinen Fluss. Jeep? Pah, Toyota Starlet!

Der Ninety-Mile-Beach ist nicht so lang wie sein Name vermuten lässt. Aber unendlich breit, jetzt bei Ebbe. Der Sand ist fest und sehr eben. Irgendwann hatte ein Kiwi hier einige Jahre lang den Hochgeschwindigkeits-Weltrekord mit 264km/h inne. Ein paar Maoris gurken mit dicken Jeeps und hundert Angeln rum. Wir haben anderes vor. [weiterlesen]

Sa
21:56
Tag
162

Far North und Cape Reinga

Wir brechen früh auf, vier Menschen, zwei Autos. Unser erstes Ziel ist wohl der einzige Ort auf der Welt, an dem man ungestraft und intellektuell vollkommen einwandfrei auf Kunst scheißen kann. In Kawakawa verbrachte Hundertwasser seine letzten 16 Jahre, und hinterließ eine öffentliche Bedürnisanstalt.

Allgäu heizt gerne, drängelt noch obwohl ich schon gut schüre. Später sagt sie, sie möchte mal in einem Rennauto fahren. Ich muss grinsen. Durch das nördliche Northland geht’s Richtung Ende Neuseeland. Wir durchqueren auf achterbahnartigen Straßen die letzten Kauri-Urwälder. Cédric ist es da schon lange schlecht. Alle sind etwas angeschlagen von gestern, was einige Zwangsstops erfordert. [weiterlesen]

Fr
23:56
Tag
161

Delphine in der Bay Of Islands

Heute geht’s raus in die Bay of Islands. Ich hab eine Tour gebucht, auf der man mit Delphinen schwimmen kann. Sieben Uhr ist keine gute Zeit nach der letzten kurzen Nacht. Aber der Morgen über der Bay entschädigt für alles. Der Captain des Speed-Catamarans ist eine Kopie von Sandra Bullock. Nach welchem Film hat sie sich wohl zu diesem Job entschieden?

Nach nur einer Stunde auf See sichten wir die erste Gruppe von Delphine. Sie sind auf Jagd, schwimmen schnell und sind selbst mit dem Speed-Cat nur schwer zu verfolgen. Immer wieder springen sie in der Morgensonne aus dem Wasser. Irgendwann sind die Delphine anscheinend satt. Sie werden langsamer und nähern sich dem Boot. [weiterlesen]

Mi
18:54
Tag
159

Von Whangarei nach Waitangi

Ich liege flach im Bett. Die Lunge sticht. Böse Erkältung. Mein Laptop verhält sich solidarisch. Hat sich anscheinend von der Tauchschule auf Mana einen netten Virus eingefangen. Ich schlürf Honigtee und entwurme meine Werkbank. Draußen regnet und stürmt es den ganzen Tag. Ich arbeite etwas und stecke den zweiten Couchsurfer und Kanadier aus Khandahar Maurice an.

Am nächsten Tag geht’s mir besser. Dem Auto gar nicht. Hatte das Licht angelassen. Die Reanimation erfolgt mittels Maurice Hilfe. Sein Auto ist ein Astra von Holden, kein Witz. Viva la globalización! Mein Ziel für heute ist Pahia in der Bay of Islands. Hier nahm das heutige Neuseeland mit dem Vertrag von Waitangi 1840 seinen Anfang. Altes Kulturland. [weiterlesen]

Di
19:36
Tag
158

Mit Vollgas nach Nordland

Morgens tausch ich endlich das Auto um. Kleiner, neuer, und deutlich sicherer. Da ich den Combi verfrüht zurückgebe, bleibe ich allein auf 100$ Mehrkosten hocken. Egal. Weiter. Rauf zum Yaping House. Eine Email zerreist mich fast, aber sie ist gut, sehr gut. Macht frei. Die Sonne scheint und im Radio läuft Foo Fighters. Ich breche auf Nach Nordland.

