Mo, 29.Oktober 2007
Der Wind kommt leider nicht mehr zurück. Ich werde meinen Kite hier im Paradies lassen, ohne ihn nochmal zum Abschied geritten zu haben. In absoluter Flaute bastel ich eine Wakeboard-Bar. Wir knoten sie an eine Ankerleine hinter ein Boot und haben eine gute Stunde echten Freestyle-Wakeboard-Spaß in der Bucht von Mana.
Vor einigen Tagen kamen zwei [...]
>>
weiterlesen
So, 28.Oktober 2007
Jeder der auf Mana war berichtet in leuchtenden Farben vom Paradies. Niemand, den ich traf war so lange wie ich auf Mana. Meine Farben ändern sich mit der Aufenthaltsdauer. Ist man kurz da, leuchtet alles schön und grell. Ist man lange da, verblassen die Farben.
Was stets gleich schön bleibt ist die Farbe des Himmels, des [...]
>>
weiterlesen
Fr, 26.Oktober 2007
Ich fühle mich, als sollte ich Abtauchen. Mein Sinn für Humor gebietet mir einen PADI-Tauchkurs bei dem Tauchlehrer, der mir das Untergangsgefühl gab. Am Nachmittag gibt’s eine kurze theoretische Einweisung, gefolgt von praktischen Übungen, halbe Stunde im Niedrigwasser. Am nächsten Tag geht’s direkt raus zum Tauchspot Supermarket. Andrew verspricht mir mindestens drei Haiarten.
Ich pfeife abwechselnd [...]
>>
weiterlesen
Di, 23.Oktober 2007
Nach einer Woche Flaute kommt unerwartete der Wind auf Mana an. Mana ist das fijianische Wort für Magic. Genau so ist auch der Wind: genau richtig für meinen Kite, nicht zu viel, nicht zu wenig, etwas böig, aber auch mit nem drei Jahre alten Drachen gut zu reiten. Binnen zwei Tagen komm ich einige Stunden [...]
>>
weiterlesen
Fr, 19.Oktober 2007
Ich kann nicht schlafen. Nach einem recht ereignislosen Tag und zusammengebrochenem Internet ziehe ich um eins am Strand entlang. Plötzlich höre ich Musik. Ein guter Gitarrenspieler, schöne Songs und gute Sänger. Wo man singt, da lass dich nieder. Ich lande mitten in einem sehr skurrilen Haufen aus Touristen und Einheimischen und werde sehr “warm”herzig begrüßt.
Fiji [...]
>>
weiterlesen
Mi, 17.Oktober 2007
Ich hör Grandmaster Flash am Strand. Bin wortwörtlich ziemlich angepisst. Das Dach im Dorm leckte wieder in der Nacht. Um zwei ergießt sich wieder ein Strahl in mein Gesicht. Wieder das Bett verschieben. Wieder zwei weitere Stunden wach.
Am Morgen muss ich mich abreagieren. Schwimme mit John, einem amerikanischen Triathleten bis raus hinters äußere Riff. Vom [...]
>>
weiterlesen
Di, 16.Oktober 2007
Am Abend ziehen mächtige Gewitter über die Mamanuca-Gruppe. Mit der Filmfunktion kann man die Blitze fangen. Mittels Virtual Dub Bildersequenzen exportieren. Schwupps. Blitzbilder. Die weniger schöne Sache der Gewitter ist, dass sie nach einiger Zeit auch Mana streiften.
Auf dem Dach der Dorm-Bure liegt schon eine Plane. Aber die reicht leider nicht. Genau über mir [...]
>>
weiterlesen
Mo, 15.Oktober 2007
…bin ich aufm Sonnendeck. Bin ich Bin ich bin ich… Das Schild neben mir sagt: to the Sundeck. Ich schau mich um, ganz oben auf dem Speed-Cat nach Mana. Stimmt. Die Sonne scheint wieder, nachdem der letzte Tag in Nadi eine einzige Katastrophe war. Ich hab die letzten Tage einen Stich am Fuß aufgekratzt. Tägliche [...]
>>
weiterlesen
So, 14.Oktober 2007
Ich bin wieder in Nadi. Hier kommen alle internationalen Flüge an. Jeder ist nur auf dem Weg, keiner bleibt. Wenn man ein Gesicht am nächsten Morgen wieder sieht, dann ist das schon lang. Ich mag Nadi nicht. Leider gibt’s keine andere Wahl auf dem Weg von Nananu-i-Ra nach Mana. Ich brauch ein, zwei Tage schnelles [...]
>>
weiterlesen
Fr, 12.Oktober 2007
Ich lieg im Zelt. draußen tobt ein tropisches Gewitter. Die Angestellten der Safari Lodge trinken heute Kava und singen nebenan zur Ukelele. Nirgends auf der Welt hab ich Menschen schöner singen gehört. Mehrere Stimmern, einer fängt an, die anderen antworten, manchmal nur Frauen, manchmal nur Männer. Immer mehrstimmig, und jedes Lied klingt wie ein Wiegenlied.
Ich [...]
>>
weiterlesen
Mo, 8.Oktober 2007
Am Strand brennt ein großes Feuer. Wir haben einen halben Quadratkilometer Inselurwald vom Unterholz gesäubert. Einige Zaunpfähle mögen auch dabeigewesen sein. Im Feuer explodierende Kokosnüsse sind nette Späße für Existential-Pyromanen. Vom Laptop kommt “Ring of Fire” und “Fire Water Burn”. Das Bier ist kühl und die Sterne leuchten heller als irgendwo anders auf der Welt.
Die [...]
>>
weiterlesen
Mi, 3.Oktober 2007
Ich hab Glück gehabt mit dem Riff. Am zweiten Tag seines Urlaubs fängt ein Australier den Kite seiner Frau 5m vom Strand entfernt. Resultat: 6cm langer und 2cm tiefer Korallen-Schnitt im Fuß. Nach einem halben Liter Blutverlust ist klar: muss genäht werden. Welches bis zu Abend bedeutet: eine Woche Kite-Pause. Zum Glück ist er nur [...]
>>
weiterlesen
Mo, 1.Oktober 2007
Ich sitz am Strand. Meine Korallen-Schnitte heilen langsam aber beständig. Gestern hatte ich ziemliches Schädelbrummen und dicke Füsse. Um die Blutvergiftung komm ich wohl trotzdem rum. Der Wind bläst mit bis zu 45km/h, alle sind draußen zum Windsurfen und Kitesurfen. Ein 60-jähriger macht 10m hohe Sprünge mit seinem Kite. Ich fühl mich unendlich klein.
Ich hör [...]
>>
weiterlesen