Ein Tag zum heizen. Wieviel 20km/h zuviel kosten, erfahr ich erst am Abend. Morgen werd ich langsamer fahren. Auf den knapp 180km von Auckland nach Whangarei halte ich an jedem einzelnen Strand. Ich bin auf der Jagd nach Wind. Meine neuen gelben Flügel fordern eindringlich Freilassung aus dem Kofferraum. Bis kurz vor Whangarei ist jedoch nix mit Wind. [weiterlesen]

Mo
19:52
Tag
157

Mit neuen Flügeln über Coromandel

Ich checke früh am nächsten Morgen aus. Fahre weiter nach Papamoa. Glenn ist in Auckland, aber sein Sohn kann mir genausogut einen Kite verkaufen. Insofern der Kite so gut ist, wie er ausschaut, hab ich einen guten Treffer gelandet. Kaum gebrauchter 12er North Vegas 07 incl. 1 Jahr alter Bar und Pumpe/Leash für 430€. Hab meine Flügel wieder. Fliege weiter.

Die Coromandel Halbinsel ist eines der ältesten Siedlungsgebiete in Neuseeland. Sowohl Maori als auch Europäer. Es ist deutlich wärmer hier. Die Landschaft wechselt ständig zwischen Allgäu und Dominikanische Republik. Ich fliege etwas unachtsam, an der Spitze der Halbinsel geht mir 50km von der nächsten Tankstelle entfernt beinahe der Sprit aus. [weiterlesen]

So
23:34
Tag
156

Mount Maunganui, Bay of Plenty

Am Morgen will ich mein Auto gegen ein kleineres tauschen. Pete hatte bei A2B angerufen. Resultat: ich soll dieses abgeben, neues gibt’s nicht. Halbe Stunde Ärger, dann fahr ich mit dem alten weiter. Es geht nach Mount Maunganui. Ein Neuseeländer hatte mir auf Nananu-i-Ra einen Kontakt für günstige Kites vermittelt.

Im Radio läuft Cruising together. Auf der Straße liegen tote Tiere. Tequilas Vibrations werden immer schlimmer. In Mount Maunganui suche ich als erstes ein Hostel, in dem ich meinen Laptop benutzen kann. Dauert nur drei Stunden und sieben Hostels. Nicht mal die Touristinfo kann helfen. Die Stunde Internet kostet schlappe 8€. Ich kann hier nicht arbeiten. Will ja auch noch was verdienen. [weiterlesen]

Sa
17:29
Tag
155

Rafting in Rotorua

Wir fahren weiter nach Rotorua, einem alten Thermal-Badeort. Rundherum blubbern Geysire und Schlammlöcher. Man kann bedenkenlos von sich lassen, was immer man will. Überall liegt Schwefel in der Luft. Alles ist unglaublich teuer, vor allem Adrenalinspäße. Unsere Unterkunft ist Cactus Jack, ein nettes Westerndorf-Hostel Downtown Rotorua. Lisa hat ein Treffen mit den beiden Daves von Mana organisiert.

Die Nacht fängt blutig an. Irgendwann höre ich, dass die beiden mit den Daves Richtung Süden weiterziehen wollen. Wir hatten zu viert einen Combi für drei Wochen gemietet. Nach fünf Tagen bin ich alleine übrig. Lichter gehen aus, die Nacht wird noch blutiger. Ein Konzert, ein Club. Die ständigen “Are you alright?” Fragen nerven mich. Nein, überhaupt nicht. [weiterlesen]

Do
23:44
Tag
153

Tanz auf dem Vulkan

Die Nacht ist nur drei Stunden kurz. Um fünf packen wir unsere Sachen und fahren dem Bus zum Tongariro Crossing hinterher, ein acht Stunden langer Trek über einen aktiven Vulkan. Die Sonne geht auf. Die Felsen am Lake Taupo schauen aus wie Mittelerde. Eine Stunde später starten wir. Der Pfad führt erst mild durch schwarze Lavafelder und tiefhängende Wolken.

Der Aufstieg wird schon bald happiger. 300 Höhenmeter über ein loses Lavafeld mit 60% Steigung lassen uns dampfen. Oben angekommen reißen die Wolken auf und wir sehen den Gipfel des Vulkans Mount Ruapehu. Danach geht’s durch den ersten Krater. Die Erde dampft, während wir an verschneiten Hängen vorbeiziehen. [weiterlesen]

Mi
19:35
Tag
152

And I’m free – free falling

Die Erde schaut von oben ganz anders aus. Ich schau aus dem Flugzeugfenster, während eine Japanerin krampfhaft versucht durch wilde Fingergesten die DVD von ihrem Skydive zu einem wirklich bleibenden Erlebnis zu machen. Mein Puls ist unerwartet ruhig. Hatte zuvor eine Flasche Jägermeister geteilt mit Kevin, einem netten Kanadier, den ich im Fiji Beach House kennengelernt hatte.

Die Gruppe hat ihre erste Belastungsprobe. Wir gehen am Morgen einkaufen. Ja, das Essen ist selbst in den billigsten Supermärkten mindestens doppelt so teuer wie in Europa oder Kanada. Aber als wir anfangen, getrennt einzukaufen geht bei mir ein Licht aus. Egal was teuer oder billig ist: wer kein Geld für den grundlegendsten Genuss der Welt hat, wird verhungern, wie auch immer. [weiterlesen]

Di
22:41
Tag
151

Roadtrip auf der falschen Seite

Die letzte Nacht in Auckland ist ein Schlachtfest. Ich kann einfach kein Blut mehr sehen und gehe deswegen früh ins Bett. Schlafen kann ich trotzdem nicht, die Feier und das Schnarchen danach sind zu laut.

Am morgen zieh ich allein nach drei Stunden Schlaf wieder ins Zentrum von Auckland. Wieder im Regen. Ich bin der erste Kunde bei der A2R Autovermietung. Der Preis ist spitze, das Auto sehr rudimentär. An dem Combi ist wirklich nichts dran, was man nicht braucht. Fenster kurbeln, Spiegel von Hand verstellen. Und wieder rauf nach Mount Eden zu den Genossen. Der Abschied geht schnell. Obwohl wir alle die Apokalypse nach Eden brachten, sagt die Hostelbetreiberin, sie würde sich freuen, uns wieder zu sehen. Im Regen brechen wir auf. [weiterlesen]

Mo
20:33
Tag
150

Hängenbleiben

Pete, der Anti-Ami schließt sich uns an. Durch den Regen ziehen wir nach Central Auckland um ein Auto zu mieten. Soll ein Zeichen sein: heute kein Auto. Keine Bewegung. Seit Tagen das gleiche. Feiern bis zum Umfallen. Ich bin dessen sehr müde. Bleib nicht draußen, aber auch nicht richtig drin. Ich bin nicht auf Weltreise, um mich langsam aufzulösen. Ich suche Kristallisationspunkte.

Ich verliere Geld bei Roulette im Casino und gewinne jedes Pokermatch, solange es um Bier geht. Neuseeland feiert unterdessen den dritten Tag ein altes Attentat auf das Englische Parlamament. Mit Feuerwerk. Lisa und Marc hängen über der dritten Tequila-Flasche. Ich versuche zu bremsen wo’s geht. Aber irgendwann geb ich auf. Sie müssen selber den Boden finden. [weiterlesen]

Sa
16:54
Tag
148

Eine Nacht in Auckland

Lisa sucht einen Job in einem Weinberg auf einer nahe gelegenen Insel. Marc und ich gehen derweil in die Stadt. Wir ziehen durch den riesengroßen Domain Park. Besuchen das Museum von Auckland. Stehen staunend vor einem 25m langen Maori-Kriegskanu. Schnüffeln an Blumen im Gewächshaus und wandern durch Wälder von Bäumen, die aussehen, als wären sie direkt aus dem Samenkorn explodiert.

Auckland City ähnelt San Francisco. Recht klein, aber nie eng. Alt und neu gibt eine bunte Mischung. Nach einer Portion Sushi besorgen wir Essen für den Abend. Eine Kugel Mozarella kostet 10€. Den ganzen Tag treffen wir Menschen aus der ganzen Welt, die hier wohnen. Ich frag mich, was die hier essen. [weiterlesen]

Do
16:41
Tag
146

From Paradise Island To Mount Eden

Ich beende meinen Tauchkurs mit 90%, nach einer harten Nacht. Der letzte Tauchgang geht auf 18m und ist sehr schön. Während Tauchlehrer Andrew mir an meinem letzten Abend von Heiratsplänen berichtet, ist die seine am Festland. Auch Saki dreht am Rad. Er bittet eine Französin um eine Massage, während seine Frau zuhört. Selbige hack die Hühner am Abend auffallend aggressiv.

Am Morgen schau ich von Sakis kleinem Fischerboot der Paradiesinsel Mana beim im-Meer-versinken zu. Ich schieße immer wieder Bilder, zoome immer näher heran. Irgendwann geht der Zoom aus. Das Paradies versinkt im Meer. [weiterlesen]

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